sisebas

1,2er Bremsbeläge hinten in kürzester Zeit ungleichmäßig abgenutzt, warum?

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Im Juli 2018 habe ich hinten neue original Beläge beim Freundlichen besorgt und eingebaut. Gleichzeitig habe ich auch die Handbremsseile getauscht. Nachdem die Trommelbremsen seit kurzem Geräusche machen habe ich beim Ummontieren von Winter- zu Sommerreifen die Bremstrommeln abgenommen und nachgesehen woher die Geräusche kommen. Ich habe festgestellt das auf beiden Seiten jeweils der in Fahrtrichtung zeigende Bremsbelag im unteren Drittel bereits bis auf die Nieten abgenutzt ist. Das heißt der eine Belag wird nicht gleichmäßig über die gesamte Fläche abgenutzt sondern nur dem Bremszylinder gegenüberliegend. Eigentlich müsste sich doch der Belag selber ausmitteln um gleichmäßig im Radius der Trommel zu liegen. Man könnte auch erwarten das der Belag eher auf der Seite des Bremszylinder,s also weiter oben wo er auseinandergedrückt wird, mehr abgenutzt wird. Das Handbremsseil ist richtig eingehängt, soll heißen es ist hinter dem  Haken eingehängt. Die Gleitsteine waren ebenfalls erneuert worden. Die Handbremse war ordentlich eingestellt, die Räder drehten frei und in der dritten Raste konnte ich das Rad nur mit Mühe drehen. Die Bremszylinder hatte ich zusammen mit den Leitungen in 2017 gewechselt. Auf dem Foto zeigt der rote Pfeil welcher Belag und wo so stark abgenutzt ist. Wer hat eine Erklärung dafür? Die Beläge kosten € 175.- und ich muss sie nach nur 10 Monaten wechseln.... blöd. 

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Das ist bei der Simplexbremse bei Vorwärtsfahrt der auflaufende Belag, bei dem sich die Bremswirkung selbst verstärkt und der die hauptsächliche Wirkung übernimmt, daher auch eher verschleißen kann.

Alternativbeläge gibt es von A.B.S. unter der Nummer 9343. 

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vor 5 Stunden schrieb axels:

Alternativbeläge gibt es von A.B.S. unter der Nummer 9343. 

:TOP:

Kosten als Satz ca. 20-25 Euro und tun klaglos ihren Dienst.

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@ mankmill & Axels: Ihr seid sicher das die für die Alutrommel vom 1,2er passen? Ich dachte die Beläge für das Sparschwein gibt es ausschließlich beim Freundlichen?

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vor 59 Minuten schrieb sisebas:

Ihr seid sicher das die für die Alutrommel vom 1,2er passen?

Ganz sicher. ;)

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Ja, wenn die Trommeln 180mm Durchmesser (innen) und 4 Löcher haben, wie zum Beispiel der Polo 6N.

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Die einzigen Backen für den 3L sind die teuren von Audi oder Zimmermann mit der ET-Nr. 10990.152.3

Normale 180mm backen zerstören die Reibfläche der Alutrommeln und reiben sich in kürzester Zeit bis auf die Nieten runter. 

Edited by Lupo_3L

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vor 7 Stunden schrieb Lupo_3L:

Die einzigen Backen für den 3L sind die teuren von Audi oder Zimmermann mit der ET-Nr. 10990.152.3

Falsch, die Liste ist unvollständig!

Am 14.4.2019 um 10:38 schrieb axels:

Alternativbeläge gibt es von A.B.S. unter der Nummer 9343

Richtig!

o.O

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vor 6 Stunden schrieb Mankmil:

Falsch, die Liste ist unvollständig!

Richtig!

o.O

Habe mir die besagten Teile natürlich angesehen und bin mir sicher weil bei den meisten Anbietern auch die Teilenummern  für die Stahltrommeln mitbenutzt werden. 

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vor 24 Minuten schrieb Lupo_3L:

Habe mir die besagten Teile natürlich angesehen und bin mir sicher weil bei den meisten Anbietern auch die Teilenummern  für die Stahltrommeln mitbenutzt werden. 

 

Da diese Anbieter die Backen auch für 1.4TDI anbieten (200mm Trommeldurchmesser), würde ich auf deren Aussagekraft wenig geben. 

Sonst habe ich die Backen seit über 20000km in Betrieb und keine Nachteile festgestellt.

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vor 38 Minuten schrieb Lupo_3L:

Habe mir die besagten Teile natürlich angesehen und bin mir sicher weil bei den meisten Anbietern auch die Teilenummern  für die Stahltrommeln mitbenutzt werden. 

:ver

Gleich der erste Anbieter bei google gibt nur die Alutrommeln der 1.2er als passend an.

https://www.autoteiledirekt.de/abs-7792119.html

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Also mal vorweg, VAG hat die Geometrie der 180mm-Trommelbremse seit 1978 vorsichtig gesagt, sehr merkwürdig ausgelegt. Das Lüftspiel ist viel zu groß und die Bremsbacken stehen ungünstig zur Trommel.

Viele machen dann noch den Fehler und wollen das Lüftspiel durch Verkürzen mit der Einstellung der Handbremse verändern. Das ist kontraproduktiv, weil die Beläge auf der anlaufenden Seite sich nach unten in die Trommel ziehen und auf der ablaufenden nach oben.

 

Haben die Alutrommelbremse wie folgt umgebaut und das "Aluteil" zieht richtig gut bei der leisesten Berührung des Bremspedals und vor allem verschleissen die Beläge gleichmäßig:

 

Dazu muss die untere Abstützung verbreitert werden, das kann je Seite zwischen 2,5 und 3,0mm betragen. Dann baut man die Beläge für die Alutrommel (z.B. A.B.S.  9343) für die Aufnahme einer selbstnachstellenden Druckstange von den neusten VAG-Bremstrommeln um und passt andere Rückzugfedern an. Somit liegen die Bremsbacken dichter und passender an der Trommel

 

Wer jetzt mit erloschener ABE kommt, der möge bedenken, was ist besser ?!? Ein gute Bremse die einen Einschlag verhindern kann und beim TÜV garantiert nie auffällt, weil es sind die passenden Beläge mit E-Prüfzeichen und Nummer verbaut, oder geht weiterhin den "rechten-mäßigen Weg" und bremst lieber schlecht (und tauscht noch öfter die krummen Beläge aus). Und man ärgert sich nicht ständig über die verrosteten Bremsscheiben, weil der leichte A2 sehr wenig Bremsleistung auf der Hinterachse benötigt und somit die Beläge nicht ausreichend abrasiv zur natürlichen Korrosion sind.  Stahltrommel sind kaum besser, haben einen etwas höheren Reibwert zwischen Belag und Trommel, aber damit ist die Geometrie immer noch nicht "optimiert".

 

Zu bedenken ist, unbedingt vorher die Handbremsseile auf Freigängigkeit prüfen. Sind diese nicht mehr so frei beweglich fängt die Trommelbremse auf dem Bremsenprüfstand an, ungleichmäßig zwischen den Seiten die Bremskraft auf die Prüftrommeln oder -platten zu bringen.

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