Nagah

Bremsenupgrade VA + HA für 1.2 TDI

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Das Thema "Bremsen (vorne) des 1.2er A2".

 

Es war hier im Forum die Tage häufiger ein Thema.

Und mich hat ein 1.2er Fahrer gestern in der Hobbywerkstatt angesprochen ob man hier etwas tun kann, da seine Bremse "in den Bergen" gerne versagt. Damit meinte er dass die Scheiben nach einer ausgiebigen Fahrt verzogen sind.

 

Dann lasst uns das Thema doch einmal zusammen angehen:

 

Auf zur Theorie:

Um eine Bremse "besser" zu bekommen hat man zwei Möglichkeiten. Man kann erstens besseres Material verbauen oder zweitens größeres Material.

 

 

 

Sehen wir uns einmal Variante 1 an: Besseres Material

Um bei der Bremsscheibe einen echten Mehrwert zu haben, müssen diese wärmebehandelt sein. Dies unterbindet hitzebedingtes Verziehen.

Hier bietet sich die Tarox F2000 an. Diese gibt es in dem Format des 1.2er (239x15x34,5 mm).

Bessere Bremsbeläge von namhaften Herstellern habe ich jetzt nicht finden können.

Kosten:

Tarox F2000 (Paar) - ~310€

Problem:

Die Tarox besitzen keine ABE und kein Teilegutachten. Eine Eintragung kann daher nicht garantiert werden.

 

 

 

 

Sehen wir uns einmal Variante 2 an: Größeres Material

Eine größere Scheibe kann mehr Wärme aufnehmen und ist somit selbst bei gleichem Material standfester. Es bietet sich also an eine größere Bremsanlage zu verbauen. Leider stellt uns der 1.2er hier vor zwei Probleme.

Probleme:

1) 14 Zoll Felgen bieten nicht sehr viel Platz im Durchmesser und bisher unbekannt viel Platz in der Breite (Platz zwischen Bremssattel mit frischen Belägen und "Speichen" der Felge)

2) Das Radlagergehäuse lässt keinen größere Scheibe zu

 

Aber wir haben auch wieder Glück dass der A2 Frankensteins Monster aus dem Konzernregal ist: Der Lupo 3L scheint mir die gleichen Radlagergehäuse wie der A2 zu haben. Zwar habe ich unterschiedliche Teilenummern gefunden, aber das heisst nicht zwingend dass die Teile auch unterschiedlich sind.

 

Radlagergehäuse A2 1.2: 8Z0407255H (links), 8Z0407256H (rechts)

Radlagergehäuse Lupo 3L: 6N0407255C (links), 6N0407256C (rechts)

Hypothetische Annahme: Beide Modelle haben identische Radlagergehäuse.

 

Wenn die Gehäuse identisch sind, dann sollte am 1.2er auch das Gehäuse des Lupo GTI verbaut werden können, bei dem die Montage anderer Bremssättel und somit auch größerer Scheiben möglich ist.

Durch die Montage des Sattelhalters, Bremssattel und Bremsscheibe (256x25x39,5 mm) des Lupo GTI hätte man eine Bremse die sogar standfester als die der "normalen" A2 ist, da die Scheibe dicker ist.

Kosten:

Lupo GTI Bremssattel (1Stk) - 180€ (Neupreis VAG)

Lupo GTI Bremssattelhalter (Paar) - 115€ (Neupreis VAG)

ATE Serienbremsscheiben (Lupo GTI, Paar) - 120€

ATE Serienbeläge (Lupo GTI, Satz) - 60€

Gesamtkosten: ~655€

Die Gesamtkosten lassen sich hier natürlich noch massiv drücken indem man nicht in den Glaspalast geht um die Teile zu kaufen.

 

 

Hinweis: Dies ist nur ein Denkanstoß für euch sportlichen 1.2er Fahrer. Ich habe heute einfach mal theoretisch die Machbarkeit auf dem Papier geprüft und festgestellt dass es möglich ist. Ob meine Gedankengänge stimmen und es praktisch auch wirklich machbar ist, müsst ihr für euch selber raus finden. Nutzt bitte diesen Thread für neue Erkenntnisse oder auch erfolgreiche Umbauten!

 

Hinweis 2: Bevor ihr etwas umbaut, sprecht mit eurem TÜV wegen der Eintragung. Nicht jeder Prüfer hat Bock auf sowas. Manche hingegen freuen sich auf solche Themen.

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Grübeln, Prüfen und Realiseren! :)

 

Hinweis von Nürne:

 

Die Lösung mit den Polo 6N GTI oder Lupo Radlagergehäuse und der großen Bremse scheidet aus. Warum? Die Raddrehzahlsensorsysteme sind nicht kompatibel. Der Lupo 3L scheint als einziger Lupo schon das neue Raddrehzahlsensorsystem zu haben. Zumindest habe ich bisher keine "normalen" Polo/Lupo Radlagergehäuse mit dem neuen System finden können.

Edited by Nagah

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Vielen herzlichen DANK für die Eröffnung des Threads und die ersten Hinweise!

 

Ich stelle mal mein letztes posting zu dem Thema hier als Zitat rein, um meine Fragen/Gedanken einzubringen:

Also,

ich würde mich (falls entsprechende Beratung hier erfolgt) bereiterklären, 2016 als 1.2TDI-"Versuchskaninchen" zu dienen. Ich bin bereit, in die Tasche zu greifen, die Eintragungs-Tortur zu versuchen - und auch Schritt-für Schritt-Tests zu machen, um mehrere Versionen zu testen.

Mir schwebt vor: Jeweils mit Originalbereiften und 165/70er Bereifung zu testen, was Reifentausch alleine, sowie mit beiden Reifensätzen jeweils diverse (TÜV-AbnahmeFähige) seriöse Modifikationen OBJEKTIV dem 1.2TDI-FAhrer bringen.

 

Von Zimmermann gibt es 200mm Stahltrommeln/Beläge hinten,

es gibt hochbekohlte Bremsscheiben in den ORIGINALdimensionen für den 1.2TDI, und es gibt natürlich auch größere Bremsanlagen für vorne (z.B. für FSI) - wobei ich nicht weiß, ob die mit den Originalfelgen des 1.2TDI kompatibel wären…

 

Gleiches gilt für die offensichtlich sehr gute Bremsanlage des Up!, welche ja evtl. auch passen würde und eine moderne, 10 Jahre jüngere Entwicklung von Continental ist und eine Alternative sein könnte.

 

Kann Jemand helfen bzw ist interessiert, seinen Wissens-Input zur Verfügung zu stellen?

 

Ziel wäre, eine optimierte Lösung zu erarbeiten, die zu einem gemeinsamen Projekt "Forums-Lösung für 1.2TDI-Fahrer" mit Bausätzen führen könnte, bdei denen man sich sicher ist, daß sie eingetragen werden und auch WAS GENAU sie bringen.

 

Wäre doch was, oder?

 

Gruß

Mehrschwein

 

Hinweis:

Per Zufall habe ich einen Ingenieur kennengelernt, der sich in seinem Studium intensiv mit dem A2 befasst hat und sogar im Zulassunsgbereich tätig ist. DA er sofort anfing, vom A2 zu schwärmen, als ich mich als Besitzer zu Erkennen gab und tieferes Wissen über die damaligen Interna der Konzeptions- und Konstruktionsgeschichte zu erkennen gab, könnte ich mir vorstellen, daß er uns insofern evtl. helfen könnte, als er zumindest keine absurden Auflagen machen würde und seriöse Hinweise zur Machbarkeit geben könnte.

 

Ich würde mich freuen, wenn der Thread fruchtbar wäre - und eine gemeinsame (mehrstufige?) Lösung für diejenigen 1.2TDI Fahrer herausspringen würde, welche ebenfalls Verbesserungsbedarf sehen und an einem Upgrading interessiert sind...

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Die erwähnte Bremsanlage des up! hat 256/22er Scheiben vorne und 200er Trommeln hinten.

 

Motorleistung, Leergewicht und max. Gesamtgewicht sind fast identisch mit den Daten des 1.2TDI.

mit 165/70er Bereifung tolle performance: konstant 36m Bremsweg - egal, ob nach der 4. Vollbremsung oder leer oder vollbeladen. Sie soll auch sehr schnell den Bremsdruck aufbauen, so las´ich (Continental-Neuentwicklung).

Edited by Mehrschwein

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Lass mal weniger vom Up! schwärmen und auf die vorliegenden Fakten konzentrieren.

Wenn meine Theorie so passt, dann ist das eine echt gute Bremse.

Edited by Nagah

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Das bringt dich aber nicht weiter, da mit dem Up! vermutliche keine Gleichteile vorliegen (kann mich aber irren). Ist auch nicht nötig, sollte meine Theorie stimmen, ist das oben eine echt gute Bremse.

 

Naja - ich bin ergebnisoffen und rational. Heißt: Was für mich zählt, ist einzig eine dauerhaft bessere Bremsleistung und saubere Zulassung.

Die unproblematischste Lösung, welche mich im Notfall bestens schützt nehme ich gerne - egal, aus welchem Baukasten.

 

Ich schrieb es in dem Zusammenhang hier bereits mehrfach: Seitdem ich (einzig mit dem Umbau auf hochgekohlte Bremsscheiben ) seinerzeit bei meinem A4 sensationell bessere und standfeste Bremsen bekam, würde ich die hochgekohlten Varianten bevorzugen. Von den damaligen leicht modifizierten Bremsen schwärme ich noch heute….lasse mich aber gerne beraten. Wenn andere Scheiben ebensogut sind oder besser, kein Problem. Ich bin da Laie und kann das nur anhand der späteren Brems-Ergebnisse beurteilen.

 

Beste Grüße

Mehrschwein

Edited by Mehrschwein

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Das wäre Variante 1. Musst du wissen ob dir das ein Versuch wert ist.

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Ein Hinweis, ohne die Bremsanlage des 1.2 TDI schönreden zu wollen - beim Lupo hatte ich mich seinerzeit gewundert, dass die Bremse vorn pulsiert und nach dem Einbau von neuem Material der Zustand auch relativ schnell wieder so war. Vermessen der Scheiben auf Seiten- und Dickenschlag brachte kein Ergebnis. Die Alutrommeln hinten machten schon komische Geräusche. Das Auto hab ich dann so verkauft.

Beim A2 war wegen falscher Beläge in den Alutrommeln kurz nach dem Kauf hinten auch kaum noch Bremswirkung vorhanden und es dauerte auch nicht lange, da gab's vorne wieder Rubbelbremsen. Nachdem ich die Hinterachse auf Stahltrommeln umgerüstet hatte und vorne erstmal alles so gelassen hab, verlor sich der Effekt der Rubbelbremsen allmählich wieder.

 

Deshalb wäre ein möglicher Tipp für den Menschen aus der Hobbywerkstatt in #1 gewesen, auf eine ordentlich mitbremsende Hinterachse zu achten.

 

Bye

pax

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Ein Hinweis, ohne die Bremsanlage des 1.2 TDI schönreden zu wollen - beim Lupo hatte ich mich seinerzeit gewundert, dass die Bremse vorn pulsiert und nach dem Einbau von neuem Material der Zustand auch relativ schnell wieder so war. Vermessen der Scheiben auf Seiten- und Dickenschlag brachte kein Ergebnis. Die Alutrommeln hinten machten schon komische Geräusche. Das Auto hab ich dann so verkauft.

Beim A2 war wegen falscher Beläge in den Alutrommeln kurz nach dem Kauf hinten auch kaum noch Bremswirkung vorhanden und es dauerte auch nicht lange, da gab's vorne wieder Rubbelbremsen. Nachdem ich die Hinterachse auf Stahltrommeln umgerüstet hatte und vorne erstmal alles so gelassen hab, verlor sich der Effekt der Rubbelbremsen allmählich wieder.

 

Deshalb wäre ein möglicher Tipp für den Menschen aus der Hobbywerkstatt in #1 gewesen, auf eine ordentlich mitbremsende Hinterachse zu achten.

 

Bye

pax

 

1) mein Lupo 3L bremst absolut einwandfrei! liegt möglicherweise auch an der anderen Bereifung….

 

2) Mein A2 wird seit dem Kauf lückenlos von Herrn Otto in Aachen gewartet, also einem der bestbeleumundeten Spezialisten für den A2 1.2 TDI.. Er weiß, daß ich keine Kosten scheue und achtet sorgfältigste auf bestmögliche Funktion der Original-Bremsanlage. .. Soviel zum Thema "Hobbybastler"….

 

Herrn Ottos Aufgabe als Angestellter einer sehr großen VAG-Vertretung und Vertragswerkstatt und ist jedoch NICHT, mir Lösungen vorzuschlagen, welche von Audi nicht empfohlen werden oder gar auf der Basis von Nicht-Originalteilen beruht. Daher werde ich ihn auch nicht in einen Loyalitätskonflikt bringen, weil ich ihn fachlich UND menschlich (ebenso wie seinen Meister) SEHR schätze!

 

der erste Schritt wird die Umrüstung auf die 165/70er sein - ich werde dazu Bremstests vorher/nachher machen, um das Ergebnis mal zu objektivieren.

Dann kommen weitere Schritte. Der erste Schritt mit einem einfachen Einbau wärmebehandelter oder hochgekohlter Scheiben in Originaldimensionen wird dann der 2. schritt sein. Anschliessend kommt dann der Umbau Hinterachsebremse und dann der auf größere Scheiben vorne, jedesmal mit Test der Bremswege.

 

Gruß

Mehrschwein

Edited by Mehrschwein

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Nun ja, da noch nirgend wo gepostet wurde WIE eine besser Bremse aussieht bzw, schon erprobt wurde, ist alles erst mal ein basteln, und das macht spass.

 

Immer neue Wege finden. ;)

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Lass mal weniger vom Up! schwärmen und auf die vorliegenden Fakten konzentrieren.

Wenn meine Theorie so passt, dann ist das eine echt gute Bremse.

 

 

Das ist auf jeden Fall eine "einfache" (oder auch nur "erste") Maßnahme. Wenn der Einbau der FSI-Bremsen vorne und hinten den TÜV-Segen bekommen würde, wäre das für mich die sicherste Art, das Problem aufgrund guter Bremsleistungen ad acta legen zu können.

 

Wie gesagt: Ich habe nun rund 260.000km auf dem Tacho - es ist ein Vorhaben für 2016 - aber das ziehe ich durch - und hoffe weiter auf den Input Dritter.

 

Aufgrund der TATSACHE, daß der Bremsweg mit ECO-Reifen bis zu 10 m länger (!) wird, werde ich darauf in Zukunft (leider) einstweilen verzichten.

 

DANKE für Eure Hilfe!

 

Gruß

Mehrschwein.

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Die FSI Bremse kannst du nicht einbauen, da die Radlagergehäuse nicht passen. Darum ja die Idee des Lupo GTI.

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Die FSI Bremse kannst du nicht einbauen, da die Radlagergehäuse nicht passen. Darum ja die Idee des Lupo GTI.

 

 

ok,

 

da habe ich nicht sorgfältig genug gelesen.

Danke für deinen Hinweis!

 

Gruß

Mehrschwein

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Nehme einfach Scheiben vom Lupo 1.0 Benzin, haben 3mm mehr material (18mm dicke gegen 15mm). Passt ohne problemen.

 

Das mag ja bei Dauerbelastung (Bergfahrten etc) helfen, aber der Bremsweg bei einer Notbremsung wird dadurch nicht (wesentlich) kürzer, oder?

Mir persönlich geht es wirklich darum, den Bremsweg aus 100km/h deutlich unter 40m, und möglichst in die Nähe zeitgemäßer 36m zu bringen.

Edited by Mehrschwein

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Ja schaffen die Serienbremsen mit den 165ern es bei 100 km/h nicht, das ABS zum Arbeiten zu bewegen? Ich mein, so rein theoretisch ist doch, sobald (und solange) das ABS regelt die Bremse stark genug und der Reifen der Schwachpunkt: Mehr als Blockieren lassen kann auch eine stärkere Bremse nicht. Insofern könnte ich die Überlegung, dass beim 1.2 eine stärkere Hinterradbremse zumindest bei einer Notbremsung mehr bringt nachvollziehen.

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Das mag ja bei Dauerbelastung (Bergfahrten etc) helfen, aber der Bremsweg bei einer Notbremsung wird dadurch nicht (wesentlich) kürzer, oder?

Mir persönlich geht es wirklich darum, den Bremsweg aus 100km/h deutlich unter 40m, und möglichst in die Nähe zeitgemäßer 36m zu bringen.

Die 18mm dicken Scheiben sind sinnvoll hinsichtlich der Standfestigkeit. Da so derart kleine Scheiben schnell aufheizen und bei zu viel Temperatur dann der Reibwert des Bremsbelags während der Vollbremsung (zu) stark schwankt, verlängert das unnötig den Bremsweg. Zu den dickeren Scheiben gehören dann auch die passenden etwas dünneren Bremsbeläge.

 

Wie im anderen Thema geschrieben, sind für die Bremsweg vorrangig die Reifen und dann auch noch eine perfekt funktionierende HA Scheibenbremse wichtig.

 

Besonders teures Bremsscheiben- und Bremsbelagmaterial halte ich noch nichtmal für zwingend nötig. Genutete Scheiben ala Brembo Max oder notfalls auch ATE Powerdisc i.V.m. guten Serienbremsbelägen (Brembo, ATE, Ferodo) und ggfls. guten Sportbremsbelägen vorne (Ferodo DS Performance) reicht völlig aus. Finger weg von Keramikbelägen. Die haben eine sehr schlechte Hitzeableitung, womit die Bremsscheiben noch schneller aufheizen. Bei der ohnehin sehr kleinen Scheibe vorne ist das kontraproduktiv. Bremsbeläge wie EBC Redstuff halten zwar viel Hitze aus, die starke Temperaturänderung der Bremse bei jedem starken Bremsvorgang heizt die Bremse aber deutlich auf, wodurch sich ständig spürbar der Reibwert der Bremse ändert.

 

Stahlflex Bremsleitungen sind obligatorisch, genauwo wie frische DOT4 Bremsflüssigkeit. Sportbremsflüssigkeit ist unnötig bis kontraproduktiv, da diese bei kälteren Temperaturen dickflüssiger ist, was die ABS-Regelqualität deutlich verschlechtert.

 

 

Zum Polo 6N/Lupo GTI Radlagergehäuse: Es gilt zu prüfen, ob der Konus fürs Traggelenk und Spurstangenkopf die selbe Größe hat. Außerdem gilt zu prüfen, ob der Lenkhebelarm die selbe Länge hat. Sollte das alles passen, wäre ein Umbau denkbar.

 

Angesichts der Kosten und des Aufwandes muss man sich dann schon fast die Frage stellen, ob man nicht gleich direkt auf die normale A2 Vorderachse inkl. Federbeinen und Radlagergehäusen umbaut. Dann könnte man die auf jeden Fall hervorragend funktionierende 288mm Lucas C54 Bremse vom Polo 9N3 GTI verbauen. Die Bremse kann man problemlos bis 200PS im Alltag fahren (hab ich ein Jahr lang gemacht), auf der Rennstrecke bis ca. 150PS.

 

Beim 1.2TDI wäre das dann aber schon wieder völlig überdimensioniert. Das Mehrgewicht verschlechtert Komfort und Beschleunigung. Außerdem wären sogar 15" Felgen nötig. Für die 256mm Bremsen reichen noch 14" aus. Also sollte vor dem Kauf irgendwelcher Teile wirklich zwingend darüber nachgedacht werden, was man denn überhaupt braucht und welche kleinstmögliche Bremsenlösung dafür ausreicht.

Edited by Nuerne89

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Ja schaffen die Serienbremsen mit den 165ern es bei 100 km/h nicht, das ABS zum Arbeiten zu bewegen? Ich mein, so rein theoretisch ist doch, sobald (und solange) das ABS regelt die Bremse stark genug und der Reifen der Schwachpunkt: Mehr als Blockieren lassen kann auch eine stärkere Bremse nicht. Insofern könnte ich die Überlegung, dass beim 1.2 eine stärkere Hinterradbremse zumindest bei einer Notbremsung mehr bringt nachvollziehen.

 

Das kann durchaus sein, ist aber nicht das Thema dieses Threads.

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Hallo zusammen,

 

erneut:

HERZLICHEN DANK für Euer Engagement mit Eröffnung und Teilnahme an diesem Thread !

 

@ Nuerne89

@ Nagah

 

Toll, als Laie so viel Detailwissen und umfangreiche Erfahrung gewissermaßen "auf dem Silbertablett" präsentiert zu bekommen.

Dieses Forum ist einfach sensationell gut :)

 

Beste Grüße

 

MehrBremswirkungsSchwein

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Gerne, aber was draus machen müsst ihr selber. ;)

 

Schon klar! :)

 

Deswegen habe ich ja auch geschrieben, daß ich das im Jahr 2016 durchziehen möchte (bzw vorziehen werde, falls die Bremsanlage vorher Handlungsbedarf signalisiert) …

 

Ich bin von dem A2-Konzept jeden Tag mehr überzeugt - was jedoch nicht heißt, unkritisch zu werden, sondern "liebevoll" die (erstaunlich wenigen) Schwachstellen zu optimieren. :)

FSI Bremse vorne passt nicht wegen der komplett anderen Radlagegehäuse und Federbeine. Du musst dich beim 1.2TDI aus dem Polo 6N/Lupo Teileregal bedienen. Wie Nagah schonmal schrieb, muss man wohl auf Lupo GTI Radlagergehäuse und Bremse übernehmen. Ob das 100%ig wegen dem Radlagergehäuse vorne passt, weiß ich nicht genau. Das lässt sich rausfinden oder ausprobieren, so teuer sind Gebrauchtteile zum Glück nicht.

Die 256er Bremse vom Lupo GTI würde ausreichen.

 

Hinten brauchst du Lupo GTI Adapterplatten+Staubschutzbleche, FSI Sättel+Halter, 230x9 4x100 Scheiben vom Lupo/Polo 6N.

Eine größere Bremse hinten wäre unnötig.

 

Es bleibt zu prüfen, ob der 1.2TDI einen kleineren Hauptbremszylinder hat, da vorne die Bremskolben kleiner sind.

 

Zu Bremse vom up!: Überragend ist die auch nicht. Der up! steht nur so gut, weil das neue ESP sehr feinfühlig regelt und das Auto sehr leicht ist. Zusammen mit guten Reifen reicht das für kurze Bremswege. Das sagt abe rnoch lange nix über Standfestigkeit und Bremsstabilität. Die Trommeln hinten vom up! sind Bremsentechnisch auch Katastrophe. Mit Scheibenbremsen hinten würde auch der up! noch viel besser bremsen, ich denke 34-35m von 100-0km/h wären da auf jeden Fall drin.

Da man den ESP Block nicht einfach in den A2 bauen kann, sondern höchstens die Radbremsen bzw. bauähnliche Radbremsen anderer Modelle, wird ein A2 damit nicht automatisch sehr gut bremsen.

 

Fakt ist, dass für den Bremsweg vorrangig der Reifen wichtig ist. 165er sind schonmal ein klarer Fortschritt. Dennoch ist auch die Bremse wichtig, vor allem auch die Bremse hinten.

 

Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen: Bei Fahrwerk und Bremse habe ich hier wohl das meiste Know-How. Also schreib mir doch mal, dann helfe ich dir gern bei deinem Vorhaben, ohne hier mit Aufsätzen den Thread zu sprengen ;)

 

Erneut herzlichen Dank, werde mich bei Dir melden.

 

DA ich jedoch überzeugt bin, daß das Thema auch noch weitere 1,2TDI-Besitzer interessiert, schlage ich trotzdem vor, diesen bereits jetzt sehr lehrreichen und informativen Thread sorgsam bis zum Erreichen eines Ergebnisses fortzuführen.

 

Weitere Interessenten können ja mal hier bekunden, da0 sie existieren.

 

Ich fange einfach mal eine Liste an:

 

konkrete Interessenten an einem 1,2TDI Bremsenupgrade:

(Bremsenaupgrade= verschiedene Varianten und Stufen mit dem Ergebnis verbesserter Bremswirkung)

 

 

1. Mehrschwein

 

Gruß

Edited by Mehrschwein

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Auch, wenn in einem Parallelthread zu anderen (!) A2 Modellen einiges sicherlich nicht übertragbar ist, andererseits jedoch ein guter Einblick in die Komplexität der Problematik entstehet, so möchte ich zwecks "allgemeiner Informationsanhäufung" einige Zitate daraus hier einfügen, weil ich selber (als Bremsen-Laie) bspw dadurch anfange, die Problematik auch beim Spezialfall 1,2TDI besser zu begreifen.

 

Zitate aus dem anderen Thread (teilweise auch mit weiteren Links) :

 

Wurde natürlich alles schonmal behandelt. Search ergab:

 

 

 

Bremsenupgrade VA für alle A2 außer 1.2TDI - A2 Forum

 

Vorderachse / Bremse überholen bzw. upgraden - A2 Forum

 

Bremsenupgrade an der Hinterachse - ausser 1.2 TDI - A2 Forum

 

Anleitung: Trommelbremsen hinten auf Scheibenbremsen umbauen - A2 Forum

 

 

Und hier nochmal der funktionierende Link zu " dem Fahrwerkstechnik-thread " von Nuerne89

 

Fahrwerkstechnik - Infos und Optimierung (Ibiza 6L1+6J, Cordoba 6L2, Polo 9N+6R, Fox, Fabia 6Y+5J, Audi A2+A1) - Fahrwerk - SEAT Ibiza Forum

 

 

Die besten wärmebehandelten 256er Bremsscheiben für die VA sind " Sandtler GT " in Verbindung mit FERODO DS Performance Bremsbelägen.

Für normalo-256er Bremsscheiben die Brembo Max ( geschlitzt ). ABE aber nur für VA am A2

 

Wenn man sich nicht direkt das Rostproblem mit dranbauen will, gibts drei Dinge zu beachten:

 

1. Es sind unbedingt weiche Serienbremsbeläge von Brembo, ATE, Ferodo etc. zu verwenden. Harte Keramik- oder Sportbeläge sind absolut nicht geeinet und werden den bekannten Rost-Tod sterben! TRW Beläge würde ich auch meiden, das sind besonders ökologisch und dadurch auch recht hart.

 

2. spielfreie Führungsbolzen verbauen (TRW ST1160). Natürlich nur die zwei wackeligen Bolzen ersetzen und nicht stur alle 4 Bolzen tauschen, dann bringt das nix.

 

3. Die Bremssättel mit 38mm oder gar 41mm Bremskolben erzeugen mehr Bremskraft. Die Hinterachse kann Dank elektronischer Bremskraftverteilung nicht überbremsen. Die erhöhte Bremskraft eleminiert jedoch das Rostproblem und verbessert die Bremsstabilität erhebllich. Kein schlingern mehr auf der Autobahn beim zügigen Bremsen oder generell in schnellen Kurven.

Die Bremssättel passen 1:1, es sind wirklich nur die Kolbengrößen verschieden.

(Bild)(Bild)(Bild)

 

Außerdem:

- Als Schmiermittel ATE Plastilube verwenden, gibt nix besseres!

- Die Zusatzfedern stellen die Handbremshebelchen immer bis Anschlag zurück, damit bleibt das ganze länger freigängig.

- Der linke Stecker vom Raddrehzahlsensor kann auch vorsichtig so bearbeitet werden, dass noch die obere Hälte der Rastnase übrig bleibt. Dann kann man sich die Lösung mit dem Kabelbinder sparen.

- Die Sandtler GT sind leider nicht sonderlich laufruhig. Brembo Max sind leiser und normalerweise völlig ausreichend. Wer ausrasten möchte, greift direkt zu Tarox F2000, das sind die laufruhigsten genuteten Scheiben auf dem Markt.

 

256x22 Bremsscheiben

---------------------------

 

  • Sandtler GT --- 2 Stck. 188 Euro
  • Tarox F 2000 - 2 Stck. 284 Euro

 

288x25 Bremsscheiben

--------------------------

 

  • Sandtler GT --- 2 Stck. 348 Euro
  • Tarox F 2000 - 2 Stck. 308 Euro

 

312x25 Bremsscheiben

--------------------------

 

  • Sandtler GT --- 2 Stck. 418 Euro
  • Tarox F 2000 - 2 Stck. 380 Euro

 

Preise von Autoteile Ralf Schmitz

 

 

Die wärmebehandelten 256er Sandtler GT Bremsscheiben ( turbinenartiger Betriebssound ) von

Preis/Leistung her schwer zu toppen. Die Tarox F 2000 laufen noch ruhiger, aber fast 100 €

Mehrpreis auch gerechtfertigt?

 

Tarox F 2000 bei 288er und 312er Bremsscheiben erste Wahl und sogar günstiger als Sandtler GT.

 

Bei meinem 288er Lucas 54 Bremsenumbau kommen vorerst Brembo Max zum Einsatz. Werden

diese dann doch krumm, müssen wohl Tarox F 2000 rein.

 

An den Bremsbelaglaufflächen des HA-Bremssattelhalters habe ich jeweils 1 mm abgefeilt ( oben und

unten; darauf werden die Edelstahllaufflächen-Clips angebracht ), um etwas mehr Spiel für die Brems-

beläge zu schaffen. Gemeinsam mit spielfreien Führungsbolzen und ATE Plastilube-Schmiere, gammeln

die Bremsscheiben mit 34er Bremssattelkolben nicht mehr. Bremsscheiben blitz-blank.

 

Turbinenartiges Betriebsgeräusch triffts wohl ganz gut. Das hat mich an den GT doch sehr gestört, zumal es nebenher auch die Beläge sehr schnell aufgeheizt hat und deren Reibwertänderung bei so mancher Bremsung dann schnell das ABS hat regeln lassen. Das war sehr nervig.

Die F2000 sind so laufruhig wie Serienscheiben, man hört nichts!

Auch heizen die Beläge nicht ungewöhnlich schnell auf und die Probleme mit der Dosierbarkeit kurz vor der Regelgrenze des ABS hatte ich auch nicht.

Die Brembo Max sind nur bei viel Hitze leicht turbinenartig zu hören, beim normalen fahren und bremsen hört man nix. Die Scheiben halten auch erstaunlich viel Hitze aus, verziehen gegenüber den ATE Powerdisc eigentlich nicht.

Von daher das gesparte Geld besser in Ferodo DS Performance und hinten in Sättel mit größerem Kolben investieren, das bringt unterm Strich viel viel mehr!

 

 

ganz vergessen, hier noch ein Bildchen ;)

(Bild)

 

1x _ 7H0 615 295 A ______ 2,39€ __ Zusatz-Rückstellfeder Handbremsmechanik links

1x _ 7H0 615 296 ________ 2,39€ __ Zusatz-Rückstellfeder Handbremsmechanik rechts

 

 

Man kann mit den Lucas C34 Sätteln durch die spielfreien Bolzen und geeignete Bremsbelagwahl zwar auch ein gutes Verschleibild erreichen, nur wie lange? 5 Jahre? Das wäre mal interessant. Du wirst es sicher beobachten, wir werden sehen ;)

Mit den C41 Sätteln gammelt gar nix mehr, bis die Beläge komplett runter sind. Also wenn die Sättel ohnehin wegen schwergängiger Mechanik fällig sind, sollte man direkt beide gegen die C41 vom Golf 4 GTI/Variant tauschen. Schon allein die deutlich bessere Bremsstabilität und die kürzeren Bremswege sind den Tausch wert.

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Querverweis: Bezugsquelle Bremsbacken 1,2TDI - A2 Forum

 

Die Lösung mit den Polo 6N GTI oder Lupo Radlagergehäuse und der großen Bremse scheidet aus. Warum? Die Raddrehzahlsensorsysteme sind nicht kompatibel. Der Lupo 3L scheint als einziger Lupo schon das neue Raddrehzahlsensorsystem zu haben. Zumindest habe ich bisher keine "normalen" Polo/Lupo Radlagergehäuse mit dem neuen System finden können.

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Nehme einfach Scheiben vom Lupo 1.0 Benzin, haben 3mm mehr material (18mm dicke gegen 15mm). Passt ohne problemen.

 

Hat da jemand die Teilenummern von Qualitätsherstellern für wärmebhandelte Scheiben? Welche Bremsbeläge sind empfohlen?

 

Ich habe dauernd verzogene Scheiben da ich viel Bergfahrten mache und oft schnell unterwegs bin. Habe kürzlich Billigware eingebaut die nach 2000 Km schon wieder verzogen sind. Ein vollständiger Bremsenumbau wäre super für mich.

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DA ich jedoch überzeugt bin, daß das Thema auch noch weitere 1,2TDI-Besitzer interessiert, schlage ich trotzdem vor, diesen bereits jetzt sehr lehrreichen und informativen Thread sorgsam bis zum Erreichen eines Ergebnisses fortzuführen.

 

Weitere Interessenten können ja mal hier bekunden, da0 sie existieren.

 

Ich fange einfach mal eine Liste an:

 

konkrete Interessenten an einem 1,2TDI Bremsenupgrade:

(Bremsenaupgrade= verschiedene Varianten und Stufen mit dem Ergebnis verbesserter Bremswirkung)

 

 

1. Mehrschwein

 

Zumindest ein zusätzliches Upgrade der hinteren Bremsen erscheint wohl sinnvoll, so mein bisheriges Dazulernen durch hiesige Lektüre und nette Erklärungen ausserhalb des Forums.

Aber ich will als Nicht- Experte keineswegs wirklich Berufenen vorgreifen...

 

Gruß

 

 

 

Habe Dich einfach mal eingetragen:

 

Liste der ernsthaften Interessenten am 1,2TDI-Bremsenupgrade:

 

1. Mehrschwein

2. sisebas

 

 

Gruß

Mehrschwein

Edited by Mehrschwein

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Habe Dich einfach mal eingetragen:

 

Liste der ernsthaften Interessenten am 1,2TDI-Bremsenupgrade:

 

1. Mehrschwein

2. sisebas

 

 

Gruß

Mehrschwein

 

Was soll diese Liste denn bringen, das einzige was hilft ist, Teile besorgen, vergleichen, wenn passend einbauen.

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Was soll diese Liste denn bringen, das einzige was hilft ist, Teile besorgen, vergleichen, wenn passend einbauen.

 

 

Die Liste soll das bringen, was diese (nicht seltenen) Listen im Forum immer bringen sollen - Wie der Satz darüber bereits erschöpfend signalisiert:SO eine Art Verteiler oder Erinnerung daran wer konkret an der Sache interessiert ist, falls am Ende so etwas wie konkrete Umbau-Sets als machbar und sinnvoll (und abnahmefähig) herauskommen sollten.

 

Bspw gemeinsames Engagement, Sammelbestellungen, etc.

 

Zum "Einfach machen": Klar! :)

Ich für meine Teil habe bereits konkrete Schritte unternommen, um für MICH etwas sinnvolles zusammenstellen und auch einbauen und abnehmen zu lassen.

Wird aber 2016 werden, vorher ist das nicht möglich.

 

Was soll an der Liste jetzt schlimm oder Unangebracht sein???

Edited by Mehrschwein

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Ich für meine Teil habe bereits konkrete Schritte unternommen, um für MICH etwas sinnvolles zusammenstellen und auch einbauen und abnehmen zu lassen.

Wird aber 2016 werden, vorher ist das nicht möglich.

 

Sprich! :)

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Sprich! :)

 

Bin in Kontakt mit Robert (nuerne89) .

Er ist netterweise dabei, eine Liste mit den erforderlichen Materialien bzw Alternativen (soweit es die geben sollte) aufzustellen und würde diese auch besorgen.

 

Der Knackpunkt dürfte

a) vorne die Radlagerproblematik sein…

 

und

b) den Prüfer davon zu überzeugen, daß ein Überbremsen der HA mit Scheiben bei Beibehaltung von 239er Scheiben (allerdings dickere und griffigere) vorne und relativ kleinem Bremskolben nicht erfolgt?

Schade, daß die 256er Scheiben vorne unmöglich erscheinen.

Aber: man muss den Tatsachen in die Augen schauen.

 

Als Beläge würde ich am ehesten Ferodo nehmen - das könnte auch die Bedenken unter b) etwas abschwächen, weil die ja wohl an der VA satt zupacken…

 

FAlls Jemand dazu Anmerkungen machen möchte: GERNE!

Besser, es werden hier jetzt bereits im Vorfeld kritische Punkte gemeinsam beleuchtet, als nachher teures Lehrgeld zahlen.

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Sicher, 100% gleich

 

Stimmt nicht ,scheiben ja bremsklotse sind anders. ( haben eine kabel )

Edited by msstona

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Ist das Fehlen einer Verschleißnzeige in den Belägen beim A2-Einbau ein No-Go für die Abnahme?

 

Ich habe nämlich ein bißchen herumgesucht und gesehen, daß die Auswahl von Scheiben 239/22 und vor allem der Bremsbeläge beim Lupo größer ist (wenn ich richtig hingeschaut habe).

 

Gruß

Mehrschwein

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Korrekt. Wir haben beim Einbau meiner Bremse auch die Verschleißanzeige mechanisch deaktiviert und der Prüfer hatte kein Problem damit.

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Verschleißanzeige ist völlig egal...

 

 

 

Korrekt. Wir haben beim Einbau meiner Bremse auch die Verschleißanzeige mechanisch deaktiviert und der Prüfer hatte kein Problem damit.

Das ist ja schon mal eine gute Nachricht

 

Ich versuche mal, als Nicht-Bremsenexperte zusammenzufassen - und bitte um Korrektur, falls ich falsche Schlüsse ziehe:

Die Option einer Scheibe mit größerem Durchmesser fällt wegen Inkompatibilität mit den A2 1,2TDI-RAdlagern aus.

Auch andere Radlager aus dem VW-Baukasten würden nicht auf die 3L_VA passen - also fällt auch dieser Umweg aus.

 

Bliebe also noch als Option:

 

Vorderachse:

a) Drittanbieter-Scheibe in Originaldicke: 239/15 mit besserer Performance als serie

b) Dickere Drittanbieter-Scheibe z.B. 239/19 oder 239/22 --> bessere Performance plus bessere Hitzefestigkeit. Problem: zuwenig Spiel mit neuen Belägen.

 

andere Bremsbeläge als Serie?

Für den A2 1,2 habe ich nur eine einige wenige Varianten gesehen, für den Lupo scheint es mehr Möglichkeiten zu geben, wenn man die fehlende Bremsverschleißanzeige akzeptiert.

 

Hinterachse:

a) Umbau auf Stahltrommel

b) Umbau auf Scheibe 232/9mm aus A2 90PS TDI

Hier sind diverse Scheibenanbieter und mehrere Belaganbieter möglich.

 

Passt die Scheibe an der HA des 1,2TDI?

 

Nur eine Variante: Sowohl an VA als auch HA gibt es Tarox-Scheiben, ebenso (vermutlich dafür optimierte?) Tarox-Beläge; Ferodo-Beläge gibt es nur für die HA.

Aufgrund der elektronischen Bremskraftverteilung im A2 1,2TDI kann ja wohl ein "Überbremsen" der HA ausgeschlossen werden.

 

Kommentare dazu?

Edited by Mehrschwein

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:rolleyes:spart auch gleich wieder ein bisschen Gewicht

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Passt die Scheibe an der HA des 1,2TDI?

 

Du musst natürlich die 4 Loch-Variante nehmen (die es in den gleichen Abmessungen gibt): 232X9 4/100 TN: 6N0615601A

 

Die originale A2-Scheibenbremse hinten hat 232X9MM 5/100 TN: 1J0615601

 

Aber nochmal die Frage: Rottet die Scheibe am 3L dann nicht mindestens genauso schnell weg, wie bei den scheibengebremsten A2?

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Das tut sie nicht wenn du sie vollständig mit spielfreien Führungsbolzen versiehst und "weiche" Standardteile (Scheiben/Beläge) verbaust.

Standfestes, sowie Sportmaterial an der Hinterachse neigt aufgrund zu geringem Verscheißes dann zum Verrosten.

Edited by Nagah

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Du musst natürlich die 4 Loch-Variante nehmen (die es in den gleichen Abmessungen gibt): 232X9 4/100 TN: 6N0615601A

 

Die originale A2-Scheibenbremse hinten hat 232X9MM 5/100 TN: 1J0615601

 

Aber nochmal die Frage: Rottet die Scheibe am 3L dann nicht mindestens genauso schnell weg, wie bei den scheibengebremsten A2?

 

Das tut sie nicht wenn du sie vollständig mit spielfreien Führungsbolzen versiehst und "weiche" Standardteile (Scheiben/Beläge) verbaust.

Standfestes, sowie Sportmaterial an der Hinterachse neigt aufgrund zu geringem Verscheißes dann zum Verrosten.

 

1.: DANKE für die Hinweise.

2.: Abgesehen vom etwas geringeren Gewicht als einzigem prinzipiellen Unterschied, gibt es aus meiner Sicht keinen wesentlichen Grund, prinzipiell anzunehmen, daß ein 3L-Fahrer grundsätzlich deutlich weniger bremst als ein Fahrer der anderen A2-Typen:

 

1) Stadtverkehr: Praktisch gleiche Bremsleistung

2) LAndstrasse: Auch 1,2 TDI-Fahrer sind bisweilen zügig unterwegs (wenn Fahrstil Innerhalb der StVO kaum Unterschied)

3) Autobahn: Angesichts der Vmax des 3L von rund 170km/h dürfte auf dt. Autobahnen eher selten enorme Unterschiede auftreten. Ich fahre durchaus - falls nötig - auch längere Strecken mal mit ausgeschaltetem ECO-Modus)

4) Autobahnen im Ausland: Aufgrund Geschwindigkeitslimit 120/130 ähnliche Voraussetzungen wie bei stärkeren Fahrzeugen

5) Abnutzung bzw "Rostprophylaxe" am ehesten vom a) Fahrstil, b) Fahrzyklus und c) Gesamtgewicht (Zuladung!) abhängig und weniger von der theoretischen Fahrleistung.

Zu a) abgesehen von "sportlichen Fahrern" aka "Heizern" ggü "ruhigen Seglern" als Extrempol gibt es vieles dazwischen. Bereits das ganz überwiegende Langstreckenfahren und geringe Stadtfahren (wie bei mir) macht sicherlich weniger Probleme bzgl. Verrotten der Bremsen, weil

Zu b) Stadfahrten stets minimales Bremsen bedeutet, während Langstreckenfahrten regelmäßiges starkes Abbremsen in Abfahrten mit "Rostprophylaxe" auch OHNE "Heizen" bedingt/bedingen kann. Zusätzlich auf Mautstrecken (fahre seit Jahren ganz überwiegend in Frankreich) regelmäßig starkes Abbremsen an Mautstationen (ich nehme zwar frühzeitig Gas weg, aber rolle zügig auf die Schranken zu und bremse dann zwar nicht mit Vollbremsung, aber doch relativ unmittelbar vor der Schranke aus 80-100km/h ab) . Bin in meinem Leben insgesamt über 1,2 Mio km gefahren - Bisher hat die Werkstatt noch nie verrostete Scheiben oder verglaste Beläge reklamiert… :D;)

 

Ich würde meinen Fahrstil als "zügig, aber nicht aggressiv" (fahre häufig Strecken von 600-1000km in einem Rutsch) und trotzdem als relativ ökonomisch/ökologisch klassifizieren. Der 3L macht mir ungeheuer Freude - aber ich gehöre sicherlich auf der Autobahn nicht zu den Leuten, die "passiven Widerstand" leisten - ich fahre hingegen regelmäßig/häufig am bzw knapp über dem Tempolimit und werde auch in den Spritspar-Rekordlisten nie in Erscheinung treten.

 

Hingegen fahre ich...

 

zu c) recht häufig voll beladen, was bei zügigem Fahrstil auch zu entsprechender Abforderung ordentlicher Bremsleistung führt.

 

Zusammenfassung: Kann mir gut vorstellen, daß ich deutlich weniger Gefahr laufe, Verrottungsprobleme der Bremsanlage zu riskieren, als so mancher besser motorisierte Durchschnitts-Alukugelbesitzer, weil ich "zügig" unterwegs bin. :D

Allerdings käme ich auch nie auf die Idee, mich auf dem Nürburgring zu tummeln oder im Alltag sinnlos und ständig voll zu beschleunigen und abzubremsen oder womöglich hektisches Testosteron-Spurenhopping zu betreiben.

Aus dem Alter bin ich raus und diesen Fahrstil habe ich überdies auch nie als erstrebenswert angesehen.. Bringt keinen echten Zeitgewinn und kostet nur eigene und fremde Nerven.

Hingegen schätze ich es sehr, für den Notfall über möglichst große Sicherheitsreserven (in diesem Fall: Bremsverzögerung) zu verfügen.

 

Gruß

Mehrschwein

Edited by Mehrschwein

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Danke dass du deine Erfahrungen teilst, bringt den Thread aber leider nicht weiter.

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Danke dass du deine Erfahrungen teilst, bringt den Thread aber leider nicht weiter.

 

Naja - Ihr beide habt ja - berechtigterweise - den (Neben-)Aspekt "Verrottungsprobleme durch faktische Überdimensionierung der Bremsen" erwähnt. Und darauf habe ich geantwortet.

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Da kann ich dich sowieso trösten: Überdimensionierung (an meinem A2 praktiziert) ist nicht das Problem. Zu sanftes und zu wenig Bremsen ist das Problem (verglasen und verrosten).

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soeben diesen Hinweis gefunden:

 

 

Der Audi A1 (1.2 TFSi, 1.4 TFSi, 1.4 Tdi) hat die identischen Radlager hat wie der A2. (zumindest Hinterachse)

 

Könnte ja möglicherweise mal interessant bei Umbauten an der Hinterachse sein...

Edited by Mehrschwein

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Fahrwerkstechnisch ist bei A2/A1, Polo 9N/6R/6C, Ibiza 6L/6J, Fabia 6Y/5J vieles gleich ;)

Die Achsbreiten und Vorderachsen variieren etwas, die Radlagergehäuse und Radlager sind aber immer gleich (außer 1.2TDI und andere Sparmodelle mit 239mm VA Bremse). Bremsanlagen sind überwiegend auch gleich. Wer genaue Fragen hat, kann mir da gern schreiben.

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soeben diesen Hinweis gefunden:

 

 

 

 

Könnte ja möglicherweise mal interessant bei Umbauten an der Hinterachse sein...

 

Wenn der 1.2 TDI 5-Loch Fegen hätte, vielleicht.

Hat er aber nicht.

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Folglich hat er auch nicht die o.g. Radlager.

Für alle anderen A2 gilt das schon, passt aber nicht zum Thread.

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Hat der 1.2TDI eigentlich M14 oder M12 Radschrauben?

Der VW up! und Co. haben zwar 4x100, aber nur noch so Spielzeugradschrauben (M12x1.5, nur ca. 25mm lang).

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Ok, praktisch, dann sollten hinten auch die Radnaben vom VW Up! passen :)

 

Edit: Nicht ganz! Der Up! hat normale 6Q0 Achszapfen mit 28mm Durchmesser, der A2 1.2TDI hat nur Achszapfen mit 25mm.

Es müssten also auch die Achszapfen umgebaut werden.

Edited by Nuerne89

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