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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich habe mir nach dem A2 3l vor einem Jahr mittlerweile noch einen 3l Lupo geholt den ich (meiner Meinung nach) günstig bekommen habe.

Beide haben den gleichen Motor (ANY), der A2 hat ca 150tkm, der Lupo schon 325tkm. Jetzt die Unterschiede:

Der Lupo schaltet merklich ruckeliger, der Motor zieht aber ordentlich durch.

Allerdings qualmt das Ding sehr stark.

Luftfilter ist neu, Ansaugwege frei, keine Einträge bei Motorfehlerspeicher (außer sporadische Kommunikationsfehler).

Dreht man im Stand von Leerlauf auf ca 3-4t/Umin hat man eine völlig schwarze Fläche auf den Boden gelegt...

Oh ha.

Beim Kauf hatte er einige Ersatzteile (u.a. drei PD Elemente) im Kofferraum mitgegeben. Diese sehen gebraucht aus aber sauber. Ich denke nicht dass es sich um überholte Teile handelt.

Meine Vermutung geht in zwei Richtungen:

 einer der Vorbesitzer hat das Rußen auf die Düsen geschoben hat und sich in Kleinanzeigen gebrauchte gekauft. Diese konnte oder wollte er nicht verbauen.

Oder es wurden bereits neue verbaut.

Ich habe vorhin den Zyldeckel abgehoben und die Nummern verglichen.

Die verbauten haben die Nummer (Endung) 073 T und die beigefügten 073 P.

Optisch unterscheiden sich beide Düsen ebenfalls (die mit Kennbuchstaben T haben eine sichtbar schlankere Verschraubung (Überwurfmutter) der seitlichen Spüle. Ich versuche hier ein Bild im Vergleich einzustellen....

Ich weiß leider nichts über die Vorgeschichte des Lupo, ob da ein anderer Motor oder Teile reingekommen sind. Fakt ist, mit diesem Rußen wird er nie durch die AU kommen. (Ich habe ja auch den direkten Vergleich zum A2)

 

So, viel Text, jetzt meine Frage: 

Was würdet ihr vorschlagen.

Kann ich per VCDS (ich habe einen Klon der ausreichend funktioniert) bestimmte Meßwertblöcke prüfen welche die Ursache für das qualmen identifizieren?

 

Ich würde tatsächlich auch versuchen die Düsen probeweise zu tauschen.

Da diese nicht in Diesel gelagert wurden ist der Ausgang fraglich.

 

Ich möchte das Ding schon gerne wieder auf die Straße bringen, dazu muss er aber den TÜV bestehen.

 

Übrigens hoffe ich dass dieses Lupo Thema hier nicht völlig falsch ist. 

 

Viele Grüße aus Köln 

IMG_20260421_184317.jpg

Geschrieben

Du kannst zumindest die Korrekturwerte der Einspritzmenge der Düsen auslesen. Das gibt zumindest Hinweise darauf, wenn eine Düse defekt ist.

 

Das kann aber auch 1000 andere Ursachen haben, vtg, AGR Ventil, Ladeluftstrecke, turbo verbrennt ól, etc PP. Wenn du nach einmal hochdrehen einen Russteppich liegen hast, ist auf jeden Fall etwas richtig im Argen. Entweder der Diesel verbrennt nicht vollständig oder er verbrennt zusätzlich ól. Was ist denn mit dem Ölverbrauch? 

Geschrieben

Moin, erstmal Danke für deine Antwort.

Eigentlich bin ich sicher dass es sich um unvollständige Diesel Verbrennung handelt, bei einer Ölverbrennung würde ich eher blauen Qualm und entsprechenden Geruch vermuten. 

Leider kann ich keine großen Fahrversuche anstellen, den Lupo habe ich nur 30km überführt und dann abgemeldet. Ebenso ist der TÜV abgelaufen. Ich habe hier nur die Möglichkeit auf dem Betriebsgelände hin und her zu fahren (mit geringer Geschwindigkeit und auf eigene Gefahr).

Mit derartigem Rußen möchte ich auch ungern länger fahren da der DPF schneller zusetzt als einem lieb ist.

Laut Google KI sind die eingebauten PD Elemente eher aus einem 1.9er TDi.

Das würde ich gerne verifiziert haben. Würde die viel zu große Menge jedenfalls einfach erklären.

Leider kann ich nur die letzten Stellen der VW Teilenummer erkennen, die Bosch Nummer auf der rechten Seite des Magnetventils ist nicht erkennbar im eingebauten Zustand. Evtl versuche ich diese mit dem Endoskop zu entziffern.

Mit VCDS werde ich hoffentlich am Wochenende mal rangehen können.

Bis dahin... 

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb A2 HL jense:

Mwb 13 ist das glaube ich im MSG.

 

Der Kabelbaum der PD Elemente kann auch Ärger machen. Aber dann wäre glaube ich ein Eintrag im Fehlerspeicher.

Der PD Kabelbaum ist oft sogar der Hauptverdächtige. Leider werden die darauf begründeten Fehler meist nur kurz abgelegt und beim Abstellen gelöscht.

Entsprechend bei Notlauf den Motor nicht abstellen, sondern während er noch läuft die Fehler auslesen um die spezifischen PD Kabelbaumfehler aufzuspüren.

Geschrieben

Ich weiß nicht wann genau der Fehler gelöscht wird, aber er ist mit Sicherheit noch seeehr lange im Fehlerspeicher abgelegt. 
Auch sehe ich nichts was beim TE auf diesen Fehler hindeutet. 
 

IMG_4845.jpeg

  • 1 Monat später...
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo, ich hole dieses Thema mit einem kleinen Status Update wieder hoch.

Ich habe die PD Elemente getauscht (also gegen die mitgegebenen Teile mit unbekannter Historie).

Dabei habe ich anhand der nun lesbaren Bosch Teilenummer festgestellt dass die verbauten eigentlich zu einem 1,4l 3 Zyl. TDi (andere Quellen nenne auch einen 1,9er 4 Zyl.TDi) gehören. Das würde das enorme Rußen erklären da bei gleichem Druck und Einspritzzeit die größeren Düsenlöcher für eine zu hohe Einspritzmenge sorgen.

 

1,2l TDi 0414720030, im Gegensatz dazu die Nummer der nun ausgebauten PDs: 0414720035

 

Kurz zu meiner Vorgehensweise:

Die hoffentlich nun passenden PDs mit neuen Dichtungen (4 O-ringe plus Wärmeschutzring) sowie neuen Stößeln eingebaut, Anschlagspiel eingestellt (Stößel auf Anschlag und 180 zurück), Korpushalter ausgerichtet, Leitungssatz der Einspritzventile geprüft. Alles erstmal provisorisch wieder zusammengesteckt dann geschaut ob mit meiner VCDS Version (so ein alter China Klon mit Uralt SW.Stand 11.x) ob man eine Vorförderpumpe ansteuern kann. Habe nichts gefunden und bin auch der Meinung der 1,2l TDi hat gar keine Vorförderpumpe da die Flügelzellenpumpe selbstansaugend genug ist.

Ok, dann noch die Batterie geladen und gestartet. (bis hierhin hat sich das Ganze über eine Woche gezogen da ich nur gelegentlich ans Auto gehe)

Im Endeffekt habe ich lange georgelt (in Intervallen von ca 10sec gefolgt von Abkühlphasen), aber ca 2-3 min Starterdrehzahl ergab sich schon.

 

Leider ist er bis jetzt nicht angesprungen oder hat Anstalten gemacht zu starten.

Natürlich kann es sein dass sich noch Luft im System befindet, wahrscheinlicher aber ist dass die PDs durch unsachgemäße Lagerung (offen liegend!) verklebt sind oder anderweitig defekt. Wie gesagt, ich habe keine Historie zu den Teilen bekommen. Auch der Vorbesitzer des Lupos hatte diesen erst ein halbes Jahr in seinem Besitz.

 

Was ich jetzt noch machen werde:

Am 4poligen Zentralstecker eine Widerstandsmessung der PDs durchführen (sollten alle 3 nicht gleichmäßig unter 1 Ohm liegen ist was falsch)

Den Rücklauf an der Flügelzellenpumpe abziehen und ein Stück klaren Schlauch dazwischen um zu sehen ob Diesel gefördert wird.

 

Für weitere Tipps bin ich dankbar.

Liebe Grüße aus Köln!

P.S. Gibt´s hier jemanden aus Köln der Zeit und Lust hat kurz mit drüber zu schauen? Gerne gegen die übliche Bezahlung in Kölsch Kisten :-)

 

Bearbeitet von trackmaster
Geschrieben

Moin, OK, ich habe eine solche Handpumpe zum Entlüften! Werde ich auf jeden Fall auch machen (nur nicht heute bei den 34° im Schatten. ;-)

Da im Selbstlernprogramm 223 die Rede war dass sich die Sperrflügelpumpe ausreichend selbst entlüftet war ich der Meinung es ginge auch so. Zusätzlich bastle ich ein klares Schlauch-Zwischenstück in den Vorlauf um eventuelle Blasen zu erkennen.

 

Ich werde berichten!:TOP: 

Geschrieben

Klar geht das ... Aber es dauert lange und kostet dich ggf ne Batterie :)

 

Ich habe selbst beim CR meiner Fau die Handspritze angesetzt... Trotz Vorförderpumpe hat sich beim Filterwechsel Luft in die Rail geschlochen.... "Nuckeln am Rücklauf"... Schlüsseldreh... Plopp ist er dagewesen... Statt Öckel Öckel Öckel

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb trackmaster:

wahrscheinlicher aber ist dass die PDs durch unsachgemäße Lagerung (offen liegend!) verklebt sind

Das hatte ich auch schon mal. Man bekommt die zwar wieder frei, aber wenn sie erstmal versifft eingebaut sind, springt er nicht an oder schüttelt sich nur mit einzelnen Zündungen.

 

Was die Tandempumpe angeht, ja die saugt selbst an, aber die Orgelei ist eine Qual für das Material. Mittels Hand-Unterdruckpumpe im Rücklauf kann man den Diesel relativ gut vorpumpen. 

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