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reme

Aluminium und Legierungsbestandteile

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Moin zusammen,

hab in der Suche nichts passendes gefunden.

Vielleicht weiss jemand die genaue Bezeichnung des

verwandten Materials des A2s.

Aus reinem Alu besteht Er ja wohl nicht.

Mir wurde die Frage in Bezug auf Meeresklima gestellt.

Dank im Voraus

Gruss reme

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Ich meine mich zu erinnern, dass wir das Thema mal hatten. Such' mal mit dem Stichwort "beschichtete Schrauben", da sollte was auffindbar sein. Ein ehemaliges Clubmitglied hatte da Insiderwissen niedergelegt...

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So einfach geht das nicht. Im A2 sind Strangpressprofile, Bleche und Gussteile verbaut. Je nach Verfahren und gewünschten Eigenschaften wird die Legierung anders aussehen.

Da bis auf wenige Teile (Grundkörper Außenspiegel) kein Alu unmittelbar Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, ist das auch völlig schnuppe.

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Wir können dir aber gern eine Liste sortiert nach Gammelfaktor unter Meeresnähe (noch genau zu definieren) aufstellen.

Ich würde gefühlt mal anfangen mit:

 

1 Bremsscheiben

2 ggfs. Trommelbremsmechanik

3 Handbremsmechanik

4 Bremsmechanik (Gleitweg Klötze etc)

5 Außenspiegelfuss (Fiese Feld-Wald-Wiesen Alulegierung)

.

.

.

7 Scheibenwischerwelle

.

.

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Das A2-Museum will folgendes wissen

 

2 Werkstoffe und Fertigungstechniken

 

2.1 Werkstoff- und Halbzeugauswahl

 

Aluminium bietet gegenüber dem Stahlfahrzeugbau, wo eine Karosserie nahezu ausschließlich aus Blechteilen hergestellt wird, weitere Halbzeugarten an, die naturgemäß auch zusätzliche Eigenschaften bieten. Gebräuchlich im Aluminium-Karosseriebau sind hierbei sowohl naturharte als auch aushärtbare Legierungen. Die Auswahl für den Serieneinsatz erfolgt unter dem Gesichtspunkt des günstigsten Kosten/Nutzen-Verhältnisses und soll im Folgenden erläutert werden.

 

Blechteile und Legierungen:

 

Der prozentuale Anteil der Blechteile in der Space-Frame-Struktur des A2 hat sich gegenüber dem A8 geringfügig erhöht. Es werden sowohl naturharte (Typ AlMgMn) als auch warmaushärtbare (Typ AlMgSi) Legierungen verwendet. Warmaushärtbare Werkstoffe kommen vorwiegend zum Einsatz, da sie den besten Kompromiss aus guter Umformbarkeit, guten mechanischen Eigenschaften und guter Korrosionsbeständigkeit darstellen. Es werden nicht nur alle Außenhautteile aus der Legierung 6016 dieses Legierungstyps hergestellt, sondern auch in größerem Umfang die Innenteile, wobei die bisher eingesetzte Legierung 6009 aus Kostengründen größtenteils durch eine ähnliche Legierungskonfiguration mit höherem Anteil von Sekundäraluminium ersetzt wurde. Alle warmaushärtbaren Blechlegierungen werden im Zustand T4 als Platine oder Coil angeliefert, das heißt sie besitzen für die Umformung einen weitgehend stabilen, kaltausgelagerten Zustand. Der T4-Zustand wird nach der Umformung durch eine Wärmebehandlung in der Karosseriebau-Linie dahingehend verändert, dass die mechanischen Eigenschaften wie Streckgrenze und Zugfestigkeit erhöht und Werte vergleichbar mit konventionellen Tiefziehstählen erreicht werden. Die Erhöhung der Streckgrenze auf über 200 MPa bei dieser Warmauslagerung erlaubt es, gegenüber einer nichtausgelagerten Außenhaut zusätzliche Gewichtspotenziale zu erschließen. Dimensionierungskriterium für die Außenhautbleche ist die Vermeidung bleibender Beulen durch Hagelschlag oder lokale Drücke beim Polieren oder Schließen von Klappen. Schon bei Blechdicken zwischen 1,05 und 1,15 mm werden diese Anforderungen an die Beulfestigkeit erfüllt. Durch die Wärmebehandlung reduzieren sich die Bruchdehnungen geringfügig, die ausreichende Deformationsfähigkeit für einen Crash ist jedoch gewährleistet.

 

Naturharte Legierungen des Typs AlMgMn werden im weichen, das heißt optimal umformbaren Zustand, ausschließlich für sehr komplex umzuformende Bauteile eingesetzt. Aufgrund der bei diesem Legierungstyp nicht völlig auszuschließenden Fließfiguren erfolgt der Materialeinsatz nur für Innenteile, dabei vorwiegend in nicht sichtbaren Bereichen. Es kommt beim A2 nur die Legierung 5182 zum Einsatz – mit einem Anteil von 15 % an den Blechteilen. Diese Legierung verfestigt beim Tief-/Streckziehen sehr stark und erreicht dabei sehr gute Festigkeitswerte. Einen Überblick der im A2 eingesetzten Werkstoffe zeigt die Tabelle. Die Dicken aller Blechteile im A2-Spaceframe variieren im Bereich 0,8-2,7 mm. Das Gesamtgewicht der Blechteile im A2-Spaceframe (inklusive der Anbauteile) beträgt 85,4 kg.

 

Strangpressprofilteile und Legierungen:

 

Aufgrund der Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten mit Strangpressprofilen, wie zum Beispiel möglicher Wanddickenvariation im Querschnitt, der Flanschgestaltung oder dem Einsatz von Hohlquerschnitten mit einer oder mehreren Kammern, erschließen sich dem Konstrukteur einer Karosserie neue, über die konventionelle Blechbauweise hinausgehende Möglichkeiten beim Karosseriekonzept. Andererseits bedeutet dies auch, dass mitunter ein anderes Aufbau- und Fügekonzept angewandt werden muss, da zum Beispiel die hohlen Strangpressprofile andere Voraussetzungen bieten als die Blechhalbschalen eines konventionellen Konzeptes.

 

Schließlich ergibt sich aus den hohlen Strangpressprofilen durch die Erhöhung der Funktionsintegration wegen der variablen Querschnitte eine deutliche Reduzierung der Anzahl der Einzelteile einer Karosserie. Dies wirkt sich auch positiv bei der Reduzierung der Fügelängen aus. Beachtet werden muss aber, dass das Fügen von Hohlprofilen typischerweise Fügeverfahren mit einseitiger Zugänglichkeit erfordert – es sei denn, die Verbindung wird über einen angepressten Flansch vorgenommen.

 

Die erhöhten Anforderungen einer vollmechanisierten Fügetechnik im Karosseriebau bedingen Toleranzen, wie sie von Strangpressprofilen im Großserienmaßstab nicht erreicht werden. Darauf wird in einem folgenden Abschnitt (2.2) Bezug genommen.

 

Als Werkstoff für die Bauteile kommt ausschließlich AlMgSi0.5 im warmausgehärteten Zustand T6 zum Einsatz. Vor der Warmauslagerung zur Festigkeitserhöhung erfolgt die Kalibrierung mit Innenhochdruck und die mechanische Bearbeitung mittels Hochgeschwindigkeitszerspanung. Die Anforderungen an die Profile sind, je nach Lage im Fahrzeug, sehr hoch. Besonders in den „crashrelevanten" Zonen dürfen, auch bei intensiver Stauchung, keine Risse auftreten. Deshalb ist, neben einer legierungstechnischen Einschränkung gegenüber einer „normalen" AlMgSi0.5, auch eine auf die Festigkeits- und Crashanforderungen optimierte Warmauslagerung erforderlich. Die Wanddicken variieren zwischen 1,2 und 7 mm und die Durchmesser der umschreibenden Kreise zwischen 56 und 280 mm. Das Gesamtgewicht der Strangpressteile im A2-Spaceframe beträgt 27,2 kg.

 

Gussteile und Legierungen:

 

Der prozentuale Gewichtsanteil der Gussteile im A2 blieb mit etwa 22 % gleich wie beim A8, jedoch sind die Teile im A2 konzeptbedingt erheblich größer geworden, die Teilezahl jedoch ist deutlich gesunken. Gerade deshalb stellen sie eine neue Generation von Karosseriebauteilen dar. Die Übernahme vieler Funktionen in ein einteiliges Bauteil wie bei der B-Säule des A2 ist ein Novum im modernen Karosseriebau. Mit einer Länge von 1220 mm und der Integration der Funktionsaufnahmen für Türscharniere und Gurthöhenversteller, und gleichzeitig der Erfüllung der Anforderungen für den Seitencrash, kann man dies wahrhaft Multifunktionalität nennen. Spricht man im Blechbereich heute von „tailored blanks", so kann hier die neue Dimension der „tailored parts" eingeführt werden.

 

Für die Gusswerkstoffe wird neben guten Festigkeitseigenschaften zusätzlich eine hohe Duktilität gefordert, da sie in der Struktur – wie zum Beispiel bei den Säulen A und B oder den gegossenen Längsträgern –vorwiegend in crashrelevanten Bereichen eingesetzt werden. Der Druckguss-Werkstoff ist die Legierung GD-AISHOMg. Die Bauteile erfahren wie die Profilbauteile eine Wärmebehandlung zur Optimierung der Festigkeitseigenschaften. Je nach Anforderung lassen sich Querschnitte und Wanddicken den Bauräumen und Lastfällen anpassen, wodurch sonst erforderliche Verstärkungsmaßnahmen entfallen. Die Wanddicken der Gussteile des A2 variieren im Bereich von 2 bis 6 mm. Das Gesamtgewicht der Gussteile im A2-Spaceframe beträgt 38,1 kg. 2.2

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Danke fuer die Antworten.

Danke A2-S-Line,

Das Thema bezieht sich auf Kontaktkorrosion zwischen zwei Metallen,

aber Danke fuer den Beitrag.

Danke sehr cer,

gutes Argument, dass das Alu nicht Umwelteinffluessen ausgesetzt ist,

war mir nicht klar. Ist aber wohl richtig, da beschichtet.

Danke Patrick,

Stahlteile meinte ich nicht und sind entweder konserviert worden,

oder Bremse hinten komplett erneuert worden.

Danke Ingo,

so was wie Dein Zitat hatte ich gesucht.

Danke Euch nochmal.

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Der qualifizierte Rotlichtverstoß

 

 

Ein sog. qualifizierter Rotlichtverstoß liegt vor, wenn die Ampel bereits länger als eine Sekunde rotes Licht abgestrahlt hat, als der Kfz-Führer sie passierte bzw. in den geschützten Kreuzungsbereich einfuhr.

 

Da der qualifizierte Rotlichtverstoß ein einmonatiges Fahrverbot nach sich zieht, hat sich dann erwartungsgemäß der Meinungsstreit um die Messung bzw. Schätzung der Länge der schon andauernden Rotlichtphase entzündet.

 

Aber ich habe doch kein Fahrverbot, und Punkte auch nicht mehr.

reme

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Klassikfan, das war verwirrend.

 

Der Duden schreibt: "durch besondere Sachkenntnis ausgezeichnet" So war das gemeint, weil reme jedem individuell nach seiner Leistung gedankt hat, was ich witzig fand.

 

Uuuund btt.

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Qualifiziert danken, level 2. ;):TOP:

 

Level 3 wäre dann noch inkl. Nutzung des "Danke"-Buttons :D

(der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags noch nicht genutzt war. Diese Ergänzung für den Fall, dass es nachgeholt werden sollte und sich der Sinn des Beitrags damit veränderte)

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