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wie funktioniert die Entfeuchtung über die Klimaanlage?


KLA2SE

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Auch auf die Gefahr hin für völlig blöde gehalten zu werden......

 

Ich wüßte gerne wie die Enteuchtung der Luft mittels Klimaanlage funktioniert.

 

Mir ist klar das kalte Luft weniger Feuchtigkeit enthalten kann als warme.

 

Was hat das aber nun wie mit einer Entfeuchtungsfunktion einer Klimaanlage zu tun. und vor allem wie funktioniert das im Winter wenn ich ja nicht kühlen sondern wärmen will?

 

Angeblich funktioniert die Klima ja nur bis ca. 2 Grad plus(innen oder außen?) Aber die Entfeuchtung funktioniert doch dann auch noch, oder?

 

Völligst ahnungslos grüßt

 

Jörn D.

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eigentlich ist das prinzip ganz einfach und du hast es schon geschreiben...

 

kalte luft kann weniger (absolute!) feuchtigkeit binden als warme - darum fällt aus der warmen luft, beim durchströmen des eiskalten kühlers die feuchtigkeit aus - und tropft nach unten ab.

 

als vereinfachtes beispiel mit näherungswerten aus meinem kopf:

 

aussen 30°C warme sommerluft - 70% relative luftfeuchte (entspricht rund 22g wasserdampf/m³ luft)

 

beim vorbeiströmen am klimakühler abkühlung auf 10°C - bei dieser temp kann die luft bei 100% rel. luftfeuchte grad mal noch rund 10g wasserdampf/m³ binden - alles darüber fällt als niederschlag (wie am badspiegel) aus... hier also 12g/m³

anschließend wird die luft bei einer klimaautomatik nacherhitzt z.b. auf 22°C - hat ja aber nur noch 10g wasserdampf - was nur noch einer relativen Luftfeuchte von rund 50% entspricht - die luft wurde also getrocknet.

 

p.s. übrigens ist das fehlende automatische nacherhitzen auch der grund, warum viele klimaanlagenfahrer (nicht klimaautomatikfahrer) gerne krank werden... sie vergessen den heizungsregler aufzudrehen und lieber etwas mehr 22°C "nacherwärmte" luft statt wenig 10°C kalte luft auf sie strömen zu lassen.

 

die abschaltung in gefrierpunktsnähe ist erforderlich, da sonst das kühlregister vereisen würde.

 

bei ausentemperaturen von unter 6° ist aber eh so wenig wasserdampf in der aussenluft, dass durch das erwärmen bei heizbetrieb eine relative trocknung der luft erfolgt.

 

sollte man trotzdem noch entfeuchten wollen, müsste man dies z.B. mit einer adsorptionstrockenmaschine machen - die trocknet auch noch unterhalb des gefrierpunktes. hat aber ganz andere technik (silikagel auf einem rotor nimmt feuchtigkeit auf - die aufgenommene feuchtigkeit wird durch erhitzung an anderer (vom hauptluftkreislauf abgekoppelter stelle) des rotor z.B. durch direktbefeuerung wieder ausgetrieben.)

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Klasse, dankeschön!

 

Das heißt also, das die Luft quasi immer erst abgekühlt und damit entfeuchtet wird und dann erwärmt?!

 

Somit funktioniert das System nur solange wie die abzukühlende Luft wärmer ist als der Klimakühler?

 

Nun etwas schlauer geworden grüße ich zum abend

 

Jörn D.

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genau so ist das wie du schreibst.

 

nur für spezielle anwendungen braucht man andere trockenverfahren (medizintechnik, lebensmittelherstellung, oder z.b. zum trocknen einer eishalle - in der es eh nur 3°C hat)

 

wer lust hat, kann sich das mal live beim treffen in amberg anschauen - da hab ich so eine trocknungsanlage stehen.

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