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blaue Abgaswolke und unrunder Motorlauf nach Start - TDI

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Hallo zusammen,

die Suchfunktion brachte mich nicht weiter: Seit geraumer Zeit bereitet mir mein Tdi jetzt Kopfschmerzen - nach jedem Start treten hellblaue Abgaswolken auf - und zwar extrem - ich würde mal behaupten, es riecht nach verbranntem Öl. Zudem ruckelt der ganze Wagen als wenn er nur noch auf 2 Zylindern läuft. Nach kurzer Fahrtstrecke (200 Meter Spielstrasse, da kann man das schön im Rückspiegel beobachten) legt sich beides wieder. Ich hatte diesem Phänomen bisher noch nicht so große Bedeutung zugemessen, da es im Winter schon mal auftrat, aber nicht so heftig und auch ohne Motorruckler. Danach ging es wieder weg, nun begleitet es mich wieder und scheint sich zu verstärken. Das 5W-30 von Castrol fahre ich jetzt schon über einige jahre, daran kann es nicht liegen - der Verbrauch liegt etwa derzeit bei 1l Öl auf 5000 km. Der Motor liefert dieses Phänomen nicht nur bei einem reinen Kaltstart - selbst bei einem Neustart nach 1 Stunde jetzt im Sommer tritt es wieder auf. Der Motor hat jetzt 270.000 km auf dem Rücken, würde ihn aber gerne noch weiterfahren - von daher mache ich ich mir Sorgen, dass etwas Ersthaftes dahintersteckt. Um einen Werkstattaufenthalt werde ich wohl kaum umhin kommen - hat denn trotzdem jemand eine Idee was hier die Ursache sein könnte? Danke vorab.

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ich vermute mal das es sich um einen Kolbenkipper handelt :huh:

 

die Symptome passen da recht gut drauf, du könntest im KALTEN Zustand mal eine Kompressionsprüfung machen lassen.

 

Ich würde mich mal Zeit nah um einen Tauschmotor kümmern sofern du ihn gerne weiter fahren willst.

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Danke Bruno - könnte sein per Definition. Aber das typische Klackern fehlt, der Motor läuft sehr unrund (schüttelt sich) nach Start im Stand und den ersten 200 Metern. Eigentlich sollte nach diesen 200 Metern sich der Kolben auch noch nicht so erwärmt und damit ausgedeht haben, dass sich das Spiel reduziert hat. Müsste ich nicht auch die ganze Zeit gewisse Abgaswolken erkennen können, zumindest solange bis der Diesel die Betriebstemperatur und damit auch die maximale Ausdehnung erreicht hat? Danke nochmals.

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Naja, als bei unserem die Kompression "über den Jordan" ging, hat er sich auch nur nach dem Kaltstart geschüttelt und rumgerußt, weil ein Zylinder nicht mitarbeitete. Am Ende hat das rund um den Gefrierpunkt 10 Sekunden gedauert, und im Sommer gerade mal 1-2 Sekunden. Danach hatte sich irgendwie schon Kompression gebildet, jedenfalls reichte es zum selbstzünden.

 

In unserem Fall war die Abdichtung vom PDE zum Kopf defekt.

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update: sieht bei mir gerade ähnlich aus: Kompression auf dem 1. Zylinder 50% niedriger als auf dem Rest. PD Einheit ist runter, Dichtungen sehen schlecht aus. Morgen wird alles zusammengesetzt - hoffe das war der Fehler...

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next update: Kompression bleibt ein Thema: Nach dem Tausch der Dichtungen der PDE haben wir folgende Kompression: Zylinder 1: 24 :( (vorher 15), Zylinder 2 und 3: 39. Der Audimensch will nun den Zylinderkopf abnehmen, vielleicht wäre die Zylinderkopfdichtung ja nicht mehr gut. Da kommen mir aber Zweifel - bei defekter Zylinderkopfdichtung erwarte ich weißen Rauch wg Wassereintritt - aber doch nicht blauen?! Audi will mir einen Kostenvoranschlag machen - aber irgendwie habe ich so ein ungutes Gefühl, ob der Kopf nicht einen Riß hat - dann käme wohl nur noch eine Trennung in Frage... gerade mal keine Ahnung, was ich machen soll ..

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Bei der Zylinderkopfdichtung käme es darauf an, von wo nach wo sie undicht ist. Wenn es von einem Wasserkanale zum Brennraum hin ist, dann würde Wasser verbrannt. Wenn es vom Brennraum direkt nach außen ist (falls überhaupt möglich), dann würde nur Kompression fehlen.

 

Bei uns hatte sich das PDE radial in den Alukopf eingearbeitet, gegenüber der Stelle an der es angeschraubt wird. Um diesen Anschraubpunkt dreht sich das PDE ganz wenig, immer wenn es oben die Nockenwelle auf den Kopf kriegt oder von unten den Verbrennungsdruck. Eine Befestigung an beiden Seiten des PDE hätte das Problem verhindert, kostet aber Geld, Platz und Gewicht.... Eine ringförmige Dichtung um das PDE konnte den Materialabtrag nicht mehr ausgleichen. Das ließ sich nicht wirklich reparieren, weil Material weg war. Also wenn es bei Dir ach diese Ursache war.... ist die Reparatur vielleicht nicht geglückt.

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... Eine ringförmige Dichtung um das PDE konnte den Materialabtrag nicht mehr ausgleichen. Das ließ sich nicht wirklich reparieren, weil Material weg war...

 

Aber schlussendlich hat eine neue Dichtung wie Du zunächst im vorherigen Beitrag erwähnt hast, dann doch das Problem behoben? Oder wurde anders abgedichtet?

 

Gut, in meinem Fall hat man die PDE jetzt als Fehlerquelle abgehakt - kann ich nicht beurteilen. Klar, kann jetzt die Zylinderkopfdichtung im Eimer sein, aber irgendwie kommt mir das jetzt wie eine planlose Suche auf Kosten des Kunden vor ... und wenns dann der Zylinderkopf selbst ist, dann tut´s denen bestimmt unheimlich leid...

 

Ich warte gerade immer noch auf meinen Kostenvoranschlag - entweder sind das so immens große Zahlen, die da zusammengerechnet werden müssen oder die haben mich vergessen, mal sehen...

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... der Kostenvoranschlag für den Wechsel der Zylinderkopfdichtung beläuft sich auf brutto 724 EUR - angeblich schon ein Vorteilspreis... Ist das so der übliche Preis? Und dann noch nicht einmal mit Erfolgsgarantie...

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Nach Rücksprache mit anderem Audihändler: Er lehnt es ab mir einen Kostenvoranschlag für die Zylinderkopfdichtung zu machen, da er bei meiner Beschreibung nicht von der Dichtung ausgeht. Er tippt eher auf defekte PDE oder worst case ein Riß im Zylinderkopf. Ein Tausch eines PDE´s käme so auf 800 EUR. Nach intensiver Diskussion unter Zugrundelegung der Laufleistung, Restwert und Risiko sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen: es bleibt wie es ist. Also, for the time being wars das erstmal.

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