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[1.2 TDI ANY] Scheppergeräusche im Schubbetrieb werden immer lauter


mtheis
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Moin A2-Freunde,

nach vielen tollen Hilfestellungen aus dem Forum möchte ich jetzt gerne mein aktuelles Problem darstellen. Seit ich die Kugel habe (4 Jahre - 140.000 km) gibt es im Schubbetrieb ein Scheppern, wie eine Unwucht vom Getriebe/Kupplung. Die Gänge werden butterweich geschaltet, wenn die Kupplung ausrückt, ist das Geräusch kurz weg. In den letzten Tagen ist das Geräusch so viel lauter geworden. Ich denke, ich muss nun etwas tun. Vielleicht kennt es jemand von euch. Ich habe eine Audio-Datei angehängt, die allerdings spitze Ohren benötigt.

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vor 8 Stunden schrieb mtheis:

Ich denke, ich muss nun etwas tun.

 

Von allein wird es sich verbessern oder "heilen". Insofern hast du Recht, dass du bald was machen musst.

 

Leider sind die 1.2er Getriebe bekannt dafür, dass

  • die Lager verschleißen
  • die Schaltgabel vom 3./4. Gang (gelegentlich) bricht

Ich würde zunächst erstmal den seitlichen Deckel vom Getriebe abmachen, und schauen, ob sich Späne abgelagert haben.

 

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vor 2 Stunden schrieb janihani:

 

Von allein wird es sich verbessern oder "heilen". Insofern hast du Recht, dass du bald was machen musst.

 

Leider sind die 1.2er Getriebe bekannt dafür, dass

  • die Lager verschleißen
  • die Schaltgabel vom 3./4. Gang (gelegentlich) bricht

Ich würde zunächst erstmal den seitlichen Deckel vom Getriebe abmachen, und schauen, ob sich Späne abgelagert haben.

 

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An das Getriebe habe ich zuletzt gedacht, da das Geräusch in allen Gängen gleich ist und die Gänge weich und leise schalten. Wenn allerdings der Deckel im eingebauten Zustand zu öffnen ist, werde ich da mal nachsehen.

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Stell ein Gefäß drunter, um das Öl aufzufangen.

Es sollten 2,5L im Getriebe sein.

 

Gut ist, das Öl durch ein Tuch laufen zu lassen, um die Späne aufzufangen, wenn denn welche vorhanden sind.

 

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So wie Janihani es sagt!

Das Getriebe ist dabei sich aufzulösen und wenn du so weiter fährst dann rappelts im Karton.

Dann fressen die Zahnräder die Lager auf ;)

Schon 3x selbst ausprobiert.

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  • Nagah changed the title to [1.2 TDI ANY] Scheppergeräusche im Schubbetrieb werden immer lauter

Falls du die Möglichkeit hast den A2 mal auf einer Hebebühne hochzuheben, kannst du auch mal beide Räder vorn gleichzeitig drehen und mal hören ob die Geräusche zu hören sind und vom Getriebe kommen. 

Ansonsten ist es oft so, dass wenn sich die Räder fast ohne Widerstand drehen lassen und lange nachlaufen (bei nicht schleifender Bremse), die Vorspannung der Lager im Getriebe oft schon am Ende ist und die Lager verschlissen sind.

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War heute auf der Bühne und habe das Getriebe geöffnet. Alles blitzblank, ganz wenig messingfarbenes Mehl. Für 290.000 Tsd sicher mehr als normal.

Es war etwa 3/4 Liter Öl zuwenig drin.

 

Das war's also sicher nicht.

 

Auffällig sind Ölspuren am Turbolader. Das wird dann als nächstes behoben.

 

Zu den Greäuschen noch andere Ideen?

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Schön zu lesen, dass kaum Metallabrieb vorhanden ist. Der Messingabrieb stammt von den Synchronringen.

Gut, dass fest gestellt wurde, dass zu wenig Öl im Getriebe ist. Ein 3/4L ist schon recht viel.

 

vor 41 Minuten schrieb mtheis:

Auffällig sind Ölspuren am Turbolader. Das wird dann als nächstes behoben.

 

Die Turbos sind alle untenrum ein bisschen ölfeucht. Schau mal nach dem O-Ring vom schwarzen Luftschlauch.

 

 

 

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vor 51 Minuten schrieb Schwabe:

Gleichlaufgelenke?

Könnte es grosses Spiel an dan Antriebsgelenken sein?

Antriebswellen sollten sich nicht verdrehen lassen (max 2mm? Spiel zulässig).

 

 

Muss ich prüfen. Aufgefallen ist mir, dass das rechte Gelenk einen Gummiring (wohl um Schwingungen zu vermeiden) hat und das Linke nicht.

vor 28 Minuten schrieb janihani:

Schön zu lesen, dass kaum Metallabrieb vorhanden ist. Der Messingabrieb stammt von den Synchronringen.

Gut, dass fest gestellt wurde, dass zu wenig Öl im Getriebe ist. Ein 3/4L ist schon recht viel.

 

 

Die Turbos sind alle untenrum ein bisschen ölfeucht. Schau mal nach dem O-Ring vom schwarzen Luftschlauch.

 

 

 

Ja, hab grad den O-Ring bestellt.

 

vor 50 Minuten schrieb Schwabe:

Gleichlaufgelenke?

Könnte es grosses Spiel an dan Antriebsgelenken sein?

Antriebswellen sollten sich nicht verdrehen lassen (max 2mm? Spiel zulässig).

 

 

 

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vor 22 Minuten schrieb mtheis:

Muss ich prüfen. Aufgefallen ist mir, dass das rechte Gelenk einen Gummiring (wohl um Schwingungen zu vermeiden) hat und das Linke nicht.

 

Ja, das ist normal, dass der Gummiring nur auf der einen Seite ist.

 

Prüf/schau auch nach den Tripoden, wenn du schon an Antriebswelle und Antriebsgelenken bist.

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vor 2 Minuten schrieb janihani:

 

Ja, das ist normal, dass der Gummiring nur auf der einen Seite ist.

 

Prüf/schau auch nach den Tripoden, wenn du schon an Antriebswelle und Antriebsgelenken bist.

Lassen die sich prüfen ohne das Gleichlaufgelenk zu lösen?

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Faltenbälge ok?

Kein Fett in der Gegend rum gespritzt?

Wie hört sich das Gleichlaufgelenk an, wenn man am Rad (bei Volleinschlag, Geradeaus, ...) dreht?

Ist ein Knacken zu hören? Hakt es?

 

Ist der Faltenbalg von der Tripode ok?

Kein Fett (an der Ölwanne) in der Gegend vorhanden?

Ist Spiel in der Tripode vorhanden, wenn man fein fühlig die Antriebswelle von Hand vor- und zurück dreht?

 

Bei der Prüfung des Tripodenspiels sollte man eigentlich berücksichtigen, dass die Tripode ca. 50mm in dem Flansch hinein- bzw. heraus geschoben werden kann.

 

Tripodegelenk_Tripodestern.jpg

 

Tripodegelenk_Gehaeuse.jpg

 

Wird das Auto aufgebockt, so wird die Tripode aus dem Flansch heraus gezogen und man prüft nicht wirklich den

Bereich, in dem die Tripode hauptsächlich läuft. Daher ist es empfehlenswert, dass entweder das entsprechende Rad (am Querlenker) angehoben wird oder das radseitige Gelenk auszubauen, damit man das Tripodenspiel in verschiedenen Bereichen prüfen kann. Wer macht sich aber schon die Arbeit?

 

Hauptsächlich fällt eine der drei Tripoden ab. Meist ist das abgefallene Lager dann im Faltenbalg, gut versteckt im Fett, zu finden. Die kleinen Nadeln kleben gut im Fett und sind überall zu finden.

 

Ein abgefallenes Lager (von den dreien) ist schwer von außen zu erfühlen, denn die beiden restlichen Lager übernehmen den Kraftschluss und die Manschette zentriert die Welle in dem Flansch, so dass kaum Spiel erfühlbar ist.

 

Besser ist es, wenn man die Schellen öffnet, die Manschette zurück schiebt und sich die Tripoden anschaut.

Falls alles ok ist, neue Schellen montieren und gut ist.

 

 

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vor 14 Stunden schrieb janihani:

Hauptsächlich fällt eine der drei Tripoden ab. Meist ist das abgefallene Lager dann im Faltenbalg, gut versteckt im Fett, zu finden. Die kleinen Nadeln kleben gut im Fett und sind überall zu finden.

 

Ein abgefallenes Lager (von den dreien) ist schwer von außen zu erfühlen, denn die beiden restlichen Lager übernehmen den Kraftschluss und die Manschette zentriert die Welle in dem Flansch, so dass kaum Spiel erfühlbar ist.

 

Meiner Erfahrung nach besteht bei einem abgefallen Tripodlager schon sehr deutlich fühlbares Verdrehspiel.

Bevor das Tripodlager abfällt entwickelt es auch schon Verdrehspiel, dies ist etwas schwieriger zu fühlen und erfordert etwas Erfahrung.

 

 

vor 14 Stunden schrieb janihani:

Besser ist es, wenn man die Schellen öffnet, die Manschette zurück schiebt und sich die Tripoden anschaut.

Falls alles ok ist, neue Schellen montieren und gut ist.

Die Klemmschellen am Tripodgelenk des 1.2 TDI sind wiederverwendbar.

Mit einer speziellen Zange lässt sich die Klemmschelle öffnen und schließen.

Siehe auch:

 

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vor 14 Minuten schrieb DerWeißeA2:

Defekte Tripoden äussern sich eher durch Aufschaukeln/Schlagen beim starken Beschleunigen.

Beim "starken" Beschleunigen hört und fühlt sich alles normal an.

Aber "stark" ist ja auch relativ bei dem 1.2 TDI.

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Soviel ich vertanden habe treten die Geräusche vor allem im Schubbetrieb auf.

 

Ist die Frequenz der Geräusche abhängig von der Geschwindigkeit bzw. bei welchen Geschwindigkeiten ist die Audioaufnahme im Eingangspost gemacht worden?

Wie sieht es bei Lastwechsel im 1./2.-Gang aus: Ist hier Spiel bemerkbar d.h. gibt es einen deutlich wahrnehmbaren Ruck?

 

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Am 22.1.2022 um 15:03 schrieb Phoenix A2:

Soviel ich vertanden habe treten die Geräusche vor allem im Schubbetrieb auf.

 

Ist die Frequenz der Geräusche abhängig von der Geschwindigkeit bzw. bei welchen Geschwindigkeiten ist die Audioaufnahme im Eingangspost gemacht worden?

Wie sieht es bei Lastwechsel im 1./2.-Gang aus: Ist hier Spiel bemerkbar d.h. gibt es einen deutlich wahrnehmbaren Ruck?

 

Ja, im Schubbetrieb und bei gleichmäßiger langsamer Fahrt ohne Beschleunigung (10 - 40 km/h).  Bei höhere Geschwindigkeit ist es nicht mehr wahrnehmbar. Die Frequenz ist abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit, nicht von der Motordrehzahl. Bergab nehmen Geräusch und Geschwindigkeit zu, wenn die Drehzahl gleich bleibt.

Alle Gangwechsel sind butterweich.

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Bei ähnlichen Geräuschen - war es bei mir das  linke  Aussengelenk der Antriebswelle.

Fing vor über einem Jahr recht dezent an und wurde dann immer deutlicher bis zur kürzlich

erfolgten Reparatur  ( neues Gelenk ).

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Hört sich für mich durch die recht niedrige Geräuschfrequenz auch nach Antriebswelle an.

 

Was du noch probieren könntest zur weiteren Eingrenzung:

Verändert sich das Geräusch wenn enge Kurven gefahren werden?

 

Wenn ja, wäre das ein Indiz für eines der äußeren Gleichlaufgelenke als Ursache.

 

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  • 3 weeks later...

So, nun hatte ich die Kugel wieder auf der Bühne.  Tripoden kontrolliert, Achswellen kontrolliert. Überall kein Spiel, kein Wackeln, keine Geräusche.

Habe noch den Ölverlust am Turbo behoben (Neuer O-Ring).  Das Geräusch gehört vielleicht einfach zu meinem Auto!?

Ich werde das jetzt einfach ignorieren, bis was passiert.

 

Vielleicht gibt es unter euch ja einen Fahrer eines 1.2 TDI in Hamburg, mit dem ich mal eine Probefahrt zum Vergleich machen kann...

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Hattest du mal die ABS Sensoren gereinigt? Vielleicht ist einer verschmutzt und regelt die ganze Zeit. Klingt ja schon sehr nach Raddrehzahl

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  • 4 weeks later...

Dann löse ich mal auf:

An einem Gefälle habe ich auf N geschaltet und den Motor ausgemacht. Siehe da, Geräusch verschwunden. Also doch nicht Getriebe oder  Antriebsstrang.

Da der Zahnriemenwechsel anstand, habe ich auch gleich alle Teile für den Kettenantrieb der Ausgleichwellen besorgt.

Der Einbau war schon sehr aufwändig, aber nach 10-12 Stunden konnte ich vom Hof fahren.

Die Kettenspanner waren etwa 2-3 mm eingelaufen. Ansonsten sah alles noch gut aus. 50.000 km wären bestimmt noch möglich gewesen.

Und Hurra, das Geräusch ist verschwunden. Ich hatte noch nie so ein leises Auto...

  • Thanks 1
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vor 3 Stunden schrieb mtheis:

An einem Gefälle habe ich auf N geschaltet und den Motor ausgemacht. Siehe da, Geräusch verschwunden. Also doch nicht Getriebe oder  Antriebsstrang.

 

Hä? Das Geräusch ist verschwunden, wenn der Motor aus ist und kein Gang drin ist. Das impliziert doch, dass es am Motor bzw. Getriebe liegt, oder versteh ich da was falsch?   - War das dann die Grundlage zur Entscheidung, den Kettenantrieb und die Ausgleichwelle zu machen?

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