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Heute an der Tankstelle - verrückte Spritpreise, verrückte Konzerne


avant-tdi
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Preissteigerung im Lebensmittelhandel:

Ich habe immer eine Packung tiefgefrorenes Fertiggericht im Tiefkühlfach. Bisher ein Preis von 1,79 EURO.

Vorgestern wollte ich wieder eine Packung kaufen: Preis 3,99 EURO. Verpackung, Inhalt alles gleich.

Da fragt man sich, wer hier der Preistreiber ist. Die Landwirte bestimmt nicht.

Im übrigen verdient der Staat ordentlich mit:

Alter Preis: 0,12 Euro Umsatzsteuer

neuer Preis: 0,26 Euro Umsatzsteuer. Rund 116 % mehr Umsatzsteuer.

Und die muss ich als Endkunde bezahlen.

Allerdings habe ich nicht gekauft.

 

 

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Ja natürlich verdient der Staat durch prozentuale Steuern mehr, wenn der Preis steigt. Dürfte aber nicht im staatlichen Interesse liegen, dass die Preise steigen, da niedrige Preise und starker Konsum deutlich mehr Steuererträge generieren...

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vor 13 Stunden schrieb Vercingetorix:

Ja natürlich verdient der Staat durch prozentuale Steuern mehr, wenn der Preis steigt. Dürfte aber nicht im staatlichen Interesse liegen, dass die Preise steigen, da niedrige Preise und starker Konsum deutlich mehr Steuererträge generieren...

Mmmmh nehmen wir mal das Beispiel.

1000 x 1,79 mit Ertrag netto 20cent

1000 x Umsatzsteuer 0,12 (netto 1,67) abzüglich Vorsteuer von netto 1,47 = -0,10 = 20€

1000 x Steuer auf Gewinn von angenommen 40% aus 20cent = 8cent = 80€.

Macht also 100€

 

Nach der saftigen Preiserhöhung verkauft der Händler nur noch 20% der Ware

200 x 26cent abzüglich der 10cent Vorsteuer sind 32€

200x 40% aus dem Gewinn (3,73-1,47=2,26) 452€

Macht also 484€ an Steuern.

 

Zieh da mal flockige 100€ wegen steigender Energiekosten ab, da bleibt immer noch ein Plus.

 

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vor 13 Stunden schrieb red dream:

Da fragt man sich, wer hier der Preistreiber ist. Die Landwirte bestimmt nicht.

 

Der Staat aber auch nicht, so lange die Preissteigerung nicht auf erhöhten Steuersätzen beruht. Und wenn die in der Produktions- und Logistikkette Beteiligten nur die gestiegenen Kosten weiter geben, ist das völlig i.O.

 

vor 13 Stunden schrieb Vercingetorix:

Dürfte aber nicht im staatlichen Interesse liegen, dass die Preise steigen, da niedrige Preise und starker Konsum deutlich mehr Steuererträge generieren...

 

Es kommt darauf an - Stichwort: "Preiselastizität der Nachfrage". Es gibt Produkte, bei denen sich die Nachfrage bei Preisänderungen kaum verändert. Typisches Beispiel: Preise für Kraftstoff und Strom. Darauf können wir im täglichen Leben kaum verzichten, und auch die individuellen Möglichkeiten, durch angepasste Verhaltensweisen z.B. auf Preissteigerungen sofort zu reagieren oder das Produkt zu substituieren, sind stark begrenzt. Daher ist es bei solchen Produkten ja auch so "beliebt", an der Preisschraube zu drehen, indem der Anbieter seine Marge erhöht - oder der Staat die prozentualen Steuern hierauf. ;)

 

Auf der anderen Seite gibt es die " preiselastischen" Produkte, bei denen schon eine geringe Preisänderung zu einer Änderung der Nachfrage führt. Typisches Beispiel: Consumer Electronics.

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vor 26 Minuten schrieb zinn2003:

Mmmmh nehmen wir mal das Beispiel.

1000 x 1,79 mit Ertrag netto 20cent

1000 x Umsatzsteuer 0,12 (netto 1,67) abzüglich Vorsteuer von netto 1,47 = -0,10 = 20€

1000 x Steuer auf Gewinn von angenommen 40% aus 20cent = 8cent = 80€.

Macht also 100€

 

Nach der saftigen Preiserhöhung verkauft der Händler nur noch 20% der Ware

200 x 26cent abzüglich der 10cent Vorsteuer sind 32€

200x 40% aus dem Gewinn (3,73-1,47=2,26) 452€

Macht also 484€ an Steuern.

 

Zieh da mal flockige 100€ wegen steigender Energiekosten ab, da bleibt immer noch ein Plus.

 

Man darf das ganze ruhig von weiter weg betrachten. Geringerer Konsum führt zu geringerer Wertschöpfung und damit zu geringeren Steuereinnahmen. 

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vor 16 Minuten schrieb Vercingetorix:

Man darf das ganze ruhig von weiter weg betrachten. Geringerer Konsum führt zu geringerer Wertschöpfung und damit zu geringeren Steuereinnahmen. 

Die Steuern richten sich immer nach dem Ertrag, wie ich ja schon vorgerechnet hab. Auch die Steuern die scheinbar auf den Umsatz bezogen sind.

 

Die Ökonomie schreibt ihre eigenen Regeln. Diese werden regelmäßig angepasst wenn sich damit für wenige Leute mehr Geld verdienen lässt.

 

Weniger Konsum führt aber zu weniger kaputter Erde. Das ist nun wieder Naturgesetz.

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  • 2 weeks later...

Das könnte die EU kurzfristig ändern, wie folgt. 

 

Wall Street dort wird auf Energie und Lebensmittel gewettet, deshalb gehen die Preise so hoch, mit dem Krieg hat das wenig zu tun. 

Die Anleger suchen sich immer was mit bestmöglicher Rendite. 

Z. B. Ain Afrika hat ein Land Hühner/Eier produziert/explodiert, o. g. haben denen "das" so gedummt bis der Hersteller Betrag unterschritten war und die dort Hungersnot haben

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  • 1 month later...

moin alle -

 

mit Datum 01.06.22 sollte der Puls beim Tanken ja nicht mehr so hoch gehen...

quasi keine > Schnappatmung < mehr an der Kasse nach dem tanken...

hier meine aktuellen Preise aus Kappeln an der Schlei / S-H hier von heute 01.06.

https://www.clever-tanken.de/tankstelle_liste?lat=54.6641769&lon=9.93175951&ort=24376+Kappeln&spritsorte=3&r=5

 

lg claus

 

 

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Heute bei mir uffm Dorf E10 für 1,84€ ... war jedoch alle :|...

Super ging dann noch für 1.90.

 

Heute Abend war es dann gleich wieder 8 cent teurer ... 

Edited by Wosche
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vor 13 Minuten schrieb sliner:

heute morgen Super E5 bei Aral wider für fasst 2 € (1.98€)

fühle mich, gelinde gesagt VERARSCHT

Aber Du bist hoffentlich nicht überrascht? Das war doch genau so zu erwarten.

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  • 5 months later...

Habe mir das Spiel gestern mal angeschaut - 2 Tankstellen unmittelbar nebeneinander (Agip und Jet) 

Agip 1.94 und Jet 1.93 für Diesel.... Bei Jet übelster Betrieb.... Preis geht plötzlich auf 1.97 hoch... Alle rennen zur Agip - 2min später geht die Agip auf 1.98 hoch - es dauert keine Minute und Jet geht auf 1.93 zurück....

Resultat Agip leer bei Jet die Hölle los, weil ja der Diesel "so günstig" ist....die Agip hat dann aber erst noch ca. 10min wieder nachgezogen... 

 

War bestimmt kurzfristig neuer Kraftstoff im Tank der Tankstelle :D.

Edited by Superduke
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.. 

vor 12 Stunden schrieb sliner:

erstaunlich das seit gestern die Preise stark fallen 

 

 

vor 12 Stunden schrieb Brukterer:

Ja, und zwar massiv.

 

... und wir sind die 700km gestern mit dem Zug* gefahren... 

:S

 

 

 

* naja, aus ökologischen und sonstigen Gründen.... 

 

Edited by mamawutz
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Hab unseren Motorroller vor kurzen betankt. An der B236 in Ergste sind 2 freie Tankstellen, eine Star und eine BFT. Super E5 bei der Star 1,91,9, da hab dann getankt. Bei der BFT ein paar Meter schräg gegenüber kostete E5 2,04,9! Glatte 13 Cent mehr!:eek: 

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  • 3 weeks later...

Eben Diesel getankt für 1,729 in 32756, Detmold.

 

Der AMF hat mit 5,41 L. auf 100 km etwas mehr gebraucht als bei den letzten Tankfüllungen.

 

Bin wohl viel Kurzstrecke gefahren und es war kalt. 

Edited by Brukterer
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vor einer Stunde schrieb A2-Genießer:

Oder die Winterreifen?

Die sind leichter als meine 195er SR auf Alufelge.

Er sprintet sogar einen Hauch besser mit den WR.

Vermutlich war es das Wetter. 

Und ich war nicht auf der Schnellstraße, keine weiten Strecken. 

Der Motor klingt sogar anders im Kaltbetrieb wenn es um 0° sind, er nagelt mehr.

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vor 16 Stunden schrieb A2-Genießer:

Oder die Winterreifen?

Nein es sind nicht die Winterreifen, es ist die Winterjacke die den erhöhten Verbrauch verursacht. Im Ernst, beides ist Blödsinn.

 

Wenn ich Winterreifen mit wenig Profil habe fahre ich die noch den Sommer über zu Ende. Da gibt es keinen Mehrverbrauch gegenüber Sommerreifen. Der Mehrverbauch im Winter liegt daran dass man einen erhöhten Stromverbrauch für Licht, Gebläse und Wischer hat und der Verbrenner die längste Zeit nicht richtig warm wird. Deshalb gibt es auch auf Langstrecke nur wenig Mehrverbauch im Winter.

 

Der Zuheizer bei einem Diesel verursacht ebenfalls einen Mehrverbrauch, sowohl der Dieselzuheizer als auch der elektrische. Denn der Strom im Auto wird letzten Endes aus Benzin oder Diesel erzeugt - wenn man keinen BEV fährt.

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Nicht ganz...

 

Fakt ist, dass mit Winterreifen (unter der Voraussetzung, dass dieselbe Reifendimension gefahren wird), die gewöhnlich einen höheren Rollwiderstand haben, der Spritverbrauch bis zu 15% ansteigen kann. Und zwar um so mehr, je wärmer es wird. In einem milden Winter wird man also auch schon einen Mehrverbrauch feststellen können. Fährt man aber im Winter eine schmalere Reifendimension, wird sich ein Mehrverbrauch weniger bemerkbar machen.

 

Der Stromverbrauch durch eingeschaltete Verbraucher ist durchaus nicht zu unterschätzen. 100 W Leistung kosten grob gerechnet 0,1 l Benzin / 100 km. Das Gebläse ist hierbei zu vernachlässigen, denn im Winter wird es für die Verteilung der Heizungsluft benötigt, im Sommer für die Kühlluft der Klimaanlage. Diese Rechnung geht eher zu Ungunsten des Sommerbetriebs aus, wenn also vermehrt Klimaanlage / Kompressor gefordert werden. Und zwar um so mehr, je wärmer es wird. Jedoch kommt spitverbrauchserhöhend im Winter die Sitzheizung dazu, die im Sommer i.d.R. nicht benutzt wird.

 

Ein hingegen wesentlicher Faktor für einen erhöhten Kraftstoffverbrauch im Winter ist die deutlich verlängerte Wamlaufphase, in der der Motor mit angefettetem Gemisch läuft. Das ist dann auch schon fast der einzige Faktor, den man manuell nicht beeinflussen kann.

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