Sepp

Bremssattel hinten undicht an Hohlschraube

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Nach 15 Jahren ist jetzt der linke hintere Bremssattel am Ende, Undichtigkeit am Handbremshebel, Pfütse unterm Auto. Kein Problem, ich hab ja schon den neuen da liegen weil am alten die Handbremse immer wieder mal festgeht.

 

Beim Einbau gab es dann ein unerwartetes Problem. an der Hohlschraube bzw. der Öse des Bremsschlauches war es undicht. Der alte Bremssattel hatte einen Ring der aus dem Material gefräst war. Durch die kleinere Fläche soll wohl durch die höhere Flächenpressung die Abdichtung erleichtert werden, beim neuen Bremssattel ist die Fläche großflächig plan geschliffen. 

 

Ich habe dann die Hohlschraube nochmal gelöst und zwischen den Schlauch und den Sattel einen Fitschenring eingelegt. Dieser Ring ist für ist dazu gedacht Zimmertüren um ca. 2mm anzuheben, er besteht aus Stahl das mit Messing überzogen wurde. Ob das bezüglich Korrosion eine dauerhafte Lösung ist kann ich auch nicht sagen. Nimmt man hier besser Kupfer oder Aluringe? 

Bremssattel_alt.jpg

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vor 37 Minuten schrieb Sepp:

Nimmt man hier besser Kupfer oder Aluringe? 

 

Ist der Bremssattel aus Alu? Dann Aluringe.

 

Beachte die elektrochemischer Spannungsreihe:

Aluminium: -1,66V

Kupfer: +0,16V

Stahl: +0,36V

 

Stahl ist ganz schlecht, der Spannungsunterschied beträgt 2,02V, und bei Kupfer beträgt dieser 1,82V.

Da Alu negativ ist, gibt es "Material" ab, es löst sich auf. Daher Aluringe nehmen.

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Also ich bezüglich bin extra in einen Teileshop gegangen wegen so einem o-Ring und da es die bremse ist will ich nicht wegen 0,15€ in eine leere bremse treten und vielleicht ein Risiko eingehen.

 

 

 

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Klar, meinen Irgendwas-Dichtring möchte ich beim nächsten Bremsflüssigkeitswechsel wieder rauswerfen. Allerdings habe ich gerade Probleme in Online-Shops was passendes zu finden ?(

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Danke, Louis hat Aluringe M12x16x1,5 - allerdings hat mich ein Kumpel vor Alu gewarnt wegen Setzverhalten, das ziehst Du 5 mal nach, es wird immer wieder locker.

 

Wobei er in der LKW-Technik unterwegs ist, die Leute haben andere Vorstellungen von Zuverlässigkeit. "Wie lang halten denn Eure Unimogs?" "Das wissen wir noch nicht, wir bauen die erst seit 60 Jahren" 9_9

 

Das Korrosionsthema bei Alu-Kupfer ist mir vom Prinzip her bekannt, die Frage ist aber ob man da in diesem Leben noch Probleme haben wird.

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vor 52 Minuten schrieb Sepp:

in diesem Leben

denk an den Temin in 20 Jahren zum Motoren zerlegen! :D

 

dann schaun wir auch nach den Kupferringen

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Es geht doch um die Dichtringe zwischen Banjo-Anschluss und Bremssattel, oder? Da sind original Alu-Ringe verbaut und wenn man die einzelnen Bremsleitungen kauft, sind (abhängig vom Hersteller) dort auch werkseitig Aluringe verbaut. Einzeln kann man die auch bei www-ir-dichtungstechnik.de beziehen.

 

Ich müsste sogar noch welche von meinem Umbau  auf Scheibenbrems-HA liegen haben...

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Sowohl unter als auch über das Ringauge der Bremsleitung gehören immer neue Alu- oder Kupferdichtscheiben auf die Hohlschraube aufgefädelt. Diese setzen sich beim Anziehen und dichten so ab - also nur einmal nutzen. Früher war Kupfer Standard, heute Alu - liegt aber nicht an Korrosion sondern schlicht am Materialpreis... theoretisch entsteht ein Lokalelement, praktisch würde es ewig und drei Tage dauern bis der Bremssattel nennenswert korrodiert.

 

Kupfer und Alu fahre ich seit Jahren an verschiedensten Motorrädern (Alubremssattel), da muss nichts nachgezogen werden. Einmal festziehen mit idR 20-25Nm an normalen M10x1.25 (M10x1.0Brembo) Stahlhohlschrauben, Aluhohlschrauben nur 13Nm. Die Aluringe, die heute üblicherweise gehandelt werden sind leider nach dem Stanzen nicht immer gut entgratet. Die Dichtringe hat jede Werkstatt, Motorradladen etc. im 100er Pack.

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