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AUA: Merkwürdiger Schlauch an Rückseite Drosselklappe


Deichgraf63
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Zunächst: Die SuFu ergab nichts zu dem Thema:

 

Beim mal wieder notwendigen Reinigen des Drosselklappenflansches meines A2 ist mir gestern ein merkwürdiger, etwa fingerdicker Schlauch an der Rückseite der Drosselklappe aufgefallen, der Richtung Innenraum/Spritzwand zeigt. Dieser Schlauch ist bei meinem A2 dadurch verschlossen, daß da einfach eine Schraube in das offene Schlauchende gedreht ist. Dieser Schlauch hat Anlage an der Spritzwand und hat die Dämmung auch schon angescheuert. Das dürfte sicher für Geräusche sorgen und ist so nicht gut. Das ganze sieht irgendwie nach Hinterhofbastelei aus.

 

Nun ist dieser Schlauch porös und undicht. Auch wenn man ihn nun ersetzt, ist das Problem des mechanischen Kontakts mit dem Karosseriealu nicht behoben. Da wäre eine andere Lösung (Stopfen? Durchstecken und Verschrauben eine Schraube? Gewinde einschneiden und Schraube einsetzen?) sicher dauerhafter und würde das Problem der Anlage an der Spritzwand beheben.

 

Durch den undichten Schlauch neigt der A2 zum Ruckeln, auch stinkt es im Innenraum nach den Dämpfen, vor allem beim Beschleunigen. Als Abhilfe habe ich nun "Panzerband" zum Tapen verwendet, ist natürlich ein Provisorium, die Drosselklappe muß ich in jedem Fall ausbauen, doch dann soll eine vernünftige Lösung her.

 

Ist schon jemand dieser merkwürdige, verschlossene Schlauchstummel bei seinem 1.4er Benziner aufgefallen? Habt Ihr das, wenn mal vorhanden, geändert und wie?

 

Gruß und schon mal Danke von

 

Uli

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Das scheint mir die Kurbelgehäuseentlüftung zu sein...bzw das, was davon übrig ist. Der Gestank im Innenraum spricht auch dafür - den hatte ich auch, nachdem der Schlauch bei meinem damaligen A2 nach der Drosselklappenreinigung "vergessen" wurde.

Such mal nach Kurbelgehäuseentlüftung...

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Ich tippe auf den Verbindungsschlauch zum Aktivkohlebehälter... Wenn die KGE im Nirvana endet oder undicht ist, dürfte auch die Motorkontrolleuchte im KI leuchten.

Edited by heavy-metal
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Ok, dann müssten wir wissen, nach welchen "Dämpfen" es riecht: Abgas oder Benzin... ;) Ich habe es jetzt nicht so genau vor Augen, aber m.W. endet der Schlauch der KGE vorn bzw. oben am Motor.

 

Wie dem auch sei: viele Möglichkeiten gibt es ja nicht. Und ein Foto sagt mehr als tausend Worte. ;)

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Nun habe ich mal einen Fotoversuch gestartet, das ist nicht einfach, daß die Drosselklappe den Schlauch fast völlig verdeckt. Das undefiniert silbrige ist Panzertape, das als Erste Hilfe um den Schlauch herumgewickelt ist. Seitdem ist der Gestank auch vorbei. Deutlicher kann man die Sechkantschraube erkennen, die in das Ende des an der Spritwand anliegenden Schlauches gedreht ist.

 

Dieser Schlauch befindet sich übrigens als einziger Gummischlauch am oberen Teil, der eigentlichen Drosselklappe und nicht im Drosselklappenfuß, in den z.B. die AGR-Leitung mündet.

 

Sollte der Schlauch üblicherweise fest mit irgendetwas verbunden sein, müßten diejenigen, welche die Drosselklappe zwecks Reinigung ausgebaut haben, gelöst worden sein, oder die eigentliche Drosselklappe müßte dann nicht nur an der elektrischen Zuleitung, sondern auch an diesem ominösen Schlauch gehangen haben.

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Hier sind nun mal drei bessere Photos, die ich heute morgen machen konnte. Das Klebeband war ja nur ein Provisorium schlechter Qualität, man kommt kaum hinter die Drosselklappe, um es um den zusätzlich noch geknickten Schlauch zu wickeln, das war schon wieder halb ab.

 

Also - bevor der angekündigte Regen kam, die Drosselklappe wieder ausgebaut (Aus- und Einbau dauern kaum eine halbe Stunde!), den Schlauch vom messingfarbenen Stutzen abgezoge und eine Reifenventilkappe als Verschluß draufgesteckt. Der messingsfarbene Stutzen hat am Ende ein Verdickung, die den Schlauch und nun auch die Kappe sehr gut hält. Die Ventilkappe ging nur mit sehr viel Kraft darauf. Der Schlauch war an einer Stelle durchgescheuert, also Austritt von Dämpfen und Falschluft im Ansaugsystem. Es ist kein Rest des Kurbelgehäuseentlüftungsschlauches gewesen, der steckt auf der Kunststofflufführung zur Drosselklappe.

 

Auf den Bildern zu sehen ist die Drosselklappe mit dem ominösen Schlauch samt Schraube, eine Detailaufnahme des Schlauches und die Lösung mit der Reifenventilkappe.

 

Die Frage nach der Bedeutung des messingsfarbenen Stutzen an der DK und des ihn verschließenden Schlauches samt Schraube in seinem Ende ist damit aber noch offen.

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Mich wundert grad, daß sich keiner von den Schraubern zu Wort meldet...

Hast du dir mal die Teilenummer deiner Drosselklappe angesehen? Vielleicht wurde sie mal ersetzt und die verbaute ist beispielsweise für nen Golf gedacht, wär ja eine Möglichkeit.

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Ja, die gezeigte DK ist wohl nicht vom A2, denn dieser Abzweig hat dort eigentlich auch gar keinen Platz wegen dem BKV.

Habe hier an 3 DK geguckt und da ist die Bohrung für diesen Messing-Nippel nicht durchgebohrt oder auch gar nicht eingegossen.

 

Dieser Anschluß geht bei Golf und Co vermutlich zum Kohlefilter, beim A2 ist dafür halt im Sockel unter der DK der Nippel dran.

Vermute mal, das Teil wird gerne auch bei Fehlersuche probegetauscht...

 

(edit: Mit dieser Ventilkappe musst du damit rechnen, dass sie die Umfangsspannungen nicht lange aushält und aufreißt. Vielleicht besser den Schlauch kürzen, dass er sich nicht wieder aufschrubbelt)

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Edited by A2-E
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Die Teilenummer, die ich nun angelesen habe ist: 036 133 062 L. So, wie es aussieht, scheint da wohl tatsächlich einmal eine andere Drosselklappe eingebaut worden zu sein. Nun, mit der Reifenventilkappe hat der Stutzen nirgendwo mehr Anlage und das Provisorium kann so bleiben.

 

Der Tausch war wohl einer der zahllosen, aber ebenso untauglichen Versuche, die "Gelbsucht" zu heilen. Da wird ja gern blind getauscht: AGR-Ventil, Steuergerät, Drosselklappe, während sich der Fehler durch simles und kostengünstiges Reinigen der Drosselklappe und vor allem des Drosselklappenfußes mit seinen diversen Einführungen beseitigen läßt. Aber das Tauschen bringt nunmal mehr Geld in die Kassen des Herstellers und der Werkstätten. Nach dem Neuanlernen der Drosselklappe durch meine nette freie Werkstatt ist nun auch das Teillastruckeln weg. Und stinken tut es auch nicht mehr: Praise the LORD!

 

Und danke für die sachdienlichen Hinweise.

 

Gruß

 

Uli

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...so sieht das im Original aus (stammt aus einem 2005er BBY). Blindschlauch ist offensichtilich kaputt, da ich kein Stopfenprovisorium wollte hab ich die DK gegen eine ohne zusätzlichen Abzweig getauscht. Diese DK mit Leck führte übrigends zum Cockpit-Christbaum (ABS/ASR, EPC Fehler)

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Edited by Pater B
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(edit: Mit dieser Ventilkappe musst du damit rechnen, dass sie die Umfangsspannungen nicht lange aushält und aufreißt. Vielleicht besser den Schlauch kürzen, dass er sich nicht wieder aufschrubbelt)

 

Ja, da hast Du Recht behalten, das Ventilkappenprovisorium hat nicht lange gehalten, war tatsächlich aufgeplatzt.

 

Nun hatte ich mir heute morgen beim lokale Audi-Händler die Teile 035133335 und N 10196901 bestellt und verbaut. Das eine ist hellblaue Verschlußkappe aus einem weichen Kunststoff, das andere eine Schelle. Die Dichtung zwischen Drosselklappe und Flansch habe ich bei der Gelegenheit auch endlich mal erneuert. Die war im wahrsten Sinne des Wortes platt, Schmierdreck hatte sich da auch schon durchgemogelt. Kein Wunder, daß es stank und das der Motor wegen der eintretenden Nebenluft bei Konstantfahrt ruckelte. Nun werde ich morgen auf dem Arbeitsweg mal sehen, ob es besser geworden ist.

 

Gruß

 

Uli

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