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Verbrauchsfrage zum 75 PS TDI (AMF)


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Geschrieben

Moin zusammen.

 

Ich bin heute Nacht die bergige A45 vom Anfang bei Dortmund, ab Gambacher Kreuz die relativ flache A5 bis Karlsruhe, und zum Schluss die A8 bis Pforzheim gefahren.

Es hat die ganze Zeit heftig geregnet, aber nur so, dass die zweite Stufe des Scheibenwischers die Scheibe noch gut frei bekam. Außerdem war es stürmisch mit teilweise kräftigen Böhen. Ich habe den Seitenwind schon gemerkt und musste auch immer wieder die Richtung korrigieren, jedoch geht das mit der knackig direkten Lenkung des A2 echt gut. Für mein Gefühl ist er auch nicht besonders empfindlich für Seitenwind.

Der Wasserstand auf der Straße war unkritisch weil die Spuren vorraus fahrender Fahrzeug auch nach 100 m noch nicht wieder vollgelaufen waren.

Die ersten 300 km haben mich exakt vier Autos überholt. Manchmal hatte ich beim überholen anderer Autos das Gefühl, dass diese auf der rechten Spur parken.

So ähnlich wie mit einem schnellen Auto bei deutlich über 200 km/h.

Nur, mein Tempomat stand immer auf 105 km/h und in den Baustellen auf 85 km/h. Bei Aquaplaninggefahr wäre ich auf jeden Fall auf 80 km/h runter gegangen aber die war ja nicht gegeben.

 

Soweit die Umstände und jetzt meine Frage:

Ist es normal, dass mir meine Verbrauchsanzeige 6,5 l/100 km als Durchschnitt anzeigt?

 

Ich hätte ihn eher auf 5 l/100 km geschätzt 

Das Getriebe jault zwar laut vor sich hin aber so viel Verlustleistung sollte es dann auch nicht erzeugen können, denn der A2 rollt überraschend leicht.

 

Viele Grüße,

huebi 

Geschrieben

Guten Morgen Huebi,

 

ist der Reifendruck in Ordnung? (ich fahre 3.2bar rundum). Stimmt die Spur? Ist der 4-polige Kühlwassertemperaturgeber in Ordnung? Der kann im Kombiinstrument korrekt anzeigen, aber dem Stg. viel zu kalte Werte liefern, dann kommt der Motor nicht aus dem "Kaltstart-Kennfeld" und frisst "wie Sau".

 

Falls Du VCDS hast, würde ich mal auf Spurensuche gehen. 

Geschrieben

Ist auf den ersten Blick viel zu hoch aber bei den Bedingungen würde ich das jetzt erstmal nicht alzu erst nehmen, vielleicht hattest du die ganze Fahrt Gegenwind auch von vorne.

 

Teste den verbrauch nochmal, wenn es normal ist, also ohne Sturm und Regen und Kasseler Berge.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb S-Tronic:

Guten Morgen Huebi,

 

ist der Reifendruck in Ordnung? (ich fahre 3.2bar rundum). Stimmt die Spur? Ist der 4-polige Kühlwassertemperaturgeber in Ordnung? Der kann im Kombiinstrument korrekt anzeigen, aber dem Stg. viel zu kalte Werte liefern, dann kommt der Motor nicht aus dem "Kaltstart-Kennfeld" und frisst "wie Sau".

 

Falls Du VCDS hast, würde ich mal auf Spurensuche gehen. 

Ich fahre sogar 3,5 bar auf den Reifen.

Die Spurstangen und Spurstangenköpfe sind neu und Dennis hat mir beim Schraubertreffen die Spur perfekt eingestellt. Der Sturz passt auch auf beiden Seiten. Ein Domlager ist neu und das andere war noch unauffällig.

Den Doppeltemperatursensor hatte ich auch schon gegen einen gebrauchten ausgewechselt weil er mir während des Testens mit VCDS kaputt gegangen ist. Das war echt ein toller Zufall, das ich plötzlich gesehen habe, wie der Temperaturwert fürs Kombiinstrument plötzlich abgefallen ist.

Ich gehe trotzdem nochmal mit VCDS dran und kontrolliere ihn nochmal.

 

Das Thermostat ist auf Verdacht diese Woche auch neu gekommen weil gerade das Kühlwassers draußen war.

 

vor 4 Stunden schrieb Verratnix:

Wie hoch ist der gemessene tatsächliche Verbrauch ?

Den muss ich erst noch auslitern. Ich denke aber, dass die Größenordnung zumindest einigermaßen passen wird.

 

vor 4 Stunden schrieb A2 HL jense:

Ist auf den ersten Blick viel zu hoch aber bei den Bedingungen würde ich das jetzt erstmal nicht alzu erst nehmen, vielleicht hattest du die ganze Fahrt Gegenwind auch von vorne.

 

Teste den verbrauch nochmal, wenn es normal ist, also ohne Sturm und Regen und Kasseler Berge.

Die Bedingungen waren schon außergewöhnlich und ich denke auch, dass ich viel kräftigen Gegenwind hatte.

Die nasse Straße sollte auch etwa 0,5 l Mehrverbrauch verursachen.

 

Ich schaue mir die Werte während der Fahrt mal mit VCDS an und dann weiß ich mehr.

Geschrieben (bearbeitet)

Am Freitag (23.10.26) hatte ich auch heftigen Gegenwind und bin nach einer längeren Fahrt (letzte Etappe von Hannover nach Darmstadt über A7/A5 mit ein paar Buckeln um Kassel und ordentlich Windböen)

2026-10-24-Tageskilometer_1148.thumb.jpg.e994f405715dfef5ca5c3b1d2293f963.jpg

mit hohem Verbrauch (im Verhältnis zu meinem Standardverbrauch) vorzeitig an der Tankstelle gelandet.

Das hat mir einen neuen Rekord beim Rechnungsbetrag fürs Tanken beim A2 beschert:

2026-10-24-volltanken.thumb.jpg.318f8a855cd987b0ddf595dd6fe8d0da.jpg

Und dass man so viel HVO100 in den Tank eines A2 füllen kann, war mir auch neu.

Nach dem Tanken stand die erwartete Reichweite wieder auf dem normalen Stand.

2026-10-24-Reichweite.thumb.jpg.5ba440ac2787e535838b9c176de96a46.jpg

 

Ach ja, das ist ebenfalls ein AMF, 165er Winterreifen, 2,5 bar…

Edit: Meist so 100 km/h bis max. 120 km/h, aber nicht schneller.

Bearbeitet von ANY-Fahrerin
Ergänzung
Geschrieben

Um auf deine eigentliche Frage zurückzukommen, @huebi: Die Anzeige des Durchschnittsverbrauchs im Kombiinstrument wird relativ langsam nachgeführt. Wenn du vor Fahrtantritt die Anzeige zurückgesetzt hast, wird eine ganze Weile der Verbrauch aus der Startphase mit den ersten Kilometern angezeigt, das kann schon mal im Bereich 6,5 l/100 km liegen. Ich habe auch schon festgestellt, dass unmittelbar nach dem Abstellen des Fahrzeugs ein anderer, höherer Durchschnittsverbrauch angezeigt wird als direkt beim nächsten Fahrtantritt.

Wenn dein tatsächlicher Verbrauch auf der Strecke so hoch war, ist das definitiv zuviel. Ich habe deshalb die Vergleichsstrecke aus dem gleichen Zeitfenster beschrieben, da war auch heftiger (Gegen-)Wind und Regen. Mein Durchschnittsverbrauch ist wegen der Wetterverhältnisse schon hochgegangen, von meist um 3,7 l/100 km um gefühlt 0,1, deshalb war die Reserve auch schon bei 1100 km angegangen. In der Durchschnittsanzeige hat sich das aber noch nicht bemerkbar gemacht, die steht über eine Fahrdauer von 50 Stunden bei 3,7 l/100 km.

Ist dein AMF nicht der mit dem grünen Kennzeichen? Kann es sein, dass der Mehrverbrauch im Zusammenhang mit den Messeinrichtungen steht?

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb ANY-Fahrerin:

Ist dein AMF nicht der mit dem grünen Kennzeichen? Kann es sein, dass der Mehrverbrauch im Zusammenhang mit den Messeinrichtungen steht?

Jupp, das ist er.

Der Messrechner verbraucht maximal 28 Watt und die werden es nicht sein.

Geschrieben

Der hat doch den Hyundai i30 Ladeluftkühler. Ist es möglich, dass da irgendein Temperaturfühler Amok läuft und deshalb zuviel Diesel eingespritzt wird, weil die Motorsteuerung sagt: "Die Möhre ist kalt, hau mal mehr Sprit rein"?

Geschrieben

Ich denke, die ca. 10% weniger Energiegehalt des Pflanzen-(Raps-??) -Öls

gegenüber Diesel erklären den Mehrverbrauch zumindest teilweise.

Hast Du das auf dem Schirm?

 

Gruß

Horst

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb ANY-Fahrerin:

Der hat doch den Hyundai i30 Ladeluftkühler. Ist es möglich, dass da irgendein Temperaturfühler Amok läuft und deshalb zuviel Diesel eingespritzt wird, weil die Motorsteuerung sagt: "Die Möhre ist kalt, hau mal mehr Sprit rein"?

Ich habe gerade eine Probefahrt gemacht und dabei mir in VCDS die Temperaturen anzeigen lassen. Das neue Thermostat macht, was es soll und regelt die Temperatur zwischen 9 ºC und 92 ºC ein. Die Motortemperatur ist jetzt also perfekt in Ordnung. Auf der Rückfahrt von Lippetal am 10. Oktober habe ich an der Autobahn erst 60 ºC im Kombiinstrument angezeigt bekommen. Da habe ich dann nicht weiter gemessen, sondern gleich das Thermostat gewechselt. Jetzt ist da erstmal für mindestens 10 Jahre Ruhe mit dieser Baustelle.

 

Die Rücklauftemperatur des Sprits aus dem Zylinderkopf lag bei maximal 82 ºC, was auch vollkommen okay ist, denn vorm Tank sitzt ja noch der Rücklaufkühler und Polyethylen verträgt ganz entspannt 95 ºC.

Der Hyundai i30 Ladeluftkühler macht sich klasse. Der maximale Temperaturunterschied zwischen Aussentemperatur und Ansaugtemperatur am Ausgang des Ladeluftkühlers beträgt beim voll auf die Autobahn beschleunigen bei 2 bar Lededruck absolut, 33 ºK. Mit zunehmender Geschwindigkeit bei weiterhin Vollgas sinkt der Unterschied dann auf 30 ºK.
Leider habe ich vorher keine Messung mit dem alten Ladeluftkühler gemacht. Wenn ich einfach mal davon ausgehe, dass der Temperaturunterschied doppelt so hoch war, bekommt der Motor nun etwa 9,5% mehr Luftmasse. Das wird natürlich vom Motorsteuergerät kompensiert und entsprechend mehr Sprit eingespritzt.
Aaaber es wird immer noch nur so viel eingespritzt, wie an Energie gerade gebraucht wird.
Da nun tendenziell mehr Luftmasse in den Motor gelangt, kann etwas Leistung beim Verdichten der Luft verloren gehen. Da die Verbrennung mit grösserem Luftüberschuss besser und effizienter ist, reicht dann auch weniger Sprit. Insgesamt dürfte sich das aufheben.

Bearbeitet von huebi
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Opöl:

Ich denke, die ca. 10% weniger Energiegehalt des Pflanzen-(Raps-??) -Öls

gegenüber Diesel erklären den Mehrverbrauch zumindest teilweise.

Hast Du das auf dem Schirm?

 

Gruß

Horst

Ja, aber das sollten eher 5% sein.

Geschrieben

Ich sehe mal zu, dass ich mit als erstes die Abgasrückführung abschalten, denn die ist ganz schön aktiv.

Vorglühen darf er auch bei höheren Temperaturen und der Einspritzbeginn muss für den Kaltstart auch deutlich früher sein.

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