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HognDor

[1.2 TDI ANY] Nimmt verspätet Gas an

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Hallo zusammen,

dies ist meine Premiere im Forum: mein erster Beitrag. Deshalb erst einmal einen schönen Gruß.

Ich habe mich bereits im Forum umgeschaut und nichts vergleichbares Thema gefunden.

 

Mein 1,2er nimmt sporadisch beim Wiederanfahren d.h. nach dem Ausrollen an einer Einfahrt oder an einer Ampel erst verpätet (ca. 4 sec.) und nach "Pumpen" mit dem Gaspedal wieder Gas an und beschleunigt. Das Verhalten ist sehr unangenehm und kann auch zu gefährlichen Situationen führen.

In der Regel fahre ich im ECO Modus. Ich habe es noch nicht in anderen Modi ausprobiert. Es passiert bis jetzt auschließlich während des Rollens. Wenn ich zum Stehen gekommen bin, funktioniert die Gasannahme ohne Probleme.

Ich würde das Problem gerne beseitigen, allerdings traue ich meinem Freundlichen keine Fehlerdiagnose zu.

 

Vielleicht kann mir jemand helfen.

 

Hogndor

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Was passiert denn genau? Hat das Gaspedal in diesem Momenten keinen Effekt auf die Motordrehzahl oder schließt nur die Kupplung verspätet?

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Es passiert immer nur während des Leerlaufs und während das Auto langsam rollt. Der Tritt aufs Gaspedal hat zunächst keinerlei Auswirkung auf die Drehzahl d.h. sie bleibt im Leerlauf. Erst bei mehrmaligem Treten aufs Gaspedal wird die Drehzahl erhöht und er kuppelt wieder ein.

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Es passiert immer nur während des Leerlaufs und während das Auto langsam rollt.

 

Hmm, langsam rollen und Leerlauf schließt sich normalerweise unterhalb von ca. 15 km/h aus. Ab da sollte automatisch wieder eingekuppelt werden beim ausrollen im eco-Modus. Passiert dies bei deiner Kugel auch?

 

Achte mal bewusst auf die Ganganzeige währendessen kein Gas angenommen wird. Blinkt diese, ist der von der Getriebeautomatik gewählte Gang nicht eingelegt.

Edited by Phoenix A2

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Stimmt, ich muß mich korrigieren, langsam rollen bedeutet im 1. Gang rollen und im Standgas d.h. kleiner 5 km/h. Wenn ich wieder beschleunigen will, gibt es keine direkte Reaktion nach Gasbetätigung, erst nach ca. 4 sec. allerdings nur sporadisch wie bereits erwähnt. Ich kann dieses Phänomen (noch) nicht reproduzieren.

 

Gruß

HognDor

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Hallo Hognor, wie hast Du das Problem mit dem Gas gelöst? Ich habe es jetzt auch.

 

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

mfg Michael Rohsius

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Ich weiss nicht wie ich Deinen Namen so falsch schreibenkonnte.

Sorry

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Hallo Hognor, wie hast Du das Problem mit dem Gas gelöst? Ich habe es jetzt auch.

Beschreibe du doch bitte dein Phänomen. So richtig habe ich es noch nicht verstanden.

Ich weiss nicht wie ich Deinen Namen so falsch schreiben konnte.

Du kannst innerhalb von 20? Minuten deinen Beitrag nachträglich editieren.

 

An beide Teilnehmer: Wann wurde die letzte Getriebe Grundeinstellung gemacht? Hydraulik Ölstand i.O.?

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Hallo Hogndor,

 

ich hatte kürzlich ein ähnliches Phänomen:

 

1.2 TDI kuppelt im 3.Gang nicht mehr aus, würgt ab, GGE RTFM! 12 - A2 Forum

 

Ich vermute dass es bei dir eine andere Variante desselben Problems ist.

 

Wenn das Getriebe Steuer Gerät eine Regeldifferenz des Kupplungnehmerzylinder (KNZ) zwischen Soll- und Ist-wert feststellt, dann schickt es das Motorsteuersgerät in einen Notlaufmodus -> Standgas und keine Gasannahme.

 

Damit sollen größere Schäden am Getriebe verhindert werden.

 

Vermutlich zieht der KNZ dann verspätet nach und der Notlaufmodus wird damit wieder aufgehoben.

 

Leider gibt es dazu keine Fehlermeldungen, warum auch immer.

 

Der Grund kann eine verschlissene Führungshülse an der Kupplung oder der KNZ oder dessen Poti sein.

Edited by Artur

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Hallo zusammen,

sorry, ich bin lange nicht mehr im Forum gewesen und antworte deshalb erst jetzt. Erst durch Artur und einer PM mit eMail-Benachrichtigung bin auf die neuen Beiträge aufmerksam geworden.

Zum Thema:

Das Problem mit der verzögerten Gasannahme ist bei mir weiterhin präsent. Ich habe lediglich meine Fahrgewohnheiten angepasst um die Anzahl der Ereignisse, bei denen es auftritt, möglichst gering zu halten. So halte lasse ich die Geschwindigkeit beim "Ausrollen" z.B. an Ampeln nicht zu gering werden oder halte öfters bis zum Stillstand (z.B. an Stop-Schildern). Aus dem Stillstand heraus gibt es keinerlei Probleme wie ich bereits weiter oben erwähnt hatte.

Die Getriebegrundeinstellung ist nach Serviceprotokoll im letzten Jahr bei der Inspektion durchgeführt worden, den Hydraulikölstand kontrolliere ich regelmäßig selbst und fülle ihn ggf. auf (Hydraulik-Ölverbrauch ca. 5mL/Jahr, noch kein Gangsteller-Wechsel).

Obwohl ich mich mit dem Problem momentan "arrangiert" habe, wäre es schön wenn es hierfür eine Problemlösung gäbe oder erst einmal eine Fehlerdiagnose. Im Fehlerspeicher gibt es ausser Meldungen zur Temperaturklappe (Wechsel des Stellmotors mit Poti ist bald fällig) keinerlei Eintragungen.

Ich möchte allerdings nicht zum "Freundlichen" und das Geld aus dem Fenster werfen.

 

Gruß

HogDor

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Gibt es mahlende Geräusche bei kuppeln? Dann ist es ziemlich sicher die Führungshülse.

 

Ich tippe aber eher auf den KNZ. (ca. 260,- + Arbeit).

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Wenn du jemanden mit VAG-COM oder einem anderen adäquatem Messgerät kennst, dann lass mal den Messwertblock 013 den Ist- und den Sollwert des Kupplungsstellers graphisch mitloggen.

 

Normalerweise laufen die zwei Werte im Einklang. Schaut einfach mal ob eine Differenz sichtbar wird wenn dein beschriebenes Phänomen einsetzt.

 

Macht bei der Gelegenheit ein Bildschirmfoto und postet das bitte.

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Geräusche bei Kuppeln kann ich nicht feststellen. Ich werde aber versuchen den Messwertblock zu loggen und dann das Ergebnis zu posten, es kann allerdings ein paar Tage dauern, da ich momentan in Urlaub bin. Für die Tipps aber trotzdem schon mal Danke.

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Das mit dem Hydraulikspeicher tauschen ist eine Idee die aus der Problemlösung von hier stammt:

 

A2 1, 2 TDI keine Bewegung nach langem Leerlauf im Stau? Warum? - A2 Forum

 

Auch hier nahm die Kugel manchmal kein Gas an.

 

Es ist denkbar dass das System (evtl. auch intern undicht) in einen Bereich kommt wo viel Druck abgebaut wird. Pumpe kommt nicht mehr nach, dazu ein ausgeleierter Druckspeicher und schon haben wir kurzfristig eine Regeldifferenz mit einer Notlaufsituation.

 

Wenn das nach 180tkm immer noch der erste Speicher ist und du hast zu Hause einen Ersatz rumliegen, dann wäre das das erste was ich tauschen würde. Kostet ja nichts. :)

 

Der graphische Log wäre dennoch interessant. Macht den vorsichtshalber vorher. ;)

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Am 29.12.2019 habe ich ein komplett überholtes Getriebe eingebaut. Die Führungshülse und das Ausrücklager wurde erneuert.

Den Getriebedrehzahlgeber und den Geschwindigkeitsgeber habe ich vom alten Getriebe übernommen.

 

Mit VCDS den KNZ-Wert geprüft. Der lag bei 1,8V, und ich habe ihn so gelassen und dann die GGE gemacht. Die GGE lief auf Anhieb durch und die Probefahrt war unauffällig. Ich bin in den vergangenen Tagen einige hundert Kilometer gefahren und das Getriebe schaltet sauber. Soweit so gut.

 

Am 15.4.2012 um 11:56 schrieb HognDor:

Mein 1,2er nimmt sporadisch beim Wiederanfahren d.h. nach dem Ausrollen an einer Einfahrt oder an einer Ampel erst verpätet (ca. 4 sec.) und nach "Pumpen" mit dem Gaspedal wieder Gas an und beschleunigt. Das Verhalten ist sehr unangenehm und kann auch zu gefährlichen Situationen führen.

In der Regel fahre ich im ECO Modus. Ich habe es noch nicht in anderen Modi ausprobiert. Es passiert bis jetzt auschließlich während des Rollens.

 

Vor ein paar Tagen trat dieses Phänomen bei mir das erste Mal auf.

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit dann gleich mehrmals.

Anmerkung: Es ist unabhängig davon, ob der Eco-Modus an oder aus ist.

 

Am 15.4.2012 um 12:46 schrieb Phoenix A2:

Was passiert denn genau? Hat das Gaspedal in diesem Momenten keinen Effekt auf die Motordrehzahl ...

 

Der Wagen kriecht/rollt im 1. Gang langsam, ca. mit Schrittgeschwindigkeit/mit weniger als ca. 10km/h, und wenn ich dann, ohne wirklich anzuhalten, weiter fahren kann, nimmt er kein/nicht sofort Gas an, sprich der Drehzahlmesser zeigt weiterhin Leerlaufdrehzahl an. 

 

Am 15.4.2012 um 12:46 schrieb Phoenix A2:

oder schließt nur die Kupplung verspätet?

 

Ich würde sagen, dass die Kupplung verspätet schließt, und solange diese nicht geschlossen ist (den Sollwert erreicht hat), nimmt der Motor kein Gas an.

Ein Log-File habe ich natürlich (bisher) nicht anfertigen können.

 

Am 15.4.2012 um 17:18 schrieb HognDor:

Erst bei mehrmaligem Treten aufs Gaspedal wird die Drehzahl erhöht und er kuppelt wieder ein.

 

Ich würde sagen, dass er erst eingekuppelt haben muss, bevor er wieder Gas annimmt und nicht umgekehrt.

Würde er Gas annehmen ohne (vollständig) eingekuppelt zu haben, würde das zu einer schleifenden Kupplung führen.

Ich denke, dass die Audi-Ingenieure genau das verhindern wollten.

 

Am 15.4.2012 um 11:56 schrieb HognDor:

Mein 1,2er nimmt sporadisch beim Wiederanfahren d.h. nach dem Ausrollen an einer Einfahrt oder an einer Ampel erst verpätet (ca. 4 sec.) und nach "Pumpen" mit dem Gaspedal wieder Gas an und beschleunigt.

 

Mit dem Gaspedal "pumpen" hilft nicht wirklich sofort, sondern es dauert einige Zeit/Sekunden, bis er wieder Gas annimmt.

Ich denke, dass beim "pumpen" Zeit vergeht und der Wagen "rollt aus", also langsamer wird. Er kuppelt dann ein, und nimmt dann wieder Gas an.

 

Am 10.7.2014 um 08:58 schrieb HognDor:

oder halte öfters bis zum Stillstand (z.B. an Stop-Schildern). Aus dem Stillstand heraus gibt es keinerlei Probleme wie ich bereits weiter oben erwähnt hatte.

 

Heute morgen hatte ich mehrmals "direkten" Erfolg mit diesem Vorgehen gehabt:

Anstatt mit dem Gaspedal zu pumpen trat ich kurz auf die Bremse, ohne wirklich zum Stehen zu kommen, und der Wagen nahm sofort wieder Gas an. Ist natürlich für den Hintermann blöd, wenn man nochmals kurz bremst, obwohl alles frei ist und man weiter fahren könnte.

 

Am 15.4.2012 um 19:02 schrieb Phoenix A2:

Achte mal bewusst auf die Ganganzeige währendessen kein Gas angenommen wird. Blinkt diese, ist der von der Getriebeautomatik gewählte Gang nicht eingelegt.

 

Die Ganganzeige ist normal, nicht invertiert, blinkt nicht, der 1. Gang wird angezeigt.

Der Wagen geht nicht in den Notlauf, denn dann müsste mMn erst die Zündung aus- und wieder eingeschaltet werden, damit man weiter fahren kann.

 

Am 31.5.2014 um 23:14 schrieb Artur:

Wann wurde die letzte Getriebe Grundeinstellung gemacht? Hydraulik Ölstand i.O.?

 

Die letzte GGE ist erst wenige Tage her.

Den Hydraulikölstand habe ich kontrolliert und der ist ok.

Es können 3 Schaltvorgänge ausgeführt werden, bis die Pumpe für ca. 5 Sekunden anspringt.

Im Fehlerspeicher ist kein Fehler abgelegt.

 

Am 9.7.2014 um 18:27 schrieb Artur:

Der Grund kann eine verschlissene Führungshülse an der Kupplung oder der KNZ oder dessen Poti sein.

 

Führungshülse ist neu, ebenso das Ausrücklager.

KNZ und dessen Poti ist alt, haben mit dem alten Getriebe ohne Probleme funktioniert.

Kupplung ist ca. 2 Jahre alt und hat ca. 50tkm drauf.

 

In den vergangenen Tagen trat auch (bisher) 2x das Problem auf, dass er an einer roten Ampel wie gewohnt im Eco-Modus ausging und danach aber nicht wieder automatisch ansprang. Zündung aus, Stop* bzw. N einlegen, Zündung ein, warten bis die Pumpe ausging, und dann erst Starten und es ging wieder weiter.

 

*) Beim ersten Mal legte ich Stop ein. Aufgrund des Gebimmels zog ich die Handbremse. Danach sprang er problemlos an. Beim 2. Mal legte ich N ein, um mir das Gebimmel und das Lösen der Handbremse zu ersparen.

 

Heute morgen bin ich überwiegend an den kritischen Stellen mit Eco-Aus gefahren, damit ich an einer grün gewordenen Ampel nicht den Verkehr aufhalte, wenn er denn doch nicht anspringen will.

 

Heute nach Feierabend kam ich auf dem Rückweg in einen fürchterlichen Stau, mit sehr vielen Kriechstrecken, bis fast zum Stillstand. Die kleine Diva zeigte sich natürlich wieder von der besten Seite und machte überhaupt keine Zicken.

 

Zuhause angekommen, überprüfte ich den Fehlerspeicher. Der war leer.

Der KNZ-Wert lag bei 1,84V. Den Wert habe ich auf 1,91V erhöht und nochmals eine GGE durchgeführt.

Anschließend habe ich eine Probefahrt durchgeführt, und bewusst viele "Schleichfahrten" im Eco-Modus gemacht.

Natürlich traten die Probleme nicht auf.

 

Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber in den vergangenen Tagen "schlich" der Wagen in den entsprechenden Fahrsituationen eher samft, weil nicht kraftschlüssig, vor sich her bzw. um die Kurven. Nach der heutigen GGE und dem erhöhten KNZ-Wert zeigt er wieder das typische harte/eingekuppelte Fahrverhalten und die Kriechneigung. Mal schauen, ob das so bleibt.

 

 

 

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vor 9 Stunden schrieb janihani:

Mit dem Gaspedal "pumpen" hilft nicht wirklich sofort, sondern es dauert einige Zeit/Sekunden, bis er wieder Gas annimmt.

Ich denke, dass beim "pumpen" Zeit vergeht und der Wagen "rollt aus", also langsamer wird. Er kuppelt dann ein, und nimmt dann wieder Gas an.

 

Das ist richtig, das MSG nimmt erst Gas an, wenn es das ASG erlaubt. Dieses wiederum wartet auf das Schließen der Kupplung indem es die Getriebedrehzahl in Relation zur Motordrehzahl überwacht.

 

vor 9 Stunden schrieb janihani:

Führungshülse ist neu, ebenso das Ausrücklager.

KNZ und dessen Poti ist alt, haben mit dem alten Getriebe ohne Probleme funktioniert.

Kupplung ist ca. 2 Jahre alt und hat ca. 50tkm drauf.

 

Ich hätte in Deiner Konstellation auch KNZ oder den Ausdrückhebel vermutet, wenn du alles andere ausschließen kannst. Und getreu Murphy würde der KNZ nämlich genau jetzt kaputt gehen.

Schau Dir im MWB25 (glaube ich) die %-Werte für Kriech- und Schleifpunkt an. Sind die in der Toleranz, brauchst du den KNZ-Wert nicht verändern. Die 1,91V sind ohnehin die falsche Richtung. Ich stelle stur auf 1,8V ein.

 

vor 9 Stunden schrieb janihani:

Nach der heutigen GGE und dem erhöhten KNZ-Wert zeigt er wieder das typische harte/eingekuppelte Fahrverhalten und die Kriechneigung. Mal schauen, ob das so bleibt.


Das verschwindet wieder. Spätestens nach einer Stop'n'Go Fahrt ist das wieder weg.

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Nun sind einige Tage ins Land gegangen und das Problem trat des öfteren auf.

Also den KNZ Wert erhöhen hat nichts gebracht.

 

Meine Logik war, wenn ich das Seil mehr straffe und der Schleifer nun hinter dem "abgenutzten" Bereich steht, dann kann er nicht mehr in den abgenutzten Bereich kommen. Dieser Logik zur Folge würde es nichts bringen, den KNZ Wert zu verringern, denn dann müsste er auf jeden Fall über den abgenutzten Bereich.

 

Also habe ich einen anderen KNZ eingebaut, einen mit Hallgeber.

Mit diesem trat das Problem leider weiterhin auf.

 

Insbesondere wenn ich einen Supermarktparkplatz verlassen wollte, und in den Einmüdungsbereich mit Schrittgeschwindigkeit rein "rollte" und dann Gas gab, reagierte er nicht auf die Gasannahme.  Gut an dem Supermarktparkplatz war, dass ich recht "zuverlässig" das Problem provozieren konnte. Abends gegen 21/22 Uhr war es auch recht ruhig und somit ungefährlich.

 

Ab und an, trat das Problem auch an einem Fußgängerüberweg oder selten beim links abbiegen auf.

 

Ich habe dann Abends ein wenig getestet.

Wenn man ab ca. 6km/h "schnell" fuhr, die Bremse betätigte und gleichzeitig Gas gab, dann kuppelte er aus und nahm auch kein Gas an. Das macht auch Sinn, immerhin signalisiert man ja dem Motor/Getriebesteuergerät, dass man anhalten will. Also soll ausgekuppelt werden und dann macht eine Gasannahme auch keinen Sinn.

 

Im "Stand" hingegen nahm er Gas an. Ich denke, die Ingenieure haben das bewusst zugelassen, damit man aus einer Parklücke, einer Schneeverwehung, ... mit leicht getretener Bremse und gleichzeitigen Gas geben heraus fahren kann. Sobald die Geschwindigkeit etwa 6km/h überschreitet, nimmt er bei gleichzeitig getreten Bremspedal kein Gas mehr an.

 

Was mir auffiel war, dass er keine Kriechneigung hatte, wenn er kein Gas annehmen wollte. Ich hatte das Gefühl, dass er rollte.

 

Mir kam in den Sinn, dass es vielleicht was mit der Geschwindigkeit zu tun haben könnte. Nach einem Getriebewechsel hatte ich mal das Problem, dass der Tacho keine Geschwindigkeit anzeigte, obwohl der Stecker drauf war, und der Wagen bei der Probefahrt recht schlecht fuhr. Nach dem der Geschwindigkeitsgeber am Getriebe getauscht wurde, zeigte der Tacho wieder die Geschwindigkeit an und der Wagen fuhr/schaltete wieder ordentlich. Also kann es in meinem Fall nicht am Geschwindigkeitsgeber liegen.

 

Den Getriebedrehzahlgeber schloss ich (bisher) aus, denn der Wagen fuhr ansonsten einwandfrei und schaltete auch einwandfrei. Im Fehlerspeicher war kein einziger Fehler abgelegt.

 

In der Zwischenzeit habe ich gelernt, dass immer bei Verweigerung der Gasannahme ein kurzer (sanfter) Tritt auf die Bremse das Problem sofort und zuverlässig behoben hatte. Es ist nur blöd für den Hintermann.

 

Es kam mir in den Sinn, den Bremslichtschalter zu tauschen, denn das Problem trat immer dann auf, wenn ich sanft bremste.  Da ich noch einen anderen gebrauchten Bremslichtschalter zu liegen hatte, habe ich den eingebaut. Was soll ich sagen, das Problem trat weiterhin auf.

 

Ich habe die Bremslichtschalter geöffnet und mir diese mal von innen angeschaut. Bei beiden Bremslichtschaltern war der hintere Kontakt leicht angeschmort. Bei 2x21W=42W fließen fast 4A, da kann schon im Laufe der Jahre der Kontakt etwas leiden. Auch die vorderen Kontakte wiesen Abnutzungserscheinigungen auf. In meinen Augen nichts wirklich dramatisches, zumal die Bremslichter ganz normal angingen.

 

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Ok, der 1.2er hat noch einen Bremsdruckschalter in der Bremsleitung. Also den geprüft.

 

Laut Reparaturanleitung soll der Bremsdruckschalter über VCDS, MWB 004, Feld 2, 8. Bit geprüft werden können.

Das 8. Bit wechselt brav zwischen 0 und 1, wenn man das Bremspedal betätigt.

 

Ich habe mir die Mühe gemacht und den 2 poligen Stecker vom Bremsdruckschalter abgezogen und tada, das Bit wechselt weiterhin zwischen 0 und 1, wenn man das Bremspedal betätigt. Hä, wie kann das sein?

 

Also habe ich den Bremslichtschalter ausgebaut, aber den 4 poligen Stecker dran gelassen. Und was soll ich sagen, das Bit wechselt zwischen 0 und 1, wenn ich den Bremslichtschalter betätige.

 

Mit einer Messleitung habe ich dann am 2 poligen Stecker vom Bremsdruckschalter die Kontakte überbrückt, und das Bit wechselt nicht zwischen 0 und 1.

 

Fazit: Reparaturanleitung ist falsch. :mad:

 

Laut Reparaturanleitung soll man den Bremsdruckschalter mit einem Ohmmesser prüfen können. Egal ob das Bremspedal betätigt wurde oder nicht, mein Multimeter zeigte immer einen unendlich hohen Widerstand an. Einzig der Druchgangsprüfer begann zu piepen, wenn das Bremspedal betätigt wurde und hörte auf zu piepen, wenn ich es los gelassen habe.

 

Naja, warum sollte die Reparaturanleitung nicht ein weiteres Mal falsch sein? Wenn falsch, dann halt richtig falsch.

Scheint eher ein Geber als ein Schalter zu sein.

 

Also eine andere Testmethode ausgedacht um zu prüfen, ob der funktioniert.

Als der Motor schön warm war, und er brav nach dem Anhalten ausgegangen ist und beim los lassen des Bremspedals wieder angesprungen ist, habe ich mal den 2 poligen Stecker vom Bremsdruckschalter abgezogen um heraus zu finden, welche Aufgabe dieser Bremsdruckschalter nun denn hat. Der Wagen fuhr ganz normal, aber nach dem Anhalten ging der Motor nicht mehr wie gewohnt aus. Nach dem ich den 2 poligen Stecker wieder aufgesteckt habe, ging der Motor nach dem Anhalten brav wieder aus.  

 

Somit ist nun klar, dass der Bremsdruckschalter für das Start/Stop System zuständig ist und funktioniert.

Übrigens: Im Fehlerspeicher vom Getriebesteuergerät ist kein Fehler abgelegt worden.

 

Ich habe mich entschieden 12€ zu investieren. Ich habe einen neuen Bremslichtschalter gekauft und den eingebaut. Wirklich Sinn machte diese Entscheidung nicht, denn sollten gleich 2 Bremslichtschalter nicht ok sein, obwohl die Bremslichter angingen? Naja, 12€ ist nun nicht wirklich ein Vermögen.

 

Es ist wahrscheinlich noch zu früh zu sagen, dass das Problem behoben ist. Auf dem Supermarktparkplatz, wo ich gestern noch den Fehler (fast) beliebig provozieren konnte, nahm er nun immer sofort das Gas an. Ferner hat er auch bei der geringen Geschwindigkeit wieder die Kriechneigung, die ich vermisst habe.

 

Mal schauen, ob es so bleibt. Ich würde mich freuen.

 

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Am 16.1.2020 um 00:31 schrieb janihani:

Nun sind einige Tage ins Land gegangen und das Problem trat des öfteren auf.

 

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Somit ist nun klar, dass der Bremsdruckschalter für das Start/Stop System zuständig ist und funktioniert.

Übrigens: Im Fehlerspeicher vom Getriebesteuergerät ist kein Fehler abgelegt worden.

 

 

 

ja die Start Stopp Automatik funktioniert auch erst ab einen Druck von 4 Bar und irgendwie müssen die auch gemessen werden.

 

 

 

Bei Blaky habe ich im Augenblick das Problem, das nach dem Neustart der Motor sofort wieder ausgeht...ähnlich der Funktion der Wegfahrsperre...

Starte dann den Wagen manuell in der "N" Position. 

Werde mir erstmal Ohrstöpsel zulegen müssen...

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vor 49 Minuten schrieb Karat21:

ja die Start Stopp Automatik funktioniert auch erst ab einen Druck von 4 Bar und irgendwie müssen die auch gemessen werden.

 

Das spricht für den Bremsdruckgeber und nicht für ein Bremsdruckschalter.

 

vor 50 Minuten schrieb Karat21:

Bei Blaky habe ich im Augenblick das Problem, das nach dem Neustart der Motor sofort wieder ausgeht

 

Böser Blacky.

 

Seit dem ich den neuen Bremslichtschalter drin habe, ist bisher die verzögerte Gasannahme nicht wieder aufgetreten. *freu*

 

Den gebrauchten Bremslichtschalter, den ich zur Reparatur eingebaut habe, habe ich durchgemessen, und tatsächlich war der Schalter (inneren beiden Kontakte) defekt.

Den ursprünglichen Bremslichtschalter hatte ich schon zu dem Zeitpunkt zerlegt und damit konnte ich den nicht mehr prüfen.

 

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