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Wenn der Kurbelwellengegenhalter Urlaub hat...


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Vielleicht kennt die Situation der ein oder andere... Beim ZR-Wechsel am 1.4er oder 1.6FSI muss die dicke Zwölfkantschraube am Keilrippenriemenscheibe runter, aber es ist kein Gegenhalter da ...  Was tun?


Gleich vorweg: Beim Diesel kann das Problem im Zuge des Zahnriemenwechsels nicht auftreten, weil man dort keinen Gegenhalter braucht und die Keilrippenriemenscheibe anders befestigt ist. Man kann diese Methode beim Diesel aber trotzdem anwenden, wenn man doch mal die Zentralschraube lösen muss (z.B. für Ölpumpentausch oder ähnliches).


Man könnte einen Gang einlegen und die Bremse treten um die Kurbelwelle zu blockieren. Manchmal reicht das, aber es besteht die Gefahr den Antriebsstrang zu beschädigen, denn das Getriebe ist gerademal für 200Nm Dauerbelastung ausgelegt. Die Belastbarkeit von Kupplung, Antriebswellengelenke etc. kenne ich nicht und wahrscheinlich können alle Komponenten auch kurzfristig mehr als 200Nm aushalten, schließlich treten beim Kupplung schnalzen lassen weitaus höhere Kräfte auf, wenn die Schwungmasse (Kurbelwelle, Schwungschweibe, ...) in den Antriebsstrang knallt. Trotzdem besteht eine reale Gefahr, dass man was beschädigt.

 

Man könnte versuchen die Keilrippenriemenscheibe lokal am Motorblock abzustecken, aber das erschien mir dann auch als zu gewagt.

 

Abstecken der Nockenwellenräder am Motorblock ist auch keine Option, denn das beschädigt garantiert den Zahnriementrieb an der ein oder anderen Stelle.

 

Nach etwas Überlegung sind wir dann auf die Idee gekommen, den alten Keilriemen um die Keilrippenriemenscheibe zu legen. Gegen Durchrutschen haben wir den Riemen mit einer Rohrschelle gesichert. Mit einem Balken, den wir einerseits am Getriebe abgestützt haben und andererseits auf die andere Seite drauf gestanden sind, haben wir den notwendigen Anpressdruck aufgebaut.  Zusätzlich haben wir noch einen Gang eingelegt und sind auf die Bremse gestanden, aber das wäre gar nicht nötig gewesen, denn das Kurbelwellenrad hat sich gar nicht so weit gedreht, als dass die Dämpfung von der Kupplung auf Block gegangen wäre. Was bei diese Methode theoretisch beschädigt werden könnte sind die Lagerschalen der Kurbelwelle. Da diese aber eine ziemlich große Fläche haben, würde ich die Gefahr dafür als eher gering einschätzen. Was meint ihr?

 

Der Aufmerksame Beobachter wird feststellen, dass es sich nicht um einen A2 handelt. Das ist richtig, es war ein Fabia, aber der Motor ist identisch zum A2. Möglicherweise kann man den Hebel beim A2 auch _flächig_ (mit einem Brett was die Kräfte flächig verteilt) an der recht stabilen Alu-Ölwanne ansetzen. Der Fabia hat aber eine Blechölwanne, die wir garantiert eingedellt hätten.

 

 

 

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Das mit der Bremse und eingelegten Gang habe ich auch schon mal versucht.... Ergebnis war eine abgescherte Fixierschraube der Bremscheiben - als wenn schon, dann Radbolzen wieder einschrauben. 

 

Beste Lösung ist aber immer noch dem Gegenhalter zu besorgen (ist gar nicht so teuer) 

 

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vor 1 Stunde schrieb A2-D2:

Man könnte einen Gang einlegen und die Bremse treten um die Kurbelwelle zu blockieren.

So hab ich es mal bei einem Audi 100 2.3E gemacht - die Schraube ging ohne Probleme mit 1m Hebelarm zu lösen. Da stand das Auto aber auf den Rädern, hat ja nen Längsmotor. Kurzzeitig kann der Antriebstrang schon einiges mehr als das Nenndrehmoment, wie Du schon sagtest, es muss ja einigermaßen idiotensicher sein.

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