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[1.4 TDI AMF] Radlager oder Antriebswelle - klackern beim langsamen Fahren


Gehe zur Lösung Gelöst von Brikett01,

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Geschrieben

Hallo geballte Forenkompetenz!

 

Nach knapp 220.000km klappert es merklich Vorne Rechts bei den üblichen Schlaglöchern, Gullideckeln etc.

Je deutlicher, desto langsamer man fährt, auch wenn man nur vom Tor über Kopfsteinpflaster zum Stellplatz rollt.

Auf der Landstraße oder Autobahn merkt man nichts und die sind auch nicht mehr top.

 

Die Spurstangengelenke Innen und Außen sind recht neu, das Traggelenk hat auch mit langem Hebel kein feststellbares Spiel, auch wenn der Querlenker noch der Erste und der Gummi am Gelenk bröselig ist.

Die Koppelstange ist spielfrei, das rechte Stabilager ebenso.

 

Beim Fahren ist auch beim starken Einlenken Links oder Rechts herum kein Knacken oder Klockern zu hören, wie ich es von defekten Antriebsgelenken kenne, die Manschette ist auch ohne Beschädigung.

 

Man hört auch kein Radlagerbrummen, egal ob in Links- oder Rechtskurven.

 

Kräftiges Wackeln am Rad lässt kein Spiel erkennen.

 

Wenn ich aber an der Bremsscheibe drehe und dabei die Antriebswelle festhalte, ist deutliches Spiel in Drehrichtung zu spüren und hören.

 

Die Antriebwelle im Radlager hat ja nur eine feine Verzahnung, für mich kann die soviel Spiel gar nicht ab ohne durchzurutschen.

 

Wie ist denn Eure Einschätzung, kann das Gelenk der Antriebswelle auch viel Spiel in Drehrichtung haben ohne daß es bei Kurvenfahrten auffällt?

 

Über einen oder mehrere Hinweise würde ich mich freuen, damit ich nicht auf Verdacht falsche Teile beschaffe.

 

WÜnsche noch einen schönen Sonntag, Gruß vom Frank

Geschrieben

Hallo,

auch von mir hier die Frage an das Schwarmwissen:
Bei normaler Fahrt höre ich kein klakerndes Geräusch vo. li. 
Beim nach rechts fahren wird es aber klar hörbar worauf ich dann  auf Radlager li. aussen schliessen würde.
Ist es aber nicht weil es nicht zum Drehzahlverhalten der Radnarbe passt, also egal ob schnell oder langsam:o
Hat wer einen Tip?

Geschrieben

Zu banal oder traut sich keiner?

 

Nach Rücksprache mit einem mir bekannten Allroundschrauber tippte der auf das Antriebsgelenk außen.

Das wäre mit ein wenig Nachdenken auch mein Kandidat, mir fehlt halt nur das typische Knacken in Kurven.

 

Vorher schaue ich aber mal ob es Links auch Drehspiel gibt, dann werden es Zwei.

 

Wenn jetzt nicht ein ganz heisser Tip kommt, hole ich mir so ein Ding als Bausatz von FAG oder SKF, dazu noch den eh' fälligen Querlenker und werde wahrscheinlich mangels Hebebühne mal einen Tag fluchend im Radkasten sitzen.

Wenn es keine größeren Probleme gibt, sonst werden es auch zwei Tage.

 

Ich wünsche eine sonnige Woche, Gruß vom Frank

 

 

  • 1 Monat später...
Geschrieben

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Danke an das Forum!

 

Durch die Hinweise in diversen Tröts sowie die Datenbank konnte ich mich ganz ordentlich vorbereiten.

Die 6 Schrauben am Innengelenk bedürfen dieses VW Vielzahnschlüssels Größe 10, gehen aber ohne Verlängerung nur mit der Knarre raus, wenn man den Radflansch hoch drückt, sinnigerweise mit einem Wagenheber.

Da nicht nur das Außengelenk Spiel hat, sondern auch die innere Tripode und deren Balg anfängt zu reissen, gibt es gleich eine neue Welle.

Die zentrale M16 Schraube in 10.9 zum Rausdrücken hat Ihren Job gut gemacht, auch wenn Feingewinde angenehmer gewesen wäre.

Muss man halt mit Hebel und Muckies ausgleichen.

 

Das Traggelenk bekommt seinen 3. Balg, dieses mal den PU aus Bulgarien, ist noch spielfrei.

 

Bis dahin, Frank

 

 

  • Nagah änderte den Titel in [1.4 TDI AMF] Radlager oder Antriebswelle - klackern beim langsamen Fahren
Geschrieben

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Sodele, Welle entrostet, mit Fertan porentief phosphatiert, grundiert, lackiert und Gelenke von FAG und SNR/NTN montiert.

Das Außengelenk ist selbstverständlich spielfrei, das Innengelenk hat jetzt nur noch die systembedingten 0,05mm Drehspiel anstelle der 0,15mm vorher.

Sogar die blöden Klemmschellen sind montiert, Strafarbeit.

 

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Gestern die Regenpause genutzt und die neue Welle mit Loctite 601 im Radlager montiert, vorher noch den zerfetzten Gummibalg am Traggelenk gegen das PU-Teil aus Bulgarien getauscht.

Das Gelenk ist seltsamerweise immer noch spielfrei, zur Belohnung wurde es maximal gefettet.

 

Ich bin mal gespannt, wie es sich jetzt fährt.

 

Gesamtaufwand knapp 8 Stunden, davon 1 Stunde für die blöden Schellen und 3 Stunden für's Schrauben zum Abdrücken besorgen.

 

Die Stunde für's Anfertigen der Druckplatte zählt nicht.

 

Das nächste mal wird es also ein Halbtagsjob.

 

Beide Gelenke, die 5 Schrauben M14x1,5, Loctite und ein PU-Balg für's Traggelenk macht ca. € 130,-

 

Immer noch ein erträglicher Stundensatz für die Eigenleistung gegenüber einer Fachwerkstatt, wie ich finde.

 

Wünsche Euch einen schönen Sommer, Gruß vom Frank

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb Brikett01:

Ich bin mal gespannt, wie es sich jetzt fährt.

 

Nach so detaillierter Dokumentation fehlt nur noch die Erfolgsmeldung - dann wäre die Sache rund.

Bitte spendiere uns noch die eine Minute...

Also: Wie fährt es sich jetzt?

 

Bedankt

  • Lösung
Geschrieben

Erfolgsmeldung?

Gerne!

Nach rund 50km über meine heimatlichen Schlaglochpisten kann ich Erfolg melden.

Das Klackern ist weg, ebenso wie das schwirrende Geräusch beim Fahren ohne Last.

Da hat sich wohl das Spiel in den Gelenken der Antriebswelle aufgeschwungen.

 

Er fährt sich jetzt wieder wie vor einem Jahr, bevor das Alles begann, ohne spürbares Lastwechselspiel und komische Geräusche bei langsamer Fahrt.

 

Die Innenverzahnung vom Radlager ist schon mächtig angeknuspert, es scheint trotzdem mit der Verzahnung des neuen Antriebsgelenkes zu passen, vor allem dank Loctite 601.

 

Das Traggelenk hat zwar kein händisch fühlbares Spiel, man spürt und hört aber schon einen leichten Unterschied zum linken, schon gewechselten Querlenker.

 

Da ich in der glücklichen Lage bin, auf ein Ersatzfahrzeug zugreifen zu können, wenn der A2 ausfällt, tausche, repariere und aufbereite ich nur, was auch nötig ist; also bei Bedarf.

 

In diesem Sinne wünsche ich einen wundervollen Sommer,

 

Gruß vom Frank

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Na, der Poltergeist war immerhin ein paar Wochen im Urlaub, ist aber wieder zurück.

Bleibt das Traggelenk, beim AMF also der Querlenker.

Nachdem es vor rund 2 Jahren links relativ problemlos geklappt hat, mit Optimismus an die rechte Seite gegangen.

 Da Ergebnis war klar, trotz Ballistol, Wartezeit und warmmachen hat die blöde Schraube geschwächelt:

 

image.thumb.jpeg.45fe3d0eca500c31ba2206b72766b278.jpeg

 

Der Fäustel war nur für das Lockern des Traggelenkes, hat jetzt aber Abplatzungen an den Kanten.

Zum Glück haben die Splitter mich nicht getroffen, da werden morgen die Kanten am Schleifbock gefast.

 

Blieb nur die Konsole rauszuwürgen, als Hofschrauber eine wahre Freude, weil man nur schlecht am Stabi vorbeikommt.

 

image.thumb.jpeg.c6712d8008f87f178aa31007564020e6.jpeg

 

Morgen mit dem Abzieher den Querlenker ausdrücken und hoffen, daß genug Schraubenstummel rausschaut um eine Mutter draufzuschweissen.

Wenn der Stummel draußen ist, eine neue Schraube N10141801 kaufen, alle Gewinde nachschneiden und den neuen Delphi Querlenker mit Flutschi reindrücken.

 

Zum Glück habe ich noch was anderes zum Fahren.

 

Das Anzugsmoment der Querlenkerschraube ist mit 70Nm +90° klar, aber mit welchem Drehmoment zieht man die 2 dickeren und 2 kleineren Schrauben der Konsole an?

 

 

Gruß, Frank

 

 

 

Geschrieben

Stabilisator an Konsole*
20 Nm + 90°
Koppelstange an Achslenker 23 Nm
Lenkgetriebe an Aggregateträger*
50 Nm + 90°
Aggregateträger an Karosserie*
70 Nm + 90°
Achsgelenk an Radlagergehäuse*
20 Nm + 90°
Achslenker an Aggregateträger*
70 Nm + 90°

* Neue Schrauben bzw. Mutter verwenden.

Geschrieben

Hat jemand mal versucht die gefressene Schraube in der Alu Konsole mit Salmiak Geist zu lösen? Ich hatte die zweite Schraube damals damit vorbehandelt (12 Stunden eingewirkt), und diese ist nicht abgerissen, nachdem die erste nach ein paar grad Bewegung abgerissen ist. Würde mich interessieren ob jemand bereit wäre zu der "Statistik" beizutragen.

Den Salmiak Geist würde ich aber empfehlen gut abzuwaschen nach der Behandlung.

Geschrieben

Herzlichen Dank, Zweierlehrling!

 

Wegen der durchgängigen Empfehlung, neue Schrauben oder Muttern zu nehmen:

 

Ist das definitiv wichtig oder nur eine Empfehlung von Audi, damit die aus der Haftung sind?

 

Gruß vom Frank

Geschrieben

Hallo Manuel,

ich habe ein wenig Erfahrung mit Phosphorsäure machen können, welche Rost umwandelt und damit kompakter macht.

Im Anschluß warmmachen und ggf mit Sprühöl die Gewindereibung reduzieren.

Schutzbrille tragen!

 

Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß sheradisierte Schrauben auch nach zig Jahrzehnten im Fahrwerk noch problemlos rauszudrehen sind, während die galvanisch verzinkten oder phosphatierten schon nach kurzer Zeit festgerostet sind.

 

Gruß vom Frank

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Brikett01:

Ist das definitiv wichtig oder nur eine Empfehlung von Audi

So steht's geschrieben. Alles andere bleibt dir überlassen. Es gibt auch die Meinung, dass mensch bei einer Reparatur in der kasachischen Steppe oder anderswo keine neue Schraube zur Hand hätte und daher die alte, sofern noch tauglich, nach Belieben festzieht. Dann würde ich ein anderes Drehmoment wählen und auf die Dehnung verzichten.

Geschrieben

Besten Dank für die Einschätzung, Zweierlehrling.

In nahezu 50 Jahren Schrauberleben habe ich diesbezüglich schon alles von - bis erlebt.

Je älter und größer die Fahrzeuge und je weiter weg von Deutschland, desto lockerer die Einstellung dazu.

Ich werde die Information dann mal passend einsortieren, wegen ein paar Euros gehe ich kein Risiko ein.

 

Sind die Schrauben der Zubehörhändler ok oder sollte es hier was vom Freundlichen sein?

 

Gruß vom Frank

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Brikett01:

Hallo Manuel,

ich habe ein wenig Erfahrung mit Phosphorsäure machen können, welche Rost umwandelt und damit kompakter macht.

Im Anschluß warmmachen und ggf mit Sprühöl die Gewindereibung reduzieren.

Schutzbrille tragen!

 

Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß sheradisierte Schrauben auch nach zig Jahrzehnten im Fahrwerk noch problemlos rauszudrehen sind, während die galvanisch verzinkten oder phosphatierten schon nach kurzer Zeit festgerostet sind.

 

Gruß vom Frank

Hallo Frank,

 

Bei Schrauben und Muttern aus Stahl verwende ich auch Phosphorsäure, und es hat oft geholfen. Braucht aber Zeit.

Bei Gewinde in Alu habe ich die Erfahrung gemacht dass Aluoxyd (weißes Material) beim herausschrauben der Stahlschraube immer mehr verklemmt, und dass was bei Stahl/Stahl hilft, rein und raus Schrauben um den Oxyd zu zerbröseln und herausrieseln nicht funktioniert. An der Stelle soll angeblich Salmiak Geist helfen das Aluoxyd zumindest so zu beeinflussen das es weniger klemmt. Sprühöl scheint bei Alu nicht ausreichend zu helfen. Wünsche viel Glück, dass die Schrauben nicht abreißen. Nicht vergessen: die Position der Alu Konsole ist sehr beweglich zwecks Fahrwerk einstellen. Besser wenn diese dran bleiben.

Wegen Zubehör Schrauben: das Hauptproblem ist wie so oft die richtige Schraube zu bekommen. Immer kontrollieren dass der Schaft nicht zu lang ist und die Konsole ruiniert oder so. Teilenummern gibt es in anderen Threads zum Thema (Suchfunktion).

 

Geschrieben

Danke, Manuel.

 

Das mit dem Aluoxid und Salmiakgeist ist interessant.

Ist das nicht so ein Zeug, was alte Leute früher zum Einreiben bei irgendwelchen Schmerzen genommen haben?

 

Die Schrauben können jetzt nicht mehr abreißen, eine hat es schon gemacht und die anderen sind so rausgekommen.

Beim Autoteilehändler gibt es komplette Sätze für die Querlenker mit Konsole, die werde ich wohl mal ausprobieren.

 

Die Beweglichkeit der Alukonsole ist mir auf blöde Weise nähergebracht worden, deshalb mache ich das jetzt auch selbst.

 

Und wenn ich dann mit den alten Schrauben die Konsole fest habe, geht es sofort zum Reifenhändler um die Ecke, der dann Spur und Sturz einstellen und die neuen Schrauben verwenden kann.

 

Gruß, Frank

Geschrieben

Salmiak Geist ist so ein Ammoniak Zeug aus dem Baumarkt. Würde das nicht auf der Haut haben wollen. Mit mehr "Statistik Aufzeichnung" könnte man eher was dazu sagen obs was taugt.

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