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Posted (edited)

Wenn man den Werbetexten glauben schenken darf, löst Carbon Cleaning Reinigung alle Probleme im Motor.

Turbo, AGR, Rußpartikelfilter alles wird gereinigt und der Motor läuft danach viel besser.

 

Hat das hier im Forum schon mal jemand gemacht und gibt es Erfahrungsberichte?

 

ist das nur Geldmacherei oder bringt es tatsächlich was. D.h. Motorinnenreinigung durch Wasserstoff.

 

Da die meisten von uns höhere km Leistung haben, könnte ich mir vorstellen, dass die Verkrustungen nicht so einfach verschwinden.

 

Wer kann was dazu sagen? Eine mechanische Reinigung wird es vermutlich nicht ersetzen können.

 

Danke für Euer Feedback.

Edited by mmoster
Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb mmoster:

Geldmacherei oder bringt es tatsächlich was. D.h. Motorinnenreinigung durch Wasserstoff.

 

Ich übernehme mal einen profunde Antwort aus einem Nachbarforum:

Zitat

Zitat:

@real_Base schrieb am 17. November 2023 um 10:47:29 Uhr:


Wenn Wasserstoff H² im Benzin- oder Dieselmotor über den Ansaugkrümmer ohne Druck in den Kompressionsraum gelangt, bewirkt die Temperatur im Motor, dass Wasserstoffmoleküle H² die Wasserstoffprotonen (2H +) „zerreißen“.

Das Problem ist, daß, damit man aus H² 2x H+ (das ist ein Wasserstoffproton!) machen kann, erstmal Energie zugeführt werden müßte. Die Bindung H+H (also H² Wasserstoffgas) ist schon sehr stabil. Der Wasserstoff hat gar kein Interesse sich zu Teilen. Bei den Generatoren wird einfach Wasser in Wasserstoff (also H²) und Sauerstoff (O²) durch Elektrolyse zerlegt. Woher die Energie kommen soll, daß stabil H² Gas in H+ umzuwandeln, wird nirgends erklärt. Aus der Verbrennung (im Zylinder) kann es nicht stammen, da es dort mit verbrannt werden würde, bevor es sich überhaupt spalten würde.

Zitat:

@real_Base schrieb am 17. November 2023 um 10:47:29 Uhr:


Aktives H + reagiert mit dem Kohlenstoff, den Ablagerungen und den Oxidniederschlagsstoffen im Motor. Kohlenstoffablagerungen wandeln sich in einen gasförmigen Zustand, in Kohlenwasserstoff (HC) um und werden durch das Abgassystem ausgetragen.

Hier wird suggeriert, daß H+ Gas (also ein Proton und sonst nix) mit Materialien, wie Kohle, usw. in Kontakt kommt, dort eine Bindung eingeht (z.B: als HC) und dann über den normalen Verbrennungspfad im Motor verbrannt wird. Das wird sicherlich (wenn es denn dort H+ Gas gäbe) auch in geringstem Maße passieren. Aber NIEMALS so daß ein 1cm+ dicke Schicht Ölkohle abgebaut wird. Zumindest nicht in 2 Stunden Laufzeit.

Zitat:

@real_Base schrieb am 17. November 2023 um 10:47:29 Uhr:


--> Hier bleibe ich bei meiner Frage - wie übersteht das Wasserstoff die Verbrennung?

Gar nicht. Und als H+ würde es sich VOR der Verbrennung wieder selbst zu H² rekombinieren.

Zitat:

@real_Base schrieb am 17. November 2023 um 10:47:29 Uhr:

 

Zitat:

Durch den Heizungseffekt von Wasserstoff wird die Verbrennungstemperatur so weit erhöht, dass eine Pyrolyse, d.h. eine chemische Reaktion, stattfindet, in der der Ruß sozusagen verbrennt.

Sprich hier soll durch das Wasserstoff die Verbrennungstemperatur so weit erhöht werden, dass ab allem was DANACH kommt eine Pyrolyse stattfindet.

Auch daß kann nicht in der Wirklichkeit funktionieren. Wenn die Temperatur im rückgeführtem Trakt so heiß bleibt (und daß nach einem wassergekühlten AGR), daß in der Ansaugbrücke, der Drosselklappe, der Drallklappe und den ganzen Gummi- bzw. Kunststoffrohren eine Pyrolyse stattfinden kann, würde:

a.) die ganzen Teile einfach wegschmelzen. Im DPF brauchen wir Temperaturen von 650-700°C um den Kohlenstoff zu Asche zu reduzieren. Da haben wir auch nur (oder fast) Kohlenstoff. Keine Öl-Kohle-Metalloxid, etc Verbindungen.

b.) da immer wieder ein (durch die kontinuierliche Wasserstoffverbrennung weiter) erhitzer Teil des Abgase erneut durchgeführt wird, ein runaway effekt gestartet werden, wo die Temperatur sehr schnell in Bereiche kommt, die auch Kolben, usw gefährden würde.

Dazu kommt, daß wir in den ganzen Rohren, etc beim Diesel ja keine reine "Rußschicht" haben, sondern ein Gemisch aus Kohle, Öl, Verbrennungsrückstände (Zusätze im Diesel), teils nicht brennbare Rückstände, usw. haben. Ich kann auch den Ansaugtrakt nicht einfach mit "unendlich viel" Wasserstoff voll ballern, den dann geht der Motor einfach aus. Wenn daß Gemisch nicht mehr stimmt, entzündet sich auch nix mehr bzw. verbrennt nicht vollständig. Bei Wasserstoff benötigen wir für eine gute Verbrennung übrigens 34:1 anstelle von 14,7:1 beim Benzin bzw. 14,5:1 beim Diesel. Das der Sauerstoff aus der Elektrolyse mit in den Motor geführt wird, davon steht nirgendswo etwas. Dazu kommt, daß wir den Diesel (also unseren normalen Treibstoff) extrem kontrolliert in den Brennraum führen und das Wasserstoffgas (bzw H+H+) wird einfach in den Ansaugtrakt reingepustet. Wie soll da etwas kontrolliert und definiert "wirken"?

https://www.motor-talk.de/forum/motorreinigigung-mit-wasserstoff-carbon-t7553039.html?page=1#post66350100

 

Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

Edited by w126fan
  • 3 months later...
Posted (edited)

ich kenne mich zu wenig mit motoren aus, was viele fragen hervor bringt, doch die wichtigste ist: ein 95er oldtimer mit benzinmotor hat durch die carbon reinigung den anschlussstutzen des oberen Kühlerschlauchs zerissen. jetzt besteht die frage: wie kann das passieren? ein wichtiger Hinweis noch: das Gerät hat eine Leckage erkannt und es wurde dennoch die Reinigung durchgeführt. ich bitte um Hilfe

Edited by maik88
  • Haha 1
Posted

Ich würde sagen die ist dein Kuhleranschluss kaputt gegenagen weil das Auto da 1 oder 2 Stunden im Stand rumlief.

 

Das dabei die Reinigung lief war ein paralleler Handlungsstrang.

  • Like 1

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