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pauleks

alter Equalizer

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Hallo, ich habe einen alten Equalizer aus den 80er Jahren. Auf der Rückseite ist dieser Umschalter. Wofür ist er gedacht? Er hat nichts mit Chinch zu tun wie ich im Internet gelesen habe. Außerdem ist noch ein rotes Kabel extra dran was ich nicht zu ordnen kann. Kann jemand helfen? Danke

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Auf der Rückseite ist dieser Umschalter. Wofür ist er gedacht?

 

Rein von den Begriffen geht es um die Umschaltung zwischen 2 verschiedenen Eingangssignaltypen (normal / BTL=bridge-tied load). Auf dem 2.Bild steht es (Eingangsempfindlichkeit/Impedanz).

Edited by Phoenix A2

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Moin,

 

BTL = Balance Transformer less

 

Dieses wurde dafür benutzt, wenn als Eingangssignal ein Lautsprechersignal benutzt wiurde, welches gegenphasige Signal zur Leistungssteigerung benutzt.

 

Ganz früher hatte man ein Ausgangssignal welches über den Lautsprecher gegen Masse Arbeitet. Typische Leistungsangabe ca. 9-15Watt pro Kanal

 

Dann mit den aufkommenden Transistoren (welche keine großen Streuungen in ihren Elektrischen Daten mehr hatten) konnte der Minus Anschluß Phasenverkehrt zusätzlich angesteuert werden, wodurch sich die Effektive nutzbare Versorgungsspannung quasi Verdoppelte. Das war so um 1980-85, ein schönes (Endstufen) Beispiel dafür z.B. die Blaupunkt Endstufe BQA80 (80 wegen 4 mal 20Watt) mit den ICs TDA2005. Mann was haben wir die verbaut damals ...

 

Damit die Eingangschaltung mit zur damaliger Zeit alle möglichen Endstufen Konzepten funktionierte, hatten einige Equalizer und Endstufen solch einen BTL Umschalter.

 

Die Eingangsimpedanz sollte niederohmig sein, zwar nicht 4 Ohm aber zu niedrig für einen Chinch Ausgang. (Zumal dieser auch nur ein Vss von 1V nominal erzeugt)

 

Warum oder woher aber dieser Name?

 

Vor der Transistortechnik (wozu auch die aktuellen IC-Schaltungen noch weiterhin gehören) gab es nur Röhren. Diese konnten zwar große Spannungen Steuern, jedoch war der Strom gegenüber Halbleiter gering. Um Niederohmige Lautsprecher anzusteuern, wurden Transformatoren eingesetzt die das Röhrensignal Leistungsmässig an die Impedanz des Lausprechers transformierten. Ausgangsübertrager auch genannt.

Somit hätten wir das T abgeleitet.

 

Balance steht dafür, das ein Transformator Wechselspannung transformiert, und der Lautsprecher nicht gegen Masse, sonder an die Ausgangsspule des Übertragers angeschlossen wurde. Es gab also dort auch quasi zwei Signale die gegenphasig waren. Somit ist das B abgeleitet.

 

Nunja, wie ich oben schon anmerkte, wurde die Bauteilstreuung immer geringer über die Jahre. Die Hersteller konnten immer mehr Schaltungen entwickeln, die im Fertigungsprozess keinen aufwendigen Abgleich mehr benötigten, deshalb konnten dann wieder (wie zur Röhrenzeit) Gegenphasige Endstufen nun jedoch ohne Transformator / Ausgangsübertrager gebaut werden, die zudem (eigendlich der Hauptgrund) eine höhere Ausgangsleistung als "normale" Konzepte erzeugten.

Less, also "ohne" etwas, somit das L abgeleitet.

 

BTL ganz einfach ... :)

 

Ah, noch vergessen

Das BTL bezieht sich auf das Endstufenkonzept der Treibenden Verstärker und nicht auf das Schaltungsdesign im Eingangskreis des EQ oder Boosters. (Einige sehr preiswerte Geräte damals hatten dann im Eingangskreis einen Transformator ... also das L wäre dann ja falsch ... )

Edited by seinelektriker

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Moin,

 

ist ja ein MacAudio EQB steht zwar max 50W drauf, bei der Damaligen Zeit hat man manchmal etwas optimiert, also Messwert mit etwas kleineren Lausprecherimpedanzen und Höherer Versorgungsspannung (bis zu 16V intern an der Verstärekerschaltung und nicht am Plusanschluß des Verstärkers gemessen.

 

Für die heutige Zeit sind die Aktuellen Endstufenkonzepte min. gleich wenn nicht sogar besser als diesen EQB nachzurüsten.

 

Kommt aber immer auf den Einzelfall an.

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WOW!

Danke erstmal für die ausführliche Erklärung, aber:

 

Ich habe nichts verstanden :kratz:

 

Ich habe vor einen (diesen) EQB in einen alten Audi 80 einzubauen nicht in den A2.

Ich habe ein altes original Radio von Universum, das ist ein bißchen leise und der Klang, na ja ...

Erst hatte ich es mit einem "billig" EQB vom Flohmarkt, ich glaube Condor, versucht was bei "laut" hören auch gut funktionierte nur bei "leise" war ein ständiges Rauschen drin; mal abgesehen von dem Klack beim Einschalten.

Jetzt ist mir dieser EQB in die Hände gefallen und ich kenne halt so einen Umschalter nicht, sondern nur: 2 Anschlüsse ins Radio rein Masse/Plus dran und 4 Lautsprecher anschließen und läuft; daher kam die Frage auf.

Auch die Funktion dieses schwarz/roten Kabels was noch dran ist erschließt sich mir nicht.

Kannst du es mir als Laie noch mal verständlich machen? Danke

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Moin,

 

Hab das mal fast 19 Jahre als Hauptberuf gemacht ...

 

Ich würde dich bitten von den Kabel und von der Beschreibung auf den Gehäusedeckel mal Bilder einzustellen. Klare Übersichtsbilder reichen.

 

Rot / Schwarz am EQB? Dann tendiert mein Bauchgefühl auf Plus Minus.

 

Ansonsten PN zur Kontaktaufnahme.

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Aber, solltest du nicht besser ein original Radio nehmen?

 

Und als Luxus eine Automatik Antenne, nein keine elektronische, mit Motor angetriebenen Stab.

 

Jetzt kenne ich natürlich nicht das alter, aber so ein Blaupunkt aus den 1985 hat schon was.

 

Aber das Universum, da schüttelt es mich etwas, das passt doch nicht in einen 80er.

Edited by seinelektriker

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Bilder vom EQB mache ich am Wochenende. Vom Radio hab ich den Karton zu Hause. Der 80er ist Ez 1975 und da finde ich passt das Radio optisch gut rein. Motorantenne liegt schon bereit ist nur als zu heiß zum Einbauen. Danke soweit melde mich dann. VG

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Ich habe den EQB mal angeschlossen; funktioniert wie ich mir das vorstelle. Wenn ich den Schalter hinten betätige ändert sich nichts.

Das Rot/Schwarze Kabel bekommt nach dem Einschalten 0,03 Volt.

 

aktuelle Fotos:

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