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[1.2 TDI ANY] springt nach PD-Elemente-Tausch nicht mehr an


robitobi
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Hallo zusammen,

 

ich habe heute bei meinem A2 3L die PD-Elemente getauscht. Ich hatte den Wagen mit über 400tkm vor ca. 2 Jahren gekauft und vor ca. 1/2 Jahr, nachdem die Hausbau-Phase so einigermaßen durch war, meinen alten 3L stillgelegt (weil total runtergekommen durch die Baumaterial-Transporte) und auf diesen hier umgestiegen. Beim TÜV bin ich so gerade mit dem durch die AU gekommen und immer, wenn ich ordentlich Gas gegeben habe, kam 'ne riesen Wolke hinten raus. Aber ich muss sagen, Leistung hat der ordentlich, gefühlt deutlich mehr als der Vorgänger, aber der Verbrauch ist auch signifikant höher. Mit dem alten bin ich in der warmen Jahreszeit immer im Schnitt so mit 2,6 l/100km ausgekommen, mit diesem jetzt ist bei gleicher Fahrweise unter 3 eigentlich nicht zu kommen, obwohl ich einen Durchschnittsverbrauch von so 2,8 l/100km angezeigt bekomme. Bei dem Vorgänger hat das mit dem Durchschnittsverbrauch immer exakt gepasst.

 

Meine Vermutung war daher, dass der Vorbesitzer evtl. Düsen mit größerer Einspritzmenge eingebaut hatte. Da ich noch einen alten Zylinderkopf von meinem alten Lupo mit gerade mal 93tkm rumliegen hatte, wollte ich das jetzt mal ausprobieren. Einziger Unterschied, der mir aufgefallen war beim Vergleich zwischen den beiden, war der Druckstift oben am Kopf, der eine konvexe Form hat im Gegensatz zur konkaven Form der jetzt ausgetauschten Elemente und länger ist. Den Druckstift habe ich daher von den alten übernommen. Ich habe meiner Meinung nach alles wieder vorschriftsmäßig eingebaut, aber der Wagen will einfach nicht anspringen. Fehler sind keine im Fehlerspeicher. Falls es elektrische Kontaktschwierigkeiten geben würde, müssten da doch Fehler im Speicher stehen !?

 

Hat einer von Euch  Ideen / Vorschläge ?

 

Vielen Dank und Gruß, Robert

Edited by robitobi
Schreibfehler
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Du hast die Stößel der PD-Elemente nach Vorschrift eingestellt?
Ich habe es jetzt nicht genau im Kopf, weil es schon etwas her ist, aber man musste peinlich genau jeden Zylinder im UT einstellen.

https://community.dieselschrauber.org/viewtopic.php?t=5408

 

Sonst riskierst du, die PDs oder die Kipphebel zu zerstören.

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Hallo Mankmil,

 

danke für die schnelle Antwort. Ich habe sowohl bei der Demontage wie bei der Montage peinlich genau darauf geachtet, dass nichts überlastet werden kann. Bei der Demontage habe ich sukzessive nacheinander alle Schrauben der Kipphebel-Welle gelöst. Die PD-Elemente gingen nicht gerade leicht raus. Ich habe dafür einen Hebel angesetzt und an der Überwurfmutter des Ventils immer hin und her gedrückt, unter leichtem Zug von unten, bis sie dann raus waren. Dann lief auch erst einmal einiges an Kraftstoff aus.

 

Die PD-Elemente aus dem Lupo hatte ich natürlich mit neuen Dichtringen usw. versehen. Die Dichtringe hatte ich vor dem Einbau mit ein weinig Motoröl, was noch im Zylinderkopf stand, eingeölt und unter leichtem Drehen eingesetzt. Dann vorschriftsmäßig, denke ich, die Klötzchen, die die PD-Elemente unten halten, mit neuen Dehnschrauben versehen, eingesetzt. 12Nm + 270°. Habe mir extra noch einen Drehmomentschlüssel für diesen Momentenbereich gekauft( 6-30 Nm)

 

Bevor ich die Kipphebelwelle wieder montiert habe, habe ich die Einstellschrauben alle weit rausgedreht, damit kein Druck auf die PD-Elemente bei diesem Schritt ausgeübt wird. 20 Nm + 90°. Die Einstellung der PD-Elemente habe ich mit Messuhr und Hin- und Herschieben des Wagens vorgenommen. Reindrehen bis Druckpunkt, gut 180° zurückgedreht und mit gut 30 Nm die Kontermutter festgezogen.

 

Sah alles ganz gut aus. Die PD-Elemente habe ich nach Augenmaß gegen die geplante Sitzfläche der PD-Elemente ausgerichtet. Was würde da eigentlich passieren, wenn das nicht so 100%ig gemacht würde ? Der Druckstift kann das doch ein bischen ausgleichen, oder ?

 

Wie lange wäre denn normal zu erwarten, dass man den Anlasser betätigen müsste, bis wieder Kraftstoff da ist ?

 

Danke und Gruß, Robert

 

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Okay, das klingt erstmal gut. Prüfe mit VCDS noch den Synchronisationswinkel. Wenn der zu weit weg ist (warum auch immer) startet der Wagen nicht mehr. 

 

Wenn die PDs schon auf unteren Anschlag wären und dann noch eins auf  die Mütze bekommen, würde was kaputt gehen oder krumm werden. 

 

Es kann gut sein, dass du richtig lange orgeln musst. Meiner wollte nach dem Motortausch auch nicht mehr anspringen. Ich hatte dann die Rücklaufleitung abgezogen und dann kam er mit mal....  

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OK, das mit der Rücklaufleitung hört sich interessant an. Könnte sich da ein so großer Gegendruck aufbauen, dass die den Durchfluss des Kraftstoffs, den die Vorpumpe fördern will, behindert ? Aber auf jeden Fall könnte man daran sehen, ob schon Kraftsoff da ist. Könnte die Vorförderpumpe evtl. verschlissen sein, dass sie jetzt, nachdem das System einmal offen war, nicht mehr pumpt ? Aber ein Entlüften gibt es an dieser Stelle doch nicht, oder ?

 

Ich habe jetzt am Wagen noch mal nachgesehen. Welche von den beiden hinter dem Ventildeckel verlaufenden Leitungen ist denn der Rücklauf ? Sollte ja eigentlich eine mit geringerem Querschnitt sein, aber ich habe da keinen Unterschied gesehen. Ist die Leitung, die relativ weit oben  nach vorne zeigend aus der Vorförderpumpe kommt, die Druckseite der Pumpe ? Aber ich habe gar nicht gesehen, wo denn dann der Anschluss zur Versorgung der Kratfstoff-Reservoirs im Zylinderkopf ist, über dass dann die PD-Elemente versorgt werden.

 

Danke nochmals und Gruß, Robert

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Aus dem Kopf weiß ich gerade nicht, aber auf den beiden Schläuchen sind Pfeile oder blaue und weiße Markierungen. Blau ist Rücklauf. Eine Vorförderpumpe gibt es nicht, lediglich die Tandempumpe vorn rechts am Motorblock. Dort habe ich den blauen Schlauch abgezogen und wollte eigentlich mit einer Unterdruckpumpe Diesel ansaugen, aber er kam dann wie gesagt sehr schnell. Kann aber Zufall gewesen sein. 

Edited by Mankmil
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... die Tandem-Pumpe ist doch eine Vorförderpumpe hin zu den PD-Elementen, oder ? Ich habe noch mal nachgeschaut. Beide Schläuche zur Tandem-Pumpe sind schwarz, einer der beiden hat aber eine blaue Markierung und in diesem Schlauch sitzt auch ein mutmaßlicher Temperaturfühler. Kann das sein, dass das der Rücklauf ist ?

 

 

 

So, ich habe die Rücklaufleitung mal abgehabt und es kam auch Sprit an, also muss der Zylinderkopf doch wieder gefüllt sein, oder ? Dann habe ich noch mal die beiden PD-Element-Typen verglichen. Da gibt es ja wohl 2 verschiedene, zu erkennen u.a. an der Überwurfmutter des Ventils. Und ich habe eben 2 unterschiedliche Typen hier. Aber verhalten die sich elektromechanisch denn irgendwie unterschiedlich ?

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Wie lange lag der Kopf mit den PDE? 

Der Kraftstoff zersetzt sich mit der Zeit und dann setzen sich auch die Düsen zu. Wenn der Kopf also schon eine Weile mit den nun eingebauten PDE irgendwo auf Lager lag und die PDE nicht extra konserviert wurden, sind diese wahrscheinlich einfach dicht. Entweder die Alten wieder einbauen, oder die jetzt verbauten öffnen, bzw besser öffnen - und prüfen lassen.

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Hallo Maxxl,

 

der Kopf liegt in der Tat schon ca. 20 Jahre. Der Lupo war von einem Freund, der eben nach 93 tkm einen Kurbelwellenbruch an dem Motor hatte. Ich hatte den Lupo dann übernommen und einen Austauschmotor reingesetzt und vom alten den Kopf halt noch behalten. Die PD-Elemente waren bis jetzt noch im Kopf verbaut gewesen.

 

Falls es sich so verhalten sollte wie von Dir vermutet, dann müsste es ja ausreichen, ein Element zu überprüfen. Was könnte Deiner Meinung nach da verstopft sein ? Die winzigen Kanälchen zur Spritversorgung ? Und wie würde man die reinigen können ? Aceton ? Und könnte man ein zerlegtes PD-Element, wenn man es genauso wieder zusammensetzt, dann auch wieder einbauen oder müsste das komplett neu eingestellt werden ?

 

Danke und Gruß, Robert

 

 

 

 

 

... denkst Du wirklich, dass es die Düsenlöcher sein könnten ? Da liegt doch der Einspritzdruck an. Oder ist es vielleicht eher wahrscheinlich, dass die kleinen Zuleitungslöcher dicht sind ? Würden sich die Ablagerungen mit Aceton entfernen lassen ? Gibt es eine Möglichkeit, mit einfachen Mitteln selbst zu prüfen, ob die Löcher verstopft sind ?

 

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So ! Der Wagen läuft wieder. Ursache waren anscheinend wirklich verstopfte Einspritzdüsen. Ich habe die zuletzt montierten mit den 93 tkm wieder ausgebaut und andere von einem weiteren Komplett-Motor ausgebaut, den ich auch noch liegen hatte. Die PD-Elemente dort standen auch noch richtig schön unter Diesel. Nach Reinigen eingebaut und es gab, vermutlich durch den Restkraftstoff in den PD-Elementen, sofort die ein oder andere Zündung. Dann tat sich ein paar Sekunden nichts, nur orgeln halt, und nach geschätzt weniger als weiteren 15 Sekunden sprang er dann endgültig an. Jetzt wird sich dann beim Gebrauch zeigen, ob sich etwas an Leistung, Verbrauch und Ruß-Emissionen verändert hat.

 

Ich hatte auch den Bosch-Dienst kontaktiert mit der Frage, ob die die Elemente mal testen könnten. Hätte 90 € gekostet pro Stück und wäre frühestens in 3 Tagen möglich gewesen. Nach der Frage, ob sie zugesetzte Düsen kennen, sagte der, dass sie das immer wieder haben und dass er keine Möglichkeit kennt, die wieder frei zu bekommen. Er empfahl, die gleich nach Ausbau in Diesel zu legen, was ich mit den alten jetzt auch machen werde. Die mit den 93 tkm werde ich auch dazulegen. Einwirkdauer spielt in der Chemie ja auch eine Rolle. Vielleicht löst sich die Verstopfung ja dann doch wieder.

 

Eins noch: Ich würde ja ganz gerne die PD-Elemente mal auseinanderbauen. Die Anleitung unter https://community.dieselschrauber.org/viewtopic.php?t=17583 ist ja wirklich brauchbar und danach habe ich auch mal versucht, ein Element aufzuschrauben, aber wie es aussieht, ist das in der Realität dann doch etwas schwieriger. Optimal wäre nach meiner Einschätzung, wenn sowohl PD-Oberteil wie auch die Einspritzdüse fest eingespannt wäre, und man dann mit dem Ringschlüssel die Hülse losdreht, aber dazu bräuchte man dann schon 2 Schraubstöcke, wie es scheint. Ist die Düse dann wirklich hinüber, wenn man die einmal so in den Schraubstock einspannt, dass sie sich nicht mitdeht ? Hat ja jemand vielleicht nützliche Infos / Erfahrung ?

 

Vielen Dank für die Unterstützung und Gruß, Robert

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  • 2 weeks later...

... so, schon mal ein kurzer Zwischenstand zum Umbau: Von der Leistungsentfaltung, Verbauch, Ruß und Abweichung zwischen angezeigtem und realem Verbauch entspricht er jetzt meinem alten. Ich habe mir dann auch mal die Düsenstöcke angesehen: Auf einem original in einem 3L verbauten steht DSLA 156 P 856, auf einem der jetzt getauschten steht DSLA 156 P 1041. War also allem Anschein nach die Ursache. Verbauch hat sich also um über 10 % reduziert. Außerdem sind die Einkuppel-Vorgänge jetzt, wie bei dem Vorgänger, viel weicher. Nur das relativ harte, schüttelnde Ablegen ist geblieben. Da muss ich noch mal das Ventil für die Drosselklappenansteuerung kontrollieren. Dose und Schlauch sind jedenfalls i.O.

 

Da zeigt sich, dass man mit so einer Maßnahme wie dem Verbauen anderer Düsen zur Leitungssteigerung so ein in sich fein abgestimmt appliziertes System nur verschlimmbessern kann. Ich werde mich noch mal melden, sobald ich etwas zur erfolgreichen Demontage eines PD-Elements berichten kann. Der verharzte Diesel bei den schon lange ausgebauten PD-Elementen ist echt zäh. Ohne Zerlegen und Reinigen hat man da glaube ich keine Chance, so ein Element wieder zum Laufen zu bringen. Hat einer eine Idee, wie es gelingen könnte, die Einspritznadel, die ja oben bündig mit dem Halter abschließt, aus dem Halter rauszukriegen ? Hab's mit Magnet versucht. Keine Chance. Vielleicht längere Zeit in WD 40 einlegen und dann mit 'nem hart gekoppelten Ultraschall-Schwinger probieren ? Der müsste ja einiges an Beschleunigungskräften entfalten und vielleicht arbeitet sich dann auch das WD 40 etwas in Bohrungen und Spalt !?

  • Thanks 1
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@maxxl: Weist Du, ob die Magnetventile auch Kandidaten für's verkleben / verharzen sind ? Soweit ich weiss kann das MSG den Einspritzzeitpunkt erkennen, indem es den Ventilspulenstrom misst. Ein sich öffnendes Ventil bedeutet ja ein sich in die Spule hineninbewegender Anker, der dann über die geänderte Induktion eine Gegenspannung induziert, die dann vom MSG detektiert und gemessen wird. Beim vergeblichen Startversuch mit den verharzten PD-Elementen stand aber kein Fehler im Fehlerspeicher. Bedeutet das nun, dass die Ventile sich normal bewegt haben, nur die anderen verharzten Teile eben nicht, oder kann es auch sein, dass es keinen FS-Eintrag gibt, solange der Motor noch nicht wirklich läuft ?

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