Hallo zusammen,
ich möchte das Thema möglicher Leckagen innerhalb der Hydraulikeinheit doch noch mal gerne aufgreifen. Aktueller Anlass ist ein Liegenbleiber mit meinem 'neu' gekauften, aber schon 415 tkm alten 1.2er TDI.
Ich fahre einen 3L aber schon ewig, zuerst einen Lupo und seit 200 tkm einen A2, der allerdings durch die Hausbauphase innen total runter ist und auch schon knappe 400 tkm runter hat, der aber in Bezug auf die Hydraulik nach Kupplungsüberholung samt Führungshülse und Umstellung auf einen KNZ mit Hall-Sensor vollkommen problemlos läuft.
Wegen der häufigen Schäden an der Führungshülse hatte ich das Ausrücklager im Übrigen entgegen der Empfehlungen zur Führungshülse hin eingefettet. Das Schalten war und ist bis heute nach dieser Reparatur, wie gesagt zusammen mit der Umstellung auf den Hall-Sensor des KNZ, butterweich und präzise.
Bevor ich den 'neuen' zugelassen habe, hatte ich den ebenfalls auf 'Hall' umgerüstet und in der Hydraulikeinheit diese Quad-Dichtung durch einen einfachen O-Ring ersetzt und etwas hinterfüttert, damit die Dichtung auch etwas über die Aluelemente des Trägers übersteht. Damit, so meine Erfahrung, ist der Druck immer gehalten worden, Daran hat sich auch nach Wochen nichts verändert. Die Pumpe ist morgens so gut wie nie angesprungen beim Türöffnen und ich konnte auch immer sofort starten.
Nach meinem Liegenbleiber war mir aufgefallen, dass die Pumpe aber bei angeschalteter Ündung auch ohne irgendwelche Schaltvorgänge schon nach vielleicht 20 Sekunden immer wieder anlief, ich meine sogar ohne getretenes Bremspedal und damit gezogener Kupplung. Mit Zündung wird ja der Druck glaube ich etwas angehoben, aber dass kann doch so einen Unterschied nicht machen !? Wo könnte es noch witere Leckagen geben in der Hydraulik ? Evtl. die Dichtungen von N255 ?
Eine weitere Frage: Weiß jemand, welcher Mechanismus den Pfad des Hydrauliköls vom Druckspeicher zurück in den Voratsbehälter öffnet, wenn man den Druckspeicher etwas losdreht, wie bei einer Ölstandsprüfung ja vorgeschrieben ?
Durch das Drehen wird keine Öffnung durch den O-Ring am unteren Zapfen des Druckspeichers freigegeben oder dergleichen und trotzdem entweicht das Hydrauliköl in den Voratsbehälter. Aber wie ?
Ich habe mir das SSP 221 von VW in diesem Zusammenhang auch noch mal angesehen, aber in der schematischen Darstellung der Hydraulikeinheit sind offensichtlich nicht alle real existierenden Leitungen / Bohrungen dargestellt, denn eine Verbindung direkt vom Druckspeicher zurück zum Voratsbehälter gibt es dort nicht.
Der Wagen war mir übrigens morgens auf dem Weg zur Arbeit schon mal liegengeblieben. Nach der Arbeit lief er dann wieder und ich bin dann im 5. Gang auf der Autobahn in der linken Gasse gefahren, um jegliche hydraulische Aktivitäten zu vermeiden und dennoch ist der Wagen mir dann plötzlich liegengeblieben, nachdem er zunächst ausgekuppelt und kein Gas mehr angenommen hatte. Als zentrale Ursache für den Liegenbleiber vermute ich daher auch bei diesem Wagen jetzt ein Problem mit der Führungshülse und / oder dem Ausrücklager !?
Aber die Sache mit der immer wieder anlaufenden Hydraulikpumpe macht mir dennoch Sorgen und vielleicht können wir ja unser Wissen zusammenwerfen und den genauen Aufbau der Hydraulikeinheit besser ergründen. Laut SSP 221 gibt es jedenfalls wesentlich mehr Rückschlagventile in der Einheit als das eine hier bisher behandelte.
Beste Grüße, Robert