jensv Geschrieben 23. August 2022 Geschrieben 23. August 2022 In den letzten Monaten empfand ich die Schaltvorgänge teilweise als etwas ruppig und auch zu deutlich hörbar. Eine Prüfung des Messwerts des Gebers G162 für den Kupplungsweg ergab Werte von 1,72 bis 1,74 Volt, also schon ausserhalb der Toleranzen. Mit den Hilfestellungen aus dem Wiki habe ich mich heute an eine Einstellung des Kupplungsseils gewagt. Da kommt man ja absolut unmöglich ran, aber nach einigen Versuchen ist es mir gelungen, die Einstellung anzupassen. Nachdem alles wieder zusammengebaut war und ich eine GGE durchführen musste, damit der Motor überhaupt anspringt, ist der Messwert leider wieder etwas ausserhalb der Toleranz, aber am anderen Ende. Ich messe jetzt 2.01-2.03V. Die Schaltvorgänge finde ich deutlich sanfter, und bei Herunterschalten während des Ausrollens kommen auch wesentlich weniger störende Motorvibrationen an. Frage: Wie "schlimm" ist der leicht erhöhte Wert? Sollte ich den nochmal etwas herunterjustieren? Das war so ein Akt, das wollte ich gerne vermeiden. Oder kann eigentlich nichts kaputtgehen, ausser vielleicht leicht erhöhter Verschleiss durch mehr Schleifen? Laut den Anleitungen fällt der Wert ohnehin mit der Zeit durch den natürlichen Kupplungsverschleiss. Besten Dank für jeden Hinweis! Zitieren
Phoenix A2 Geschrieben 23. August 2022 Geschrieben 23. August 2022 vor 11 Stunden schrieb jensv: Frage: Wie "schlimm" ist der leicht erhöhte Wert? Sollte ich den nochmal etwas herunterjustieren? Das war so ein Akt, das wollte ich gerne vermeiden. Oder kann eigentlich nichts kaputtgehen, ausser vielleicht leicht erhöhter Verschleiss durch mehr Schleifen? Laut den Anleitungen fällt der Wert ohnehin mit der Zeit durch den natürlichen Kupplungsverschleiss. Wichtiger als der absolute Einstellwert der KNZ-Spannung, ist der relative Spannungshub zwischen "Kupplung geschlossen" und "Kupplung offen". Dieser sollte etwa 2V betragen. Bei Wählhebel in Position "N" erhöht sich der benötigte Spannungshub nochmal um ca. 0,2V so dass insgesamt ca. 2,2V Spannungshub nötig sind. Bei deinem 1.2 ergibt das eine absolute Geberspannung von ca. 4.21-4.23V. Der KNZ sollte dabei um einen Sollwert herum pendeln. Wenn nicht reicht der Spannungsbereich des KNZ-Gebers nicht und die Einstellung muss korrigiert, d.h. meist etwas niedriger eingestellt werden. Der folgende Thread zeigt die Problematik anhand des Hall-KNZ welcher meist eine etwas niedrigere Einstellung als der Original-KNZ benötigt: Kurz gefasst: Wenn der KNZ bei Wählhebel in "N" sauber pendelt, kann imho auf eine weitere Justage verzichtet werden. Zumal wenn der 1.2er nun besser schaltet/kuppelt als vorher. Zitieren
Mankmil Geschrieben 24. August 2022 Geschrieben 24. August 2022 Fahr erstmal ein gutes Stück mit den neuen Werten. Erfahrungsgemäß ändert sich das Schaltverhalten nach einer Grundeinstellung wieder hin zum alt bekannten Bild. Es wird oft direkt nach der Grundeinstellung als angenehmer empfunden und vergeht dann recht schnell wieder, da das System sich ständig anpasst. Zitieren
jensv Geschrieben 25. August 2022 Autor Geschrieben 25. August 2022 Vielen Dank für die Antworten. Ich werde bei nächster Gelegenheit einfach mal den Wert mit einem Diagramm protokollieren und auf den Spannungshub sowie das Verhalten in N achten. Zitieren
jensv Geschrieben 12. September 2022 Autor Geschrieben 12. September 2022 Hat jetzt etwas länger gedauert, weil ich den Wagen nicht oft bewege. Ich wollte eigentlich Bilder von dem Diagramm der Spannungswerte aus VCDS erstellen, aber die aktuelle Version VCDS 22.3.1 erstellt scheinbar Protokolldaten, die dann mit der mitgelieferten Version 2.0.1.2 von VC-Scope nicht kompatibel sind. Eine Anfrage auf https://forum.vcdspro.de/index.php?/topic/42563-vcds-scope-inkompatible-logdatei-nach-aufzeichnung/ hat nicht wirklich geholfen. Hat vielleicht von euch jemand eine "funktionierende" CSV-Beispieldatei, mit der ich das Kompatibilitätsproblem wenigstens selber erkennen könnte? Dann könnte ich die Logdatei dementsprechend anpassen und Bilder nachliefern. Ansonsten ist im Log ersichtlich, dass sich der niedrige Wert momentan bei 1,99 V-2,01V eingependelt hat. Höchstwerte gehen bis 4,04 V im Fahrbetrieb und am Ende in Schalthebelstellung N bis zu 4,16 V. Der eigentliche Grund, aus dem ich überhaupt Hand angelegt hatte, ist der meiner Meinung nach manchmal zu deutlich hörbare Kuppelvorgang. So "tschack-tschak". Die Führungshülse ist aber nicht alt, sie wurde in 2013 bei ca. 70.000 km samt Ausrücklager, Kupplungsscheibe und Druckplatte ersetzt. Seitdem sind nur knapp 20.000 km hinzugekommen. Ich habe leider keinen anderen A2 3L zum Vergleich, also kann ich nicht einmal sagen, ob die Geräusche normal sind. Zitieren
mäddis Geschrieben 12. September 2022 Geschrieben 12. September 2022 Das laute Schalten deutet evtl. auch auf kaputte Tripodgelenke hin. In meinen Augen ist das eine Schwachstelle beim 3L. Zitieren
Schorsch Geschrieben 13. September 2022 Geschrieben 13. September 2022 Der eigentliche Grund, aus dem ich überhaupt Hand angelegt hatte, ist der meiner Meinung nach manchmal zu deutlich hörbare Kuppelvorgang. So "tschack-tschak". Hallo, Kannst Du das Geräusch der Kupplung zuordnen? Bei meinem kommt das von der Gangsteller/Getriebe Mechanik... Schönen Gruß Schorsch Zitieren
jensv Geschrieben 13. September 2022 Autor Geschrieben 13. September 2022 Ich höre es nur während der Fahrt bei geschlossenem Fenster. Es fällt rein zeitlich mit dem Schaltvorgang zusammen. Genau unterscheiden kann ich es so nicht, das stimmt. Zitieren
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