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dussel

Klima selber befüllen- Fortsetzung Praxistest

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Nun dies ist die Fortsetzung des geschlossenen Threads:

 

Klima Selber befüllen ! Das Geht ! - A2 Forum

 

Ich habe mir so ein DYK bestellt und den Praxistest gemacht.

Glücklicherweise habe ich Kontakt zur Forschungsabteilung eines großen Konzerns, so daß wir alle Umweltgesetze eingehalten haben und Geräte und Know-How zur Quantifizierung und Umgang von gasförmigen Stoffen vorhanden war.

 

Testobjekt:

halbleere Klima eines Renaults Scenic (kühlte nur noch auf Gebläsestufe 3 und das auch nur sehr begrenzt )

 

DIY Kit: ebay-Anbieter mit Druckmanometer, Ventil zum Anschluß an Klimaleitung und Nadelventil mit anhängiger Klimagasflasche.

 

Vorgang: Motor und Klima, starten, Nadelventil wird am Lowpoint der Klimaleitung angeschlossen. Druck ablesen und wenn nicht im grünen Bereich (25 bis 45 psi), Nadelventil öffnen und Klimagas einfüllen bis Druck im grünen Bereich (bei mir 45) ist. Dann Nadelventil wieder schliessen.

 

Ergebnis: Kühlte besser, aber bei weitem nicht wie früher.

 

Problem 1:

 

Die Klimagasflasche war noch halbvoll. Einmal angestochen, lässt sie sich nicht vom Nadelventil entfernen ohne das der Restinhalt entweicht. Die ganze Apparatur ist jedoch nicht 100% gasdicht, so dass auch bei geschlossenem Nadelventil ganz langsam Gas entweicht. Super!

Wir haben dann die Restmenge abgesaugt, dass kann man als Privatperson natürlich nicht machen und muß den Inhalt zwangsläufig freisetzen. Schweinerei, vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten Klima voll nicht völlig leer sind.

 

Problem 2:

 

Aufgrund der mangelnden Kühlleistung dann noch prof. Klimacheck machen lassen. Es fehlte noch circa 100g Gas. Diese ergänzt und die Klima funktioniert 100% wie früher. Die Manometeranzeige ist also schlechter als ein Schätzeisen.

 

Fazit: Finger weg!

 

 

P.S.

 

Schade, dass man in dem alten Thread nicht sachlich über ein technisches Thema diskutieren konnte (von beiden Seiten).

 

MfG

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Puh, das Thema wurde ja schon voller Emotionen diskutiert, daher habe ich eine Weile überlegen müssen, ob ich folgendes Poste:

 

 

Ausgangssituation:

 

A2 mit nahezu leerer Klima (1bar im System lt. VCDS)

Beim Anschließen der Nachfüllarmatur zeigt sich, dass noch ein leichter Überdruck im System ist, also nicht gänzlich leer und kein offensichtliches Leck, da das Fahrzeug seit 6 Jahren steht.

 

 

Nachfüllvorgang:

 

Dose wird angestochen (und muss dann leider aufgebraucht werden). Enthalten sind 340g.

Gewagt habe ich es auf Grund folgender Überlegung: Da noch ein Überdruck in der Anlage vorhanden war, kann ein offensichtliches, großes Leck ausgeschlossen werden. Gleichzeitig ist der Eintritt von Feuchtigkeit und Luft so ausgeschlossen. Die Anlage ist somit seit 6 Jahren mehr oder weniger dicht.

Der niedrige Druck und die Tatsache dass der Klimakompressor nicht mehr einschalten, deuten auf ein nahezu leeres System hin.

Daher wird unterstellt, dass die 340g eher zu wenig Kältemittel sind und eine Überfüllung eher unwahrscheinlich ist.

 

Es wurde die gesamte Dose bei laufendem Motor und eingeschalteter Klima eingefüllt. Nach ca. 10 Minuten war 'schwappte' kein Kältemittel in der Dose, der Füllvorgang abgeschlossen. Gleich zum Beginn des Befüllens beginnt auch der Klimakompressor zu Arbeiten, der Motorlauf verändert sich und der Lüfter springt an. Über den Füllvorgang bleibt der Druck lt. Anzeige relativ konstant und die Dose wird eiskalt.

 

Nach dem Einfüllen der Dose steht der Zeiger nun am Ende des grünen Bereichs und die Klima liefert wieder kalte Luft.

 

 

Messwerte lt. VCDS (Außentemperatur 23°C):

 

Kältemitteldruck bei ausgeschalteter Klima: 5,6 bar

Kältemitteldruck bei laufender Klima: 10,8 bar

Lufttemperatur lt. Klimasteuergerät: 10°C

 

Vom Gefühl würde ich sagen, dass ich jetzt eine nicht vollständig gefüllte Klima habe, die vorerst ihren Dienst verrichtet.

 

Wenn das Auto eines Tages wieder fahrbereit auf der Straße ist, werd' ich ihm mal einen Klimaservice gönnen. Bin schon gespannt, was dann an Restmenge vorhanden ist.

 

 

Umweltaspekt:

Bis auf eine geringe Kältemittelmenge die beim Aufstecken des Adapters auf die Klimaleitung entwichen ist, wurde der gesamte Doseninhalt in die Klimaanlage gefüllt.

 

 

Nachfüllalternativen:

 

Bei der Recherche in Kältemittelforen und bei Internetanbietern trifft man auf Kältemittel, die R12 und R134a ersetzen können/bzw. können sollen. Es wird dann nebulös von 'umweltverträglichem' bzw. 'unschädlichem' Kältemittel geschrieben.

Das stimmt im Grunde auch, denn es handelt sich um ein Gemisch aus Isobutan und Isopropan (wenn man Glück hat) oder profan um Campinggas.

Dass diese Ersatz'kältemittel' dann aber brennbar sind und chemisch doch merklich von R134a abweichen, wird vorenthalten. Eine R134a Anlage, die mit Propan/Butan (R290/R600) befüllt wird, funktioniert zwar, insbesondere wenn man die Füllmenge um den korrekten Faktor reduziert (Kälteleistung von Propan/Butan ist höher als R134a), aber man sollte sich der Brennbarkeit und allen möglichen Folgen bewußt sein. :eek:

 

Mein Tip: Finger weg! :shake:

 

Anbei noch ein paar Fotos vom Equipment.

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bearbeitet von Mankmil

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