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Die Ölpumpenkette scheint ja immer nur eine verschleißfreudige Simplexkette zu sein.

 

Gibt es denn noch immer keinen Umbausatz auf eine langlebigere Duplexkette? 

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Da in naher Zukunft bei mir der 2. Zahnriemenwechsel ansteht, beabsichtige ich die Sache mit dem Antrieb der Ölpume gleich mit zu erledigen.  In diesem Zuge würde ich auch gerne den Kurbelwellendichtring/-Simmerring im Dichtflansch der Riemenscheibe erneuern. Gibt es eine einfache Möglichkeit den alten Dichtring dort rauszubekommen und zwar ohne Kollateralschäden und ohne den sündhaft teuren VAG Dichtringauszieher 3203 (~180 Euro) anschaffen zu müssen??

 

Grüße und frohe Weihnachten Euch allen

bearbeitet von ttplayer

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vor 54 Minuten schrieb ttplayer:

In diesem Zuge würde ich auch gerne den Kurbelwellendichtring/-Simmerring im Dichtflansch der Riemenscheibe erneuern. Gibt es eine einfache Möglichkeit den alten Dichtring dort rauszubekommen und zwar ohne Kollateralschäden und ohne den sündhaft teuren VAG Dichtringauszieher 3203 (~180 Euro) anschaffen zu müssen?

 

Für die Instandsetzung des Ölpumpenantriebs wird der Dichtflansch indem der Kurbelwellendichtring/-Simmerring sitzt ohnehin ausgebaut.

D.h. da geht der Aus-/Einbau des Simmerings auch gut ohne das Spezialwerkzeug.

 

Dichtflansch:

03.JPG

  • Danke! 1

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Kaum zu Glauben mit wie wenig Material man sich geschlagene zwei Tage beschäftigen kann.

 

 

DSC_0446.JPG

bearbeitet von ttplayer

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vor 25 Minuten schrieb ttplayer:

Kaum zu Glauben mit wie wenig Material man sich geschlagene zwei Tage beschäftigen kann.

Da bin ich ja froh, dass ich genausolange brauche.

Ist beim erstenmal ein ganz schönes Geduldsspiel die Ölwanne aus- und dann mit Dichtmittel wieder einzufädeln. Oder?

War an den Zahnrädern merklich Verschleiss zu sehen? Fährt der Kettenspanner über den ganzen Weg ohne hakeln aus?

Jetzt aber los zu weiteren 200'km.

 

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Es ist wie bei allen Tätigkeiten, wenn ich das jetzt gleich nochmal machen müsste, würde ein Tag reichen. Bei dem Spielchen mit der Ölwanne und der Einkerbung im Schwungrad bin ich mir nicht sicher ob das Seitens des Konstukteurs so berechnet wurde, oder ob das einfach nur Glück war, dass die Wanne ohne Getriebeausbau abgebaut werden kann -).

Je mehr ich darüber Nachdenke bin ich mir sicher es war Glück. Erst dachte ich die Wanne geht nie ab, um dann sicher zu sein, die geht nie mehr dran.

Mit den Schrauben der Wanne hatte ich keine Probleme. Ohne den extralangen Hazet-Einsatz (VAG T10058) hätte ich es allerdings nicht angehen wollen. Mag sein, dass es mit mit einer entsprechenden Kombination von 1/4" Verlängerung u. 10er Nuss auch gegangen wäre, so aber mit Sicherheit streßfreier und risikoloser.

O.g. Einsatz sitzt wirklich satt in den Schrauben, ein "Runddrehen" kann ich mir da nicht vorstellen. Vorher noch ein kurzer Hammerschlag drauf........

Die meisten Probleme hatte ich allerdings mit der Kurbelwellenschraube. 120 NM plus 1/4 Drehung hört sich im ersten Moment gar nicht so brachial an.

Also habe den ersten Versuch mit mit meinem Rodcraft 1/2" Schlagschrauber (Druckluftzufuhr über 3/4" Schlauch!!) gestartet............ Wie man sich doch irren kann.

Letztendlich hatte ich den Gegenhalter mit einem Spanngurt fixiert, den Wagen auf der Bühne bis auf 20cm über dem Boden abgelassen, mehrere Verlängerungen zusammengesteckt (1/2" und 3/4"). Dann von außen mit dem 3/4" Knebel und einem aufgesteckten 1m langen Rohr als Verlängerung gearbeitet. Den Kopf des Knebel hatte ich zusätzlich auf einem Unterstellbock fixiert. Trotz allem musste ich meine fast 80 kg drauflegen bevor Bewegung in die Sache kam. Benutzt habe ich hierzu ausschließlich Qualitätswerkzeug (Proxxon, Gedore....), habe aber ob der enormen Belastung eigentlich immer damit gerechnet, dass mir was wegfliegt.

Dahingegen ging die Schraube des Ausgleichsgewichts (100 NM plus 1/4 Drehung) geradezu spielerisch auf.

Auch nicht ganz unproblematisch war das Abziehen des auf der Kurbelwelle aufgeschrumpften Zahnrades. Hierzu braucht es einen nicht zu großen Parallelabzieher mit Krallen kleiner 3mm, sonst kommt man nicht hinter das Zahnrad.  Und obwohl ich das neue Zahnrad mehere Minuten mit einer Heißluftpistole gewärmt habe, wollte es nicht ganz freiwillig und ohne Nachhilfe an seinen Einbauort "gleiten".

 

An meinen Zahnrädern war trotz 220 000 km keinerlei Verschleiß festzustellen. Die Kette hatte sich schon wie üblich in den Spanner eingarbeitet und auch ein wenig gelängt. Der Spanner war noch OK. Ich denke die Konstruktion hätte auch noch die nächsten 220 000 km gehalten.

Auch beim (eigentlich 20 000km zu früh) durchgeführten Zahnriemenwechsel samt WaPu und allen Rollen, sind mir am Riementrieb keine wirklichen Verschleißsymptome aufgefallen.

 

Der finanzielle Aufwand war, wie immer wenn  man selber schraubt, mehr als übersichtlich.

 

image.thumb.png.fb17ba136510f7c753807fa318c25423.png

 

 

Alles in allem keine schöne, aber durchaus lösbare Aufgabe. Nicht zu empfehlen für schwache Nerven, sowie den den gelegenheitsschraubenden Hobbymechaniker.

 

Gruß Axel

 

 

 

 

 

bearbeitet von ttplayer
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Nach nunmehr 350.000 km hielt ich es fur an der Zeit, mal meine Kette in der Ölwanne nachzuschauen. Offensichtlich gerade noch rechtzeitig... am Kettenspanner lief diese bereits auf dem blanken Metall :(

 

Wie lange das wohl noch funktioniert hätte? Kette und alle Zahnräder sahen noch top aus, Kette lediglich gelängt. Trotzdem alles erneuert, inklusive Kupplung und Zahnriemen jeweils komplett, sowie alle Wellendichtringe und Dehnschrauben.

 

Einen Koreaner hätte man wohl weggeworfen. Auf zu den nächsten 350.000 km in der Kugel ;)

 

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Ich hätte hierzu noch eine Frage, welche Schrauben muss man denn zwingend erneuern und kannst du noch sagen, welche Anzugsdrehmomente sie haben?

 

bearbeitet von mistery

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Nee... kann ich leider nicht. Hat mir alles mein Nachbar gemacht, der ein Profi ist.

 

Die ganzen Schrauben und Dichtringe hatte ich bei Audi geholt, nachdem ich dem Teileonkel erklärt hatte, was alles gemacht wird. Und trotzdem musste mein Nachbar noch einige wenige nachordern, da diese zu ersetzen waren.

 

Grüße Michael

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Am 3.9.2018 um 18:31 schrieb mistery:

Ich hätte hierzu noch eine Frage, welche Schrauben muss man denn zwingend erneuern und kannst du noch sagen, welche Anzugsdrehmomente sie haben?

 

Das hat es doch alles schon gegeben, z.B. hier

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