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reox

EBV... funktioniert wie?

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Technikfrage.

 

Mit welchen, sich durch Beladung/Gewichtsverteilung verändernden, Parametern arbeitet eigentlich die EBV beim A2?

 

Mein seliger Golf II hatte an der Hinterachse einen Bremskraftregler, der je nach Beladung die Bremskraft zwischen VA u. HA regulieren könnte. Bei Veränderungen der Bodenfreiheit konnte man dort sogar nachstellen.

 

Gruss

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Guest erstens

kallsische Autos und die meisten 80er/90er Jahre Wagen mit Kat haben sowas gar nciht. Sie haben zwei Bremskreise, wie schon mein 71er BMW, wobei ein Kreis nur für zwei Kolben voren ist und der andere für die anderen beiden voren und die hinteren Bremszylinder. Somit hat man voren fest definiert mehr Bremskraft.

Der A2 hat ja auch zwei Kreise aber diagonal (vo li und hi re und der zweite eben den Rest).

Da der A2 am Heck so leicht ist, besteht starke überbremsgefahr hinten, was unbedient zu vermeiden ist. Daher feste Grundwerte zunächst (vermute ich) für die EBV.

Soweit wußtest du das vielleicht auch schon alles.

 

Ich nehme an, es wird das ABS Signal also die Radsensoren mit ausgewertet und sehr zeitnah oder in Echtzeit hinten entsprechend nachgeregelt. Sicher wird keine Beladung anhand einer el. Waage erkannt.

Also hat die Elektronik nur die Querbeschleunigunssensoren, die Drehrate udn die Radsensoren zur Verfügung.

 

Aber ev. ist sie fest programmiert udn absolut passiv? Also z.B. hinten immer 40% weniger Druck als vorne oder wer weiß das?

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Hallo erstens

 

Wenn feste Grundwerte eingestellt sind, also keine Reglung möglich ist, dann wäre ja mein Golf cleverer gewesen... Der hatte kein ABS, aber Bremskraftregler. Da es aber elektronische Bremskraftverteilung heisst, denke ich, dass eine Reglung möglich ist. Denke auch, dass ABS mit einbezogen wird. ABS regelt aber erst, wenn Räder blockieren. EBV soll ja schon regeln, wenn normal bremst, oder liege ich da ganz falsch...? :ver

 

Fragen über Fragen...

 

Gruss

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Guest erstens

Jo stimmt schon.

Sicher wird es eine aktive Regelung geben. Ich meinte nur, dass man eine Basis vorprogrammieren könnte...

Und das es überhaupt drin ist, ist doch schon toll, denn wie geschrieben kommen die meisten Fahrzeuge ja ohne das aus.

Die EBV ist übrigens in der ESP Box (=Steuergerät) drin, wo auch ASR und EDS drin sind und alle Daten werden zusammen ausgewertet.

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Zitat Wiki:

"wird ein EBD Eingriff erst durch gültiges Bremslichtschaltersignal i.V.m. der Höhe des errechneten Schlupfs an der Hinterachse eingeleitet."

 

Und mit welchen Parametern wird der Schlupf nun errechnet?

 

Fragen über Fragen... ?(

 

Gruss

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Guest erstens

Erst menn der Fuß das Bremspedal antippt, wie die Kistze scharf. So ist das zu verstehen.

Parameter sind natürlich Raddrehzahl (-unterschiede) Drehrate etc.

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Drehzahlunterschiede...?

 

Folgende Situation: Einkauf im Baumarkt, Auto hängt hinten durch, folglich mehr Last auf HA. Normale Bremsung (keine Bremsung an Blockiergrenze)! Wie erkennt EBV, dass jetzt hinten mit mehr Bremsdruck gearbeitet werden kann...?

 

Gruss

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Guest erstens
Original von reox

Drehzahlunterschiede...?

 

Gruss

Ja, Vorder- zur Hinterachse. Da greift ESP ein (mit Handbremse um die Kurve schleudern, ESP macht nix solange Handbremse gezogen und Hinterräder blockieren, weil ABS kann ja nix machen. Löst man die Handbremse beim Schleudern, greift ESP ein.

 

Zur anderen Frage: Kann sein, dass EBV gar nix macht also den Unterschied gar nicht merkt, muß es ja auch nicht, wenn noch vor Blockiergrenze.

Weiß ich aber nicht genau.

Kann sein, dass dann nur ABS früher einsetzt., nee eher später, denn hinten werden die Räder länger den Gripp behalten also mit Beladung sogar günstig.

Aber wie gesagt, weiß ich nicht.

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Original von reox

Wie erkennt EBV, dass jetzt hinten mit mehr Bremsdruck gearbeitet werden kann...?

 

Gruss

 

So ganz genau weiss ich auch nicht, wie das funktioniert, es werden aber vorhandene Informationen und Regler aus ABS/ESP genutzt, so daß man den klassischen Bremskraftregler einsparen kann.

 

In dem oben genannten Fall wird nicht mit mehr Bremsdruck gearbeitet. Soweit ich das Überblicke kann die EBV nur die Bremsleistung reduzieren, falls hinten Blockiergefahr droht - wie auch beim klassischen Bremskraftregler - aber nichts erhöhen.

 

Generell wird die Bremskraftverteilung "vorne zu hinten" über den Durchmesser der Bremszylinder an den Rädern und die Durchmesser von Bremsscheibe- und Belag bestimmt, und nicht über die Anzahl der Kreise wie von erstens beschrieben.

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Guest erstens
Original von gaudi

 

 

Generell wird die Bremskraftverteilung "vorne zu hinten" über den Durchmesser der Bremszylinder an den Rädern und die Durchmesser von Bremsscheibe- und Belag bestimmt, und nicht über die Anzahl der Kreise wie von erstens beschrieben.

Das hast du korrekt beschrieben.

Soweit habe ich gar nicht gedacht. Zum Vergleich ziehe ich meinen ehemaligen 1969er 1600-2 BMW und meinen jetzigen BMW 2000 Bj 1971 heran. Da ist schomal wegen der Anzahl der Kreise mehr Bremsdruck vorne als hinten aber mag gut sein, dass da auch unterschiedliche Durchmesser der Leitungen etc eine Rolle spielen.

Genauer weiß ich es nicht.

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gefunden bei Autobild:

 

"EBV

Bedeutet elektronische Bremskraftverteilung (auf englisch Electronic Brake Distributor/EBD). Die Fahrzeug-Software baut beim Verzögern unterschiedlich starke Bremsdrücke an Vorder- und Hinterachse auf, je nachdem, auf welches Rad noch Bremskräfte ohne Blockieren übertragen werden können. So sollen optimaler Bremsdruck und kürzeste Bremswege erzielt werden.

 

Bremskraftverteilung

Je nach Fahrsituation kann es sinnvoller sein, die Bremskraft vorn oder hinten stärker auszulegen. Das geschieht elektrohydraulisch. Bei hoher Geschwindigkeit empfiehlt sich ein stärkeres Bremsen vorn, um ein Überbremsen und damit unkontrolliertes Fahrverhalten am Heck zu vermeiden. Bei geringerem Tempo kann dagegen stärker hinten gebremst werden, um die sonst stärker beanspruchten Beläge vorn zu schonen und einen gleichmäßigen Abrieb zu erreichen. Die Fahrzeugelektronik optimiert den Bremsdruck an den Achsen in Abhängigkeit von der Fahrsituation. Die Bremskraft wird so zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, dass maximale Bremswirkung erzielt wird. Bei Nissan heißt dieses System EBD (Electronic Brakeforce Distribution), bei deutschen Herstellern wie Audi EBV für Elektronische Bremskraftverteilung."

 

 

Soweit so gut, aber wie genau funktionierts am A2? Um noch mal zu verdeutlichen, worauf ich hinaus will, der Regler am GolfII erkannte an der Stellung der HA die höhere Achslast/Beladung. Aber wie erkennt das der A2??? *nerv*

 

Gruss

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Fahrzeuge mit ABS/ESP bremsen immer im optimal/maximal Bereich (kurz vor dem blockieren) also ist es auch egal wie hoch die Beladung des PKW's ist

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Guest erstens
Original von reox

Aber wie erkennt das der A2??? *nerv*

 

Gruss

Gar nicht! Die Hinterachse hat keine eingebaute Waage.

Es regelt somit nur so wie oben steht oder aktiv wenn das erste Rad blockieren will und ABS einsetzt, dann kann die EBV das unterstützen.

 

Unterhalb der Blockiergrenze regelt es nur nach immer dem gleichen Softwareprogramm, reicht ja auch, wo ist das Problem?

Verschleiß ist doch ok und sicher ist es auch.

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Gestern rief mich ein Mitarbeiter der Audi-Kundenbetreuung zurück, hatte da mal wg. der EBV-Funktionsweise bei unserer Kugel nachgefragt. Genaue Angaben konnte auch er nicht machen, meinte aber, dass die einzigen Werte, die EBV von der HA auswerten kann, die Raddrehzahlen sind. Vor einer Woche habe ich mal folgenden Versuch durchgeführt. Raddrehzahlen der VH u. HA sind nicht gleich, durch die unterschiedlichen Radlasten drehen die Hinterräder langsamer. Die Reifenflanken der VA sind stärker gewölbt, somit geringerer Radius/Umfang. Beim Bremsen verstärkt sich dieser Effekt noch zusätzlich durch die dynamische Radlastverteilung. Habe den Reifendruck so verändert (VA 6,HA 1,5), dass nun die Vorderräder langsamer drehen. Habe ich Kreidemarkierung auf der Reifenflanke ermittelt. Dann bin ich ganz normal gefahren und ganz alltäglich gebremst, also keine Vollbremsung mit ABS-Einsatz. Dann den Luftdruck wieder in das andere Extrem, also vorn weniger als hintern. Kann keine Bremswege dokumentieren, hatte aber den Eindruck, dass im 1.Fall die Bremse besser anspricht, also weniger Pedalweg u.-druck. Somit könnte es also möglich sein, dass EBV aufgrund sich verändernder Raddrehzahlen eine Mehrbelastung der HA erkennt.

 

Nach einer detaillierten Funktionsbeschreibung werde ich aber trotzdem noch weiter suchen...

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Das ESP-Steuergerät enthält auch Elemente wie Beschleunigungssensoren und/oder Kreisel, so daß es die momentane Fahreugbewegung mit der Lenkradstellung vergleichen kann, und dann nötigenfalls eingreift.

 

Theoretisch könnten diese Sensoren auch ein Einsacken des Hecks bei Beladung sowei die Höhe der Verzögerung erkennen und über ein entsprechendes Kennfeld die Bremsleistung verteilen. Das würde aber bedeuten, daß EBV nur bei Fahrzeugen mit ESP geliefert wird, sonst fehlt die Sensorik. Könnte nach meinen Beobachtungen sogar der Fall sein.

 

Die ABS-Regelung (siehe almus Beitrag) setzt ja erst ein, wenn das Rad erheblichen Schlupf aufweist, als kurz vor dem Blockieren. Könnte mir vorstellen, daß die EBV immer "hilft".

 

Zum Thema "verteilen": Ich kann mir beim besten Willen nur vorstellen, daß irgendwo Bremsleistung reduziert wird, sonst müßte ja dauernd die ABS-Hochdruckpumpe laufen, um einen im Verhältnis zum Pedaldruck höheren Wert an einer Achse zu erzeugen. Oder die Bremskraftverstärker können heutzutage gezielt Kraft auf einzelne Kreise geben...glaube ich aber nicht, ist irgendwie mechanisch zu kompliziert (==> teuer).

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@ gaudi

 

Ja genau... EBV soll immer "helfen".

 

Siehe Betrag vom 01.06.2007 22:42.

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Der Sensorcluster des ESP-Steuergerätes misst nur Querbeschleunigung und Gierrate. Lediglich bei Fahrzeugen mit Allradantrieb gibts noch einen Längsbeschleunigungssensor.

 

Eingangssignal können eigentlich nur die Raddrehzahlen sein.

 

Google liefert folgendes

 

Die EBV sensiert den Schlupf zwischen der Vorderachse und den Radgeschwindigkeiten der Hinterachse und kann die Bremsdrücke so differenzierter regeln. Übersteigt dieser Schlupf eine bestimmte Größe, hält die EBV den Bremsdruck an der Hinterachse konstant oder vermindert ihn.

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