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[1.2 TDI 3L] Getriebe / Schaltgabel gebrochen?


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Geschrieben

Hallo,

 

ich bin mir zwar recht sicher, dass ich hier schon mal einiges zu dem Thema "Schaltgabel" gebrochen gelesen habe, finde das jetzt aber nicht wieder. Die Suche liefert mit dem Stichwort "Schaltgabel" nicht sehr viel, aber nichts, was direkt mit einer gebrochenen Schaltgabel zu tun hat.

 

Nun, mein Lupo 3L 1,2 TDI ist jetzt ca. 337.500 km gelaufen. Am Getriebe selbst wurde noch nichts gemacht. Die Kupplung samt Ausrücklager und Führungshülse wurden bei ca. 255.000 km erneuert, sind jetzt also ca. 82.500 km / gut 6 Jahre drin.

 

Heute gab es während des Herunterschaltens vor einer roten Ampel kurzzeitig ein kratzendes Geräusch vom Getriebe. Da ich auch gebremst habe, war außer während des Herunterschaltens die Kupplung immer geschlossen. Zuerst dachte ich, dass mal wieder was mit der Kupplungsbetätigung sein könnte.

 

Nach der Ampel hat das Auto natürlich aus dem Stand wieder vom 1. bis in den 5. Gang hochgeschaltet. Ob da bei einem der Gangwechsel "etwas war" weiß ich nicht, aufgefallen ist mir jedenfalls nichts.

 

Kurz vor Ende dieser Fahrt habe ich das Auto an einem Autobahnende ausrollen lassen (Segeln), wobei auch heruntergeschaltet wurde, von der Geschwindigkeit her, mit der ich normalerweise diese Kurven nehme, wahrscheinlich nur vom 5. in den 4. Danach wieder in den 5 hoch. Beides unauffällig.

 

Etwas später musste ich wieder langsamer werden. Da gab es beim Runterschalten wieder bei einem Gangwechsel dieses kratzende Geräusch vom Getriebe. Ich habe erstmal in N geschaltet, konnte dann an einer rot werdenden Ampel rechts abbiegen und bis zu einem Parkplatz ausrollen.

 

Dort VCDS angeworfen und den Fehlerspeicher vom Getriebesteuergerät ausgelesen. Der FSP war leer. Dann die Messwerteblöcke durchgeklickt, insbesondere Augenmerk auf die Werte für den KNZ. Alles unauffällig, d.h. Einstellwert eingekuppelt (1,88V), und ausgekuppelt  durch Bremse treten (knapp 2 V höher), Kupplungs- Soll und Istwerte (eingekuppelt Soll 0%, ist 3,6%, ausgekuppelt 96,.% beide. Kriech- und Schleifpunkt beide deutlich innerhalb der vorgegebenen Bereiche. Kriechpunkt lernt sich beim Anfahren jeweils um wenige zehntel% neu. Motor startet in Stop.

 

Was das betrifft, alles wie es sein soll. Also auch keine GGE gemacht (die letzte war vor ca. 3.500 km).

 

Ich bin dann den letzten halben km nach Hause gefahren. Zuerst in Eco. Beim Schalten vom 2. in den 3. Gang gab es wieder das Kratzgeräusch. Ob ich da hätte beschleunigen können (sprich, ob ein Gang eingelegt war oder nicht), habe ich nicht probiert.

 

Ab dort bin ich nur in Tipptronik gefahren und habe beim Beschleunigen den 2. Gang höher drehen lassen und dann durch schnelles 2-maliges Ziehen des Wählhebels in + direkt in den 4. Gang geschaltet. Beim Verzögern im 4. Gang bis ca. 1.200 1/min gewartet, dann 2x schnell in - und direkt vom 4. in den 2. Gang runter. Dabei gab es keine Kratzgeräusche.

 

Mir kam dann sofort das Thema "Schaltgabel 3. Gang gebrochen" in den Sinn. Aber wie hier oben gesagt, nichts wirklich nahrhaftes darüber gefunden.

 

- Sind die genannten Symptome typisch für "Schaltgabel 3. Gang gebrochen"?

 

- Kann mir bitte jemand ggf. einen Thread hier verlinken, wo es um dieses Thema geht?

 

- Kann man mit der Methode, den 3. Gang mittels Tipptronik jeweils zu überspringen, problemlos fahren, ohne dass ein Risiko besteht, dass im Getriebe noch mehr kaputt geht?

 

- Leider habe ich keine Werkstatt, um das Getriebe selber ausbauen zu können (allenfalls könnte ich einen Platz in einer Selbsthilfewerkstatt mieten), aber die Zeiten nach Feierabend sind dort nicht wirklich üppig, also wenn, dann nur Samstags.

 

- Ausgebautes Getriebe zerlegen würde ich vielleicht in meinem Keller hinbekommen. Aber ehrlich gesagt fehlt mir dazu momentan ein bisschen die Zeit (und zugegeben auch die Lust). Außerdem befürchte ich drinnen im Getriebe auch weiteres Ungutes zu sehen. Z.B. ausgeschlagener Lagersitz für ein Wellenlager (dazu gibt es hier ja auch einiges).

 

- Weiß jemand eine günstige (Prio 2) Getriebewerkstatt (möglichst hier im Raum Braunschweig), die das zuverlässig (Prio 1) reparieren kann? Als ich vor knapp 14 Jahren meinen VW T3 habe überholen lassen, hatte ich einen Getriebeinstandsetzer in der Braunschweiger Nordstadt (zwischen Siegfriedviertel und Rebenring) ins Auge gefasst. Aber zum einen ist der zum vereinbarten Termin nicht erschienen und zum anderen warteten andere Leute, die davon sprachen, dass der deren Getriebe verpfuscht habe und die Firma von Gewährleistung nicht viel wissen wolle. Ich bin dann wieder abgezogen und habe mein T3-Getriebe lieber woanders hingebracht (ein T3-Spezi in der Nähe von Kassel).

 

- Oder hat jemand ein günstiges (aber natürlich i.O.) Getriebe liegen, ggf. im Tausch? Wie kann man ein gebrauchtes Getriebe prüfen, ohne es erst zu öffnen?

 

Vielen Dank und Grüße

 

Oliver

  • Nagah änderte den Titel in [1.2 TDI 3L] Getriebe / Schaltgabel gebrochen?
Geschrieben

Wenn reproduzierbar der 3. Gang nicht eingelegt wird, wird es wohl die Schaltgabel sein,
wenn es nur Geräusche gibt, der Gang aber eingelegt wird, eher der Synchronring.

 

So wie beschrieben kann man problemlos einige tausend Km mit Tiptronic fahren,
selbst schon so gemacht. Im 2. bis 50km/h hochziehen, dann in den 4. schalten,
dennoch etwas blöd bei kaltem Motor...

 

Für Getriebe kann ich nur @maxxl hier im Forum empfehlen. Experimente mit anderen
Getriebediensten würde ich da nicht machen.

 


Die Differenz zu einem gebrauchten Getriebe ist auch gering wenn man bedenkt, dass
hier auch alles andere neben dem 3. Gang einmal durchgesehen wurde...

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Lupoliver:

Hallo,

 

ich bin mir zwar recht sicher, dass ich hier schon mal einiges zu dem Thema "Schaltgabel" gebrochen gelesen habe, finde das jetzt aber nicht wieder. Die Suche liefert mit dem Stichwort "Schaltgabel" nicht sehr viel, aber nichts, was direkt mit einer gebrochenen Schaltgabel zu tun hat.

 

Gxxgle Suche mit a2-freunde benutzen hilft die fehlerhafte Forensuche zu überbrücken:

 

https://www.google.com/search?q=a2-freunde+3.+gang+1.2+site:a2-freun.de&sca_esv=752abbb89351eef7&sa=X&ved=2ahUKEwiL7d6lzJWMAxXdgf0HHU1OGSYQrQIoBHoECB8QBQ&cshid=1742368567873143&biw=1522&bih=676&dpr=1.25

Geschrieben

Liest sich so, als sei die Schaltgabel dabei zu zerbrechen, daher wohl die Kratzgeräusche beim Gangeinlegen. Irgendwann lässt sich der 3. Gang während der Fahrt nicht mehr einlegen und das GSG schaltet in N.

Mach einfach mal den Deckel seitlich am Getriebe ab, da sollte sich bei gebrochener Schaltgabel eine der Schaltstangen weiter rausziehen lassen, als die anderen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb 3ltdi:

Dankeschön. Da muss man ja mal drauf kommen...

 

Es gibt ja sehr viel  zu diesem Thema. Das werde ich mir heute Abend mal durchlesen.

 

 

vor 9 Stunden schrieb DerWeißeA2:

Liest sich so, als sei die Schaltgabel dabei zu zerbrechen, daher wohl die Kratzgeräusche beim Gangeinlegen. Irgendwann lässt sich der 3. Gang während der Fahrt nicht mehr einlegen und das GSG schaltet in N.

Mach einfach mal den Deckel seitlich am Getriebe ab, da sollte sich bei gebrochener Schaltgabel eine der Schaltstangen weiter rausziehen lassen, als die anderen.

Auch Dir vielen Dank. Ich könnte jetzt natürlich im Rep-Leitfaden nachschauen und dann steht genau das nicht drin... Weißt Du aus dem Stehgreif, ob man zum Abnehmen des Deckels und für den Zugang zu den dahinter liegenden Innereien das Getriebe absenken muss?

 

Der Deckel geht ja ziemlich weit runter. Da muss man bestimmt vorher das Getriebeöl ablassen. Oder geht das auch so?

 

 

Ich hatte heute schon mal im Teilekatalog nachgesehen. Da gibt es ja für die Gänge 1./2. und 3./4. nur je eine Schaltstange mit Gabel. Da wundert es mich, dass es beim 4. Gang noch keine Probleme gibt. Aber vielleicht ergibt sich die Antwort auch aus den oben verlinkten Beiträge über die externe Suche.

 

Bearbeitet von Lupoliver
Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb 3ltdi:

Wenn reproduzierbar der 3. Gang nicht eingelegt wird, wird es wohl die Schaltgabel sein,
wenn es nur Geräusche gibt, der Gang aber eingelegt wird, eher der Synchronring.

 

So wie beschrieben kann man problemlos einige tausend Km mit Tiptronic fahren,
selbst schon so gemacht. Im 2. bis 50km/h hochziehen, dann in den 4. schalten,
dennoch etwas blöd bei kaltem Motor...

 

Für Getriebe kann ich nur @maxxl hier im Forum empfehlen. Experimente mit anderen
Getriebediensten würde ich da nicht machen.

 


Die Differenz zu einem gebrauchten Getriebe ist auch gering wenn man bedenkt, dass
hier auch alles andere neben dem 3. Gang einmal durchgesehen wurde...

Danke für die Hinweise.

 

Ja, 50km/h im 2. ist richtig. Das sind 3.000 1/min und danach geht es im 4. mit ca. 1200 - 1300 weiter. Und beim Runterschalten aus dem 4. in den 2. eben bei 1200, ebenfalls ca. 50km/h.

 

Ich bin heute ca. 60km so über die Dörfer gefahren. Es geht also, aber "schön" ist anders. Will man innerorts kein Hindernis sein, entweder mit 3000 fahren, oder in den 4. und beim kleinsten Geschwindigkeitsverlust sofort wieder in den 1. Stadtverkehr stelle ich mir da ziemlich blöd vor.

 

Man sieht ja auch im Gegensatz zum Handschalter nicht schon aus dem Augenwinkel, welcher Gang gerade drin ist, sondern muss entweder Geschwindigkeit/Drehzahl im Gehör haben oder aufs Kombiinstrument schauen.

 

Bearbeitet von Lupoliver
Geschrieben

Kennt denn niemand einen fähigen Getriebeinstandsetzer im Großraum Braunschweig, den er empfehlen kann? Meinetwegen auch in etwas größerem Umkreis (Radius vielleicht 60km, dann wäre u.a. auch Hannover mit drin)? In einem der Themen, die ich über den o.g. google-Link gefunden habe, wurde @maxxl genannt, welcher bei Leipzig sein soll. Lt. dem Ort in seinem Profil ist das aber fast bei Dresden. Ich werde ihn trotzdem mal anschreiben.

 

Gestern Abend habe ich mir mal die ersten 10 Themen, die wie o.g. über google gefunden werden, durchgelesen und auch die dort ggf. verlinkten Themen.

 

Was mir dabei noch nicht ganz klar geworden ist, warum der 4. Gang einwandfrei funktioniert, wenn die Schaltgabel vom 3. Gang gebrochen ist, denn es gibt ja für beide Gänge nur diese eine einzige. Für den 3. Gang wird sie in die eine und für den 4. Gang in die andere verschoben.

 

Hier ist zwar ein A2-Forum, aber es gibt ja auch eine Menge Lupo 3L Schrauber unter Euch. Für den A2 habe ich schon gelesen, dass man für den Ausbau des Getriebes die Gelenkwellen nicht ausbauen muss, bzw. nur die linke und bei der rechten nur die Manschette am Flansch lösen muss. Wenn man das Getriebe vom Motor abzieht. Ist das beim Lupo 3L aus so?

 

VW schreibt im Rep-Leitfaden, dass man die Gelenkwellen ausbauen muss. Sowohl beim 3L als auch beim FSI (der hat ja das gleiche ASG wie unsere 1.2 TDI), wobei der FSI "normale" Innengelenke hat, die man mit Schrauben vom Flansch am Getriebe lösen kann und man damit beide nach oben hängen kann, bevor man ans Getriebe geht.

 

Außerdem steht im Rep-Leitfaden, dass man die Abgasanlage trennen und am Aggregateträger (ist wohl der Hilfsrahmen / Achsträger gemeint) aushängen soll. Dabei ist aber beim 1.2 TDI als auch beim FSI das selbe Bild, wo die AGA von vorne nach hinten unter dem Motor verläuft. Muss man da beim 1.2 TDI tatsächlich ran? Die AGA geht hier ja hinter dem Motor von oben nach unten und damit nicht unter dem Motor durch. Andererseits muss man ja den Motor auch etwas absenken, um das Getriebe abziehen zu können. Da müsste natürlich die AGA genügend Freiraum haben, um das mitzumachen, wenn man sie nicht trennt.

 

Aber VW schreibt auch viel in die Rep-Leitfäden, wenn der Tag lang ist. Zum Austausch der Spurstangen steht da auch drin, dass man dafür das Lenkgetriebe ausbauen muss. Und um das ausbauen zu können, muss man den Achsträger lösen und absenken. Das geht aber auch mit einem "Krähenfuss-Schlüssel". Mit dem kommt man parallel zur Spurstange bis zum Innengelenk. Beim Lupo 3L muss es ein Maulschlüssel sein, weil am Innengelenk "sinnvollerweise" ein 8-Kant dran ist und damit kein Ringschlüssel passen würde. Außerdem ist der 8-kt hinter dem etwas größeren Außendurchmesser des Innengelenks, so dass ein Ring da nicht drübergeht. Die Schlüsselweite steht im Rep-Leitfaden auch falsch drin. Den Krähenfussschlüssel habe ich mir selber gemacht: Maulschlüssel passender SW hinter Maul abgesägt. In die verbleibende Fläche zwischen dem Maul und der Sägekante ein 4-kt-Loch D=1/2" gebohrt. Erst rund 12mm, dann mit 4-kt-Feile. Dort 2 lange 1/2"-Verlängerungen hitereinander reingesteckt und man war mit der Knarre bzw. Drehmomentschlüssel weit genug außen. Rechts geht alles von oben bzw. im Radkasten. Von oben kann man gut die Schelle vom Faltenbalg lösen und die neue befestigen, weil man zumindest beim Lupo gut zwischen Spritzwand und Motor nach unten kommt. Links ist genau das mit der Schelle sehr fummelig, weil man von oben gar nicht dran kommt, sondern nur von außen oder von hinten (zwischen Achsträger und Bodenblech).

 

Aber um ehrlich zu sein, ich glaube ohne Hebebühne oder wenigstens einer Grube, werde ich mir den Getriebeausbau nicht antun. Man muss ja den Motor außerdem auch noch so aufhängen, dass man ihn mit dem Getriebe zusammen links etwas absenken kann und hinterher wieder hoch. Außerdem wird er ja auch noch nach vorne/hinten kippeln. Wenn der nur noch am Motorlager und an der Aufhängekomforte hängt. Und nach Murphys Law ist der Schwerpunkt vom Motor so, dass der Motor an diesen beiden Aufhängepunkten entweder nach vorne oder nach hinten kippt und das ansetzten des Getriebes damit noch fummeliger wird. Motor und Getriebe zusammen aber mit demontierter Pendelstütze hängen ziemlich ausgewogen zwischen Motor- und Getriebelager, aber ohne Getriebe?

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