Drakee

Ernüchterung nach Privatkauf

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Drakee   

Hallo, liebe A2-Freunde!

Ich hab ein "kleines" Problem und weiß nicht genau, was ich tun soll. Sorry, dass der Text so lang ist... und ich versichere Euch auch, dass ich vorher schon viel recherchiert und gesucht habe... Es gibt so viele Spekulationen, die helfen mir nicht und ich brauch auch einen persönlichen Rat. Nur möchte ich für eine möglichst präzise Antwort eben erstmal weit ausholen und die ganze Geschichte dazu erzählen.


Ich hab mir vor ein paar Wochen mein erstes eigenes Auto privat gekauft: Einen Audi A2 Open Sky von BJ 2001 mit einem 1.4 Liter Benzin-Motor mit ca 150.000km Laufleistung und frischem Tüv, 8-fach bereift, für 2500€, runtergehandelt auf 2300€. Zahnriemen wurde bei 120 Tausend gewechselt. Da es immer so ein Drama ist, mir das Auto von meiner Mutter auszuleihen, weil sie es nicht leiden kann, wenn kein Auto vor der Tür steht und es bei mehreren Haustieren halt immer schnell zu einem Notfall kommen kann, hatte ich eigentlich vor, Geld anzusparen für ein eigenes Auto, bis dann meine Großmutter von sich aus auf die Idee kam, mir das nötige Geld zu leihen... Sofort bin ich mit meinem Vater auf Autosuche gegangen und da ich schon von dem Audi A3 Sportback von meinem Vater so begeistert bin und prinzipiell von Audi überzeugt bin, bin ich sehr hellhörig geworden, als auf mobile.de genau in meiner Stadt ein Audi A2 zum Verkauf stand. Ich war vom ersten Augenblick an von dem Auto begeistert, ohne Scherz, und habe nicht lang gefackelt, das Auto zu kaufen. Auch die Unterhaltungskosten sind verdammt günstig, immerhin nur 280€ im halben Jahr Teilkasko mit SF3 und 90€ Steuern im Jahr. Macht auf den Monat runtergebrochen keine 60€.

Das Auto ist verkauft worden mit der Angabe "in einem guten Allgemeinzustand". Ja, und tatsächlich, an dem Auto warten kaum Mängel beim Kauf, zumindest keine, die die Fahrsicherheit gefährden. So ist lediglich der Schalter des elektrischen Fensterhebers für die Beifahrerseite auf der Fahrerseite kaputt (zumindest ist das Fenster noch schließbar) und bei der Handbremse dieser Kunststoffgriff ist nicht mehr fest (muss lediglich wieder neu fixiert werden). Ein Mangel, der mit angegeben wurde ist, dass das Batteriefach über die Zeit mit Wasser volläuft und so alle zwei Monate mit einem Schwamm geleert werden müsste. Laut Vorbesitzer liegt das wohl daran, dass die Dichtungen am Open Sky Dach nicht mehr in Ordnung sind. In München gibt es angeblich einen Spezialisten, der die Dichtung für 600-800€ austauschen kann. Deswegen hätten die Vorbesitzer auch nicht so viel für das Auto verlangt. Nach einer Recherche hat mein Vater rausgefunden: Das kann aber auch andere Gründe haben.

 

Jedenfalls, darum geht's jetzt nicht. Mein A2 fährt sich richtig gut, die Lenkung, die Bremsen, die Kupplung, das Getriebe - alles top. Einen Tag nach dem Kauf bin ich auf einen Stammtisch nach Dortmund gefahren und wollte den natürlich erstmal ausfahren: 180km/h schafft der ohne Probleme. Ich kenne mich zwar nicht aus, aber ich denke für einen 1.4 Liter Motor mit 75PS ist das Ding eine kleine Rakete.

Die Freude über ein eigenes, vor allem tolles Auto wird aber leider überschattet von einem relativ schwerwiegenden Problem... Ich verstehe auch nicht, wie das meinem Vater und mir beim Kauf nicht aufgefallen ist: Zunächst mal klackert der Motor wie ein Diesel. Wenn er warmgelaufen ist, klackert er nicht mehr so heftig, sondern nur noch ein bisschen beim Gas geben. Ab einer bestimmten Drehzahl ist das Klackern dann nicht mehr zu vernehmen. Vielleicht haben die Leute den Motor auch vor der Besichtigung warmlaufen lassen... immerhin musste ich mich telefonisch ankündigen! Die am häufigsten benannte Ursache sind die Hydrostößel, weil das wohl ein typisches Problem von den 1.4 Liter VW-Benzinern ist, vor allem lässt diese Symptomatik darauf schließen. Das allein würde mich also nicht stören, oder eher: Beunruhigen. Bei einer Audi-VW-Vertragswerkstatt von dem Vertrauen meines Vaters ein Meister meinte aber, das seien irgendwelche Beschichtungen an den Kolben, die sich auflösen und er würde damit bis zum Erbrechen einfach fahren.

Ich hab das Klackern irgendwann mal aufgenommen und einem Kumpel geschickt: 

 

 

Nach einer längeren Fahrt, also der Motor war warm, war das Klackern noch kaum vorhanden und da ist mir dann das Absaufen aufgefallen beim Gasgeben, aber man hat mir gesagt, das sei normal:
 

 

Dieses Klackern hört sich relativ hell und klar und "oberflächlich" an, also nicht dumpf und aus der "Tiefe".

 

Jedenfalls habe ich kurz nach dem Autokauf gemerkt, dass in dem Auto zu viel Öl drin war. Es wurden bei dem letzten Ölwechsel 4 Liter reingekippt - das ist bei einem Maximalvolumen von 3,4 Litern auch garantiert nicht gut. Also hat mein Vater mir mit einem Schlauch und einer Spritze Öl rausgesaugt, nachdem ich dann einen neuen Ölstab kaufen musste, weil an dem alten Ölstab die Messspitze abgebrochen war. Im Serviceheft stand der letzte Ölwechsel bei 80000km und auf dem Zettel, der an dem Kühlwassebehälter hing war der besagte Ölwechsel bei 146 000 km im Jahre 2015. Jedenfalls bin ich vor dem Ablassen von dem überschüssigen Öl gewiss um die 350km gefahren, also nach Dortmund und zurück und hier in der Umgebung halt durch die Gegend gefahren. Der Ölwechsel lag schon wie gesagt 2 Jahre zurück, und auch wenn 5W40-LL Öl hineingekippt wurde, war ein Ölwechsel nötig. Mir wurde nahegelegt, eine Ölschlammspülung zu machen. Der Bruder von meinem Nachbarn hat zufälligerweise auch eine Audi-VW-Vertragswerkstatt, deshalb konnten wir den Ölwechsel bei ihm selbst und kostenlos machen. Erst hatte ich 5W30 gekauft, aber davon wurde mir abgeraten, weil es bei einem 16 Jahre alten Auto gar nichts mehr bringt. Beim Ölwechsel gingen also 3,5 Liter 10W40 hinein (3,5 Liter standen für den A2 bei dem Meister auf der offiziellen Liste von Audi). Vorher die Ölschlammspülung. Bis jetzt hat sich das neue Öl auch nicht verfärbt. 


Kurz vor dem Ölwechsel ist mir dann - und jetzt kommen wir zum Thema - ein immens hoher Ölverbrauch aufgefallen. Das Auto hat so geschätzt ca. 700ml Öl auf 300-400km verbraucht. Das ist verdammt viel und bereits beunruhigend. Zu dem Zeitpunkt war 5W40 drin. Nach dem Ölwechsel und der Ölschlammspülung habe ich den Kilometerzähler vorausschauend zurückgesetzt und hab nach ca 114km wieder den Ölstand gemessen... dann der Schock: Der Ölverbrauch ist noch weiter gestiegen. Wahrscheinlich liegt das auch nicht zuletzt an der Ölschlammspülung. Der Meister von der Werkstatt meines Vaters, der meinte, dass das Klackern von den Kolben käme, hatte mir von der Ölschlammspülung abgeraten und zu 10W40 geraten, weil das Klackern durch die Spülung lauter und schlimmer würde, aber es ist zumindest weder schlimmer, noch besser geworden. Jedenfalls war der Ölstand bei der letzten Messung so zwischen der Hälfte und dem unterem Drittel der schraffierten Fläche. Das wären geschätzt so um die 700 bis 900ml auf 100km. Was mich aber richtig irritiert ist, dass so ein krasser Motorschaden nicht von heute auf morgen kommen kann bzw. die Vorbesitzer davon gewusst haben müssen. Das wurde im Inserat weder angegeben, noch beim Kauf mündlich mitgeteilt. Das Problem ist aber, dass bei diesen 350km, die ich anfänglich damit gefahren bin, der Ölstand doch auch schon so weit hätte runtergehen müssen, dass ein Entfernen von überschüssigen Öl gar nicht nötig gewesen sein dürfte, aber es war trotzdem noch viel zu viel drin. Bei 700ml auf dieser Entfernung wäre da aber nicht mehr zu viel drin gewesen. Das lässt darauf schließen, dass der Verbrauch erst so exorbiant in die Höhe geschossen ist, nachdem ich das Auto gekauft habe. Das Auto stand bei den Leuten eine längere Zeit in der Garage ohne, dass mal jemand dem Auto eine Fahrt gegönnt hat, wie denn auch, wenn es abgemeldet war? Dadurch war gewiss irgendwas verharzt oder so, wenn ihr wisst, was ich meine. Dadurch, dass das Auto eine längere Zeit stand, könnten erst nach und nach Ventile, Leitungen etc. wieder frei geworden sein und dadurch ist dann erst der Ölverbrauch "wieder ans Tageslicht gekommen". Wie gesagt, ich kenne mich mit Autos nicht aus, aber ich hab nur eine grobe Ahnung. 
 

Eine weitere "widersprüchliche" Sache wegen dem Ölverbrauch ist, dass nirgendswo Ölspuren zu finden sind. Es sind keine Flecken dort, wo das Auto die ganze Zeit steht und auch im Motorraum ist alles trocken (zumindest vor dem Ölwechsel war es so); mein Bekannter, der den neuen Ölfilter angeschraubt hat, wurde nämlich von dem Meister angemeckert, dass er das nur mit der Hand machen soll, weil sich der Ölfilter festsaugt und wenn der mit Werkzeug angeschraubt wird, ist der zu fest und die Dichtung wird zerquetscht. Aber wie gesagt, war der Verbrauch auch schon vorher hoch. Jedenfalls kann ich gerade nicht in den Motorraum schauen, weil es in Strömen am regnen ist... passt richtig zu meiner Laune. Ich habe auch drauf geachtet, ob blauer Qualm aus dem Auspuff kommt oder ob der Auspuff ölig ist... Der Auspuff ist auf jeden Fall verußt, aber ölig meiner Meinung nach nicht. Beim Fahren ist mir auch kein Qualm aufgefallen, aber bis jetzt war der Motor immer nur kalt, seitdem ich das zu beobachten versuche, ist ja logisch, dass wenn er Öl verbrennt, es bei Betriebstemperatur macht... oder? Ich bin gestern zur Arbeit und habe darauf geachtet. Das sind so ca. 10km... da läuft sich doch eigentlich der Motor schon warm, oder? Auch nach diesen 10km kein Qualm. Nur einmal beim Rückwärtsfahren - ich kam mit dem Rückwärtsfahren noch nicht so klar - kam viel weißer Qualm aus dem Auspuff, als zu wenig Kupplung gegeben habe... so bei 3000RPM.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass der Motor an Leistung verloren hat. Klar, ich habe keine Ahnung, ob der nicht vorher eine noch höhere Leistung hatte, aber der Motor zieht auf jeden Fall mindestens genauso gut wie unser Dacia Logan mit 90PS, aber 3 Zylinder, jedoch mit Turbolader. Was ich damit sagen will, das Auto kommt mir nach wie vor vor wie eine kleine Rakete. Der zieht ordentlich die Berge hoch, beschleunigt ordentlich und hat auch kein komisches Drehzahlverhalten - abgesehen von einem leichten Absaufen, wenn man ein wenig Gas im Leerlauf gibt und es wegnimmt, was wohl aber eine typische Audi-Krankheit ist? Hat man mir gesagt. Auch die Motorbremse ist verdammt krass; immerhin brauche ich in einer 30er Straße bergab im zweiten Gang kaum zu bremsen, bei dem Neuwagen meiner Mutter sieht das anderes aus. Mein Bekannter meint, das wäre dann eine gute Kompression. So'n Kolbenkipper ist doch meist der Grund für einen Kompressionsverlust, oder nicht?

Hinzu kommt, dass während mein Vater das Auto mal getestet hat, die Motorkontrollleuchte angegangen ist. Nach dem Auslesen des Fehlerspeichers 2 Fehler: Gemisch zu mager und Abgasdurchfluss (oder -rückfluss?) zu groß. Der A.T.U.-Meister (ja, ich weiß A.T.U. sind Geier, ich war da nur zum Auslesen) meinte auf jeden Fall, dass wenn der Fehler wieder auftaucht, ich das Auto umgehend untersuchen lassen müsse, weil Langzeitschäden am Katalysator auftreten. Der Fehler ist aber bis jetzt nicht wieder aufgetaucht und ich bin wieder etliche Hundert Kilometer damit gefahren. Ich gehe davon aus, dass das ebenfalls irgendwie an der langen Standzeit lag.

Ein weiteres Problem, was sich aber erst nach dem Kauf eingeschlichen hat, ist der Anlasser, der kreischt. Muss aber denke ich nur neu gefettet... zur Not ausgetauscht werden. Ich hab da aber ne freie Werkstatt, bei der man das günstig macht... oder mein Vater kann das auch. Egal, der Anlasser ist das geringste Problem, weil das Auto ohne weiteres anspringt.
 
Es wird auf jeden Fall schwierig, die Leute zu belangen, wobei ein hoher Ölverbrauch wie gesagt nicht von heute auf morgen auftreten kann, oder etwas doch? Ob die Leute das Problem bereits hatten oder nicht, so ein krasser Ölverbrauch ist selbst für die bekanntermaßen ölschluckende Knutschkugel überhaupt nicht normal und der Motor hat definitiv einen schwerwiegenden Schaden. Mein Vater meint, auch nach intensiver Recherche, das könnten die Kolbenringe und die Ölstreifringe sein, die bei dem Motor damals immer minderwertig waren. Aber dann müsste der doch Öl verbrennen?? Aber das hat nicht den Anschein. Ich werd das die nächste Zeit aber noch näher beobachten.

Jetzt frage ich euch, da ihr mehr Erfahrung habt, was soll ich tun? Motor instandsetzen lassen? Einen gebrauchten Motor auftreiben (logischerweise am besten einen mit Garantie) und den in einer freien Werkstatt, die das kann, austauschen lassen? Das Auto veräußern und mir einen anderen Wagen kaufen? Oder die Vorbesitzer wegen Betrug verklagen und mit Pech auf hohen Anwalts- und Gerichtskosten sitzen bleiben, weil Privatkauf? Oder einfach mit dem hohen Ölverbrauch leben und hoffen, dass der vielleicht mit der Zeit sich wieder reduziert, und das Auto demnach solange fahren, auch Langstrecke, bis der Motor entgültig die Grätsche macht? Vielleicht noch dickflüssigeres Öl (15W40) reinschütten?

Ich weiß nicht, welche Kosten jetzt auf mich zukommen. Alles andere am Auto ist ja in einem ausgezeichneten Zustand und da die Knutschkugel so verdammt begehrt ist, wird das Auto nach wie vor einen relativ hohen Wert haben. Aber ich sehe nicht ein, meine bereits jetzt liebgewonnene Knutschkugel einfach wieder abzuschieben... Und dann wieder das Drama mit der Autosuche. Ich bin nur ein Student, der nebenher Teilzeit arbeitet... und Privatschulden bei seiner Oma hat. :( Mit Pech muss ich den Privatkredit aufstocken. Das ist alles so ärgerlich... und dabei kamen mir die Leute von Anfang an nicht ganz koscher vor, nur der Wunsch nach einem eigenen Auto war so viel stärker als meine Intuition. Die Frau hat sich immer eins ins Bäuchlein gegrinst und dann haben die erst den Zweitschlüssel net gefunden (später schon), und eine lückenlose Sammlung von einigen Rechnungen ist auch nicht vorhanden. Und mein Kumpel hat mir die ganze Zeit davon abgeraten, wenn man sich mit Autos nicht auskennt, privat ein Auto zu kaufen... Werde ich bei meinem nächsten Auto garantiert auch nicht mehr tun und ich werde auch ein höheres Budget ansetzen.

In Gummersbach war ein Ford Focus, BJ 2003, 100PS, 1.6 Liter Motor mit 150000 Kilometern, auch 8-fach bereift für 1500€ bei einem ziemlich sympathischen Händler. An dem Auto war auch kaum was dran, kein Rost oder so. Auch bei der Probefahrt hat der eine sehr gute Figur gemacht, nur eben ein komischen Dröhnen, welches sich bei Lastenverteilung verändert hat, vermutlich die Radlager, aber das haben wir dem Händler gesagt... Und an der Karosserie waren mehere Macken und die Stoßstange hatte Risse, weil der Vorbesitzer wohl irgendwo gegen gefahren ist... Aber die hätte man austauschen können durch ein Teil vom Schrottplatz. An das Auto wären sowieso noch weitere Macken gekommen. Hätte ich doch besser dazu gegriffen und noch ein wenig Geld reingesteckt... Dann hätte ich auch ein relativ gutes Auto gehabt... Und ich folge einfach total blind meinem Wunsch und bin total ungeduldig, weil ich unbedingt ein Auto haben wollte... Ohje, manchmal könnte ich mich selbst in den A**** treten. xD

Langstrecke werde ich aber mit dem Auto vorerst nicht mehr fahren. Für die nächste weitere Fahrt gibt mir mein Vater seinen A3 Sportback und dafür lass ich ihm den A2 vor der Tür stehen. Somit hat er immer noch ein Auto, falls er noch wo hin muss, bis er sein eigenes wieder hat. Ich denke, Kurzstrecken sind noch im Rahmen mit dem A2.

Ich halte Euch aber auch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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kaland   

hallo,

ich würde eine abgasuntersuchung machen lassen. wenn der motor öl verbrennen sollte würde sich das dort anhand der messdaten zeigen.

von spühlungen halte ich persönlich nicht viel. und ich würde auch das für den motor vorgesehene öl einfüllen.

gruß christoph

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Das Geräusch im kalten Zustand klingt jetzt nicht ungewöhnlich. Können die Hydrostößel oder ein leichter Kolbenkipper sein. Nichts von beidem ist jetzt bei einem Auto in der Altersklasse völlig ungewöhnlich und auch nichts davon ist etwas, was man angehen müsste. Der AUA hat beides gerne mal. Daran stirbt er nicht so schnell. 

 

Ich denke auch wie Christoph, dass du da lieber einfach das von Audi vorgesehene Öl reinfüllen und keine Experimente mit Spülungen und ähnlichem machen solltest. 

Der Ölverbrauch normalisiert sich bei dem richtigen Öl nach einiger Zeit sicherlich. Möglicherweise ist das gute Stück vom Vorbesitzer selten schneller bewegt worden und bei Bleifuß geht halt auch gerne mal etwas mehr Öl in die Verbrennung. Zudem kommen bei der Messung über den Peilstab ziemliche Messfehler zustande. Das Auto muss gerade stehen, es muss eine Zeit gestanden haben, erst dann dann bekommt man eine halbwegs genaue Peilung hin. Und selbst daraus würde ich jetzt nicht auf Milliliter schätzen.

 

Das Auto hat einen Ölsensor, wenn zu wenig Druck bzw. zu wenig Öl da sind. Hab halt einen Liter im Kofferraum und falls er sich meldet, kipp einen halben Liter nach. Dann fährst du und schaust, ob er sich wieder meldet. 

 

Die "Gemisch zu mager" Meldung könnte an einer zugesifften Drosselklappe liegen. Ein 2001er mit 150tkm ist jetzt kein Langstreckenauto. Da ist irgendwann die Drosselklappe dicht bzw. deren Flansch. Die Anleitung zum Ausbau und zur Reinigung findet sich hier im Forum.  Das könnte evtl. auch gleich das Problem beseitigen, dass die Drehzahl zwischendurch etwas abfällt. 

 

Einen Betrug sehe ich da noch nicht und auch absolut gar keinen Grund für irgendwelche teuren Reparaturen. Mach dir da selber keine Panik. Wenn das Auto in einem guten Allgemeinzustand ist, würde ich da jetzt keine Angst vor der Benutzung haben. 

 

Edit: wenn er nur Tacho 180 läuft, hast du entweder einen sehr extrem genauen Tacho oder wirklich ein Auto, was genügend Kurzstrecke gelaufen ist. Das will eingefahren werden. Die 180 km/h sind normalerweise real drin, laut Tacho sind das dann knappe 195. ;-)

bearbeitet von ingobingo

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Hat ein bisschen gedauert, bis ich mit dem "Roman" durch war. ;) Aber der Reihe nach:

 

1. Klackernder Motor: das das Geräusch nach einiger Zeit abnimmt, tippe ich auf nicht mehr ganz taufrische Hydrostößel. Kann man sofort reparieren, muss man aber nicht...

2. Ölverbrauch: wenn zu viel Öl eingefüllt wurde, muss das überschüssige Öl irgendwo hin. Z.B. in den Brennraum... Es wäre mal wichtig zu wissen, welcher Ölverbrauch sich bei Ölpegel um "MIN" ergibt. Da der Motor einen Ölstandssensor hat, wird äußerstenfalls eine orange Ölstandswarnung im KI aufleuchten. Wenn etwas Öl im Kofferraum mitgeführt wird, kann man den Ölstand rasch bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit selbst wieder anpassen. Es genügt dabei, ca. 0.5 l Öl nachzufüllen. Bei rotem Ölsymbol jedoch sofort anhalten und Motor abstellen.

3. Blaurauch: ist ein Zeichen für verbranntes Öl. Ursache kann Ölüberfüllung sein, oder defekte Kolbenringe (Blaurauch beim Beschleunigen), oder defekte Ventilschaftabdichtungen (Blaurauch im Schiebebetrieb - beim Gas Wegnehmen insbes. bei höheren Drehzahlen). Da man den Blaurauch kaum selbst beim Fahren einschätzen kann (nach vorne auf den Verkehr achten und gleichzeitig in den Rückspiegel sehen ist kaum möglich), würde ich (bei trockenem Wetter und trockener Straße!) eine Probefahrt mit 2 Autos machen: der A2 vorne weg, und der Beobachter hinterher. Einen hohen Ölverbrauch / Blaurauch sollte man (im nachfolgenden Fzg) sehen und auch riechen. Außerdem mal die Zündkerzen ausbauen und begutachten. Wie sehen die Dinger aus? Ölig, etwas verrußt, oder braun/grau?

4. Wasser im Kofferraum: hier gibt es einen Thread mit dem Titel "Goldfische im Heck". Das OSS sollte m.W. eher nicht die Ursache sein.

5. Motorkontrollleuchte mit Fehlermeldung ("Abgasdurchsatz"): lässt auf ein defektes (nicht mehr ganz schließendes) AGR-Ventil schließen. Kann eine Folge des Ölverbrauchs sein. Also mal das AGR-Ventil ausbauen, begutachten und reinigen (Acteon bzw. spezieller Drosselklappenreiniger). Auch hierzu steht was im Forum. Wenn man sich dann schon an die Arbeit mit dem AGR-Ventil macht, kann man bei dieser Gelegenheit auch die Drosselklappe reinigen. Aber Vorsicht: i.d.R. muss nach dem Reinigungsvorgang die DK wieder angelernt werden. Dafür braucht man die Diagnosesoftware (z.B. VCDS). 

 

Lass' mal den Kopf nicht hängen! Evt. auch mal überlegen, zu einem Schraubertreffen zu kommen und einen anwesenden Experten zu bitten, sich das Ganze mal anzusehen.

 

Und juristisch den Kauf anzufechten wg. arglistiger Täuschung? Ist erfahrungsgemäß schwierig - weil man in der Beweispflicht ist. Mutmaßungen zählen vor dem Richter nicht!

 

 

bearbeitet von heavy-metal

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Drakee   

Also, prinizipiell drehe ich vorm Schalten den Motor immer relativ hoch, also schnell hochdrehen, damit man frühzeitig schalten kann und dann untertourig fahren, so wie ich es eigentlich im Theorieunterricht gelernt habe. Meint ihr, ich sollte vielleicht mal etwas weniger die Gänge ausfahren? Ich kann es halt nicht leiden, wenn Leute so lahmarschig anfahren xD Jedenfalls hat das 10W40 die Norm, die auch im Handbuch angegeben ist. Den Kanister mit den restlichen 1.5 Litern habe ich sowieso immer im Auto... auch noch das 5W30LL, das laut Wiki von A2 Freunde auch okay ist. Aber vielleicht finde ich ja jemanden der das gebrauchen kann. Wenn im im zweiten Gang 50 fahre kann ich im Aussenspiegel keine Dampfwolke erkennen, aber ich werde die Idee mit den zwei Fahrzeugen mal umsetzen. Die letzte AU ist ja vor dem Verkauf gemacht worden. Ich hab keine Ahnung, ob die das Auto überhaupt durchgewunken hätten oder davon nicht vielleicht etwas in dem Prüfbericht stehen müsste, wenn dort Spuren von Öl im Abgas festgestellt worden wären. Jedenfalls hat das Auto die HU/AU ja bestanden, da die Plakette bis 2019 gilt. Wenn auf der AB die Öllampe angeht, dann kann ich aber noch bis zum nächsten Parkplatz fahren, oder soll ich auf dem Standstreifen Öl nachfüllen? Also, am Samstag steht ne Fahrt nach Dortmund an. Meint ihr, dass ich beruhigt mit meiner Kugel dahin fahren kann, mit dem Ersatzöl im Kofferraum? Ich möchte auch ungern glauben, dass die Leute mich verarscht haben. Ich mein, ich weiß ja, wo die wohnen xD

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Erstmal Herzlich Willkommen bei den Alu-Verrückten.

 

In den oberen Antworten wurde schon recht viel gesagt und ich ergänze nur noch ein wenig:

  1. Das Ablesen mit dem Ölmessstab ist oft ungenau. Bei meiner Kugel warte ich mitunter über Nacht, damit das Öl komplett zurückgelaufen ist und ich den Öl-Stand exakt ablesen kann
  2. Wenn du die gelbe Öl-Kanne siehst, kannst du bedenkenlos bis zum nächsten Parkplatz fahren. Jedoch vermeide sehr hohe Drehzahlen.
  3. 50 km/h im zweiten Gang finde ich (zumindest bei nicht warm gefahrenem Motor) ziemlich knackig, außerdem steigert das den Öl-Verbrauch deutlich
  4. Als AUA-Fahrer ist ein Flasche Öl im Kofferaum praktisch pflicht
  5. Der Fehler mit dem AGR-Ventil ist meistens durch den Öl-Verbrauch verursacht. Das Reinigen des AGR und der Drosselklappe kann helfen (ich musste danach nix neu anlernen), dauerhafte Abhilfe schafft meist ein Update des Motorsteuergerätes (MStG)
  6. Das Wasser im Batteriefach würde mich sorgen! Der Thread dazu:
  7. Ansonsten gilt bei Problemen/ Sorgen mit dem A2: Ruhig bleiben, die großen Audi-Glaspaläste meiden und sich im Forum schlau machen
bearbeitet von Turnschuhrocker
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vor 3 Stunden schrieb Turnschuhrocker:

Das Reinigen des AGR und der Drosselklappe kann helfen (ich musste danach nix neu anlernen), dauerhafte Abhilfe schafft meist ein Update des Motorsteuergerätes (MStG)

 

Naja, mit dem Anlernen der DK ist es wie mit den Drehmomenten: man kann auch ohne Drehmomentschlüssel die Schrauben mit dem richtigen Drehmoment anziehen. Ist aber eher zufällig. Zuverlässiger geht es mit dem richtigen Werkzeug. Und so ist es auch bei der DK und VCDS.

 

Und wo bekommt man das Motorsteuergeräte-Update her (wenn nicht bei Audi)? Spätestens dafür wird die Diagnosesoftware benötigt. ;) Fazit: ich würde ohne VCDS nicht experimentieren wollen. Die Gefahr ist hinreichend groß, dass das Auto nach getaner Arbeit immer noch nicht wieder fahrbereit ist. Es wird sich außerdem schon jemand in der Nähe des TE finden, der ein VCDS hat.  Auf einem Schraubertreffen sowieso. :jaa:

 

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vor einer Stunde schrieb heavy-metal:

 

Naja, mit dem Anlernen der DK ist es wie mit den Drehmomenten: man kann auch ohne Drehmomentschlüssel die Schrauben mit dem richtigen Drehmoment anziehen. Ist aber eher zufällig. Zuverlässiger geht es mit dem richtigen Werkzeug. Und so ist es auch bei der DK und VCDS.

 

Und wo bekommt man das Motorsteuergeräte-Update her (wenn nicht bei Audi)? Spätestens dafür wird die Diagnosesoftware benötigt. ;) Fazit: ich würde ohne VCDS nicht experimentieren wollen. Die Gefahr ist hinreichend groß, dass das Auto nach getaner Arbeit immer noch nicht wieder fahrbereit ist. Es wird sich außerdem schon jemand in der Nähe des TE finden, der ein VCDS hat.  Auf einem Schraubertreffen sowieso. :jaa:

 

Du hast recht. Ich habe meine damals auch nochmal anlernen lassen, das aber völlig verdrängt.

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Nagah   

Natürlich darfst und kannst die Gänge ausfahren.

Man kauft sich doch kein Auto um es dann nur zu zwei Dritteln zu nutzen. (Siehe meine Signatur)

 

Achja und willkommen im Forum! :)

So ein AUA geht nicht so schnell kaputt solange Öl drin ist. ;) 

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Meine Meinung - völlig subjektiv und privat etc.: das ist alles seht typisch für einen älteren, ungepflegten A2-AUA diesen Baujahrs. Du hast für dein Geld ein reelles und - in meinen Augen natürlich wunderschönes - kleines Auto erstanden, dass von der Substanz her ein qualitativ sehr gutes, älteres Auto ist und dich bei etwas Pflege und Zuwendung noch jahrelang treu begleiten kann.

 

Mach dich nicht verrückt von den ganzen Wehwehchen - ist mir bei meiner Kugel am Anfang auch so gegangen: die hatte alles an Problemchen, die es beim A2 und speziell bei einem ungepflegten AUA so gibt. Glaub mir: es könnte schlimmer sein (oder du hast noch nicht alle Problemchen entdeckt - die Kugel überrascht einen immer wieder). 

 

Mithilfe des Forums und mit ein bißchen Eigeninitiative und Interesse kann man vieles davon ohne viel Aufwand nach und nach beheben.  Kein Grund den Wagen zurück zu geben. Er läuft doch gut, warum willst du für die AB den A3 nehmen? Du hast einen Wagen, also muss du auch alle Strecken damit fahren können, die im Alltag so anfallen. Es gibt keinen Grund, für die AB auf ein anderes Fahrzeug auszuweichen.

 

Das Laufgeräusch des Motors ist fast schon klassisch für einen AUA diesen Baujahrs und mit der Laufleistung. Drosselklappe und AGR reinigen, Ölabscheider tauschen, neue Zündkerzen, Ölkanister in den Kofferraum und gut ist. Meiner Erfahrung nach wird es mit gutem Öl nach einigen Ölwechseln deutlich besser. Den vorderen Ölmessstab kannst du getrost vergessen, aber im AUA kannst du einen Ölmesstab im Motor nachrüsten. Der ist wesentlich genauer. Den Thread dazu findest du über die Suche. Handbremshebel und Fensterheberschalter sind Kleinigkeiten. Ich würde aber meinen kleinen Benziner nicht so treten: ich fahre meinen, bis er 90 Grad Temperatur hat, immer unter 3000 Umdrehungen. Und auch sonst ist das eben keine Rakete, der AUA wird nicht umsonst im Forum gerne als Wanderdüne tituliert. Vergiß das mit den schnellen Starts, dem frühen Hochschalten und den hohen Geschwindigkeiten. Cruise lieber gechillt durch den Verkehr und freue dich an der Zuverlässigkeit - der AUA ist kein Sprinter, sonder eher ein gemächlicher Dauerläufer und genügsamer Lastesel.

 

An erster Stelle würde ich mich aber auch als erstes um das Wasser im Batteriekasten kümmern. Dies sollte deine erste Priorität sein. Dann lies dich durchs Forum und arbeite nach und nach die bestehenden und neu zutagetretenden Problemchen - auch mal bei den Schraubertreffen - ab. Irgendwann ist man tatsächlich durch. Und dann kommen die Extras und Sonderwünsche :D

 

 

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kalla   

Hallo und willkommen.

Auch ich würde mich langsam vorarbeiten. Das zuvor von Räubermutti geschriebene teile ich. Ebenso das der anderen Vorschreiber. Nur mit der Ruhe und nicht mit Ungeduld. Allerdings würde ich die Gänge/Motordrehzahl zum jetzigen Zeitpunkt nicht so ausfahren sondern den Wagen quasi wie ein Neuwagen erst einmal wieder behutsam  einfahren. 

Als erstes die Wassersache im Heck sanieren. Dann beim Motor wie von Vorschreibern dargelegt Teile prüfen und ggfls. ersetzen. Das etwas aufwendigere Reinigen der Drosselklappe ist schon mehrfach beschrieben. Zum Ölabscheider/ das Kurbelwellenentlüftergehäuse, welches bei verstopft ebenfalls zum Ölverbrauch beiträgt, gibt es aktuelle Ausführungen im Technikteil:

Hinsichtlich des OSS-Daches ist Papahans ziemlich versiert

 und ist des öfteren beim Schraubertreff in 48739 Legden zu finden. Dort, bei einem solchen Schraubertreffen erhälst Du auch viel Hilfe

Zusammengefasst dürften sich der überwiegende Teil Deiner Probleme  lösen lassen und hast Du dann ein hervorragendes Autochen.

Grüße Kalla

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Mikey   

Hi Drakee,

 

glaub mir und das meine ich "verdammt" ernst, deine Probleme hätte ich haben wollen. :D Du hast ein zuverlässigen AUA und keine Prinzessin oder Diva. Ich schliesse mich somit den Vorrednern an. 

 

Du bist hier im besten Forum für den A2 und es gibt bzw gab noch keine Probleme die wohl noch nicht gelöst werden konnten. Ich habe es selbst erlebt und es werden immer wieder lesen das Member-neulinge ihre "Standardprobleme" erzählen und am liebsten alles hinschmeissen würden. Doch Geduld, das interesse zum A2 und eigenintiative zahlen sich am Schluss aus. Falls du deinen A2 nächstes Jahr im Sommer noch hast, erinnere ich dich gern an meine Worte. 

 

Vergiss nicht mir einen auszugeben am Jahrestreffen weil ich recht hatte :D denn dann wirst du wie auch andere nur den Kopf schütteln und dich über deine Kugel freuen :) 

 

Über die Probleme und Antworten wurde ja schon hinreichend hingewiesen, nun liegt es an Dir deine Dukumentation weiter zu führen. Ich lese solche Geschichten immer gern und jetzt hast du mind. 1 Anhänger der neugierig ist wie du deine Probleme löst und wie siche deine Kugel "wandelt". 

 

Würde mich über ein Happy End freuen. Also los :) viel Erfolg und lass den Kopf nicht hängen. 

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remote   

 

vor 23 Stunden schrieb Drakee:

180km/h schafft der ohne Probleme. Ich kenne mich zwar nicht aus, aber ich denke für einen 1.4 Liter Motor mit 75PS ist das Ding eine kleine Rakete.

 

Mag ja sein, aber jenseits der 140 km/h wird er garstig laut und fängt das wackeln an.

Zum Sprinten ist der imo nicht gebaut. Eher, wie schon von anderen gesagt, zum entspannten fahren.

Wenn Du was spritziges willst, kaufst Du einen problemanfälligen FSI, dann fährst Du meistens schnell und ab und zu halt mal gar nicht.

Alternativ einen ATL, solange der noch in die Städte darf (Diesel).

 

Wenn Du aber ein langfristig preiswertes und zuverlässiges Auto haben willst, bist du mit dem 1.4 Benziner wohl nicht so schlecht unterwegs :) 

 

vor 23 Stunden schrieb Drakee:

In Gummersbach war ein Ford Focus, BJ 2003, 100PS, 1.6 Liter Motor mit 150000 Kilometern, auch 8-fach bereift für 1500€ bei einem ziemlich sympathischen Händler. An dem Auto war auch kaum was dran, kein Rost oder so. Auch bei der Probefahrt hat der eine sehr gute Figur gemacht, nur eben ein komischen Dröhnen, welches sich bei Lastenverteilung verändert hat, vermutlich die Radlager, aber das haben wir dem Händler gesagt... Und an der Karosserie waren mehere Macken und die Stoßstange hatte Risse, weil der Vorbesitzer wohl irgendwo gegen gefahren ist... Aber die hätte man austauschen können durch ein Teil vom Schrottplatz. An das Auto wären sowieso noch weitere Macken gekommen. Hätte ich doch besser dazu gegriffen und noch ein wenig Geld reingesteckt... Dann hätte ich auch ein relativ gutes Auto gehabt... 

 

Sei froh, dass du den hast stehen lassen. Mit dem A2 hat Audi eine qualitativ sehr hochwertige Serie hingelegt – mit einem Ford Focus gleichen Alters nicht wirklich zu vergleichen. 

In Anbetracht der schon offensichtlichen Mängel wäre es auch erstaunlich wenn der Ford nicht noch die ein oder andere unliebsame Überraschung mitgebracht hätte.
Wenn Du berücksichtigst was da noch an Händlermarge drin steckt, kannst Du dir ausmalen welchen Wert die Kiste hat.

 

Was die "weiteren Macken" angeht: Jetzt wo Du ein schönes Auto hast – gut drauf aufpassen.  :P

Wertverlust dürfte nahe 0 liegen. Insbesondere wenn Du die geerbten Problemchen verarztest.

 

 

 

 

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Das, was Du bei Deinem A2 feststellst, ist erst einmal kein Grund zur Panik. Wie schon geschrieben:

 

- Klackern sind sicher Hydrostößel, eher eine Schönheitsfehler, wenn es bei warmem Motor verschwindet. Man muß sich vor Augen halten, daß bei Motoren ohne diesen hydraulischen Ventilspielausgleich das Ventilspiel in der Werkstatt auch bei warmem Motor eingestellt wird und es bei kaltem Motor nicht stimmt.

 

- Die Motorkontrolleuchte läßt sich meist einfach "beruhigen". Dazu eine Dichtung für die Fläche zwischen Drosselklappenfuß und Drosselklappe beschaffen. Die ist aus Alu, wird bei der Montage deformiert und sollte deswegen immer ersetzt werden. Den oberen Teil der Drosselklappe enfernen. Die Drosselklappe selbst als auch das innere des Drosselklappenflansches gründlich vom Ölschlamm befreien. Besonders auf die Einmündung des AGR-Rohres vom AGR-Ventil achten, da kann ein Q-TIpp hilfreich sein. Meist ist das verstopft. Ich habe die Prozedur bei meinem A2, gleicher Motor vor über 100.000 km gemacht und seitdem ist die "Gelbsucht" vertrieben. Im Endeffekt ist das ein Beheben von Symptomen, die aber den Ölverbrauch in normalen Regionen hält. Will man eine endgültige Lösung, müssen die fehlkonstruierten Kolbenringe getauscht werden, was doch einiges an Kosten mit sich bringt und eher im Rahmen notwendiger anderer Reparaturen Sinn macht (Verbundarbeit). So z.B., wenn die Zylinderkopfdichtung hinüber ist, die Ölwannendichtung ersetzt werden muß. Da macht man am besten gleich "Rundherum-Glücklich", also auch Ventilschaftabdichtungen, Zahlriemen, Kühlmittelpumpe... Der Motorlebensdauer scheint es nicht abträglich zu ein, ich erwarb meinen A2 auch mit rund 160.000 km Laufleistung, inzwischen hat der Motor über 285.000 km gelaufen. So mancher TSI-Eigner wäre froh, wenn er 135.000 km mit dem neuen Motor geschafft hätte. Also, ein wenig Wartung und Aufmerksamkeit, dann geht es. Daß die Maschine gut läuft, ist doch ein gute Zeichen. Und wer ein günstiges Einsatzprofil hat und sich mit dem Gasfuß zurückhält, kann auch beim Benzin-, nicht beim Ölverbrauch ;-) , eine 5 vor dem Komma schaffen.

 

- Ölverbrauch: Auf der Rückseite, leider nur von unten erreichbar befindet sich der Ölabscheider. Der sollte mal ersetzt werden, sonst steigt der Ölverbrauch an. Im Übrigen ist der Peilstab hinter der Serviceklappe ein "Schätzeisen". Vielleicht war Dein A2 auch überfüllt, weil das so ist, obendrein der Stab abgebrochen war und man eine andere Stelle als Markierung fehlinterpretiert hatte. Bei älteren A2 befindet sich direkt am Motor ein Blindstutzen, der mit einer Kappe veschlossen ist. Hier kann man das Ölpeilstabführungsrohr und den Ölpeilstab eines Polo-Modells nachrüsten (Bitte Suchfunktion verwenden). Dann muß man zwar immer die Motorhaube zum Messen entfernen, dafür sind die Messungen dann zuverlässig und man überfüllt nicht den Motor.

 

- Anfahrprobleme: Es gibt für die Software des Motorsteuergerätes eine geänderte Software , die das Problem erheblich minimiert. Die Crux ist, daß nicht alle Motorsteuergeräte mit der neuen Software versehen werden können. Man erkennt updatefähige Motorsteuergeräte am Index "EG" (Merkhinweis: "EG heißt "Es Geht"). Nicht updatefähig sind Motorsteuergeräte mit Index "Q" (Q=Quit, also kann man die Programmiersoftware wieder verlassen).

 

- Wassereinbruch im Gepäckraum kommt nicht selten über die Ventile der Zwangsentlüfung hinter dem hinteren Stoßfänger in den Gepäckraum. Das sind so Gummiklappen, die in eine Richtung die Luft durchlassen, in die andere Richtung nicht. Sind die nicht in Ordnung, dringt Wasser ein.

 

Gruß und allzeit gute Fahrt wünscht

 

Uli

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Romulus   

Bis gestern Abend auf jeden Fall noch:

LETZTER BESUCH

vor 16 Stunden

 

Jetzt ist er vermutlich mit den ganzen Tipps zum Auto gezogen :D

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au6   

Das Problem ist nicht das Auto. 

 

Wer ein altes Auto für ein Taschengeld und ohne Gebrauchtwagengarantie kauft, der sollte mit kleineren Mängeln leben können.  

 

Wer keine grundlegenden Schrauberkenntnisse und kein Geld für Reparaturen hat, dem würde ich niemals zu einem alten Wagen raten. 

Der A2 ist da in Bezug auf die Technik keine Ausnahme.

 

Wer trotzdem einen alten Wagen kauft und keinen Fachmann beim Kauf dazu nimmt, der kann -besser - wird  Pesch haben (hoher Ölverbrauch, Hydrostößel, fragliche Laufleistung). 

Der Gang zum Gericht ist blödsinnig, weil man dem Verkäufer  Vorsatz (Betrug) nachweisen muss.

 

Mein 1.4 -AUA hat die gleichen, typischen Wehwechchen, macht mir aber trotzdem seit Jahren viel Freunde. Ich höhe (überhöre) aber auch bewusst das ein oder andere Geräusch.

Der Wagen klackert, verliert und verbraucht etwas Öl und läuft und läuft und läuft ... (und kostet fast nichts - dass liebe ich !)

 

Mein Fazit hier:  Altes Teil entsorgen, sparen oder Kredit aufnehmen und neues / neuwertiges Auto mit Garantie kaufen. 

 

 

 

bearbeitet von au6

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Drakee   

Natürlich lese ich hier mit, nur musste ich von Donnerstag bis heute Nachtschicht schieben und konnte dementsprechend auch - dadurch, dass ich dann meinen Schlaf Vormittags nachholen muss - nichts schreiben.

Jedenfalls bedanke ich mich für Eure größtenteils positive Resonanz und beruhigende Worte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Antworten bekomme.

Das mit dem Ölverbrauch ist definitiv nicht normal, aber ich werde den Ölstand dann lieber mal mit der Methode "Auf Öllampe warten, 0.5 Liter nachfüllen, fahren und schauen, nach wie vielen Kilometern die Öllampe wieder angeht" messen. Die Fahrt nach Dortmund findet gleich dann mit meinem A2 statt.
 

Ich teile jetzt nicht unbedingt die Meinung, dass man mit dem A2 nur gemütlich fahren sollte... immerhin ist das wahrscheinlich der Grund, wenn ein Motor schon früh schlapp macht. Das ist kein alter Twingo mit 58 PS, nein, es ist ein 1.4 Liter Motor mit 4 Zylindern und 75PS, der ordentlich zieht und recht rasch - auch ohne Modifikation der Steuerung oder so - auf eine zügige Geschwindigkeit beschleunigen kann. Warum sollte man dann prinzipiell so ein Auto auf Sparflamme fahren? Bei der Inspektion von unserem Dacia haben die Mechaniker auch gesagt, der sollte jetzt mal getreten werden. Aber klar, abgesehen von der "Allgemeinheit" ist es ja logisch, dass er auch mehr Öl verbraucht, wenn das Auto getreten wird. Ich denke, ich fahre jetzt tatsächlich die nächste Zeit mal etwas gemütlicher, dann wird's mir vielleicht auch leichter fallen, in vielen Situationen meine cholerische Ader ein wenig zurückzuhalten xD

Ich habe jetzt auch noch mal in den Motorraum geschaut, da ist tatsächlich alles furztrocken. Das mit dem Wasser im Batteriefach stimmt tatsächlich, da ist bereit ein bisschen drin. Im Kofferraum die linke Wand (wo der Radkasten ist), ist aber auch Feuchtigkeit erfühlbar. Wenn das die Innenraumentlüftung ist, dann wird das doch garantiert günstiger als die Geschichte mit den OSS-Dichtungen, oder?

Das Klackern macht mir erst Sorgen, seit mir mein Kumpel mit den wildesten bösen Vermutungen gekommen ist... Der hat mich extrem verunsichert. Das Klackern stört mich nicht, es würde mich lediglich beunruhigen, wenn es was Ernstes wäre. Nur in Verbindung mit dem Ölverbrauch (alte Motoren verbrauchen sowieso mehr, das weiß ich), den ich jetzt festgestellt habe, war das sehr beunruhigend... denn klar, ein Austausch von Kolbenringen ist teuer. Wie gesagt passt das Klackern von der Symptomatik aber mMn eher zu den Hydrostößeln. Wie gesagt mit dem Ölverbrauch das werde ich noch beobachten.

Ein Schraubertreffen werde ich sicherlich mal besuchen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt.

@au6, ich weiß nicht, was ich von deiner "Lebensweisheit" halten soll. Immerhin holen sich viele Menschen als ihr erstes Auto einen VW Golf, VW Polo, Renault Twingo, Skoda Fabia usw. Damit haben sie wahrscheinlich wesentlich mehr Probleme. Und ich glaube ein Audi A2 ist da wohl mit eines der zuverlässigsten Autos, auch wenn das kein Anfängerauto ist mMn, aber ich bin eigentlich kein Fahranfänger mehr, wenn ich schon seit einem halben Jahr mit dem VW Bus von der Arbeit durch die Gegend fahre. Denkst du, ich hätte nicht vorher intensiv zu den Automarken recherchiert und wäre vollkommen Ahnungslos an den Autokauf herangetreten? Nein, mein Vater hat selbst schon an Autos rumgeschraubt und der meint auch, ich soll mich nicht so geck machen. Der war bei dem Autokauf dabei und hat bei den meisten Autos bei der Suche auch gesagt: Lass die Finger von dem und dem Auto. Und bei dem Ölwechsel wurde doch bewundert, wie toll das Auto noch aussieht für sein Alter... lediglich das Flexrohr hat der Bruder von meinem Nachbarn bemängelt und komischerweise fehlt das Hitzeblech vom Kat... aber sonst ist da nichts dran, das hat man auch unter der Hebebühne gut gesehen. Und es steht für mich außer Frage, mir ein neuwertiges Auto zu kaufen. Wie soll ich mir das leisten? Und ganz auf ein Auto verzichten ist auch eine schlechte Idee, da ich auf das Auto angewiesen bin. 

Immerhin habe ich mich an das Forum gewendet, weil ich den A2 eigentlich nicht aufgeben will. Die Leute verklagen?! Die Aussicht auf Erfolg habe ich bereits indirekt selbst bewertet. Das waren größtenteils auch mehr rhetorische Fragen. Ich wollte nur wissen, was ich wegen dem Ölverbrauch machen soll und habe meine Antwort bekommen. Die Motorkontrollleuchte ist ja bis jetzt nicht wieder angegangen... seitdem bin ich bestimmt um die 600-700 Kilometer gefahren. Kann ich jetzt nicht mehr genau sagen. Solange sie nicht wieder angeht, werde ich da auch erstmal nichts an irgendwelchen Drosselkappen etc. pp. machen. Aber ich werde das wohl alles lieber mal bei einem Schraubertreff vorstellen ;)

Auf jeden Fall danke für Eure Mühe und ich werde mich auch bemühen, Euch auf dem Laufenden zu halten. 

P.S: Seitdem ich den A2 habe, fallen mir vermehrt unzählige A2s auf der Straße auf. :P

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PaIn   
vor 2 Stunden schrieb Drakee:



Das mit dem Ölverbrauch ist definitiv nicht normal, aber ich werde den Ölstand dann lieber mal mit der Methode "Auf Öllampe warten, 0.5 Liter nachfüllen, fahren und schauen, nach wie vielen Kilometern die Öllampe wieder angeht" messen. Die Fahrt nach Dortmund findet gleich dann mit meinem A2 statt.
 

 


Dabei musst Du höllisch aufpassen, denn wenn Du innerhalb 100 km immer mal wieder die Serviceklappe öffnest; und das ist sehr wahrscheinlich, zumal Du Deinen A2 kennenlernen und gewissermaßen herrichten wirst jetzt in der Anfangsphase, wird ein Kilometerzähler für die "Öllampe" zurückgesetzt und Dir eine Warnung eben nicht angezeigt werden, selbst wenn der Ölpegel unter die Schwelle sinkt, bei der die Öllampe ihre Warnung ausgibt.

Zieh Dir dazu folgenden Thread aufmerksam rein:

Ölstandssensor
 

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Drakee   

@Paln, ich war erst verwirrt von der Formulierung deiner Antwort. Ich habe das erst verstanden, nachdem ich den verlinkten Thread durchgelesen habe. Das mit der Ölstandsanzeige ist leider etwas doof, wenn jetzt mein Ölstandssensor zu ist mit irgendwelchen Ölschmodder, dann wird die Anzeige wohl gar nicht angehen... Ich weiß auch nicht, wie dein Ölpeilstab aussieht. Bei meinem Ölpeilstab war die Messspitze abgebrochen, also der Teil mit der schraffierten Fläche. Deshalb hatte ich mir einen neuen Ölstab für 12€ direkt in einem Audi Zentrum bestellt. Das mit der Serviceklappe merke ich mir natürlich.

Jedenfalls war, als ich das Auto gekauft habe, zu viel Öl drin. Das Öl war pechschwarz, aber als mein Vater überschüssiges Öl rausgesaugt hat, hat er mal das Öl zwischen den Fingern "gerieben" und hat eben festgestellt, dass sich das nicht "sandig" angefühlt hat. Klar ist mir auch, dass das mit der Ölschlammspülung so eine Sache ist, weil nunmal im Internet die Meinungen dazu ziemlich weit auseinandergehen. Klar ist mir auch, gerade bei so einem alten Motor, der eh mehr verbraucht, eine Ölschlammspülung zu machen bedeutet, dass der Ölverbrauch erstmal in die höhe schießt, da immerhin der "Dreck", der durch die Ölschlammspülung weggespült wurde, die wahrscheinlich ohnehin sehr abgenutzten Kolbenringe, die laut Rechercheergebnis ja bei dem Modell auch noch minderwertig sind, quasi dabei unterstützt abzudichten.

Jetzt aber mal ein kleines Update: Irgendwann die Tage hatte ich den Kilometerzähler zurückgesetzt, so Freitagabend, glaube ich. Da hatte der Kilometerzähler um die 150km runter, also seit meiner besagten "schockierenden" Ölmessung ca. 40km. Jetzt, nach einer Fahrt zur Arbeit und zurück und vorher kurz 'n Döner geholt, und nach der Fahrt nach Dortmund und zurück, zeigt der Kilometerzähler um die 256km. Also bin ich damit wieder um die 300km gefahren seit der "Horrormessung". Das Auto habe ich über Nacht stehen lassen, nach fünf oder sechs Mal abwischen und reinstecken vom Ölpeilstab ist der Ölstand jedenfalls nicht viel zurückgegangen... genauso habe ich übrigens von Anfang an gemessen... Mehrmals reingesteck, n bissl gewartet, rausgezogen und abgewischt, weil immer der ganze Peilstab mit Öl vollgesudelt ist, aber nach mehrmaligen Abwischen und Reinstecken eben dann ein "richtiges" Messergebnis zu sehen ist.. nicht im Sinne von korrekt, sondern eher "plausibel".  War der Ölstand vorher geschätzt am obersten Rand vom untersten Drittel der schraffierten Fläche, ist der Ölstand jetzt ca. in der Mitte vom besagten Drittel. Ich möchte wegen Eurer Information ungern jetzt eine konkrete Literzahl angeben, aber ich behaupte jetzt trotzdem mal, dass er auf die 300km so ca. 100 bis 150 Milliliter verbraucht hat xD Ja, und ich hab den Stab 10 Sekunden stecken lassen, bevor ich ihn rausgezogen habe bei der Messung.

Wenngleich ich jetzt wegen dem Ölverbrauch auf jeden Fall erstmal zu 90% beruhigt bin, war die Freude über die erloschene Motorkontrollleuchte dann gestern weg als ich einen Kumpel für die Fahrt nach Dortmund abgeholt habe. Mitten im Stadtverkehr habe ich es dann wieder bemerkt, dieses gelbe, leuchtende Zeichen, das im Handbuch als die Motorkontrollleuchte angegeben ist. Das letzte Mal waren es folgende Fehler:
 photo_2017-08-31_13-08-59.jpg.5690e9b88ebb0c4290c42c2d73a3fafa.jpg

Wobei, kann das theoretisch auch damit zusammenhängen, wenn Öl mitverbrannt wird?... Naja, egal. Die Leuchte ist jedenfalls wieder an gegangen, also werd ich da wohl in naher Zukunft was unternehmen. Der Ölverbrauch ist aber meiner Einschätzung nach doch nicht so krass, wie ich anfangs befürchtet hatte. Natürlich behalte ich das aber mal weiter im Auge... schließlich ist das Auto nunmal 16 Jahre alt. Jetzt zu dem Wasser im Batteriefach: Wie teuer wird es, wenn es an der Entlüftung vom Innenraum liegt? Ich möchte es auf jeden Fall verhindern, dass mir das Auto von innen anfängt zu schimmeln.

Ach und wegen dem Klackern: Irgendwie kann ich das immer noch nicht genau beschreiben. Es ist auf jeden Fall im Leerlauf zu hören, wenn der Motor kalt ist. Im Leerlauf ist es fast weg, wenn der Motor warmgelaufen ist. Beim Gasgeben bis zu einer bestimmten Umdrehung (ich würde sagen so bis 2300RPM) ist das Klackern zu hören, egal ob warm oder kalt. Auf der AB hört man davon gar nichts, da "schnurrt" der Motor wie ein Kätzchen, auch bei Geschwindigkeiten, wo sich die Drehzahl zwischen 2000 und 3000 bewegt, auch wenn ich am Fahren bin, aber kaum Gas gebe, also der Motor unter 2000RPM ist, ist das Klackern - mindestens im warmgelaufenen Zustand - auch kaum zu hören. Und wenn ich keine Musik laufen habe, dann höre ich das Klackern nach beschriebenen Bedingungen auch im Innenraum bei geschlossenen Fenster. Ich kann sagen, dass das Klackern auf keinen Fall extrem laut ist und auch nicht permanent hörbar ist. Und wie gesagt, es hört sich eher hell und klar an als dumpf und dunkel. Ich kann das irgendwie nicht anders beschreiben. Ich mach mich wegen dem Klackern mittlerweile auch nicht mehr so geck. 

Zum Absaufen: Wenn die Kupplung greift, säuft der Motor ab, deswegen gebe ich immer mehr Gas, damit ich ihn nicht abwürge, denn das passiert mir noch ab und zu, was gerade beim zähflüssigen Stadtverkehr ziemlich ärgerlich ist. Vielleicht sollte da wirklich mal was an der Software gemacht werden, wie Deichgraf63 geschrieben hat. Immerhin scheint das wohl eine typische Krankheit zu sein und das ist auch das letzte, was mich jetzt irgendwie beunruhigt. Darüber mache ich mir eigentlich auch keine Sorgen.

Tatsächlich ist jetzt erstmal meine größte Sorge das Wasser, gefolgt von der Kontrollleuchte, mit der auch schon einige Leute tausende Kilometer gefahren sind, auch bei anderen Autos, z.B. VW Polo. Aber der 1.4 Liter Motor im AUA ist ja auch ein VW-Motor, den nicht nur der A2 hat.

Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich sehr zufrieden mit dem Auto, auch, weil es mir eben nicht so lahmarschig vorkommt und weil es nicht so'n Mainstream-Auto ist :) Aber vor allem, weil es günstig in der Unterhaltung ist!

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janihani   
vor 5 Stunden schrieb Drakee:

Tatsächlich ist jetzt erstmal meine größte Sorge das Wasser

 

Das Problem mit der Zwangsentlüftung hat nicht nur der A2. Auch wenn das folgende Bild nicht einen A2 zeigt, so zeigt es doch recht gut auf, das die Zwangsentlüftung oben eine Kante hat, wo sich das herunterlaufenden Wasser sammeln kann. Anstatt dann ordentlich links und rechts abzufließen, sucht sich das Wasser halt seinen Weg.

 

21354974ri.jpg

 

Als ich eine AHK nachgerüstet habe und somit die Stoßstange demontiert hatte, habe ich die obere Kante mit Unterbodenschutz eingesprüht und hoffe, dass dadurch eine zusätzliche Abdichtung geschaffen wurde und ich damit von diesem Problem verschont bleibe.

 

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janihani   
vor 5 Stunden schrieb Drakee:

gefolgt von der Kontrollleuchte, mit der auch schon einige Leute tausende Kilometer gefahren sind

 

Solange du nicht zum TÜV bzw. zur AU musst, kann man das Problem aussitzen, aber gelöst wird es dadurch nicht. Bei der HU wird dir in der Regel die Plakette wegen eines abgasrelevanten Fehlers verweigert.

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PaIn   
vor 19 Stunden schrieb Drakee:


Jetzt aber mal ein kleines Update: Irgendwann die Tage hatte ich den Kilometerzähler zurückgesetzt, so Freitagabend, glaube ich. Da hatte der Kilometerzähler um die 150km runter, also seit meiner besagten "schockierenden" Ölmessung ca. 40km. Jetzt, nach einer Fahrt zur Arbeit und zurück und vorher kurz 'n Döner geholt, und nach der Fahrt nach Dortmund und zurück, zeigt der Kilometerzähler um die 256km. Also bin ich damit wieder um die 300km gefahren seit der "Horrormessung". Das Auto habe ich über Nacht stehen lassen, nach fünf oder sechs Mal abwischen und reinstecken vom Ölpeilstab ist der Ölstand jedenfalls nicht viel zurückgegangen... genauso habe ich übrigens von Anfang an gemessen... Mehrmals reingesteck, n bissl gewartet, rausgezogen und abgewischt, weil immer der ganze Peilstab mit Öl vollgesudelt ist, aber nach mehrmaligen Abwischen und Reinstecken eben dann ein "richtiges" Messergebnis zu sehen ist.. nicht im Sinne von korrekt, sondern eher "plausibel".  War der Ölstand vorher geschätzt am obersten Rand vom untersten Drittel der schraffierten Fläche, ist der Ölstand jetzt ca. in der Mitte vom besagten Drittel. Ich möchte wegen Eurer Information ungern jetzt eine konkrete Literzahl angeben, aber ich behaupte jetzt trotzdem mal, dass er auf die 300km so ca. 100 bis 150 Milliliter verbraucht hat xD Ja, und ich hab den Stab 10 Sekunden stecken lassen, bevor ich ihn rausgezogen habe bei der Messung.

 


Wie Du in dem von mir verlinkten Thread sicher auch rauslesen konntest, bin ich überhaupt gar kein Fan von diesem Ölpeilstab, und ich kann Dir nur empfehlen, Dich gar nicht erst auf  das Theater mit ihm einzulassen.

Lass ihn stecken, und besorg Dir stattdessen die alte VCDS bzw. VAG-COM Version 3.11 sowie ein 15 €-Made-in-China OBD 2-Kabel/Interface, dann kannst Du Deinen Ölstand zweifel ganz entspannt auslesen. Das VCDS 3.11 sollte auf jedem alten Laptop mit Windows XP oder VISTA laufen.
Noch dazu bekommst Du eine Aussage über die Funktion des Ölstandsensors der unten in der Wanne nahe der Ölablassschraube sitzt. 

Beachte dazu folgenden Thread:

Ölstand sicher per Diagnose auslesen
 

 

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Drakee   

Kann ich mit dem ODB2-Kabel dann auch alles andere auslesen, was die Elektronik/Sensorik betrifft?

Ist das Kabel hier korrekt? http://www.ebay.de/itm/USB-Kabel-OBD2-ELM327-fur-alle-Fahrzeuge-mit-OBD2-Schnittstelle-/192143099894?hash=item2cbc9f07f6:g:K5UAAOSwSlBY24fr

Und wo krieg ich die Software her? Die alte Version, kostet die etwas? Läuft die nur unter XP/Vista korrekt? Kann ich zur Not auch ne Virtual Machine benutzen? Immerhin möchte ich nicht extra Kohle für nen XP-Laptop ausgeben. Ich hab ein Thinkpad mit 12 Zoll, wo normalerweise Windows 7 drauf ist, aber ich hab mir Linux drauf gehauen, aber für Linux gibt's ja auch Virtual Machine Software.

bearbeitet von Drakee

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VCDS läuft hier auch unter Windows 10 problemlos. In einer VM könntest du Spaß mit dem Timing des Kabels bekommen, das ist dank der eingebauten USB-Seriell-Wandler eh nicht ganz ohne. 

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PaIn   

Du kannst außer dem Ölstand auch einige andere Daten auslesen, ja, definitiv. Was genau und wie viel kann ich Dir aber nicht genau sagen, lässt sich schwer aufzählen, das alles.

 

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jopo010   

Ne, gerade Ölstand wird nicht gehen, da man dafür Zugang zum Kombiinstrument braucht. Das können Obd2 tools aber nicht, damit kommt man nur aufs MotorStG. Und Elm ist Obd2...

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PaIn   

Meine Konfiguration, die aus einem solchen OBD 2 kabel in Verbindung mit VCDS 3.11 besteht, kann den Ölstand bzw. den entsprechenden Messwertblock auslesen.

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jopo010   

Vcds kann es, da es auf das herstellerspezifische Prtokoll aufbaut. Das Kabel was du hast, ist dann nur die physikalische Schnittstelle ohne eigene Intelligenz. 

Elm sind aber sog. Protokollinterpreter und zwar nur für das standartisierte obd2 Prorokoll. Das geht wie gesagt nur beim MotorStG.

Es ist einfach ganz was Anderes als vcds, auch wenn die herstellerspezifische Diagnose oft fälschlicher weise als obd2 bezeichnet wird. 

 

 

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vor 17 Stunden schrieb Drakee:

Und wo krieg ich die Software her? Die alte Version, kostet die etwas? Läuft die nur unter XP/Vista korrekt?

 

Die alte Version (3.11) läuft in jedem Fall auf einem Win7-32bit. Woher man die bekommt? Legal nur über die offiziellen Quellen. VCDS- (VAG-COM-) Software, die nichts kostet, ist entweder eine (chinesische) Raubkopie, oder eine abgespeckte "offizielle Version mit sehr eingeschränktem Funktiosumfang ("VCDS-Light"). Mehr als V3.11 (aus dem Jahr 2003) braucht man im Prinzip für den A2 nicht. Es reicht im Prinzip, eine Software-Version einzusetzen, die dem Alter des Autos entspricht.

 

Versionen ab 4.xx erfordern in ihrer Vollversion das spezielle (von Ross-Tech) angebotene Interface, Versionen bis 3.xx funktionieren auch mit "alten" USB-to-OBD-Optokoppler-Interfaces.

 

vor 17 Stunden schrieb Drakee:

Kann ich zur Not auch ne Virtual Machine benutzen? ... Ich hab ein Thinkpad mit 12 Zoll, wo normalerweise Windows 7 drauf ist, aber ich hab mir Linux drauf gehauen, aber für Linux gibt's ja auch Virtual Machine Software.

 

VMs sorgen erfahrungsgemäß für Laufzeitprobleme. Aber warum nicht Win7 parallel mit Linux installieren (und das OS nach dem Starten per Boot-Manager auswählen)? Das bedeute allerdings, den Rechner neu aufzusetzen (erst Win7 installieren, danach Linux), ist aber, auf das jeweilige OS bezogen, die sauberste Lösung.

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wijnald   

Das probleem mit dem oll verbrauch  was man gut machen kan 1 liter ATF ol rein kippen.

 

Das hab  ich ach gemacht und es ist besser geworden. den lack um den kolben ringe mus weg  .

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