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charlottevictoria

Nachfertigung Teile

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Hallo Leute,

 

ich stelle gerade fest, dass sukzessive die Ersatzteile der Kugeln ausgehen!

Da kommt inzwischen so einiges zusammen.

Da wir eine doch sehr große Gemeinde sind, fänd ich's prima, wenn man sich um die ein oder andere Nachfertigung Gedanken machen könnte.

Vielleicht kann man ja von Audi (oder durch schlaue Köpfe hier im Forum) die Original-Lieferanten ausgraben und zumindest dafür sorgen, dass benötigte Formen nicht weggeschmissen werden. Dafür wäre es natürlich nötig, ständig aufzuschreiben, welche Ersatzteile ausgegangen sind. Hat ggf. jemand Kontakt zu AUDI (Audi-Tradition?), um noch zu retten, was zu retten ist?

 

Wie denkt Ihr darüber? 

bearbeitet von charlottevictoria
Rechtschreibfehler
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Das ist eine sehr sinnvolle Idee. Gerade das mit den Formen und sonstigen Werkzeugen. Ich kenne das aus der K70-Szene. Da wurden in den ersten Jahren von den K70-Jüngern eher unkoordiniert Teile aus Schlachtfahrzeugen gebunkert. Der K70 wurde von 1970 bis 1975 im rund 210.000 Exemplaren gebaut. Das sind also ähnliche Verhältnisse wie beim A2. Was beim K70 das größte Problem ist, daß es gerade an der Karosserie mehrere Änderungen gab. So gibt es drei verschiedene vordere Formen des Kotflügels. Die meisten Teile waren von der Motorisierung, natürlich außer den Motor- und Getriebeteilen gleich. Aber es gab in den Baujahren Änderungen an den Bremsen, für die vorderen Scheiben gibt es zwei Ausführungen, für die hinteren Trommelbremsen auch, wobei es für Eigner der jüngeren Baujahre ein Glück ist, daß es ein Gleichteil mit vielen VW-Modellen ist. Das erste Modelljahr hatte andere Sitze als die Folgebaujahre. Dann gab es noch wesentlich mehr verschiedene Farben für die Innenausstattung, diese dann noch als Grund- und L-Modell und die jeweils in Textil oder Kunstleder. Ebenso Teppich- oder Gummiboden. Stoßfänger waren zwar immer in Chrom, doch auch hier hatte das erste Modelljahr eine andere Form, beide Formen gab es mit Gummileisten und entsprechenden Bohrungen und dann ohne. Die ersten beiden Modelljahren hatten einen Choke-Vergaser, später gab es eine Startautomatik, die in den letzten beiden Baujahren elektrisch beheizt war. In den ersten drei Baujahren gab es nur 1600er Benziner, mit 75 oder 90 PS, später wurde der 90 PS durch einen 1800er mit 100 PS ersetzt. Da es immer Probleme mit den Vergaser gab, dokterte das Werk ordentlich herum und es gab unzählige verschiedene Düsenbestückungen. In den ersten drei Modelljahren war die Kupplung über Hebel bedient, später mit einem Seilzug.

 

Klar, daß es da bei Nachfertigtigungen immer Konflikte geben kann. Wobei es ein Glück ist, daß z.B. alle Fahrzeuge den gleichen Schalldämpfer haben.

Was wurde nachgefertigt? Aus meiner Erinnerung: Vergaserflansche, Schalldämpfer, Federbeinlager, Bremsscheiben, Membranen der Kraftstoffpumpe, Windschutzscheibendichtungen (noch in der Realisierungsphase), Sitzunterpolster. Kühlmittelpumpen, auch NOS, werden mit Keramiklagerdichtungen versehen, da selbst NOS-Pumpen schnell undicht werden.

 

Wie finanziert sich der Club, der rund 200 Mitglieder hat? Es wird ein Jahresbeitrag von 40€ erhoben. Daneben zahlt man bei Eintritt ein unverzinstes Darlehen an den Clubteilepool von 50€, den man bei Austritt erstattet bekommt. So ist immer genug Geld da z.B. für Nachfertigungen. Aber es werden auch NOS-Teileposten gekauft, so hat sich das VW Classicsparts Center mal von dem "K70-Kram" getrennt, heute müssen sie Teile beim Club einkaufen. Auch Stauber, ein bekannter VW-Oldtimerteilehändler hatte mal alle K70-Teile ausgelistet. Daneben wurden auch bei VW-Werkstätten und auf Teilemärkten sowie von Privat Teile erworben. So soll bis heute kein K70 stehen, weil Fahrbereitschaftsteile fehlen.

 

Der K70 hat bei VW ein ähnliches Schicksal wie der A2 bei Audi. Er ist das ungeliebte Kind, verachtet, gern verschwiegen, wenn es um die Firmenhistorie geht. Auch wenn der K70 wirtschaftlich kein Erfolg war, so hat er bei VW den Weg zu Wasserkühlung und Frontantrieb bereitet. Übrigens wurde der K70 von NSU genauso in Neckarsulm erdacht, allerdings nicht dort, sondern in Salzgitter gefertigt. Und er war auch sehr modern im Gegensatz zu anderen Modell der Zeit. Wenn man allein mal den Mercedes /8 sieht: Einfache Pendelachse, Kraftstofftank im Aufprallbereich. Beim K70 lag der Tank vor der Hnterachse und er hatte, ungewöhnlich für einen Fronttriebler, rundherum eine Einzelradaufhängung!

 

Und, da werden wir als A2-Fahrer doch ein wenig wehmütig: Die Kupplung kann man locker in einer halben Stunde ohne Ausbau von Motor und Getriebe tauschen. Der K70-Motor hatte auch eine obenliegende Nockenwelle, angetrieben durch eine stabile Doppelrollensteuerkette, von denen ist bis heute kein Riß bekannt. Damals wurden stabile Steuerketten verbaut und keine billigen Fahrradketten aus Rotchina.

 

Gruß

 

Uli

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hmm ich bezweifle, dass sich Audi darauf einlassen wird. Die werden die Teile schön horten um dann später Teile teuer als Tradition nachzubauen und zu verkaufen. Sieht man ja bei Classic Parts. Und wenn jemand versucht was nach zu produzieren hat er sofort eine Klage oder Unterlassungserklärung am Hals (siehe ehemals Volkswarenhaus). So ist das heute leider bei VW

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Das Problem ist, dass Audi sich, anders als Mercedes oder Porsche, nicht für die alten Autos interessiert.

Letzter Kenntnisstand war, dass bei Audi Tradition max 3Personen für Ersatzteile zuständig sind..... Da wird also vermutlich nie irgendwas kommen.

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das ist ja das paradoxe bei VW. Interessieren tun sie sich nicht für die alten Autos, würden aber trotzdem nie Formen oder Lizensen raus geben. So langsam merken sie, dass man damit auch Geld machen kann und produzieren wieder Teile nach. Hoffen wir, dass es bei Audi auch so läuft. Aber dafür bräuchte es mehr als 3 Leute

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