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st_

Bremse ein Stück weich / Totgang

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Ich hab ein komisches Problem an der Bremse, die Bremswirkung ist da, aber das Pedal lässt sich jetzt plötzlich tiefer durchdrücken bevor ein Widerstand kommt als vorher.

Bei meinem A2 war die Bremse immer recht hart, schon bei minimalem Pedalweg hatte ich einen festen Widerstand und gute Wirkung.

Am Anfang war die Umstellung sogar so extrem, dass ich ein paar mal fast an der Scheibe geklebt bin. 

Seit heute Nachmittag ist die Bremse aber mehr so wie beim Golf wo ich mich frage ob da irgendwann auch mal was kommt.

 

Erster Gedanke: Luft im System.

Ja klar, ich werde entlüften (grad optimal mit dem Schnee) aber ich habe lange nichts an der Bremse getan und verstehe nicht wie da Luft reinkommen könnte.

Die Bremsflüssigkeit ist 3mm unter Maximum, das ist mit dem Verschleiß meiner Meinung nach vereinbar.

Ist es möglich, dass irgendwie "von selbst" Luft in ein Bremssystem kommt?

Die Flüssigkeit ist vielleicht 1 Jahr alt oder so (habe die hinteren Bremsen noch nicht lange gemacht).

 

Zweiter Gedanke: Hauptbremszylinder

Das Pedal gibt wenn der Druckpunkt einmal erreicht ist nicht mit der Zeit nach, auch nicht langsam, egal ob mit Motor aus oder Motor ein.

Dichtungen sollten also OK sein.

Kann es sein, dass eine Rückstellfeder im Zylinder bricht?

Aber das Pedal geht schon wieder ganz zurück, sind da noch andere Federn im System die das Pedal rückstellen oder nur die zwei im Hauptbremszylinder?

 

Bremskraftverstärker:

Wenn ich den Motor bei gedrückter Bremse starte gibt das Pedal deutlich nach, so wie das sein soll.

Ohne Motor ist der Druckpunkt fast normal, aber mit Motor ein kann ich das Pedal sehr weit fast ohne Widerstand drücken.

Mir kommt fast vor als wäre der Unterschied zwischen Motor aus und an zu viel, aber das probiert man auch nicht alle Tage (obwohl man es vielleicht sollte).

 

Druck im System:

Mit VAG-COM ausgelesen, ca. 130 Bar mit Motor an, und ich meine ca. 60 Bar mit Motor aus. Beide Kreise ganz gleich.

Kommt mir normal vor.

 

Geräusche:

Kein Zischen im Fahrzeug zu hören, auch nicht draußen mit abgenommener Motorhaube wenn der Motor läuft und ich die Bremse betätige.

Ich höre ein leises Zischen unten am Pedal wenn ich es schnell drücke, aber ich meine das ist nur die Luft die beim Faltenbalg ausströmt.

An den Vakuumschläuchen zum Bremskraftverstärker habe ich gewackelt, aber auch das produziert kein Geräusch.

 

Habt Ihr vielleicht eine Idee was das sein kann?

Bitte nicht sagen "Werkstatt", ich weiß genau was dort rauskommt (ein kaputtes Auto).

Es bremst noch so wie viele andere, und wenn die überhaupt was tun dann ist es auf Verdacht Teile tauschen und beim Einbau andere ruinieren.

 

Danke für jeden Hinweis!

Ist recht lang geworden, aber ich habe die anderen Threads schon gelesen und wollte Ratespiele durch fehlende Informationen vermeiden.

 

P.S.: Heute war übrigens die Batterie zu schwach zum starten, obwohl es nicht einmal besonders kalt war. War aber eine alte aus dem Golf mit bekannter Schwäche.

Ich hatte schon eine in Reserve und war schnell getauscht. Sehe keinen Grund wie das mit der Bremse zu tun haben kann, aber vielleicht etwas mit dem ABS Block?

Fehler sind jedenfalls keine im Steuergerät.

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Hatte ich vor Jahren beim Sharan.

Nach intensiver Fehlersuche habe ich den Fehler erst 1 Jahr später zufällig gefunden beim Wechsel der Bremsbeläge. Die Antidröhn Metallplatte hatte sich vom Belag gespreizt und jedes mal den Bremsbelag weiter zurückgedrückt. 

Dies verursacht immer einen zu langen Pedalweg

 

Peter

 

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Habe das gleiche Phänomen ,  hinten 2 neue Trommelbremszylinder ausgetauscht weil auf beide Seiten je 1 Kolben festsass und danach richtig entlüftet. Bremspedal ging direkt nach dem Tauschen " meilenweit " rein bevor Druck aufbaute.  Also nochmal neu entlüftet - nix , dasselbe.

Trommel zerlegt und alles nochmal neu  , brachte rein gar nichts. Da Ölwechsel anstand  hab ich der Werkstatt gesagt die sollen sich mal das anschauen - man kann ja was übersehen haben. Bei denen gleiches Resultat. 

 Die ersten 2- 3 cm kommt nichts, dann merkt man wie langsam die Bremse greift .  Vollbremsung und alles ist Voll OK  - TÜV hat auch nichts zu meckern gehabt , als scheinbar OK ....  .

Nun fährt meine Frau seit 1.5 Jahren damit rum .

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vor 10 Stunden schrieb spider1400:

Hatte ich vor Jahren beim Sharan.

Nach intensiver Fehlersuche habe ich den Fehler erst 1 Jahr später zufällig gefunden beim Wechsel der Bremsbeläge. Die Antidröhn Metallplatte hatte sich vom Belag gespreizt und jedes mal den Bremsbelag weiter zurückgedrückt. 

Dies verursacht immer einen zu langen Pedalweg

 

Peter

 

 

Danke, das wär eine Möglichkeit, ich werde mal schauen ob da was mechanisch zurück drückt.

 

Heute hatte ich noch die Idee ob sich aus dem ABS Block vielleicht eine Luftblase hat lösen können. Das ABS hat definitiv einmal gegriffen an dem Tag (Schnee).

 

Mir scheint es jetzt zumindest beim fahren wieder besser, am Stand fühlt es sich aber noch immer falsch an.

Ich fürchte nach einer Weile werde ich mich daran gewöhnen und mir nicht mehr sicher sein ob das überhaupt jemals besser war, oder ich mir das alles nur einbilde.

 

Aber nur auf Verdacht den Hauptbremszylinder wechseln ist auch nicht lustig, und dann ist ganz sicher Luft im System.

 

ST

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vor 27 Minuten schrieb st_:

 

 

Heute hatte ich noch die Idee ob sich aus dem ABS Block vielleicht eine Luftblase hat lösen können. Das ABS hat definitiv einmal gegriffen an dem Tag (Schnee).

 

 

Solltest Du da Bedenken haben, könntest Du vielleicht einen Bremsflüssigkeitswechsel mittels VCDS Unterstützung riskieren.

Dies würde zumindest ein ruhiges Gewissen erzeugen.

 

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Wenn ich das richtig verstehe ist das Problem aufgetreten ohne dass vorher an der Bremsanlage gearbeitet worden ist.

Damit sollte Luft im System auszuschließen sein.

Mein Tipp wäre eine defekte "Nachstellung" der Hinterrad-/Handbremse. Das hatte ich schon und kann zu dem beschriebenen größeren Leerweg führen.

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Es liegt an den Trommelbremsen 

tooslow hat recht

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Ich hatte das Problem auch, aber nachdem ich die gesamte Bremsanlage überholt hatte. Also alle alten Schläuche gegen Stahlflex ausgetauscht, neue Scheiben/Trommeln und alle Bremszylinder. neu Habe wie immer entlüftet und das System hat auch gut gebremst, nur eben mit sehr langen Pedalweg und einen nicht immer gleichen Druckpunkt. Kurz zum Audi Händler hier im Dorf gefahren und siehe da, es war Luft im ABS-Block. Der Meister hat im VCDS ein Programm aktiviert und schwuppdiwupp war alles so wie immer. Also mein Tipp, es ist Luft im System und wenn die erst mal im ABS-Block angekommen ist, dann geht das nur mit speziellen Entlüftungsprogramm über VCDS. 

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vor 12 Stunden schrieb ttplayer:

Wenn ich das richtig verstehe ist das Problem aufgetreten ohne dass vorher an der Bremsanlage gearbeitet worden ist.

Damit sollte Luft im System auszuschließen sein.

Mein Tipp wäre eine defekte "Nachstellung" der Hinterrad-/Handbremse. Das hatte ich schon und kann zu dem beschriebenen größeren Leerweg führen.

 

Das ist auch ein sehr guter Hinweis, danke!

Ich hab die Bremsen hinten vor 1 oder 2 Jahren gemacht, also kenne ich die Nachstellung (war bei mir immer zu fest - die Feder am Bremsseil war verrostet/schwach).

Da werde ich definitiv mal reinschauen.

Ich überleg grad ob das Problem bei angezogener Handbremse in diesem Fall verschwinden müsste?

 

Entlüften mit VCDS werde ich auch probieren, obwohl ich mir das nicht so recht vorstellen kann.

 

ST

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vor 2 Stunden schrieb st_:

Entlüften mit VCDS werde ich auch probieren, obwohl ich mir das nicht so recht vorstellen kann.

 

Wenn Bremsleitungen/-zylinder getauscht wurden, ist ein Entlüften mit Unterstützung eines Diagnosegerätes sinnvoll (manchmal sogar notwendig).

Seihe auch:

 

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Gerade bei älteren Fahrzeugen ist es leider oft ein verschlissener Hauptrbemszylinder.

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Lang ist es her, aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen an dem Problem zu arbeiten.

Leider hat weder das mehrmalige entlüften mit VCDS, noch ein gebrauchter Hauptbremszylinder irgendeine Verbesserung gebracht.

50eur und ein guter halber Tag für nichts.

 

Das entlüften mit VCDS is nicht so wild, geht auch alleine, mit einer Grube und etwas Bewegung.

Aber einen Druckbefüller braucht man jedenfalls, da geht schon ordentlich was durch. Ich hab einen gebaut aus einer Flasche, etwas Pneumatikzeugs,  und dem zweiten Deckel den ich jetzt habe.

 

Natürlich kann es sein, dass der neue alte Hauptbremszylinder vom Schrott auch hin ist. Aber ganz glauben kann ich das nicht.

 

Mit dem VCDS sieht man, dass schon bei minimalem Bremspedalweg der Druck zu steigen beginnt. Also der Hauptbremszylinder bewegt sich sofort, es ist kein mechanisches Spiel vor dem Zylinder.

 

Der Bremskraftverstärker scheint normal zu arbeiten, das Pedal gibt nach wenn man den Motor startet. Nachdem der Motor aus ist bleibt noch genug Vakuum für 1-2 Betätigungen, dann wird das Pedal hart.

 

Die Handbremsennachstellung scheint richtig zu funktionieren, und es ist auch kein Unterschied am Pedal zwischen Handbremse offen oder fest gezogen.

 

Leider habe ich auch gesehen, dass die Wasserpumpe minimal leckt.

Ich meine die sollte ich tauschen, weil da das Lager ausfallen kann (mit Motorschaden)?

Und dabei habe ich doch den Zahnriemen erst vor 8 Jahren getauscht, samt Pumpe....

Normalerweise richtet man was am A2 und findet ein neues Problem. Diesmal habe ich nichts gerichtet und trotzdem ein neues Problem gefunden.

 

Falls noch jemand eine gute Idee hat wie ich mehr Zeit und Geld mit einem Problem verschwenden kann das eigentlich auch so bleiben kann, dann bitte!

 

ST

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Ich würde auch nochmal die hinteren Bremsen kontrollieren - wenn der Nachstellkeil fest hängt hast du hinten größeren Leerweg - also "loses" Pedal. Einfach Kontrolle: bds. Rad ab, Nachstellkeil durch Radmutternloch hochdrücken. Hinten am Rad postieren und bei laufendem Motor jemanden fest die Bremse treten lassen, dabei sollte man ein Poing! hören wenn der Keil nachrutscht (und der Leerweg sollte kleiner werden. Ansonsten Trommeln ab und nachsehen.

 

Bzgl Wasserpumpe: Meine SKF Pumpe hat auch nur n paar Jahre gehalten. Meistens leckts ja am Lager, wenn das so ist ist das Lager auch bald hin, erst quietschts und irgendwann geht die fest Pumpe und dann springt dir der ZR über - das willst du nicht... Nach 8 Jahren darfs auch mal ein neues ZR Kit sein...

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Danke für die Hinweise, ich werde das mit den hinteren Bremsen nochmal so machen.

Inzwischen habe ich noch etwas Zeit mit diesem Problem verschwendet.

Die Handbremse habe ich auch nochmal kurz kontrolliert, beide Seiten ohne Bremse leichtgängig, ab zwei Zähne merkbarer Widerstand, 3-4 Zähne immer fester, und 5 Zähne nicht mehr per Hand zu drehen. Ich glaube das ist so fast genau richtig aber ich werde den Keil trotzdem nochmal zurück drücken und horchen.

 

Vorne habe ich komplett zerlegt und gereinigt.

War dringend notwendig, die zweite Seite war auch ganz ungleich abgenutzt, das kommt wohl am besten neu:

https://photos.app.goo.gl/tEZVnTZPBF3zddb17

Bleibt die Frage was mit den Scheiben. Von der Verschleißgrenze bin ich ewig weg, aber ich habe immer das Problem mit Rost vom Rand der dann so hart ist und die Beläge weg schleift. Ich habe den Rost jetzt mal entfernt, aber das hält auch nicht lange an. Teuer sind sie ja nicht aber mir ist immer leid die dicken Scheiben wegwerfen.

 

Effekt vom gängig machen auf den Pedalweg: absolut keiner!

 

Die Wasserpumpe kommt neu, ganz klar.

Vom Zahnriemen bin ich aber nicht überzeugt. Der alte (nach 10 Jahren und 60k Kilometern) hat damals noch sehr gut ausgesehen, überhaupt nicht porös oder irgendwas. Jetzt bin ich nur bei ~125k km.

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