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Neue Federbeine vorne und nun Probleme


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Grüezi  A2-Gemeinde; suche schlaue Antworten; nachdem bei meinem ATL nach bald 15 Jahren und ca. 313 tkm eine Sanierung der Querlenker erforderlich war, war ich so kühn und wollte meiner Kugel nun auch gleich noch vorne 2 neue Federbeine spendieren. Ich hatte ein Set BILSTEIN STOßDÄMPFER B4 GAS mit passenden Federn, Servicekit und Domlager (alles Bilstein) bestellt und sehr schweisstreibend und sehr vor mich hin fluchend verbaut. Meine TÜV/MFK Prüfung gestern ergab dann allerdings die Ernüchterung. Das Dämpferverhalten variiert zu stark, sprich die linke Seite knickt auf dem Versuchsstand 40 mm ein und die rechte 24 mm. Die Abweichung ist zu gross und führte dazu, dass mir der TÜV/MFK verweigert wurde.

Bei der letzten Prüfung vor 3 Jahren und den alten Originaldämpfern lagen beide Seiten bei 25 mm.

Der Prüfer meinte, der linke Dämpfer wäre vermutlich defekt. Wie kann das sein, beides Neuteile, kein No-Name ?

Übrigens kommt mir die Kugel nach der Aktion schon relativ hart gefedert vor. Gutmütig geht irgendwie anders...

Bin Dankbar über Input und Gruss, P

 

 

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Tag,

 

was die bei Euch in CH alles prüfen ist der knaller. Also - Ja natürlich kann auch ein neues Teil mal defekt sein oder die Bilstein brauchen mal wieder ein paar KM bis alle Ventile und dichtungen sich eingearbeitet haben aber das ist reine vermutung. Ich fahre selbst die B4 rundherum und bei meinem haben Sie auch knapp 2 tankfüllungen gebraucht bis sich alles wieder normal anfühlt hat aber B4 sind schon straffer als die orig. Dämpfer. Mal davon abgesehen werden deine mit 313tkm gar nicht mehr gedämpft haben sodaß sich alles neue jetzt sehr stramm anfühlt.

 

Falsch zusammenbauen kann ja da nicht soo viel  daher schwierig was dazu zu sagen per Ferndiagnose.

 

Gruss Alex.

 

Edited by gallex2000
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Die Dämpfer drücken zwar das Tauchrohr auch raus und heben theoretisch das Fahrzeug etwas an, aber in keinem Fall so viel, dass es 26mm Unterschied ausmachen würde. Das heißt die Gesamtlänge des gesamten Konstrukts ist zwischen rechts und links unterschiedlich oder aber der Winkel des Federbeins ist auf der einen Seite steiler als auf der anderen.

 

Ersteres kann passieren, wenn die Feder nicht richtig im Federteller (ober oder unten) vom Dämpfer aufliegt,

die Federn unterschiedlich sind

der untere Federteller vom Dämpfer am Tauchrohr auf unterschiedlichen Höhen angeschweißt ist,

unterschiedliche Domlager oder axialrillenkugellager verwendet wurden,

das Federbein unterschiedlich tief in das Radlagergehäuse eingesteckt wurden.

 

Der Winkel vom Federbein kann unterschiedlich sein, wenn der Querlenker rechts und links unterschiedlich lang ist*,

die ganze Achse nicht sauber ausgemittelt ist (aber so viel kann man da nicht ausmitteln, dass das allein 26mm ausmacht),

die hinteren Querlenkerlager hinten nicht im richtigen Winkel eingepresst sind (auch das allein reicht nicht aus),

wenn man vielleicht falsche Traggelenke verbaut, wobei es da wenig verwerchslungsspielraum gibt.

 

*Hast du Querlenker aus dem Zubehör verbaut? Und bist du sicher, dass die exakt so lang waren wie vorherigen? Der A2 hat hier eine Sonderform, sie sind etwas länger. Wenn man nicht genau hinschaut und welche angedreht bekommt die eigentlich nicht für den A2 sind kann man die zwar verbauen, aber sie sind einfach zu kurz.

 

Eigentlich muss man bei einem reinen Dämpfertausch nicht zum TÜV (außer das ist in AT explizit anders?), denn es ist nur ein Ersatzteil und ändert nichts an der Technik.

 

 

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Puh. Jetzt bekomme ich richtig Kopfschmerzen.

Habe auf Gusslenker umgebaut. Die Blechlenker sahen wie ein Schweizer Käse aus. Damit wollte ich keinen Meter mehr fahren - lebensgefährlich. Dazu mache ich aber noch ein separates Posting, wenn der ganze Renovierungszirkus mit dem TüV/MFK Siegel irgendwann einmal ein Ende finden sollte.

Augenscheinlich haben die Querlenker gut gepasst. Bis auf die Spurstangenköpfe, wo der Teilehändler mir absoluten Quark geschickt hatte und ich es leider erst nach dem Einbau gemerkt habe (Stichwort, Servo und /ohne). Dort habe ich noch kurz vor dem Prüftermin reagieren können, aber unter enormen Zeit und Geldaufwand.

Angenommen Winkel, Lage, etc. stimmen nicht, dann behaupte ich mal, dass ich das von aussen sogar mit dem Auge sehen müsste (25 mm Unterschied auf 1.80m zeigt auch eine Wasserwage an). Ich meine das ich nicht das Problem - werde es aber nochmals auf einer ebenen Fläche kontrollieren.

Bin nach dem Einbau auch schon ca. 600 km gefahren, also am "Einschleifen" kann es auch nicht liegen.

Wie gesagt alle Teile (Dämpfer, Federn, Domlager, Staubkit) waren/sind Neu und auch vom hochgelobten Bilstein. Warum sollte die linke Seite mehr einknicken. Es sind ja Gasdruckdämpfer. Wenn da innen drin irgendein Defekt vorliegt, bekomme ich das von aussen gesehen nicht mit...

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Mess doch mal die Höhe vom Boden bis zur Radhausoberkante in der Mitte - wenn es schon 14mm unterschied an der VA Rechts zu Links gibt dann ist es Physikalischer Natur :)Das einzige was ich mir aber dann vorstellen kann wäre daß die Feder oben nicht im Gummiteller liegt sondern komplett rausgerutsch ist was dann ca. 14mm ausmachen würde aber das hätte man sehen müssen beim entspannen der Feder - daher eher unwahrscheinlich.  Die Dämpfer sind auch auf beiden Seiten genau so weit im Klemmbügel / Querlenker eingetrieben ?

 

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Habe gemessen. Im Stand linke Seite 63.9 cm und rechte Seite 64.4 cm. Sind schon mal 5 mm Unterschied - einfach so. Auf der Rüttelplatte führt das ganze allerdings zu einer Abweichung von 15 mm, also 3x mehr.

(Luftdruck sollte bei beiden Reifen ok sein; aber schaue ich mir sicherheitshalber auch noch einmal an).

Geht der Dämpfer als solches schon von Hand stark erschwert reinzudrücken ?

Wenn mir langweilig wäre könnte ich die beiden Dämpfer ausbauen und die Eindrückkraft kontrollieren; das gleiche dann mit den Federn machen. Das Problem ist dabei nur, dass ich für solche Spielereien keine Zeit habe und es ohne Ende Geld verbrennt.

Bin gespannt wie sich der Teilehändler äussert. Vermutlich will er aber mit Problemen nichts zu tun haben...

 

Edited by lepeter
Verschrieben
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vor 13 Stunden schrieb lepeter:

Das Dämpferverhalten variiert zu stark, sprich die linke Seite knickt auf dem Versuchsstand 40 mm ein und die rechte 24 mm. Die Abweichung ist zu gross und führte dazu, dass mir der TÜV/MFK verweigert wurde.

Bei der letzten Prüfung vor 3 Jahren und den alten Originaldämpfern lagen beide Seiten bei 25 mm.

 

Wie sieht der Stoßdämpferprüfstand(?) aus, d.h. was wird gemessen und in "mm" angegeben.

Soviel ich hier gelesen habe, geht es nicht um die Auslenkung der Stoßdämpfer im Stillstand sondern bei/nachdem die Achse in Schwingung versetzt wurde.?

 

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Genau. Es geht auf den Prüfstand. Wie der Test abläuft habe ich leider nicht gesehen (musste wg. Corona vor der Halle warten). Ich denke es wird eine Art äussere Last aufgebracht. Die max. zulässige Toleranz zw. beiden Federbeinen liegt bei 25%.

Ich habe über 40%. Der linke Knickt 40mm ein und der rechte 24mm.

Vor 3 Jahren hatten die alten Serienfederbeine je Seite 26mm. Das als Vergleich...

 

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Der neue linke Stoßdämpfer wird leider defekt sein wenn keine anderen Montagefehler offensichtlich sind... ärgerlich aber die wahrscheinlichste Erklärung . Beim  Stoßdämpfertest hier in D werden die einzeln angeregt und gemessen... das wird in der CH nicht anders sein. 

 

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Wäre mal interessant was die da wie genau prüfen. Es gibt nämlich soweit ich weiß keinen gernormten, standardisierten Test für Fahrwerksprüfung. Darum bin ich auch nicht davon ausgegangen, dass das ein dynmischer Test ist, sondern dass das Fahrzeug im Stand auf ebener Fläche bewertet wird.

 

Diese "Tests" bzw. Bewertungen, die man da beim ADAC machen kann sind dann doch relativ ungenau und lassen einfache Rückschlüsse zu, aber eine objektive Bewertung bzw. Vergleichbarkeit ist nicht ganz so einfach.

 

Würde dann der Aussage meines Vorredners zustimmen.

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OK. Danke für Eure Einschätzung. Leider habe ich nicht gefragt wie das Ergebnis zustande gekommen ist, weil ich eben nicht mit dabei sein durfte. Ich vermute der Prüfer hat sich mit einer Gegenprüfung auf einem anderen Versuchsstand abgesichert (2. Kontrolle), so hat es zumindest von aussen ausgesehen.

Das ist jetzt eine Baustelle, womit ich absolut nicht gerechnet habe. Alles andere, dachte ich, gibt Probleme (Gusslenker, Spurstangenendköpfe, geschlitzte Bremsscheiben, hinten). Bei den Bremsen haben wir 15 min diskutiert und er hat irgendetwas im Computer gecheckt und dann war die Sache OK. Alle anderen Bauteile haben ihn auch nicht interessiert. 

Das mit den Federbeinen macht mich echt sauer. Das sieht man den Dingern von aussen leider auch nicht an und fällt dann erst auf dem Prüfstand auf die Nase...

 

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Hast du dich mal erkundigt, ob es in deinem Land durch Gesetz, Herstellergarantie, Rechtssprechung die Möglichkeit gibt, die Kosten die in so einem Fall auftreten vom Hersteller erstattet zu bekommen? In Deutschland ist es in gewissen Konstelationen so, dass man die Kosten für eine erneute Reparatur erstattet bekommt, wenn ein Neuteil defekt ist.

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Mmh. Gute Frage. Ich selber bin ja Deutscher. Habe die Teile in Dtl. auch gekauft. Meine Kugel ist nur in der Schweiz zugelassen und ich bin auch wohnhaft hier. Demnach scheint es jetzt etwas komplizierter zu werden. Ich versuche mal etwas herauszufinden... kann mir vorstellen das in Dtl der ADAC bei so etwas Rechtsauskunft bietet...

Gibt es evtl. Referenzfälle die man zitieren darf (publizierte Gerichtsentscheide auf die ich Bezug nehmen kann) ?

 

evtl. ist das hier sinngemäss auch übertragbar auf die Atobranche:

https://www.handwerk.com/archiv/wer-zahlt-fuer-die-maengel-am-material-150-2-55214.html

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Ich würde mal freundlich bei Bilstein arufen und denen das Problem schildern. Es wäre nicht das erste mal daß man dem Kunden gegenüber kulant ist und ihm eventuell sogar ein neues B4 im vorabaustausch zuschickt ... hab ich mal gehört :$

Immer dieses ich muss gleich jemand verklagen Ding. Ja natürlich ist es ärgerlich aber so ist es leider heutzutage .. alle wollen billig billig. Endkontrolle macht der Kunde dann :janeistklar:

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Ja, Gallex2000. Das habe ich ohnehin vor. Deinen 2. Absatz möchte ich so allerdings nicht stehen lassen. Ich denke die meisten User hier suchen nach technischen Lösungen aus diversen Gründen. Das Forum ist mitnichten eine Plattform wie man am besten an die günstigsten Teile kommt !

Ich habe ehrlich gesagt nicht einmal einen Preisvergleich im Vorfeld bemüht, sondern ein Komplettpaket einfach so bestellt. Und ich meine dem Händler trifft (nur bei den Spurstangenköpfen nicht) erstmal keine Schuld.

Mir war klar, dass ich bei allem Lehrgeld bezahlen werde (Schrauben, Teileeinkauf, etc). Das es so viel wird, hätte ich allerdings nicht gedacht. Wenn es mir um den letzten Rappen gegangen wäre, dann würde ich den Wagen in Dtl. zur Reparatur bringen und fertig ist . Für Teile 5-10 mal mehr bezahlen, als marktüblich macht dann auch irgendwann keinen Spass mehr (sagt der Alleinverdiener einer 3-köpfigen Familie).  Wenn Du keinen Account bei einem grossen amerikanischen Onlinehändler hast und für Dein Bier auch gerne mal 5-10 mal mehr in der Kneipe bezahlen kannst, als in allen anderen Kneipen drumherum, dann seien Dir solche Kommentare gegönnt - dann kannst Du es Dir schlichtweg leisten.

Alleine ein 15 jähriges Auto mit über 300 tkm zu unterhalten ist grober ökonomischer Unfug. Für die Rappenspalter (die sich vermutlich nicht sehr zahlreich in diesem Forum tummeln) wäre mein Rat: kauft einen gut gewarteten Gebrauchten zw. 100-150 tkm (wahrscheinlich einen Japaner) und fahrt den dann 50-100 tkm mit so wenig wie möglich Einsatz und anschließend verscherbelt ihn in den Export.

Alle anderen hier, die sich einen Kopf machen, wie sie etwas liebgewonnenes sinnvoll etwas länger nutzen können und auch selber Hand anlegen, ziehe ich ehrlich gesagt meinen Hut. Faszinierend finde ich auch solche Threads, wo Leute in Norwegen weder Zeit noch Mühe scheuen, um sich einen A2 zu einem E-Mobil umzubauen. Saustark !

Seine Rechte zu kennen, ist erstmal eine gute Sache. Es bleibt dann jedem selbst überlassen was er daraus macht. Ich bevorzuge ehrlich gesagt auch keine Konfrontation, habe noch nie einen Rechtsschutz besessen und versuche mich immer gütlich zu einigen. Aber Fakt ist nun einmal das wir das Rat der Zeit nicht mehr zurückdrehen können/werden/wollen, wie auch immer. Gewisse Dinge kaufe ich immer nach wie vor im stationären Handel, wer weiss vielleicht finde ich ja auch mal einen Teilehändler ums Eck bei dem alles in allem passt ? Wie gesagt, ich zahle einkalkuliertes Lehrgeld. Wenn andere Leute das nicht zahlen müssen, weil Sie die Threads hier lesen, dann ist doch schon etwas Positives erreicht....

 

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Ach was -  das sollte doch nicht gegen Dich sein sondern ein allgemeiner Spruch.  Es war viel mehr auf den kostendruck der Firmen gemünzt und die Qualität die dadurch leider verloren geht.  Dies wird aber leider durch unser Geiz-Ist-Geil Konsumverhalten mit begünstigt und wenn dann was nicht klappt wird gleich die riesen Keule ausgepackt .... mich ärgert sowas inzwischen tierisch. Von nix kommt nix - das war schon immer so.

 

Also nicht Persöhnlich nehmen bitte :)

 

 

 

 

 

 

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