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Klassikfan

Bohrer für Edelstahl

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NAchdme ich jetzt eien geschlagene Stunde ge- und etliche Boher verbraucht habe, um zwei popelige 5mm-Löcher in eine Edelstahl-Garderobenleiste zu bohren, bin ich ziemlich am Ende mit meinen Nerven...

 

Gibt es denn in diesen ver*******   S*****-Laden keine vernünftigen Bohrer für solche Zwecke, ohne für deren Erwerb eine Bank ausgeraubt zu haben? :evilatyou:

Wer hat Ideen, Tips, Erfahrungen dazu? Die "Bewertungen" auf einschlägigen Seiten wie amazon kann man ja weitgehend vergessen....

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Gehts genauer? "HSS" nennen sich ja (fast) alle Bohrer, die man so zu kaufen bekommt. Meist noch mit dem Zusatz "Titan" und schön goldfarben. Sind aber, soweit ich das bis jetzt erfahren mußte, fast alles Etikettenschwindel.

Gibts irgeneinen Hersteller, der echte, solide Ware anbietet?

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Ich hatte mir für Bohrungen in Edelstahl extra geschliffene HSS Bohrer gekauft.

Die wurden schon nach kurzer Zeit blau und bohrten nicht mehr.

Um die Arbeiten zu beenden, griff ich zur "normalen" Bohrerkiste und siehe da. die bohrten besser als die teurren.

 

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Geh zum Eisenwarenhandel und lass dir die gewöhnlichen schwarzen hss Bohrer geben.

 

Geringe Drehzahl und relativ großer Vorschub, gepaart mit guter Kühlung (Bohrwasser am besten, Öl taugt nicht viel) und die Löcher sind ruckzuck drin. Mach ich auch nicht anders...

 

ausnahme: man hat mit einem minderwertigen oder stumpfen Bohrer den bohrgrund schon verdichtet. In dem Fall greife ich auf Vollhartmetallbohrer zurück

 

  • Daumen hoch. 1

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Am 25.11.2017 um 18:05 schrieb Klassikfan:

Gehts genauer? "HSS" nennen sich ja (fast) alle Bohrer, die man so zu kaufen bekommt. Meist noch mit dem Zusatz "Titan" und schön goldfarben. Sind aber, soweit ich das bis jetzt erfahren mußte, fast alles Etikettenschwindel.

Gibts irgeneinen Hersteller, der echte, solide Ware anbietet?

 

 

Hier ein Tipp vom Ingenieur (das gleiche was Holter gesagt hat):

 

kurz und knapp: Bosch HSS-Co / HSS-E - kein HSS-R oder HSS-G!

die gehen durch wie Butter.

 

 

langversion:

HSS-E oder HSS-Co Bohrer (Auf das nach dem HSS kommts an, Co und E sind das gleiche). Die haben Cobalt mit drin. Und das ist teuer, deswegen sind die meistens von Haus aus ordentlich. Geh in den Baumarkt und kauf dir einfach paar von Bosch (HSS-E oder HSS-Co). Andere gehen zwar auch und sind ggf. besser, aber Bosch bekommst Du überall und mit gscheiter Qualität. 

Einen weiteren Vorteil; die HSS-Co Bohrer sind meist ordentlich hinterschnitten, das ist aber etwas teurer in der Herstellung. Deshalb ist das bei den meisten Billigbohrern nicht dabei.

 

Einwas noch: Ti-Ni-Beschichtung (das was die Bohrer Gold macht) ist zwar ganz gut und schön, aber der Schliff und die Materialgüte unter der Beschichtung sind 100x wichtiger. Es gibt daher viele Billigbohrer in Gold. Die sind kacke. Es gibt aber auch richtig gute Bohrer in Gold!

 

falls Ihrs noch nicht wusstet:

 

HSS-R --> R steht für gerollt - Formgebung durch rollen in der Herstellung - meist sind das die einfachen schwarzen Bohrer

HSS-G --> G steht für gefräst/geschliffen - das sind meistens die hellsilbernen Bohrer

HSS-E --> E steht für edelstahl - das sind die, die etwas dunkleres Silber haben wegen Kobalt in der Legierung (sonst wie HSS-G)

 

 

bearbeitet von clekilein
  • Danke! 3

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Gibt es spezielle Körner für Hartmetall?

Ich frage weil mir ein handelsüblicher Körner bei einem Hartmetall recht schnell stumpf geworden ist.

 

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vor 19 Minuten schrieb Klassikfan:

Ist eigentlich das Allzweck-WD40 genauso gut wie spezielles Bohr/Schneidöl?

Kommt drauf an. Wenn Du gewerblich ständig CrNi-Stahl durchlöcherst, dann würde ich nicht ständig teure WD-40 Flaschen verdampfen...

 

Ich weiß ja nicht, was Du machen willst. Aber paar ordentliche Bohrer und a bissle WD40 - und ich glaube fest daran, dass Du damit total glücklich wirst. Du kannst auch 5W30 nehmen ... :)

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Von WD40 als Schneidöl halte ich persönlich nicht viel. Es verflüchtigt sich zu schnell und verdampft mitunter. Zur Not ist es aber sicherlich besser als gar nichts. 

 

Es kommt bei einem Schneidöl natürlich auf den Verwendungszweck an. Es gibt Schneidöle ohne Wasserzusatz zur Verringerung der Schnittkraft und somit zur Verlängerung der Standzeit des Werkzeuges. Die Oberflächengüte nimmt auch zu.

 

Bei hohen Drehzahlen beim Bohren, Drehen und Fräsen kommt es in erster Linie auf die Kühlung an. Dann kommen Öl/Wasser-Emulsionen zum Einsatz. 

 

Ich persönlich nehme für meine Zwecke stinknormales 15W40 Baumarktöl. 

 

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vor 42 Minuten schrieb Jogi67:

Die gibt es von verschiedenen Herstellern. Für extrem harte Geschichten habe ich noch einen mit Diamantspitze.

 

Hast du ein Beispiel für einen Körner mit Diantmantspitze?

 

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Die Temperaturkontrolle ist bei nur wenigen Löchern wichtiger als die Schmierung: Wenn das Schneidöl (oder das WD40) Rauchzeichen von sich gibt, dann muss man sofort mehr kühlen und evtl. langsamer bohren.

 

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vor 4 Minuten schrieb Phoenix A2:

 

Hast du ein Beispiel für einen Körner mit Diantmantspitze?

 

 

Ich habe den Körner mit der Diamantspitze vor über 20 Jahren mal geschenkt bekommen. Er stammt aus einer Zechenschlosserei. Ob man so etwas irgendwo kaufen kann weiß ich nicht. 

Da ich momentan nicht Zuhause bin kann ich jetzt leider kein Foto hochladen, hole ich aber morgen nach.  :)

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vor 29 Minuten schrieb holter:

Die Temperaturkontrolle ist bei nur wenigen Löchern wichtiger als die Schmierung: Wenn das Schneidöl (oder das WD40) Rauchzeichen von sich gibt, dann muss man sofort mehr kühlen und evtl. langsamer bohren.

 

So isses. Gefühl hilft ungemein.

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Ok. Dann kauf ich nix extra.

Mir ging es ja nur darum, daß ich mir die teuren Spezialbohrer nicht gleich wieder ruiniere..

 

Hab mir jetzt in den Ebay-Kleinanzeigen einen gebrauchten, aber stabilen Bohrständer geschossen. Das sollte künftige Bohrversuche erheblich erleichtern....

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Ich hab mal bei Inox diese Bohrer gekauft

http://www.inox-schrauben.de/epages/INOX.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/INOX/Products/ND92019

Keine Ahnung ob die noch die gleiche Qualität haben, aber die die gehen in Edelstahl wie in Butter und du musst beim Einspannen aufpassen dass du dir nicht die Finger am Bohrer aufschneidest. 

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vor 17 Stunden schrieb Phoenix A2:

 

Hast du ein Beispiel für einen Körner mit Diantmantspitze?

 

 

 

Hier ist das Teil mit der Diamantspitze aus meinem Werkzeugfundus. Durch deine Anfrage neugierig geworden habe ich mal etwas im Netz recherchiert. Mein "Körner mit Diamantspitze" ist scheinbar gar kein Körner sondern wohl ein Diamantabrichter zum Abrichten von Schleifscheiben. Ich Trottel habe das tolle Werkzeug jahrelang aus Unwissenheit zweckentfremdet, Asche auf mein Haupt...       :bonk:

 

 

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  • Danke! 1

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Hallo zusammen,

 

Jogi67 hat das genau erfasst. Das auf dem Foto ist ein Abrichtwerkzeug für Schleifscheiben.

Da ein Diamant zwar die Härte 10 > also nach Mohshärteskala hat, kann es alle anderen Materialien ritzen,

aber ist in seiner Struktur ein Kristall, das als Oktaeder eine Spaltrichtung hat.

Die Festigkeit ist sehr begrenzt und der Diamant leidet bei jedem Schlag und bröselt davon.

Ich habe in meinem früheren beruflichen Leben mehrere Tausend Steine in Juwelen gefasst und beim antreiben

in der Fassung einige mit einem danebengegangen Schlag kaputt gemach--diese sind ausgesprungen.

 

Also Fazit--- nichts zum Ankörnern sondern nur zum Ritzen oder Abrichten von Schleifscheiben  etc...

----Auch Bohren und Sägen----

 

 

Ps.: Jogi67 ---du warst doch beim Schraubertreffen und hast mir beigestanden---nochmals Herzlichen Dank

      Wenn du dein Fahrwerk wechselst sag mir bescheid ich will dir helfen.

      Auch Dank unserem Augen Dog A2 seinen A2 Namen weis ich nicht mehr.....

      Toller Tag---Tolle Leute----Gute Stimmung und Alex ist Super

  • Danke! 2

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