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Wissenswertes über Audi

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Audis braune Vergangenheit:
Nach dem Zusammenschluss mit dem NSU-Motorenwerk wurde die Auto Union 1985 in Audi umbenannt.

 

So geht das nicht.

 

Die Auto Union mit Sitz in Chemnitz wurde 1948 aufgelöst, die Reste u.a. in der IFA "demokratisiert" (DDR).

 

An der Gründung des "Zentraldepot für Auto Union Ersatzteile GmbH" 1945 in Ingolstadt waren tatsächlich ehemalige Auto Union-Vorstände beteiligt. Wenn man Schuld sucht, dann müsste man hier die einzelnen Biografien der Herren August Horch, Carl Hahn sen., Richard Bruhn und anderer untersuchen.

 

1949 gab es eine Kapitalerhöhung mit Geldern aus dem Marshallplan und vom bayerischen Staat, und das "Zentraldepot" wurde zur Auto Union AG. 1959 Übernahme der Auto Union durch Mercedes-Benz, 1964 Weitergabe der Mercedes-Anteile an Volkswagen, 1969 Fusion mit NSU. Der erste Nachkriegs-Audi war 1965 der DKW F103 mit einem bei Mercedes entwickelten Viertaktmotor. Vorstand war zu dieser Zeit Ludwig Kraus, von den Gründungsvorständen von 1945 war keiner mehr da.

 

Die von Audi selbst in Auftrag gegebene Studie zur Zwangsarbeit bei Auto Union in der Nazizeit zu nutzen, um den Namen mit "brauner Vergangenheit" in Verbindung zu bringen, ist zumindest unappetitlich.

Natürlich ist in Deutschland niemand, der zwischen 1936 und 1945 Verantwortung in einem Unternehmen trug frei von Verbindungen oder Verstrickungen mit der Unrechtsregierung und ihren Taten. Aber damit befasst sich der Text ja gar nicht. Er stellt nur die Verbindung Audi–> braun her. Und da genügt der Vergleich mit den beiden anderen deutschen Premiummarken, um kräftiges Kopfschütteln auszulösen. Es gibt bei Audi eben gerade keine Kontinuität durch den Krieg hindurch und danach.

 

(Quellen: Wikipedia, Carsablanca, Audi.de)

bearbeitet von cer

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Habe den Link gerade gelesen. Sehr schwierges Thema. Es hat sicherlich seine Berechtigung. Ich würde es aber in einem Forum wie diesem nicht vertiefen wollen.

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Volkswagen war Hitlers Idee.

 

Stimmt auch nicht. Man hat sich die "Idee" zueigen gemacht. Das Konzept war gab es schon spätestens 1933, unabhängig von irgendwelchen politischen Interventionen. Und zwar von verschiedenen Herstellern, unter anderem… NSU.

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Zuletzt habe ich museum mobile der Audi AG gearbeitet und kann zu diesem Thema folgendes sagen:

 

1. Der Gründer August Horch war zu keiner Zeit Mitglied der Partei.

 

2. Die Marke mit dem Stern war des Führers Liebling, nicht die Auto Union.

Während der Stern zur Entwicklung seiner Rennfahrzeuge 300.000 RM

bekam, mußte die AU erst Protest erheben, um einen ähnlichen Zuschuß

zu bekommen.

 

3. 1945 wurde das Zentraldepot für AUTO UNION Ersatzteile Ingolstadt GmbH

am 19.12. mit einem Kapital von 50.000 RM gegründet.

 

4. 1947, am 25. März, Gründung der AUTO UNION GmbH in Ingolstadt, sog.

1. AUTO UNION (es gab mehrere AU) durch die AUTO UNION AG, Chemnitz

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Mein oberflächlicher Kommentar war eigentlich auch nur so gemeint, daß im Grunde kaum eine Firma eine blütenreine Weste haben dürfte. Warum solche Vergangenheiten 70 Jahre nach Kriegsende wieder aufgekocht werden, bleibt mir schleierhaft. Was soll das bringen? Muss zB ich als Daimler-Mitarbeiter Schuldgefühle oder wenigstens ein schlechtes Gewissen haben?

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Musst Du nicht. Sorge lieber (mit) dafür, dass Daimler gute Autos baut.

Es gibt da auch einen gewissen Herrn Wagner, der 1883 verstarb und posthum zum Nazi erklärt wurde, weil der Gröfaz seine Musik mochte.

bearbeitet von horch 2
Rechtschreibfehler

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Nein, ein schlechtes Gewissen hilft keinem. Aber immerhin kümmert man sich seit einigen Jahren darum, Zwangsarbeitern oder ihren Familien zumindest eine materielle Entschuldigung zukommen zu lassen. Viel zu spät, die meisten sind ja längst gestorben. Aber Daimler tut es immerhin.

 

@Wagner: Schon wieder eine problematische Verkürzung. Es gibt von Wagner selbst genug Aussagen, die ein völkisches oder rassisches Denken zeigen. Dass das zu der Zeit en Vogue war, und er nicht der einzige, das kann man aber auch ins Bild einfügen. (Ich mag halt seine Musik und seine Themen einfach nicht, dieses düstere Geschwurbel.)

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Mich macht das kein bisschen betroffen. Begründung: Als dieser Teil der deutschen Geschichte geschah war ich nicht mal geboren. Ich nahm und nehme diesen Teil unserer Geschichte als Anlass stets ein waches Auge zu haben und Zivilcourage zu beweisen, wenn es darum geht darauf zu achten, dass sich so was nicht wiederholt.

 

Statt betroffen zu sein übernehme ich lieber aktiv Verantwortung.

 

Den Schuldschuh, den man uns als Nachkriegsdeutschen verpassen will, zieh ich mir jedoch nicht an. Wie soll ich schuld sein, wenn ich nicht mal auf der Welt war?

Dagegen wehre ich mich ebenso wie gegen politische Strömungen, die an unserer Demokratie und unserer Freiheitsliebe rütteln.

 

Mir ist es daher bei heutigen Kaufentscheidungen auch egal, was dieser oder jener Konzern fürher mal mit den Nazis gekungelt hat oder nicht. In jeder anderen Volkswirtschaft mit einem Diktator wäre das genau so gelaufen und läuft es auch so bis zum heutigen Tag.

Was will ein Konzern in einem diktatorisch regierten Land auch anderes machen? Er kann entweder nur profitieren (=Mitmachen) oder wird entzivilisiert und dann militarisiert (was sicher die schlimmere Variante ist).

 

Ist das Regime erst mal vorbei steht es für mich außer Frage, dass ein Konzern auch Entschädigungen an die Opfer zu zahlen hat. Aber: Das Geld sollte ausschließlich NUR für die Opfer sein!

 

Audi ist heutzutage ein Hersteller mit enormen Finanzreserven. Vorstöße denen nun eine Naziverpflechtung und somit Schuld anzuhängen...das war nur eine Frage der Zeit, denn das Geld von Audi weckt viele unterschiedliche Begehrlichkeiten.

 

Die Vorgehensweise ist immer gleich. Erst werden möglichst Viele betroffen gemacht, dann gibt es Prozesse und dann wird abkassiert.

Käme das geld wenigstens den Opfern zu gute, dann wäre das im Sinne, dass wir Heutigen nicht schuld sind, aber die Verantwortung mittragen, ja noch ok.

Aber an den Geldern bedienen sich ja überwiegend andere. Wirkliche Opfer gibt es zudem auch nicht mehr Viele.

 

Als deutsche Konzerne (und auch schweizer Banken) zahlten kam von den Geldern kaum etwas bei den Opfern an. Diese Erfahrungen haben wir ja bereits machen müssen. Ich kenne Opfer der Nazizeit persönlich, die seinerzeit Anträge nach USA gestellt haben um ihren Anteil an Nachzahlungen für Zwangsarbeit etc. zu erhalten, den amerikanische Reachtsanwälte erstritten haben.

 

Plötzlich mussten die echten Opfer einen Rassennachweis führen, dass sie auch wirklich Juden sind...geprüft wird das bis heute und Geld gab es bis heute nicht.

Gezahlt hat Deutschland aber. Ich bin da also vorsichtig, was jemand wirklich will, der uns im Hinblick auf die Nazivergangenheit betroffen machen will.

 

Audi's Vergangenheit so hinzubiegen, dass sich diese vielleicht mal, sozusagen, weißzahlen müssen...dieser Versuch wirkt auf mich sehr bemüht.

 

Käme irgendjemand auf die Idee beispielsweise die Nazivergangenheit der tschechischen Eisenbahn (ließen sich die Transporte von Juden als Gruppenreisen bezahlen) anzuprangern? Oder die der italienischen Landwirtschaft (Ließen sich Juden als lohnlose Landarbeiter zur Verfügung stellen)? Auf keinen Fall; denn da ist nichts zu holen.

 

Man müsste sich schon bewusst blindstellen, wenn man den Zusammenhang zwischen Anprangern und dem Vermögensstand des Angeprangerten übersehen wollte.

 

Die Opfer von damals werden ein weiteres Mal zu Opfern, weil man ihr schweres Schicksal dazu missbraucht Kapital daraus zu schlagen.

 

Im Sinne der Verantwortung, die wir als Nachkriegsdeutsche tragen, müssten wir bei solchen Dingen viel mehr Selbstbewusstsein zeigen und den Opfern wahrhaftig zur Seite stehen, statt uns stumm solchen Geschäftemachern zu beugen. Aber...so frei im Herzen und im Kopf sind wir noch nicht.

 

sorry, das wurde nun viel Text...bewegte mich aber auch sehr.

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Wie gesagt: Audi hat diese Untersuchung selbst in Auftrag gegeben. Dass die Saftpresse versucht, daraus einen Skandal zu schnitzen muss niemanden wundern.

Dabei ist MSN noch besser als Web.de, das "Nachrichtenportal", das es mühelos schafft dauerhaft unter Bild-Niveau zu bleiben.

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Heute möchte ich meinen Beitrag fortsetzen. Siehe oben.

 

Forts. 4.: Das Stammkapital betrug damals 200.000 RM. Es wurde das gesamte

Westvermögen der AUTO UNION AG erworben. Die sog. 1. AU hatte den Zweck, das gesamte Ersatzteilegeschäft zu sichern und das westdeutsche Vermögen zusammenzufassen.

 

5. 1948: Am 17. August wird die AUTO UNION AG, Chemnitz, im Handelsregister durch die Russen gelöscht. Das ist der eigentliche Startschuß für die Gründung der AU GmbH in Ingolstadt.

 

6. 1948: Endes des Jahres erwarb die Auto Union GmbH das Ersatzteiledepot.

Damals fuhren im Westen etwa 25.000 DKWs, die mit Teilen versorgt werden konnten. In dieser Zeit etwa entwickelte man den Schnelllaster und baute ihn in Ingolstadt.

 

7. 1949: Am 3. Sept. wird die 2. AUTO UNION GmbH in Ingolstadt gegründet.

3 Mio. DM beträgt das Gesellschaftskapital. Hauptaktionär ist die 1. AUTO UNION GmbH (1,2 Mio.). Sie bringt gesamten Grundbesitz, Ersatzteilegeschäft und eine Generallizenz auf alle Schutzrechte ein. 0,9 Mio. sind vom Bankhaus Oppenheim. Gesellschafter sind u. a. Dr. Bruhn und Dr. Hahn. Geschäftsführer ist Dr. Bruhn, Dr. Hahn sein Stellvertreter.

 

Im gleichen Jahr kauft man im Osten die RT (Reichtstyp) 125 zurück und baut sie mit dem Zusatz W (West) bis 1952. Es folgt die RT 125 H (Hinterradfederung), die bis 1957 gebaut wird.

 

8. 1951: Kapitalerhöhung auf 5,5 Mio, davon sind 2,5 Mio. von Ernst Göhner,

einem früheren Geschäftspartner der AU. Göhners Anteile steigen bis 1954 auf 12,3 Mio., dass sind 40,5 % von jetzt 30 Mio. AU Kapital.

 

9. 1958: Am 24. April erwirbt DB AG 87,8 % des Gesellschaftskapitals. Dazu

muß man sagen, dass dies heimlich, also ohne Wissen der AU Geschäftsführung geschah - über Mittelsmänner. Eingefädelt hatte das alles Friedrich Flick, der ein größeres Aktienpaket bei DB hatte.

DB baute das modernste Automobilwerk Europas und wollte den Zweitakter durch einen Viertakter ablösen. Die Geschäftsführung AU war dagegen, da die Geschäfte gut liefen und die Herstellung eines 2-Takters billiger war. So gab es ständig Spannungen zwischen Ingolstadt und Stuttgart. Letztere spielten sich als Herrscher auf.

 

10. 1962: Der Standort Düsseldorf, Produktionsstätte für 483.368 DKW

Wagen, wird von DB übernommen. Er zeichnet sich eine Trennung

ab. 1963 ist eine Kapitalerhöhung auf 80 Mio. DM.

 

11. 1964: Im Dezember wird das Kapital auf 160 Mio. DM erhöht. VW

übernimmt sofort 50,3 Prozent.

1963 ist der Winter so streng, dass die Donau zufriert! Die DKWs haben aufgrund ihrer Frischölautomatik etc. ihre Probleme. Etwa 30.000 Fahrzeuge stehen auf Halde. Dazu kommt das Gerücht, DKW baut Viertakter.

Das Geschäft bricht ein, Flick leitet die Trennung zu VW ein.

 

12. 1965: Der erste Audi nach dem Krieg kommt auf den Markt. Die anderen drei Namen kommen nicht in Frage. Der Audi 72 kommt im Kleid

des DKW F 102/103. Der F 102 ist der letzte Zweitakter 1966.

Vater des Audi 72 ist Ludwig Kraus, der in Ingolstadt zur Oberrealschule ging und von Mercedes,dort Leiter Rennsportabteilung, zur AU kam. Einer also, der den Leichtbau bei Audi innitierte und forsierte. Kraus nannte den Audi 72 wegen seiner Mischkarosserie "Bastard".

 

13. 1966: Die VW AG akzeptiert offiziell den Namen Audi. Audi wird 100%ige

VW Tochter. Es gilt der Gewinn- und Verlustvertrag.

 

:rolleyes: 1967: Audi ist es vertraglich verboten, eigene Modelle zu entwickeln. Kraus

kreiert heimlich, also schwarz, den Audi 100. Leiding, sein Vorgesetzter, weiß nichts davon, entdeckt bei einem Rundgang zufällig das Plastelinmodell des Audi 100 im Maßstab 1:1 und ist entsetzt. Kraus`Argument: mit einem Modell wird das Unternehmen nicht überleben. Was VW da denkt, ist ihm egal. Er fürchtet keine Entlassung, so seine Aussage.

Leiding gefällt das Modell und man greift zu List.

 

Leiding trixt VW aus: Er stellt Antrag auf eine "Karosserieänderung" die ihm genehmigt wird. Das Modell überzeugt Prof. Nordhoff und der gibt grünes Licht.

Ab 1968 wird der Audi 100 gebaut, insgesamt 800.000 Mal.

 

14. 1969: Die VW AG erwirbt die NSU AG, Neckarsulm, Grund: Wankelmotor.

Im August ist die Fusion NSU AG und AU GmbH. Die NSU AG übernimmt als AG die GmbH. Es entsteht die Audi NSU AUTO UNION AG., Sitz Neckarsulm.

Der Name wird lang, weil aus traditionsgründen niemand auf seinen Namen verzichten will.

 

15. 1971: Die Audi NSU Auto Union AG verwendet offiziell den Slogan

"Vorsprung durch Technik" im Januar in einer großen Anzeige. Entstanden durch die vielfältigen Konzepte (z. B. Ro 80, Motorräder, Zwei-, Vierzylinder) im Unternehmen. Hans Bauer, MA in der Werbeabteilung Neckarsulm, hatte diese geniale Idee.

 

16. 1972: Start des Audi 80 in Leichtbauweise (836 kg!). Piech kommt zu

Audi.

 

17. 1974: Start des Audi 50 in Leichtbauweise, erster Audi Kleinwagen.

Vater ist Ludwig Kraus.

Ludwig Kraus konzipiert auch das Baukastensystem, das von VW

übernommen wird. Aus dem Audi 50 wird der Polo und aus dem

Audi 80 der Passat.

 

18. 1976/77: Während einer Winterfahrt bei Wettstetten fällt die Entscheidung

gegen den Heckantrieb. Piech fährt bei dieser Fahrt ein frontgetriebenes Fahrzeug, Dr. Behles (ich weiß es nicht mehr genau) fährt ein heckgetriebenes. Das heckgetriebene Fahrzeug fliegt aus der Kurve, das frontangetriebene bleibt bei der gleichen Geschwindkeit in der Spur. Piech: Der Heckantrieb ist für tot. Jeder andere Antrieb ist willkommen.

Den Vorschlag zum Vierradantrieb macht Jörg Bensinger, Leiter Versuch Fahrwerke. Übernahme Vierradantrieb aus Munga und Iltis in einen Versuchswagen Audi 80. Der letzt Ro 80 läuft vom Band.

 

19. 1980: Hannu Mikola gewinnt - außer Konkurrenz - als Streckenfahrzeug mit seinem quattro die Portugal Ralley mit fast einer halben Stunde Vorsprung.

Mikula hat übrigens große Verdienst um die Entwicklung des quattro, niemand anders. Röhrl kam erst 1984 zu Audi. Der Audi quattro kommt auf den Markt.

 

1982: Markenweltmeister, 1983: Fahrerweltmeister Mikola; 1984: Marken- und Fahrerweltmeister Stig Blomqvist.

 

Übrigens: VW wollte als Namen für den Allradler "Karat", eine Parfümmarke. Audi bekam Wind davon. Nahm eine Flasche Parfüm mit, ohne VW-Wissen.

Als der Vorschlag kam, öffnete man das Fläschchen und ließ riechen. Das genügte. Karat war vom Tisch und der Name "quattro" war durch.

 

20. 1985: Der Name wird auf AUDI AG gekürzt, Sitz ist Ingolstadt.

 

21. 1986 kommt der Audi 80 mit vollverzinkter Karosserie. Ein Jahr vorher waren es die Audi Modelle 100/200.

 

22. 1993: Nach 15 Jahren Forschungsarbeit wird auf der IAA der Audi ASF

präsentiert.

 

23. 2000: Der A2 kommt als erstes Großserienfahrzeug Alluminium der Welt

zum Verkauf. 1997 wurde er auf der IAA mit riesigem Erfolg, den ich persönlich erlebt habe, präsentiert.

 

 

Soviel zur Audi- und NSU-Geschichte aus meiner Sicht. Viele Persönlichkeiten der damaligen Zeit durfte ich persönlich kennenernen und erleben.

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Tolle Zusammenfassung.

Hier noch eine Frage:

Ganz tief im Langzeitgedächnis steht bei mir, dass der Golf (der VW ja damals den Arsch gerettet hat) eigentlich von Audi kam und eine Auftragsentwicklung von Audi an ein italienisches Ingenieurbüro war.

Oder habe ich da falsche Erinnerungen?

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Von Audi kam der Polo, das war eigentlich der Audi 50. Zum Golf gibt es einiges, was direkt von VW aus – als Nachfolger des Käfer – entwickelt oder beauftragt wurde, da hat Audi, soweit ich weiß, nichts damit zu schaffen. Das italienische Ingenieurbüro wäre dann Giugiaro, die den Golf, wie er dann gebaut wurde fast 1:1 konzipiert haben, während man in Wolfsburg noch Heck- und sogar Mittelmotoren für möglich hielt. Korrigiert mich bitte…

 

Interessant wäre, im Hinblick auf den Eingangspost, wer genau die Audi-Führungskräfte in den ersten 30 Nachkriegsjahren waren, und da meine ich nicht nur die Vorstände und Vorstandsvorsitzenden, sondern z.B. auch die Personalverantwortlichen.

 

(Kleine Story am Rande: Jala war genau zu der Zeit für die Betreuung der Praktikanten in Ingolstadt verantwortlich, als ich dort meine Praktikümmer hatte. Ich erinnere mich an die Einführungsveranstaltung mit J.L. und an eine Betriebsversammlung in der Fertigung, bei der Dr. Habbel seinen Ausstand als Vorstandsvorsitzender gab, vor Allem an den leicht absurden Beginn seiner Rede: "Abschied ist ein bisschen wie Sterben…" Tränen gab es, glaub ich, auch.)

 

PS: Noch eine Zusatzfrage an Jala: Dass in Ingolstadt eine Zeit lang (1965 - 1969) VW Käfer gefertigt wurden, das vermerkt die Audi-Geschichtsschreibung ja ganz offiziell. Diese Aufträge haben die Auto Union durch eine schwere Zeit gerettet.

Was aber ist bitte von folgendem Gerücht zu halten, das mir damals, als ich im Praktikum war, erzählt wurde: In Ingolstadt seien auch mal einige Monate lang im Auftrag BMWs (das wären dann wohl 3er – E21) gebaut worden?! Ist das Seemannsgarn? Oder ein bis heute wohl gehütetes, offenes Geheimnis?

bearbeitet von cer

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Noch was zu Golf/Polo.

Eigentlich war der Polo als Käfer-Nachfolger gedacht. Man war ziemlich überrascht, dass der Golf deutlich mehr Absatz machte und dadurch die Rolle des "Volks"wagens übernahm.

Unvergessen für mich ist, wie VW wegen der öffentlichen Kritik an fehlender Innovation in einer Marketingoffensive seine ganzen Prototypen aus der Entwicklung vorführte. Soweit ich mich erinnere, alles Heckschleudern mit Luftkühlung - ein Desaster.

 

@cer

Die BMW Story würde mich wundern. BMW stand selbst am Abgrund und hing am Erfolg des 1500. Die Nomenklatur 3er war da noch nicht vorhanden. Aber wie gesagt - Erinnerungen können täuschen.

bearbeitet von horch 2

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a) Polo als geplanter Käfer-Nachfolger erschient mir unplausibel – weil, wie gesagt, eine reine Audi-Entwicklung. Das technische Konzept (Schrägheck, Frontmotor quer) ist natürlich ähnlich dem des Polos, aber da gab es vorher schon andere… (z.B. den tendenziell sensationellen Tranbant-Nachflger P603 im "Osten", der Mitte der 60er fertig war – den R5, den Peugeot 107, den Fiat 127 und natürlich den Mini.)

1. Original Golf I IG e.V. - Der Urgolf von VW im Originalzustand: Ein besonderer Youngtimer

 

b) Wenn ich E21 schreibe, meine ich E21, und damit rede ich nicht von den 60ern, sondern eben von der Zeit als der erste Dreier gebaut wurde: 1975 - 1983. Und, Entschuldigung wenn ich da jetzt etwas zickig werde: Gerüchte und Vermutungen haben wir schon. Was ich zu diesem Thema gerne hätte ist die Aussage von jemandem, der genau weiß, was in der fraglichen Zeit im Hause abging.)

bearbeitet von cer

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Auch, wenn es keine vernünftige Antwort ist: ich halte das für extrem unwahrscheinlich, weil man nicht mal einfach so für einige Monate ein komplett fremdes Fahrzeug fertigt. Allein der Aufwand, der für die Anpassung und Einrichtung der Anlagen nötig ist, macht solch Vorhaben absurd teuer und damit unwirtschaftlich.

Vielleicht wurden mal Teile für BMW produziert, zB Bleche...aber mehr?!

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Ich finde die Story aus vielen Gründen absurd, deswegen frage ich ja.

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Tolle Zusammenfassung.

Hier noch eine Frage:

Ganz tief im Langzeitgedächnis steht bei mir, dass der Golf (der VW ja damals den Arsch gerettet hat) eigentlich von Audi kam und eine Auftragsentwicklung von Audi an ein italienisches Ingenieurbüro war.

Oder habe ich da falsche Erinnerungen?

 

 

Zitat: "Auftragsentwicklung von Audi an ein italienisches Ingenieurbüro war." Dazu:

 

Richtig ist, dass der Golf, der im Juni 1974 auf die Produktionslinie kam, eine VW Entwicklung ist. Desing ist von Giugiaro. Keine Audi Entwicklung somit.

bearbeitet von Jala
Antwort auf die VW Frage

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Hallo cer,

 

von dem Gerücht, in Ingolstadt seien auch BMW-Fahrzeuge gefertigt worden, ist nichts zu halten weil sie falsch sind. Es wurden auch keine BMW Teile gefertigt.

 

Das Gerücht mag wohl daher rühren, dass man im Bayerischen Raum überlegt hatte, ob eine Zusammenführung AU und BMW beiden kriesengeschüttelten Unternehmen evtl. helfen könnte.

 

Durch die VW-Übernahme erledigte sich das Thema.

bearbeitet von Jala

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Schlimm genug, dass von 1958-1964 Daimler Benz bei Audi, bzw der Auto Union das Sagen hallte. Doch Daimler wußte wohl nicht so richtig was sie damit anfangen sollten und schoben das Unternehmen Auto Union nach Volkswagen ab. Das haben die Herren sicher mittlerweile bereut.

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Das Thema Golf, Passat, Polo, Audi 50 und Audi 80 ist ganz interessant.

 

Um das Thema zu verstehen, muß man wissen, wann welches Modell gefertigt bzw. auf den Markt kam.

 

Audi 80: 1972 (bis 78)

Passat Fließheck: Frühjahr 1973

Golf: Juni 1974

Audi 50: Herbst 1974 (bis 78)

Polo: 1975 (bis 81)

 

Schon die Jahreszahlen verraten, welche Produkt- und Marktstrategie VW damals gegenüber Audi hatte.

 

Im Prinzip war es so: Audi lieferte die Ideen, VW übernahm diese und brachte sie zuerst auf den Markt. Der Beherrschungsvertrag machte das möglich.

 

Und noch mehr. Der Konzern mußte sich konsollidieren. Das gelang gut, weil durch die Gleichteilepolitik Mittel beim Einkauf, in der Produktion und Entwicklung gespart werden konnten.

 

Nicht nur dort. Auch im Vertrieb wollte man dies. Beide Vertriebe, also die von VW und die von Audi wurden zur VAG zusammengelegt. Audi verlor sämtliche Vertriebsfunktionen. Man erlaubte uns lediglich PR-Arbeit.

 

Audi lieferte die Fahrzeuge an die VAG und diese verkaufte sie. Dazu gab es einen eigenen Abrechungsmodus. Ergebnis: ein Audi 200, V8 und VW Polo standen im Schaufenster nebeneinander. Es gab auch ein kleines Chaos in Bezug auf das Kürzel VAG. Niemand wußte so Recht dessen Bedeutung. Auch die CI-Farben wechselten oft.

 

Dies endete schließlich in der Einsicht, dass eine Premiummarke und ein Volkswagen verschiedene Klientel ansprechen und deshalb zu trennen sind.

 

Aber es war bis dahin ein harter Kampf. Da könnte ich viele Geschichten erzählen ...

bearbeitet von Jala

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...........Aber es war bis dahin ein harter Kampf. Da könnte ich viele Geschichten erzählen ...

 

Aufschreiben! Diese ganzen Stories sind hochinteressant, gehen aber biologisch bedingt verloren. Spätere Generationen recherchieren dann - meistens falsch.

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Da enstand auch schon mal sowas:

(Bild)

....Wurde in Deutschland nicht verkauft.

Offenbar aber in England. Oder Japan? :rolleyes:

bearbeitet von horch 2

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Offenbar aber in England. Oder Japan? :rolleyes:

 

Dieses Auto kommt aus England. Ich habe ihn am 18.05. in Stadtlohn gesehen. Dort steht auch noch ein zweiter Audi 80 Variant bzw Audi Fox Station Wagon.

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Da enstand auch schon mal sowas:

(Bild)

Wurde in Deutschland nicht verkauft.

Aber er fuhr auch auf deutschen Straßen. :rolleyes::D

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Aber er fuhr auch auf deutschen Straßen. :rolleyes::D

 

Das ist ja auch ein Audi 60-75-90 Variant. den gab es offiziell in Deutschland zu kaufen. Als 2-türigen Kombi.

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Hallo cer, ich zitiere Dich:

 

..."a) Polo als geplanter Käfer-Nachfolger erschient mir unplausibel – weil, wie gesagt, eine reine Audi-Entwicklung. Das technische Konzept (Schrägheck, Frontmotor quer) ist natürlich ähnlich dem des Polos." Zitatende.

 

cer, das ist völlig richtig. Audi 50 ist eine reine Audi Entwicklung. Was vielleicht viele nicht wissen können ist, dass Ludwig Kraus es war, der dieses technische Konzept, Motor vorne quer, Frontantrieb, vorgab und realisierte.

 

Dieses Konzept setzte sich auch bei der VW Mutter durch.

 

Was viele nicht wissen ist, dass der Audi 50 eine der schnellsten Entwicklungen in der Automobilgeschichte ist. Seine Entwicklungszeit betrug lediglich 21 Monate. Die Arbeit leisteten damals die Kollegen in Neckarsulm. Toll, nicht?

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Das ist ja auch ein Audi 60-75-90 Variant. den gab es offiziell in Deutschland zu kaufen. Als 2-türigen Kombi.

 

Oh, da habe ich mich vergriffen - aber jetzt dafür zwei Bilder ;). Irgendwo habe ich auch noch ein Bild auf öffentlicher, deutscher Straße, wenn ich es finde, stelle ich es ein. :rolleyes:

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Aufschreiben! Diese ganzen Stories sind hochinteressant, gehen aber biologisch bedingt verloren. Spätere Generationen recherchieren dann - meistens falsch.

 

 

Lieber Horch2,

 

die Aussage ist völlig richtig. Vielleicht überlege ich mir das noch...

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He, Ja aufschreiben ................

 

Nur durch die SCHRIFT erhalten sich die Toten im ANDENKEN der LEBENDEN.

Verkehren die ENTFERNTEN mit einander, als stünden Sie sich zur Seite

 

Nur die SCHRIFT allein bewahrt die trefflichen Gedanken weiser Menschen und die AUSSPRÜCHE der GÖTTER,

JA selbst alle PHILOSOPHIE und WISSENSCHAFT,

 

und ÜBERGIBT SIE immer von JAHRHUNDERT zu JAHRHUNDERT

den kommenden Geschlechtern.

 

(von "Diodorus Siculus" 1.Jahrhundert v.Ch.)

 

Und der Anfang ist ja hier weiter oben schon gemacht -> eventuell könnte dies dann mal im "WIKI" mit untergebracht werden! :TOP:

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Irgendwo habe ich auch noch ein Bild auf öffentlicher, deutscher Straße, wenn ich es finde, stelle ich es ein. :rolleyes:

Gefunden, und gleich noch ein Audi 50 dazu. :)

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Aufschreiben! Diese ganzen Stories sind hochinteressant, gehen aber biologisch bedingt verloren. Spätere Generationen recherchieren dann - meistens falsch.

Lieber Horch2,

die Aussage ist völlig richtig. Vielleicht überlege ich mir das noch...

Bitte nicht vielleicht. Mach's. Du unterschätzt Dein Wissen. Mit dem Hintergrund kann ein Buch draus werden. Fang einfach an.

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Bei allem Respekt: Ich bin sicher, Jala hat ein paar lesenswerte Geschichten auf Lager, absolut, und ich finde das mit dem Schreiben auch eine gute Idee.

Aber: Die meisten Informationen in diesem Thread stehen bereis in Büchern. Da wäre z.B., um mal anzufangen, Vier Ringe, im Delius Klasing Verlag erschienen, eine Art umfassende, offizielle Geschichte von Audi und Auto Union. Sehr lesenswert, auch wenn viele schöne Bilder drin sind.

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Was viele nicht wissen ist, dass der Audi 50 eine der schnellsten Entwicklungen in der Automobilgeschichte ist. Seine Entwicklungszeit betrug lediglich 21 Monate. Die Arbeit leisteten damals die Kollegen in Neckarsulm. Toll, nicht?

 

Ich finde das überhaupt nicht toll, weil zwar ein ganz gutes Grobkonzept, ansonsten aber die schlechtesten Konzern Autos aller Zeiten dabei entstanden sind.

Der Polo hat ja quasi bis zur heutigen Generation gebraucht, um ein richtiges Auto zu werden. Alles davor waren gruselige Klapperkisten zu überhöhten Preisen. Beim Wettbewerb gab es permanent Autos, die Mindestens eine Generation voraus waren.

:D

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Von Audi kam der Polo, das war eigentlich der Audi 50. Zum Golf gibt es einiges, was direkt von VW aus – als Nachfolger des Käfer – entwickelt oder beauftragt wurde, da hat Audi, soweit ich weiß, nichts damit zu schaffen. Das italienische Ingenieurbüro wäre dann Giugiaro, die den Golf, wie er dann gebaut wurde fast 1:1 konzipiert haben, während man in Wolfsburg noch Heck- und sogar Mittelmotoren für möglich hielt. Korrigiert mich bitte…

 

...

 

Man war in Wolfsburg komplett verzweifelt, hatte auf einer Messe Konzepte von Giugiuaro gesehen und ihn eingeladen. Er rechnete mit einem Treffen auf Arbeitsebene, war dann aber nicht schlecht erstaunt, sich gleich beim ersten Besuch in den heiligen Hallen des Vorstands wiederzufinden.

Seine Vorstellung muss dann wohl ganz gut angekommen sein :cool:

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Eine Sache muss man vielleicht auch noch erwähnen (nachdem der Thread sich zum allgemeinen Historienfaden entwickelt hat):

 

Die Daimler-Benz-Phase bei der Auto Union wird von Audi-Fans oft als etwas dargestellt, das man am besten gleich vergisst. Aber der Viertakter im F103 war eine Mercedes-Entwicklung. Dieser so genannte Mitteldruck-Motor (weil er für einen Benziner sehr hoch verdichtet war – Arbeitsdruck zwischen dem klassichen Benziner und einem Diesel) machte zwar erhebliche Probleme, war aber doch der Vorfahre aller Audi-Motoren über viele Jahre.

Auch der Fünfzylinder wurde (allerdings in Ferdinand Piechs Ingenieurbüro) für Mercedes Benz entwickelt, zuerst als Diesel.

 

Wenn man das weiter denkt kommt man zum Schluss:

– Erst hat Mercedes die Auto Union gerettet, nicht nur durch die Übernahme der Aktienmehrheit, sondern auch durch "Spenden" des Viertakters.

– Und dann hat Auto Union Volkswagen zukunftssicher gemacht, in dem die erste Generation moderner Alltagsautos (bis auf den Golf / Scirocco) praktisch reine Audi-Entwicklungen waren (…und selbst der K70, der ja als Vorläufer des Passt gelten könnte, war als NSU in NSU entwickelt worden).

 

Ohne Mercedes gäbe es heute also zwei der wichtigsten Marken in der Welt des Autos vielleicht gar nicht mehr (und die Stuttgarter hätten erheblich weniger qualifizierte Konkurrenz…)

Ich finde das lustig. Fast wie im richtigen Leben.

bearbeitet von cer

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Ich finde das überhaupt nicht toll, weil zwar ein ganz gutes Grobkonzept, ansonsten aber die schlechtesten Konzern Autos aller Zeiten dabei entstanden sind.

Der Polo hat ja quasi bis zur heutigen Generation gebraucht, um ein richtiges Auto zu werden. Alles davor waren gruselige Klapperkisten zu überhöhten Preisen. Beim Wettbewerb gab es permanent Autos, die Mindestens eine Generation voraus waren.

:D

 

Hallo Rotes Sofa,

 

ich spreche vom Audi 50, nicht vom Polo.

 

Der Audi 50 hat qualitativ nicht die Chance gehabt ein echter Audi zu werden, weil er von VW bei VW gefertigt wurde, also nicht die Handschrift Ingolstadts bekam.

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Aber: Die meisten Informationen in diesem Thread stehen bereis in Büchern. Da wäre z.B., um mal anzufangen, Vier Ringe, im Delius Klasing Verlag erschienen, eine Art umfassende, offizielle Geschichte von Audi und Auto Union. Sehr lesenswert, auch wenn viele schöne Bilder drin sind.

 

Hallo cer,

 

das ist richtig, und wie Du schreibst, ist es die offizielle Geschichte.

 

Wenn, dann habe ich ganz andere Vorstellungen. icon12.gif

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die offizielle Geschichte.

Wenn, dann habe ich ganz andere Vorstellungen.

 

Das meinte ich. Das wird dann auch richtig spannend.

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..." Doch Daimler wußte wohl nicht so richtig was sie damit anfangen sollten und schoben das Unternehmen Auto Union nach Volkswagen ab. Das haben die Herren sicher mittlerweile bereut."

 

Hallo nupi,

 

doch, DB wußte schon, was mit der AU geschehen sollte.

 

Ziel bzw. Hintergrund der ganzen Aktion von DB bzw. Flick war, die damals schwache AU in der Mercedes-Modellpolitik als Unterbau zu verwenden. Die entsprechenden Motore und sogar Karosserien waren in den Startlöchern.

 

Das Ganze scheiterte an der Überheblichkeit der DB-Führung, die sehr abfällig gegenüber der Führungsmannschaft der AU auftrat als auch an der Tatsache, dass man bei der AU mit allen Mitteln verhindert wollte, die eigene Identität und Tradition zu verlieren.

 

Vergessen wir nicht, Flick hatte die AU-Geschäftsanteile heimlich über Mittelsmänner und somit ohne Wissen der Auto Union GmbH erworben.

 

Die Zusammenarbeit Mercedes und AU GmbH war keine.

 

Der Winter 1962/63 hatte es in sich. Bodensee und Donau froren bei -30 Grad C zu. Die Frischölautomatik in den DKW-Modellen versagte. Folge: Zigtausend DKW standen damals auf Halde. Dann kam das Gerücht auf, DKW-Modelle bekommen einen Viertakter.

 

Der Verkauf von DKW brach zusammen. Jetzt kam einer wieder ins Spiel: Friedrich Flick. Er leitete den Weiterverkauf an VW ein.

 

Die Forsetzung der Geschichte kennen wir.

 

Ich finde, dass das, was dann folgte, so in Ordung ist. Alles andere ist Spekulation.

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Hallo Rotes Sofa,

 

ich spreche vom Audi 50, nicht vom Polo.

 

Der Audi 50 hat qualitativ nicht die Chance gehabt ein echter Audi zu werden, weil er von VW bei VW gefertigt wurde, also nicht die Handschrift Ingolstadts bekam.

 

Ja, da stimme ich zu, mit einem weiteren Jahr Entwicklung bei Audi hätte aus dem 50er was werden koennen. Und eine in Ingolstadt entwickelte 2. Generation wäre vermutlich ausgereifter gewesen als das, was dann tatsaechlich auf die Strasse kam... :rolleyes:

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Das meinte ich. Das wird dann auch richtig spannend.

Also doch in's Wiki. Oder ein neues Buch. Titelvorschlag: Audi Inside

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OT gefragt: was war denn verkehrt an der zweiten Polo-Generation?

 

Abgesehen von sich selbst zerstörenden Ladern beim Polo G40 Ist mir nichts bekannt.

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