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Rostränder an den hinteren Bremsscheiben beseitigen


Wiglef
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Hallo,

nachdem ich nicht schon wieder gute Bremsscheiben in den Müll schmeißen wollte habe ich die hinteren Bremsscheiben einfach mal nachgearbeitet. Bitte keine Kommentare von wegen Kostenbetrachtung und wie günstig Bremsscheiben doch sind.

 

Es gibt ja die Möglichkeit, diese eben auf einer Drehmaschine abzudrehen oder mithilfe einer in Amerika häufiger anzutreffenden Vorrichtung direkt am Auto abzurichten.

Nachdem ich weder diese Werkstattausrüstung besitze bzw. eine Drehmaschine mit dieser Spitzenhöhe besitze, habe ich mir eine Schleiffeile besorgt und die Scheiben damit einfach mal abgezogen.

 

Die Rostränder sind deutlich erhaben und nutzen sich auch nicht so schnell ab. Ich habe durch gleichmäßiges Drehen der Scheiben während der Bearbeitung einen gleichmäßigen Abtrag erreicht und durch die Breite der Schleiffeile kann man diese auch nicht verkanten. Zwischendurch immer wieder das Eisenoxyd mit Wasser rausspülen. Nach kurzer Zeit ist der Rost weg und man erkennt durch den matten Schimmer der abgeschliffenen Bereiche gut wie weit man schon an dem Bereich gekommen ist, an dem der Bremsbelag vorher angelegen ist. Irgendwann habe ich dann aufgehört, weil einfach kaum noch was runter gekommen ist und die Bügelmeßschraube zwischen Innen und Außen nur noch 2/10 mm Unterschied angezeigt hat.

Merkwürdigerweise sind die Beläge absolut eben und parallel zur Trägerplatte gewesen (Meßschieber), ich habe sie trotzdem kurz mit einem Schleifpapierbogen auf einer dicken Glasscheibe abgezogen.

Nach 100 Kilometern haben sich die Beläge an die Bremsscheiben wieder komplett angelegt und haben wieder einen sehr guten Biss.

 

Leider steht mein Audi mehr auf dem Hof als das er bewegt wird und mit angezogener Handbremse fahren und die anderen immer wieder aufgezählten guten Ratschläge funktionieren nur bei einem leichten Rostbefall. Insgesamt habe ich zwei Stunden für die 4 Seiten gebraucht, da wären die Bremsbeläge mit niedrigerem Reibwert schon längst verglast gewesen und die Scheiben ausgeglüht...

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Danke für die exzellente Beschreibung, werde das an meinen Sommerauto mal machen.

Eine Schleiffeile kannte ich bisher nicht und werde mir auch eine besorgen.

 

Gruß Jan

 

PS.: Einzige Kritik: zwecks besserer Lesbarkeit solltest Du

an die Verwendung von Textabsätzen noch 'arbeiten' :)

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Also wenn das erste Bild den Istzustand vor der Bearbeitung darstellt, dann verstehe ich nicht wieso du da überhaupt was nachgearbeitet hast. Das bisschen Flugrost hat NULL Einfluss auf Funktion und ggf. TÜV. Meine Bremsscheiben sehen viel schlimmer aus und ich mache da nichts. Einfach mal 2-3 scharfe Bremsungen und die sind wieder wie geleckt? ansonsten aber gut gemacht und wenn sie wirklich stark angerostet sind macht es schon Sinn die nachzuarbeiten. Mache das mit ner normalen PEX Rotationsschleifmaschine und dauert ~ 15' pro Scheibe

Edited by Krebserl
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Hätte ich dazu schreiben sollen, die Bilder sind von der fertigen Bremsscheibe. Anhand der dunklen Bereiche sollte man gut erkennen können, welche Bereiche nicht mehr getragen haben und nach der Bearbeitung immer noch nicht auf gleicher Höhe mit dem Rest sind. Der Rand ganz außen ist um fast einen Millimeter abgetragen worden und mit dem Haarlineal ist am Schluß fast kein Lichtspalt zu sehen gewesen.

Die Maschinenbearbeitung ist deutlich schneller, allerdings hat man keine Kontrolle, welcher Bereich eben zu den umliegenden Bereichen sind. Da hat man mit der ebenen Feile mehr Gefühl und Kontrolle. Und das mit dem stark Bremsen habe ich vorher in den Dolomiten eine Woche lang versucht mit Null Erfolg.

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Solange die Bremse "tut", mache ich garnichts.

 

Wenn Bremsbeläge verschlissen sind UND die Bremsscheibe die zulässige Mindeststärke noch erreicht, dann benutze ich einen Winkelschleifer mit Fächerschleifscheibe und schleife die Grate der Bremsscheiben - in eingebautem Zustand - an den Rändern ab; das dauert keine Minute und "kost nix".

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Hallo,

nachdem ich (+LAG Sohn) da auch schon negative Prüferefahrungen bei der HU machen mussten, schleife ich die Kante inzwischen auch ab.

Allerdings nehme ich zum Abschleifen "segmentierte" Fächerscheiben. Sind zwar etwas teurer, haben aber den Vorteil, das man "durch die Scheibe hindurchsehen" kann. Dadurch lässt sich das Schleifergebnis sehr gut beobachten.

Grüße Kalla

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Mache ich auch, wenn Bedarf besteht.

 

Die hintere Brems ist oft nur sehr wenig in gebrauch und dadurch entsteht mit der Zeit kein vernünftiges Tragbild mehr. Dies kommt oft von verglasten oder verhärteten Bremsbelägen, als auch festsitzenden Bremszylindern/ Bremsbacken.

 

Hier ist für eine Freigängigkeit der Backen zu sorgen und ggf. sollte die verglaste Oberfläche der Bremsbacken mittels schleifen abgetragen werden, oder auch mal noch nicht verschlissene Backen erneuert werden.

 

Zu beachten ist noch das danach die Bremsbacken sich erst wieder neu einberufen müssen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Solange die Bremse "tut", mache ich garnichts.

 

Wenn Bremsbeläge verschlissen sind UND die Bremsscheibe die zulässige Mindeststärke noch erreicht, dann benutze ich einen Winkelschleifer mit Fächerschleifscheibe und schleife die Grate der Bremsscheiben - in eingebautem Zustand - an den Rändern ab; das dauert keine Minute und "kost nix".

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