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S.Tatzel

Kräfte die auf die AHK wirken

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S.Tatzel   

Hallo!!!

 

Ich habe mal eine Frage zu der Nietengröße die man bei der AHK verbaut.

Es werden ja in die Seitenträger vom A2 40mm große Löcher gebohrt, in die dann so schwarze Sockel von unten reingesteckt werden, auf denen dann die langen Holme der eigentlichen AHK ruhen. Diese Sockel werden jeweils mit 3 sehr dicken Nieten (so dick, dass eine normale Nietzanke das gar nicht mehr schafft) an die Karosserie genietet. Die AHK selber wird ja selber noch mal mit recht und links 3 Schrauben hinten an die Karosserie geschraubt, sodass meiner Ansicht nacht auf die beiden Holme nahezu kein Zuggewicht wirkt.

Ich frage mich nun ob es nicht auch möglich ist, anstatt dieser Riesennieten, die meines Erachtens einfach überdimensioniert sind, auch eine Nummer kleiner nehmen kann und dafür auf beiden Seiten ein Scheibchen dazwischen legen kann.

Oder anders gefragt: Weiß jemand wieviel Kilo eine normale Niete (die größte Größe die in Baumarktnietzangen passt) halten kann. Das sie ausreißen könnte sie mal außer Acht gelassen.

 

Ich hoffe das ich einigermaßen verdeutlichen konnte worum es mir geht.

 

MfG

Stefan

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S.Tatzel   

Das ist doch schon mal etwas.

Danke :HURRA:

 

Kannst du mir auch noch den Unterschied zwischen Scherzug- und Schälzugfestigkeit erklären?

 

Kann man diese Stanznieten mit normalen Bilndnieten vergleichen oder sind die sehr viel besser/stärker?

 

MfG

Stefan

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Gast erstens   
Gast erstens

Scherkräfte kann man mit einer Schere erklären. Schneide ein Blech, dann hast du Scherkräfte. Das bedeutet, dass keine Zugkraft auf die Nieten wirkt sonden sie zur Seite gezogen werden (also bis sie sich selber wie mit einer Schere nur eben von dem Loch selbst zerschneiden.

 

Ansonsten wirken ja noch Zugkräfte ( Du planst tatsächlich Nieten aus Alu ein, ja? naja der Rest ist wohl auch Alu aber da nimm lieber viele weil Alu doch lange nicht so fest ist wie STahl (bei gleichen Querschnitten)

 

Gruß erstens

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S.Tatzel   

Ist ja so das die Nieten auch in Alu rein kommen. Von daher muss man doch nicht stärkere Nieten nehmen als das Materieal in die sie rein kommen oder?

Bei der AHK sind ja 3 Nieten vorgesehen und so viele wollte ich dann auch nehmen. Nur nicht diese riesen Dinger die mitgeliefert werden sondern eine Nummer kleiner und dafür Scheibchen zwischen legen. Meiner Ansicht nach wirken auf die Nieten eh keine all zu großen Kräfte wenn man sich die ganze Konstruktion mal anschaut. Aber genau weiß ich es halt nicht und deswegen frage ich :III:

 

Wenn ich das richtig verstanden habe kann man also die maximale Scherkraft einer Niete auch dadurch erhöhen indem man 2 Scheibchen zwischen setzt oder?

Und bei der Zugkraft ist dann so das wenn das Material nicht nachgibt die Niete irgendwann nachgibt und sich verbiegt?

 

MfG

Stefan

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Gast erstens   
Gast erstens

Nein, Scheiben zwischen setzen sollte nicht gut sein. ALso der Hebelweg sollte so kurz wie möglich sein. Also wenn beide Teile direkt auf Berührung liegen , dann einfach die Niete ohne Scheibe reinmachen. Außer wenn die Nietstelle eine Hohlstelle (Vertiefung) aufweist, wo dann ein Teil des Nietenschaftes in der Luft hängt quasi, dann würde es Sinn machen, diese Spalt mit Scheiben auszufüllen.

Aber ich kenne die Konstruktion gar nicht und kann von daher ohne Bilder gar nicht helfen.

Wenn direkte Zugkraft auf die Nieten kommt (oder ist es eine Kralle, die hinter einen Querträger greift und die Nieten sorgen nur dafür, das das Teil nicht abfällt? Dann wäre keine direkt nach hinten gerichtete Zugkraft drauf.)

Ansonsten kannst du den Außendurchmesser und Innendurchmesser der Niete posten, dann kann die Belastbarkeit ausgerechnet werden.

 

(Außendurchm./2)² x 3,1415 - (Innedurchm./2)² x 3,1415 = QUerschnittsfläche...

 

Gruß erstens

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S.Tatzel   

Nieten muss ich erst noch nachmessen.

Direkte Zugkraft wirkt nicht drauf so weit ich das erkennen kann. Die halten eigentlich nur ein Teil im Querträger sodass es nicht nach unten raus fällt.

Mich wundert halt nur warum da so Riesennieten bei der AHK dabei sind. Meines Erachtens nach total überdiemensioniert. Ich habe auch schon ein paar Sachen mit Nieten gemacht und mir ist noch keine unter die Finger gekommen die in eine normale Nietzange nicht reingepasst hat.

 

Ich werde mal versuchen entweder ein Foto zu machen oder eine Skizze anzufertigen.

 

MfG

Stefan

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S.Tatzel   

Ich habe jetzt eine Skizze gemacht um zu veranschaulichen worum es mir geht. Aber ich weiß nicht so genau wie ich ein Bild anhängen kann. Kann mir das vielleicht wer kurz erklären?

 

MfG

Stefan

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Gast erstens   
Gast erstens

Das Bild als .jpg auf deinem PC speichern. Es sollte 600 Pixel breit sein und unter 200kB haben.

Beim schreiben eines Beitrages klickst du dann unter dem Texteingabefeld auf: Dateianhänge und ein kleines Fenster öffnet sich. Durchsuchen drücken/Datei suchenund hochladen drücken. fertig

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S.Tatzel   

Also hier also die Skizze:

 

Die Nieten die ich meine sind rot markiert. Sie halten im Grunde genommen nur das in Weinrot markierte Teil, welches von unten in die Querträger gesteckt wird. Ist meiner Meinung nach eher so eine Art Stabilisator auf den aber keine Zugkräfte wirken.

 

MfG

Stefan

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Knuffel   

Hallo,

 

bin auch gerade auf das Thema gestossen.

 

also meiner Meinung nach kann man die Scherkräfte am Niet in dem Fall vernachlässigen, da die Zugkräfte von den 6 Schrauben am Trägerende komplett aufgenommen werden sollten. Der lange Arm der in den Träger ragt, dient lediglich der Aufnahme/Kompensation der Hebelkräfte(Momente) die durch die Stützlast und eher wichtiger der Kräfte die durch das wippen des Hängers vertikal auf den Kugelkopf wirken. Diese Kräfte würden die Schrauben zusätzlich extrem belasten, und somit gleicht man durch den langen Arm die Kräfte aus.

Als Grund warum die Nieten so groß gewählt wurden könnte man die Auflagefläche der Niete betrachten wie sie die Bohrung überdecken. Je größer die Fläche, desto größer die Kräfte die das Material (der Träger) aufnehmen kann bzw. bevor die Niete durch die Bohrung gezogen wird.

Nachrechnen könnte man das sicher, aber wie groß die Kräfte nun wirklich sind und wie groß der Sicherheitfaktor ist weis nur der Kontrukteur.

Mein Tip: Besser die original Nieten in der Werkstatt reinpressen lassen und sicher sein, als da ein unvorhersehbares Risiko einzugehen.

Habe meine Kupplung auch selbst angebaut und die Dinger in der Werkstatt verpressen lassen, hat ca. 1/4 h gedauert und nur Trinkgeld gekostet.

 

Viele Grüße Sven

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MichieHN   

Hallo,

 

lass Dir die Nieten in der Werkstatt reinmachen!!!

Warum brauch ich ja wohl nicht erwähnen (ABE, Korrosion, Versicherung etc...)

Außerdem kannst Du dann auch mit nem guten Gewissen durchs Land fahren anstatt dir ständig über deine Nieten Gedanken machen zu müssen.

 

Und die Böllhoff-Stanznieten bitte nicht mit normalen Nieten vergleichen, ist zwar ein ähnliches Prinzip aber doch etwas ausgefeilter... (hab damit tagtäglich zu tun!)

 

 

Michael

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und ich mit Tucker! Verdammte Zuführschläuche...

Aber bei Böllhoff konnte ich mir frei die Datenblätter runterladen.

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S.Tatzel   

Ok dann werde ich das wohl bei Nächsten Service machen lassen oder wenn ich dann wirklich mal eine längere Strecke mit Hänger vor habe zu fahren.

Aber danke für die aufschlussreichen Antworten.

 

 

MfG

Stefan

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