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a2fred

"Standplatten" wegen zu niedrigem Reifendruck und längerer Stehzeit

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Hallo @all,

 

haben einen neuen A2 gekauft (Tacho 58km), der schon eineinhalb Jahre ist. Er stand permanent im Schauraum (glaubwürding, da nicht ein Krümel Flugrost irgendwo).

 

Bei der Erstbesichtigung hatte der Wagen nur 1,4 - 1,6 bar auf den Reifen (185er Pirelli, LP 135 EUR; reifendirekt 100€/St). Wie lange er nun so bereits dastand weiß ich nicht. Bei einer kurzen Probefahrt dann mit 2,3 bar (ca. 10km auf leider nicht optimalen Landstraßen) konnte ich zwar kein aufdringliches Wummern feststellen (im Vergleich früher zu Reifen, welche nach einer Vollbremsung aus 160km/h ohne ABS richtig deutliches Wummern verursachten), aber richtig "rund" i.S. eines dahingleiten war es auch nicht (könnte aber an der Landstrasse liegen). Lenkrad zitterte nicht und auch beim Bremsen war nichts zu bemerken.

 

Soweit mir bekannt, müssen nach Audi Qualitätsanforderung die Händler die Wagen mit erhöhtem Druck ausstellen (ca. 3 bar) um Schäden zu vermeiden.

 

Was nun?

 

Fragen:

 

1) Wie kann man einen "Standplatten" feststellen? Wäre das Ausmaß der Unwucht ein Indiz? Sollte man die Räder einfach mal beim Reifenhändler runternehmen und mal mechanisch messen, ob diese an einigen Stellen nicht kreisrund sind?

 

2) Kann ein Standplatten durch z.B. erhöhten Druck nach längerer Fahrt oder ggf. ein paar wenigen tausend Kilometer "ausgebügelt" werden?

 

3) Wäre eine kleinere Unwucht tollerabel oder gibt es hier Folgeschäden (erhöhter Verschleiß am Reifen, Radlager, Antriebswelle, ...) sowie Sicherheitsbedenken (Reifenplater, Bremsweg, Stabilität in Kurven)?

 

4) Ab welcherm Ausmaß der Unwucht könnten wir hier verlangen, dass die Reifen getauscht werden?

 

Was meint Ihr? Ist unter Euch ein Reifenspezialist?

 

Danke

Matthias

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Hallo!

 

Zu 1. und 2.:

 

Ein Reifenspezialist bin ich nicht, aber bei einer Unwuchtkontrolle auf dem Prüfstand sollte ein Höhenschlag (um nichts anderes handelt es sich ja bei einem Standplatten) schon noch feststellbar sein.

 

Ich würde Deinem Freundlichen zunächst mal die Chance geben, sich der Sache anzunehmen. Wenn das Problem weiterhin besteht, Du aber Deinem Freundlichen eine Problemlösung nicht zutraust, dann würde ich das mal bei einem - kleineren - Reifenhändler überprüfen lassen (am besten noch vor der Winterräder-Umrüsteritis...), wo man dann in der Halle neben dem Auto / den Auswuchtgeräten stehen und alles mitansehen darf / kann.

 

Hatte vor Jahren auch mal ein ähnliches Problem. Mein Auto (damals noch eine Mercedes C-Klasse) stand wg. eines Unfallschadens in der Lackiererei, bzw. in der Lacktrocknungshalle. Vorher hatte der Lackierer, entgegen einer Mercedes-Vorschrift, aber die Räder nicht abmontiert. Als ich das Auto abends wiederbekommen hatte, hoppelte es wie Teufel - Standplatten durch Hitzeeinwirkung. Auf den Rat des Reifenhändlers (und wohl auch des Reifenherstellers) kamen dann die Räder auf Felge noch einmal für ein paar Stunden, auf Palette gestapelt, in die Trockenkabine. Allerdings wurden sie vorher auf ca. 5 bar "aufgebläht".

 

Ob das auch bei einem Rad / Reifen hilft, der schon lange auf einer Stelle plattgestanden hat, weiß ich jetzt nicht. Und selbst wenn: Du müsstest

 

1. einen Lackierbetrieb finden, der diese Aktion mitmacht (möglichst noch für lau...)

2. einen 2. Satz Räder (Winterräder?) haben, mit dem Du erstmal weiterfahren kannst.

 

 

Zu 3:

 

Die von Dir genannten Folgeschäden können natürlich entstehen, wenn eine deutlich spürbare Unwucht nicht ausgeglichen wird. Schwierig ist es aber zu sagen, ab wann ein solcher Schaden auftritt. Dazu müsste man mindestens den Grad der Unwucht kennen.

 

 

Zu 4.:

 

Wenn sich die Unwucht nicht mit den o.g. Mitteln beheben lässt, werden wohl neue Reifen fällig werden... Würde aber auch mal einen Reifenhändler fragen, was an Unwucht noch tolerabel ist.

 

Viel Erfolg - CU!

 

Martin

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Du kannst einen Standplatten an der Karkasse des Reifens erkennen. Der hat dann an mind. einer meistens zwei Stellen eine keine Beule. Am Besten Du fährst mit den Fingern an der Karkasse entlang, dann kann man das eigentlich sehr gut erfühlen.

 

Ein Reifen, der einen Karkassenschaden hat, muß man tauschen, da führt kein Weg dran vorbei.

 

LG

Anika

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Gast Seicodad

Würde mich da nicht verrückt machen.

Es ist sehr unwahrscheinlich das der Wagen immer ganz genau an der selben stelle stand. Er wurde sicher (wenn auch nur ein wenig) verschoben/umgestellt oder so.

 

Selbst wenn er immer auf der selben stelle stand, ist ein "Standplatten" unwahrscheinlich.

 

Gruß

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Hallo Anika,

hallo heavy-metal,

 

für die Prüfung der Karkasse müsste doch der Reifen runter, um innen zu schauen und zu fühlen, oder?

 

danke und gruß

Matthias

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wir haben für den Verein einen Anhänger, der zweimal im Jahr bewegt wird (einmal im Mai/Juni und einmal im September) und ansonsten in einer TG steht (beladen). Nach nunmehr 3 Jahren haben wir auf beiden Seiten Standplatten... Der Anhänger hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 1,4t und wiegt beladen derzeit etwa 1t. Ich würde das mit dem Standplatten nicht unterschätzen.

 

 

LG

Anika

 

EDIT: ich denke, dass der Reifen innen und außen kaputt geht. Aber wenn Du kannst, fahr auf eine Bühne und schau nach. Außerdem ist ja jetzt dann eh demnächst die Zeit gekommen, um auf Winterreifen zu wechseln :D

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Ein Standplatten sollte mindestens eine Unwucht verursachen. Also ab zum Reifendealer (am besten klein und gut, wie oben schon jemand schrieb), die Räder abmontieren, die vorhandenen Gewichte abkratzen und neu auswuchten lassen. Muss dabei besonders viel Gewicht verklebt werden (womöglich noch bei allen vier Rädern), kann man eventuell von der Unwucht auf Standplatten schließen. Außerdem kann der "Reifenmeister" sich die Räder angucken, normalerweise haben die ein ganz gutes Händchen dafür und diagnostizieren sowas per "Handauflegen". ;):D

 

Viel Erfolg,

:) A2Beta

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@all - Danke für die Tips.

 

Habe nun heute auch endlich meinen Reifenhändler erreicht und befragt.

 

Der Meister meint, eine Unwucht würde bei Neureifen/-rädern ggf. gar nicht beim auswuchten angezeigt werden (warum, konnte er mir auch nicht widerspruchsfrei erklären). Allerdings könnte man, wenn man die Räder auf die Auswucht-Maschine legt und von Hand dreht mitunter schon mit bloßen Auge erkennen, ob das Rad "eiert". Ferner könnte man einen "Pin" seitlich so an das Reifenprofil justieren, mit dem man sieht, ob der Abstand zwischen Pin und Profil sich beim drehen des Rads auf der Maschine verändert.

 

Für eine Grobprüfung bräuchte man dazu den Wagen nur aufzubocken und die Räder zu drehen und dann schauen sowie durch vorsichtiges "Handauflegen" fühlen. Oder unter das aufgebockte Rad einfach einen Gegenstand stellen, der gerade an das Profil bis auf einen winzigen Spalt heranreicht und dann mal das Rad drehen und den Spalt beobachten.

 

Ein "kleiner" Standplatten (bis ca. 1mm), welcher nicht zu Lenkradzittern und auffälligem Wummern bei irgendeiner (!) Geschwindigkeit führt, kann sich nach einer Autobahnfahrt (50-200 km) mit schön warm gefahrenen Reifen und Geschwindigkeiten über 100 km/h ggf. wieder weitgehend zurückbilden. Entscheidend ist, dass der Reifen warm wird und dann ordentlich läuft. Daher nicht gleich die neuen Pneus wegschmeißen, sondern erstmal fahren und dann nochmals prüfen.

 

Ist jedoch auch noch nach 200km Autobahnfahrt immernoch ein leichtes Wummern bei irgendeinem Reifen und irgendeiner Geschwindigkeit hörbar bzw. ein Platten fühl- bzw. meßbar, dann hat der Reifen einen dauerhaften Schaden. Zwar kann man solche Reifen noch weiterhin fahren, aber zumindest erhöhter Spritverbrauch und erhöhter Verschleiß am Reifen sind die Folgen. Der Reifen "hüft" nach passieren der platten Stelle hoch und beim Aufkommen geht der Gummi dort schnell in die Knie, was das Wummern über die Zeit hinweg noch kontinuierlich verstärkt. Die Reifen halten dann vielleicht noch eben die Hälfte oder weniger, bis einem das Gewummer zu viel wird.

 

Soweit der Meister. Mal sehen, ob die Sache so aufgeht.

 

Bis bald

Matthias

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