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kalla

Reifenpanne, Notfaltrad - Erfahrungsbericht, Fragen

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Vorweg, ich habe nach Fahrzeugkauf vor ca. 7 Jahren das Handbuch für diesen Part nur überflogen. Klar kenne ich Reifenwechsel, aber in Werkstatt mit Hebebühne oder zuhause bei Sonnenschein und mit Rangierwagenheber sowie Schlagschrauber, wie eben für viele hier im Forum alles kein Problem.

Ich hatte nachstehenden Bericht schon in der Plauderecke wegen des Dankes an John angekündigt. Hintergrund meines Berichtes ist, dass ich gar nicht so recht wusste, wie am A2 mit Bordwerkzeug im Falle einer Reifenpanne der Reifen zu wechseln ist. Und vor allem, wie sieht es dann im Dunkeln, bei Regen oder Schnee in Eiseskälte mit schneebeschlagener Brille und behandschuhten Händen aus. Und nach dem Motto „brauch ich nicht, bin ja im Autohilfsclub“, wann käme denn wohl ein Automobilclubhelfer auf einer einsamen Landstraße spät abends am Wochenende bei -10° und im Dunkeln? Und was, wenn dann das vorhandene Notfaltrad oder die lange abgelaufene Dichtflüssigkeit wegen des viel zu großen Loches nicht funktionieren? Dann ruft der Automobilclubhelfer in dem dort immer noch vorhandenen Funkloch den Abschleppwagen, der dann nach weiteren drei gefühlten Stunden in der Kälte endlich eintrifft und den fahruntüchtigen A 2 auflädt.

 

Nun zum Grund meines Berichtes.

Am Mittwochabend, ca. 18:15 Uhr - es war schon richtig finster- von der Provinzialhauptstadt über die BAB kommend auf die Bundesstraße Richtung Heimatort abgebogen. Die Bundesstraße führt als Brücke über die BAB und hat in den ersten 150 m ganz leichtes Gefälle, nach weiteren 100 m Kreuzung mit Ampelanlage und unmittelbar danach eine Bushaltebucht.

Auf der Gefällestrecke wird mein A 2 plötzlich laut. Ausgekuppelt, Fahrzeug wird trotzdem lauter, also zweifelsfrei Fahrwerksgeräusche. Nach der Kreuzung (Ampel grün) in der Bushaltebucht am Ende angehalten, ausgestiegen und sofort festgestellt Reifen vorne links platt. Vorher auf BAB noch Strecke bis Halt weder Lenkradruckeln noch Kfz-Hoppeln.

Also Warnblinker an, Warnweste angezogen und im Kofferraum die links hinten steckende Kombitasche mit Warndreieck entnehmen. Im Kofferraumlicht ist ja auch noch deutlich der Reißverschluss zu erkennen. Außerhalb des Kfz diesen Reißverschluss geöffnet und nur das auch einem sofort entgegenkommende Verbandsmaterial entdeckt. Im Dunkeln ist nämlich die Hinweis gebende rote Schrift auf der schwarzen Kombitasche und ebenso der schwarze Reißverschluss auf dessen Rückseite besonders deutlich zu erkennen. Schließlich doch Warndreieck gefunden, ausgepackt und sich zwecks Aufstellen vom Auto weg bewegt. Nur wie gehen die offenbar als Fuß dienenden dickeren Drähte aus ihrer Verriegelung? Gefummelt, diese etwas gebogen, nichts, zurück zum Auto.  Im Kofferraumlicht erkannte ich, sie sind seitlich eingeclipst. Herausgezogen und sich erneut auf den Weg gemacht um unterwegs das Dreieck auszuklappen und oben mit dem Druckknopf zu schließen. Auch hier wieder Fehlanzeige. Der Druckknopf ließ sich nicht schließen, wieder zurück zum Auto und Kofferraumleuchte: aha, kein Druckknopf, sondern Schiebeknopf (in der Betriebsanleitung habe ich dazu später nichts gefunden, ist wohl Allgemeinwissen). Danach Warndreieck aufgestellt.

Anschließend aus dem Doppelboden des Kofferraumes Notfaltrad heraus genommen und dann das übrige (Werk-) Zeugs auf die Rückbank geschaufelt (Starthilfekabel, Werkzeugkasten, Torxwinkelschlüssel für den Wechsel bei Vorderlampenleuchtmittel, Kasten mit Leuchtmitteln, Sicherungen, Zündkerzenmodul, Bremslichtkontaktschalter, Plastikflasche mit Kühlwasser usw.) Untere Ladebodenabdeckung aufgeklappt um Wagenheber zu entnehmen. Dieser ließ sich jedoch nicht einfach entnehmen. Nach ziemlichen hin und her Gefummel kam mir die Halteschale aus Styropor mit Wagenheber entgegen. Danach gelang es mir, daraus endlich den Wagenheber entnehmen.

 

Zu diesem Zeitpunkt hielt ein VW Bulli hinter mir. Jüngerer Mann stieg aus, hatte schon eine Stirnlampe auf dem Kopf und fragte, ob er denn helfen könne. Ich dankte für angebotene Hilfe und meinte, hätte schon öfter Reifenwechsel gemacht, Notfaltrad wäre ja hier und somit eigentlich alles kein Problem. Dann trat meine mitgefahrene bessere Hälfte hinzu und sprach machtvoll: „Lass dir helfen, zu zweit geht es schneller.“ Ich musste zustimmen. Der Helfer stellte sich als „John“ vor und erklärte ebenfalls einen A 2 zu haben. Er begab sich sogleich vorne links unten an den Schweller „wir müssen erst die Abdeckung im Schweller entfernen“. Dazu hatte ich den Schraubendreher bereits in der Hand. „Nein, das geht nur mit unten drücken“ so John. Und er drückte und schimpfte, und nach einer Zeit stand er wieder auf: „Das geht nicht.“ Ich wieder mit dem Schraubendreher. „Nein, der geht da nicht herein, man muss drücken.“ John kniete sich wieder zum Schweller hin und drückte. Nach gefühlten 3-4 min endlich das Erlösende „jetzt ist auf“. Seine Stirnlampe war ein hilfreiches und beleuchtendes Mittel um die spezielle Schwellerstelle in der Dunkelheit überhaupt zu erkennen.

 

Fragen dazu: Wie funktioniert das eigentlich bei diesen inzwischen gealterten Schwellerkunststoffen, wenn es noch kälter und dieser noch spröder wird? Schafft man es bei noch wesentlich kälteren Temperaturen als jetzt dann mit der Hand/Daumen noch, die Scheibe unten ein zu drücken? Oder müsste man sie mit einem harten Gegenstand (welchen) unten einschlagen? Wäre es möglich, die runde Kappe unten als Verbesserung mit einer Nut zu versehen, damit man den vorhandenen Bordwerkzeug-Schraubendreher zum Eindrücken ansetzen kann? Vielleicht können die kälteerfahrenen und schneeerprobten Icetracker dazu Erfahrungen beitragen?

 

 

Den Wagenheber angesetzt und John löste schon die Radschrauben. Der Rohrschlüssel ist von seiner Geometrie so gebaut, dass man auch mit dem Fuß drauf steigen kann, um so fest sitzende Radschrauben zu lösen. Ich kurbelte das Auto hoch, danach holte ich aus dem Bordwerkzeugsortiment den Kasten mit dem Kompressor hervor. Auch hier im Dunkeln wieder gut zu erkennen, wie man diesen allseitig geschlossenen Kasten auf bekommt. Im Kofferraumlicht erkennbar, wie's geht. Bei Minusgraden und mit behandschuhten Händen scheinen mir die beiden Zuhaltenasen schwierig zu öffnen. Das Kabel ließ sich dann gut entnehmen. Der unten wohl seit 2002 sich gut eingesessen habende Gummischlauch jedoch nicht; ich bekam den Finger nicht entsprechend krumm. Habe dann den für Birnenwechsel im Scheinwerfer mitgeführten Torxwinkel zur zu Hilfe genommen. Beim Herausziehen des Schlauchstückes mit Manometer löste sich von diesem der Deckel und fiel auf die Erde. Dies bekam der wieder nach hinten gekommene John dann auch mit. „Lass uns doch mit dem Notfallrad zur (ca. 60 m Luftlinie entfernten Aral-) Tankstelle fahren dort die Luft aufpumpen“ so John.

Gesagt getan Rad und ich in mit den Bulli und wir zur Tankstelle. An der dortigen Luftsäule solle entsprechend den bildlichen Vorgaben Luftdruck -2,5 Bar laut Aufdruck Faltrad- eingestellt mit ok. bestätigt und den Schlauch angeschlossen. Nichts. John meinte das ganze nochmal. Also Druckwert verändert, erneut auf 2,5 Bar eingestellt mit ok. bestätigt und Schlauch angeschlossen. Wieder nichts. Selbst John war fassungslos: „Das gibt es nicht, die Säule kann doch nicht defekt sein.“ Er veränderte erneut den Druck, bestätigte, nahm den Schlauch und klemmte ihn an das Vorderrad seines Bullis:  Rrrrrrrrrrrnnnnggg konnte man das Arbeiten der Luftsäule hören. Das gleiche Spiel noch einmal für das Notfaltrad, angeschlossen, wieder nichts.

Offensichtlich arbeiten die modernen Luftsäulen nur noch mit einem Mindestgegendruck und sind damit für echte Plattfüße oder eben drucklose Falträder nicht mehr tauglich.

 

„Wir fahren zur Tankstelle im Dorf“ so John. Da die Kartentankstelle etwas näher war fuhren wir dorthin. Dort lag aber die Luftsäule im bereits wegen Feierabend abgesperrten Gelände. „Wir fahren zu mir nach Hause, ich habe Kompressor in der Garage“ so John. Dort angekommen und das Faltrad aufgepumpt. Allerdings pumpte sich dies nicht wie gedacht mittig über der Felge auf. Vielmehr wanderte die Lauffläche einseitig total aus der Felgenmitte nach außen. Mit 2,5 Bar saß das Ende der Lauffläche quasi ein Drittel vom Innenrand der Felge weg. Auch mit 3,5 Bar blieb es bei dieser erheblich von der Felgenmitte abweichenden Laufflächenposition (siehe Bilder. Diese habe ich am nächsten Tag gefertigt als ich das Faltrad erneut mit 2,5 und 4,0 Bar aufgeblasen habe.) John und ich waren uns einig, dieses Notfaltrad in der Form nicht zu montieren.

Frage dazu: Neigt das Faltrad infolge eventueller Alterung dazu sich so aufzublasen? Oder ist es wichtig, den auf dem Faltrad aufgedruckten Hinweis zu beachten, dass Faltrad erst nach Montage am Fahrzeug auf zu pumpen. Dabei würde dann natürlich die Lauffläche quasi in der Mitte der Felge durch den Untergrund festgehalten. Selbst wenn das der Fall wäre, bliebe für mich die bange Frage, was passiert nach mehreren Radumdrehungen? Bleibt die Lauffläche des Faltrades dann  in seiner Position oder schiebt sie sich nicht doch plötzlich nach außen? Und was passiert bei Kurvenfahrten?

 

John bot mir daraufhin zunächst ein Ersatzrad von seinen Rädern an. Wir einigten uns darauf –da eh im Ort- von meinen Sommerreifen einen zu nehmen. Mit diesem fuhren wir zum Pannenfahrzeug zurück und montierten den Sommerreifen.

Ich dankte John für seine Hilfe, holte das Warndreieck und konnten wir gegen 19:50 Uhr unserer Heimfahrt fortsetzen.

Am nächsten Tag als Pannenursache ein undichtes Ventil, welches an der Dichtfläche zur Felge hin eingerissen war, ausgemacht (Ursache dafür ist mir schleierhaft). Ventil gewechselt, Reifen wieder dicht.

 

 

Fazit:

Eine zukünftig auch zu überprüfende Stirnlampe kommt ins Auto.

Das Notfaltrad muss bei mir durch ein anderes, bereits aufgepumptes Ersatzrad ersetzt werden.

Gibt genug Beiträge zum Notrad im A 2, u.a. https://a2-freun.de/forum/forums/topic/29042-notrad-im-a2/

Im Beitrag https://a2-freun.de/forum/forums/topic/32240-antwort-auf-g%C3%BCnstige-faltrad-alternative/ wird das Notrad vom Golf genannt: Golf 3 GTI o. 16V und Passat 35i 16V o. VR6 mit Felge LK: 5x100 , 3 1/2 J x 15 ET 38 mit Reifen T 115/70 R 15 90 M .

Oder passt ein 155 iger auf 15‘‘ Stahlfelge in den Zwischenboden (

Ansonsten kann ich den hier Lesenden nur empfehlen, schaut mal nach Funktion Warndreieck, Schwellerloch und auch Faltnotrad (mit aufpumpen!!) oder eben Dichtmittel und Kompressor. Und überlegt selbst, was man/frau bei einsamer Panne in Eiseskälte und im Dunkeln bräuchte.

 

Grüße Kalla

Radaussenseite.jpg

RadInnenseite 2,5 Bar.jpg

Radinnenseite2.jpg

Raddruck 4 Bar.jpg

Radbeschriftung.jpg

Edited by kalla
Lesbarkeit Absätze
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Liest sich ein wenig wie "calamity climax"... Oder wie eine Geschichte von Loriot ("Das Bild hängt schief!"). ;) Aber mal im Ernst und der Reihe nach:

  • Hätte ich eine Reifenpanne wenige km vom Haus entfernt, würde ich mir allenfalls über das Warndreieck Gedanken machen - und nach dessen Aufstellen mit dem Taxi (oder dem Bus ^_^ ) nach Hause fahren, ein "Fahrbereifungsrad" aus der Garage holen und wieder zurück um Auto. Das ist dann gefühlt mindestens die Zeit, die man braucht, um den Pannenkram aus dem Auto zu fummeln und sich damit - vgl. Bordbuch (Kapitel: Kompressor und Faltrad) - vertraut zu machen.
  • Reifendichtmittel aus der Pulle? Niemals! Wird spätestens dann zur Sauerei, wenn der defekte Reifen demontiert wird.
  • Mit den Wagenheberverschlussdeckeln in den Schwellern hatte ich noch nie Probleme. Es gibt wohl, wenn ich mich recht erinnere, auch nur einen Punkt, wo man reindrücken kann / muss.
  • Den Radschraubenschlüssel aus dem Bordwerkzeug habe ich noch nie benutzt. Aber dieses Billigteil wird wohl funktionieren - wenn man die Räder saisonbedingt selbst (!) wechselt und die Radschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzieht. 9_9 Die meisten Werkstätten machen das entweder nicht, oder sie "packen" beim Anziehen der Radschrauben "zur Sicherheit" (?) noch ein paar "Zehner" Drehmoment obendrauf, die im entscheidenden Moment zu viel sein können.
  • Der Styroporklotz um den Bordwagenheber war bei mir bisher "unauffällig", wenn ich den Bordwagenheber aus dem Kofferraum holte.
  • Ein Rad in Fahrbereifung (also min. 155/65-15) passt nach meiner Erinnerung nicht an die Stelle, wo das Faltrad befestigt wird. Das Problem ist wohl weniger die Höhe des Rades (wg. des darüber liegenden Zwischenbodens im Kofferraum), sondern dessen Durchmesser. Ob ein nicht gefaltetes Notrad aus einem anderen Konzernfahrzeug passt, möchte ich bezweifeln. Aber man kann ja mal nachmessen.
  • Ich bin - wider besseren Wissens - der Meinung, dass man dem Faltrad durchaus in Sachen Fahrstabilität vertrauen kann, wenn man es sachgerecht und wie im Bordbuch beschrieben anwendet. Es sollen ja wohl genau die Probleme (beim Aufpumpen) verhindert werden, die weiter oben fotografisch festgehalten wurden und hernach Zweifel in dessen Gebrauchsfähigkeit aufkommen lassen. ;)

So, und jetzt zu dem zunächst einzigen Lösungsansatz, den ich aktuell beisteuern könnte: es gibt im Motorradfachhandel für Schlauchlosreifen ein Reparaturset, bestehend aus ein paar Dichtstreifen, Vulkanisierflüssigkeit und Werkzeugen. Damit kommt man aber auch nur dann weiter, wenn man sich einen Fremdkörper in die Lauffläche des Reifens gefahren hat. Vorne kann man bei montiertem Rad reparieren (wg. des Lenkeinschlags), hinten sollte man i.d.R. trotzdem das Rad demontieren. Im Reparaturset sind noch ein paar Gaskartuschen, mit dem man - einen Motorradreifen! - so weit aufpumpen kann, dass man bis zur nächsten Tankstelle kommt. Beim Autoreifen reicht das sicher nicht, aber immerhin hätte man wohl einen "Gegendruck" aufgebaut, damit auch der moderne Druckluftprüfer an der Tanke funktioniert. Wenn man aber einen funktionierenden Kompressor an Bord hat, muss man auf die Gaskartuschen auch nicht zurückgreifen.

 

Aber - Disclaimer: ich weiß aktuell nicht, ob das Motorradreifenpannenset für Pkw-Reifen offiziell "freigegeben" ist. Verwendung also auf eigene Gefahr. Ich habe hier nur geschrieben, was ich machen würde.

Edited by heavy-metal

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So soll das eigentlich aussehen, der kommt auch erst nur "einseitig" raus:

 

Es sieht so aus, als ob ein Schmiermittel bei Dir an den Flanken ist. Ggf. ist das verharzt und verklebt die Flanke mit der Felge ?

Das Styroformteil kommt bei mir auch immer mitsamt Wagenheber raus, hab da keine Probleme mit.

Bei den Abdeckungen muss man im unteren Drittel reindrücken, dann ploppen sie oben raus.

 

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Auf dunkler Landstraße bei Starkregen wird auch schon mal das Warndreieck von halbblinden Autofahrern weggefegt.

Dieses Notfallfaltrad hatte mein 1.2 Sparmobil erst gar nicht. Das Reifendichtmittel  nach Ablaufdatum nebst Kompressor habe ich aus dem Kofferraum verbannt. 

Stattdessen habe ich nur noch einen passenden Reifen ohne Felge im Zwischenraum des Kofferraums liegen. 

 

Zugegeben, ich bin vorwiegend tagsüber im größten Ballungsraum unterwegs und kann auf Hilfe rechnen. Zur Not würde ich auch mit dem Platten ganz vorsichtig eine kurze Strecke fahren. 

 

 

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@McFly: schönes Video - das insbes. zeigt, wie sich der Reifen beim Luft Ablassen wieder zusammenfaltet. Das ist wohl problemloser als den Kompressor (Druckluftleitung und Stromkabel) wieder so zusammen zu bekommen, damit man das Genudel anschließend auch wieder dort unterbringen kann, wo man es hervorgekramt hat. ;)

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vor 16 Stunden schrieb kalla:

5x100 , 3 1/2 J x 15 ET 38 mit Reifen T 115/70 R 15 90 M .

Das sollte in keinem Kofferraum fehlen .

Bordkompressor ist nett zum Fahrradreifen füllen aber mehr nicht man achte auf die Laufzeitbegrenzung :D

Faltrad ist was fürn A..... Dauert zu lange bis man es Montieren kann da bin ich mit dem Notrad schon wider unterwegs ;)

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Hallo,

 

ich darf zu  vorstehenden Beiträgen nachstehendes sagen:

Es ist ein Erfahrungsbericht. So hatte ich mir einen Radwechsel bei Panne überhaupt nicht vorgestellt. Der Bericht soll Andere dazu ermuntern, selbst beim eigenen A 2 zu schauen.

 

Auf die Idee, wegen der Nähe mit Taxi oder ähnl.  zum Haus zu fahren und "Fahrbereifungsrad" zu holen, bin ich ehrlich überhaupt nicht gekommen. Hatte doch Notfaltrad mit und wusste, Bordwerkzeug vorhanden. Und nach der Pannenfeststellung sah ich auch überhaupt kein Problem, das damit nicht bewerkstelligt zu bekommen. Die Folgen waren ja auch für mich sehr überraschend. Vielleicht wäre ich zwischendurch dann doch noch zu einem solchen Schluss gekommen. Aber mit Johns Hilfe war es letztlich auch das Ergebnis.

 

Im übrigen werden meine Radmuttern bei den geplanten Räderwechseln mit anderem Werkzeug gelöst und leicht angezogen. Anschließend mit Hazetdremomentschlüssel ordentlich weiter festgezogen. Der vorhandene Bordwerkzeugschlüssel ist ziemlich kurz und benötigt daher auch bei mit richtigem Drehmoment angezogenen Schrauben sicher großen Kraftaufwand. John ist wohl der Einfachheit halber draufgestiegen und dieser Schlüssel des A 2 hat es ohne wegzukippen problemlos in Drehbewegung umgesetzt. Ich meine, solche Info ist auch mal hilfreich zu wissen.

 

Reifendichtmittel möchte ich auch nicht. Eine Reifenreparatur mit Dichtstreifen und Vulkanisiermittel möchte ich auf einsamer Landstraße bei Kälte ebenso vermeiden. Zudem muss man das Loch ja auch erst einmal finden (dazu muss der Reifen aufgepumpt werden). Beim Schwellerverschlussdeckel hat John gewirkt. Ich habe da bislang keine Erfahrung.

 

Das Video mit dem Notfaltrad zeigt leider nicht den tatsächlichen Aufpumpdruck. Bei meinem Faltrad befand sich die Lauffläche bei 4 Bar (und damit schon 1,5 Bar über den angegeben Reifenfülldruck) immer noch weit aus der Felgenmitte. Vielleicht ist der Reifen einfach zu alt? Und ob die bei Pkw’s serienmäßigen Pannenkleinstkompressoren wesentlich mehr Druck in begrenzter Zeit schaffen, glaube ich nicht. Zudem beträgt deren Laufzeit immer nur wenige Minuten. Das Schmiermittel stammt wohl noch von der Reifenmontage.

 

Den Hinweis von Blumann, dass schon genannte Rad 5x100 , 3 1/2 J x 15 ET 38 mit Reifen T 115/70 R 15 90 M könnte passen, finde ich hilfreich.

 

Grüße Kalla

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vor 17 Stunden schrieb kalla:

Es ist ein Erfahrungsbericht. So hatte ich mir einen Radwechsel bei Panne überhaupt nicht vorgestellt. Der Bericht soll Andere dazu ermuntern, selbst beim eigenen A 2 zu schauen.

 

Vorab: es ging mir nicht darum, Deine Vorgehensweise in irgendeiner Art zu kritisieren. Ich hätte mir aber einen Radwechsel mit dem Notrad auch nicht derart kompliziert und tückenhaft vorgestellt. Man vertraut schließlich irgendwo auf die Funktionalität der Pannenausrüstung an Bord - und ist natürlich angefressen, wenn irgendetwas nicht so funktioniert wie es (auch nach Studium der Bordliteratur) sollte.

 

Dein Erlebnis bringt mich aber gerade auf die Empfehlung, dass diejenigen, die ein Faltrad spazieren fahren, beim nächsten Schraubertreffen in Legden ihr Faltrad mal auf "korrekte" Funktion prüfen. Das Ding ist ja recht schnell aus dem Kofferraum raus und an die Druckluftleitung beim Alex angeschlossen. :jaa:

 

vor 18 Stunden schrieb kalla:

Der vorhandene Bordwerkzeugschlüssel ist ziemlich kurz und benötigt daher auch bei mit richtigem Drehmoment angezogenen Schrauben sicher großen Kraftaufwand.

 

Das ist natürlich gut zu wissen. Ich hatte in meiner "Kraftfahrerkarriere" aber auch schon zwei Fälle, wo der Radschraubenschlüssel wg. mit viel zu hohem Drehmoment angezogenen Schrauben sofort vermurkst war. Dasselbe Schicksal dürfte also auch der beim A2 beigefügte Schlüssel erleiden, wenn in den Werkstätten eben nicht "sauber" gearbeitet wird. Leider weiß man das im Zweifel erst dann, wenn's drauf ankommt. ;)

 

vor 18 Stunden schrieb kalla:

Reifendichtmittel möchte ich auch nicht. Eine Reifenreparatur mit Dichtstreifen und Vulkanisiermittel möchte ich auf einsamer Landstraße bei Kälte ebenso vermeiden. Zudem muss man das Loch ja auch erst einmal finden (dazu muss der Reifen aufgepumpt werden).

 

Natürlich: direkt am Straßenrand, noch dazu auf der linken Seite des Fahrzeugs zu operieren ist eher suboptimal. Die Dichtstreifenmethode eignet sich insbes. dann, wenn der Fremdkörper noch im Reifen steckt, oder wenn bei einem vorhandenen Loch noch so viel Luft raus kommt, dass man es bei der "Wasserprobe" noch (blubbern) sehen kann. Ggf. kommt man an der Benutzung des Wagenhebers (damit man das Rad drehen kann) nicht vorbei. Erspart zumindest das Hantieren mit dem Faltrad. Und man muss sich beim Zusammenräumen keine Gedanken machen, wie man das platte "Fahrbereifungsrad" unterbringen soll. Wichtig, wenn der Kofferraum recht voll ist. ;)

 

vor 18 Stunden schrieb kalla:

Den Hinweis von Blumann, dass schon genannte Rad 5x100 , 3 1/2 J x 15 ET 38 mit Reifen T 115/70 R 15 90 M könnte passen, finde ich hilfreich.

 

Ich auch! Der Vorteil ist, wie von @Bluman schon genannt, dass in besagtem Rad die Luft schon drin ist und der Kompressor wohl nicht ausgepackt werden muss. Allerdings ist zu beachten, dass das Notad (nicht das Faltrad!) nicht an der Antriebsachse verwendet werden darf wg. des ggü. dem Fahrbereifungsrad zu geringen Radumfangs (und der damit verbundenen Gefahr von Schäden am Differential bei längerer Geradeausfahrt). So jedenfalls stand es mal in der Betriebsanleitung meiner Gölfe (2 und 3). Da hilft dann im Zweifel bei einem Platten an der Vorderachse nur, auf derselben Fahrzeugseite erst hinten das intakte Rad gg. das Notrad und anschließend das vordere platte Rad gg. das intakte hintere zu tauschen. Ob das nun schneller geht als nur an einer Radnabe das Notrad unter Einsatz des Kompressors zu montieren, müsste man mal mit der Stoppuhr vergleichen. 9_9     

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Hm ich hoffe es kommt keiner auf die Idee ein "NOTRAD" bis zum nächsten Zahltag als Fahrbereifungsrad zu missbrauchen dafür ist es nicht gedacht .

Fielen die das missbraucht haben , haben wir das Faltrad zu verdanken :crazy:

Genau darum stand der Hinweis in den Betriebsanleitungen, für Leute die das "NOTRAD" bewusst genutzt haben also bis vor die Garage oder zum Reifenhändler des Vertrauens

ist die Montage an der Antriebsachse bei Einhaltung der angegebenen Geschwindigkeiten speziell für das Differential unbedenklich weil es ja gerade für Unterschiedliche Schlupfwerte ausgelegt ist

im Fall einer Sperre allerdings wäre ich da vorsichtig bei meinem S6 Quattro  war aber auch ein Notrad an Bord .

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vor 11 Minuten schrieb Bluman:

Hm ich hoffe es kommt keiner auf die Idee ein "NOTRAD" bis zum nächsten Zahltag als Fahrbereifungsrad zu missbrauchen dafür ist es nicht gedacht .

Fielen die das missbraucht haben , haben wir das Faltrad zu verdanken :crazy: Genau darum stand der Hinweis in den Betriebsanleitungen...

 

Hmm, ist das jetzt Wissen oder eine Vermutung? ;) Ich kann zugegebenermaßen jetzt nur mit einer Vermutung dagegen halten, nämlich dass das Faltrad deswegen an Bord ist, weil man es universell einsetzen kann. Davon abgesehen, war der Hinweis sicher schon in den Bordunterlagen, noch bevor das erste mit Notrad ausgerüstete Fahrzeug überhaupt eine Reifenpanne hatte. 

 

vor 18 Minuten schrieb Bluman:

... ist die Montage an der Antriebsachse bei Einhaltung der angegebenen Geschwindigkeiten speziell für das Differential unbedenklich weil es ja gerade für Unterschiedliche Schlupfwerte ausgelegt ist

 

Natürlich ist es Sinn des Differentials, Drehzahlunterschiede der angetriebenen Räder auszugleichen. Aber eben nur kurzfristig. Je größer und länger die Drehzahlunterschiede, desto größer die Gefahr, dass das Differential Schaden nimmt. Ob ein Schaden nun schon auftreten kann, wenn man 5 km von zu Hause entfernt die Panne hat und das Notrad auf die Antriebsachse montiert, darf sicher bezweifelt werden. 50 km Geradeausfahrt mit entsprechenden Drehzahlunterschieden möchte ich dem Differential aber nicht zumuten.

 

Also weiterhin meine glasklare Empfehlung - gestützt von vielen seriösen Websites: das (kleine) Notrad nur an der nicht angetriebenen Achse montieren. Wenn Du es weiterhin anders handhaben würdest: ok, jeder so, wie er mag; es ist nicht mein Auto... ;)

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vor 32 Minuten schrieb heavy-metal:

Also weiterhin meine glasklare Empfehlung - gestützt von vielen seriösen Websites: das (kleine) Notrad nur an der nicht angetriebenen Achse montieren. Wenn Du es weiterhin anders handhaben würdest: ok, jeder so, wie er mag; es ist nicht mein Auto... ;)

Genau so war es auch gemeint also bis zu 30 Km ohne Bedenken darüber halt auf eigene Gefahr .

Beim Quattro steht in der Betriebsanleitung sogar drin , auf der Vorderachse und der Hinterachse zwingend nur Gleiche Bereifung und Notrad bis höchstens 30 Km Höchstgeschwindigkeit 80 Km/h.

Ich kann leider nicht mehr genau meine Quelle bezeichnen aber es gab in den 90 Jahren eine Empfehlung  des Bundesamt für Verkehrswesen wonach das Schmale Notrad wegen Missbrauch nicht mehr Angeboten werden durfte .

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Hallo,

„heavy-metal“ Danke für die aufbauenden Worte. „Angefressen“ ist ja ein schönes Wort für einen suboptimalen Zustand. Zwischenzeitlich war es bei mir angesichts der immer neuen, maladen Erkenntnisse mehr als „nur angefressen“. Glücklicherweise hatte sich ja bei mir der Schutzengel „John“ eingefunden.

Wie heavy-metal bestätigte, sollte mein Bericht die anderen hier Tätigen anregen, sich mit der Thematik an ihrem A 2 zu beschäftigen. Tatsache ist nämlich, dass auch ich mich nicht erinnern kann, in den letzten 10 Jahren noch ein Auto mit Reifenpanne (auch auf BAB nicht) gesehen zu haben. Kommt inzwischen wohl selten vor. Und wenn man dann selbst betroffen ist und meint, es sei ja alles dafür vorgerichtet, dann kann man schon sein blaues Wunder erleben.

 

Die von heavy-metal angeführte Dichtstreifenmethode ist mir –mit Verlaub- doch nicht so geheuer: „Die Dichtstreifenmethode eignet sich insbes. dann, wenn der Fremdkörper noch im Reifen steckt, oder wenn bei einem vorhandenen Loch noch so viel Luft raus kommt, dass man es bei der "Wasserprobe" noch (blubbern) sehen kann. Ggf. kommt man an der Benutzung des Wagenhebers (damit man das Rad drehen kann) nicht vorbei….“

Gewiss, sie kann und wird funktionieren, wenn der Eindringgegenstand sichtbar und problemlos entfernbar ist, wie z. B. Nagel Schraube. Ansonsten muss aber erst einmal die Undichtigkeit lokalisiert werden („blubbern“, mit Rad im Graben oder in wasserhaltiger Gosse? :D –gut, Wasserflasche drüber gießen) Zumindest wird aber in den allermeisten Fällen (etwas) aufpumpen notwendig sein, um die Undichtigkeit überhaupt zu finden. Wir sind uns wahrscheinlich einig, funktionierendes Reserverad wäre besser…..

 

Dass das Notrad nur dem Notfall und auch nur einer eng begrenzten Fahrleistung dienen kann und soll, sollte unter uns, den A 2 Liebenden, doch wohl klar sein. Vor allem, wenn es auf Antriebsachsen muss.

 

Bei dem von Blumann angeführten Quattro ist es wie bei allen 4x4 Antrieben so, dass unterschiedliche Radumfänge oder Radschlupfe die Ausgleichsgetriebe (Differentiale) belasten. Da kann es schon mal notwendig werden, im Pannenfall auch die drei übrigen Reifen ersetzen zu müssen.

Für unseren A 2 ist mir aber eine 4x4 Ausführung im Gegensatz z. B. zur „Ente“ (2CV Sahara) oder „Panda“ bislang nicht bekannt geworden……

 

Grüße Kalla

Edited by kalla
Doppelzeilen, Fehler
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vor 38 Minuten schrieb kalla:

2CV Sahara

Genial! Die kannte ich noch nicht. Bedankt dafür, Michael

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Hallo,

hole das Thema aus aktuellem Anlass heute noch einmal hoch:

Heute nachmittag, ziemlich am Ende des Baustellenbereiches, in BAB-Kreuz Recklinghausen erneut Reifenpanne.

 

Im Stau auf linker Spur stehend und dann wieder Schrittgewindigkeit und stehen usw. hupt auf rechter Spur ein Passatfahrer und teilt durch offenens Fenster mit : Sie haben hinten rechts platten Reifen! Hatten wir überhaupt nicht gemerkt, nichts gerappelt oder fahrtechnisch ungewohnt oder... Neben rechter Spur war durch Barken abgesperrter und geteerter Straßenbereich. Ich also mit Warnblinker rechts herüber und Auto ca. 2 m im Bereich hinter Barken mit Warnblinker abgestellt.

Bei Sonnenschein, ca. 17°C und als Ersatz mit mitgeführtem Sommerrad (Rückenlehne hinten umgelegt, sonst passt das nicht) war der Reifenwechsel diesmal ruckzuck (wohl keine oder gerade 15 min) erledigt. Es war gut zu wissen, das der Bordradmutternschlüssel auch mit dem Fuß bedient werden kann, ohne abzurutschen. Und auch die Abdeckkappe im Schweller löste sich sofort. 

 

Reifenkontrolle des defekten Winterreifens an Tankstelle mit Luftsäule ergab auch hier ein defektes Ventil an der Felge.  Habe Ventil zunächst rein vorsorglich tauschen lassen und Reifen wieder aufgepumt. Da aber hier doch deutlichere Walkspuren erkennbar waren, sollen dieser sowie der andere Vorderradreifen nun besser sicherheitshalber ersetzt werden. Zudem werde ich bei den beiden anderen Reifen die Ventile tauschen.

Warum bei meinem A 2 nun schon zwei Ventile an der Felge angerissen waren, ist mir ein Rätsel. Schlechte Ventilqualität?  Von außen auf den Ventilschaft einwirkende mechanische Kräfte sind für mich nicht erkennbar. Und für die dynamischen Fliehkräfte sollte ein Ventil doch nun wirklich ausgelegt sein. Und das meine Felgen im Ventilloch Grate haben, die den Sitz zerstören, glaube ich irgendwie nicht. Merkwürdig ist es schon.

Grüße Kalla

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Hallo,

so, erledigt.

Vorne links und hinten rechts durch neue Winterreifen und die jetzt vorne montiert, ersetzt. Vorne rechts alt erhielt neues Ventil und nach hinten. Ebenso hinten links neues Ventil. Dieses war ebenfalls schon sichtbar angerissen.

Der Reifen hinten rechts war in der Flanke schon recht weich und hatte innen eine Menge Talkum?-Abrieb von der Innenflanke angesammelt. Er hat wohl im Schrittgeschwindigkeits-Stauverkehr einiges an Umdrehungen gemacht ohne das wir das gemerkt haben. Beim vorderen links war da nur ganz wenig Talkum?-Abrieb  zu sehen; die Flanke war auch noch fest. Jetzt ist ersetzt und hoffe ich, die nächsten Jahre von Reifenpannen verschont zu bleiben.

Mit den auf dem Ventilfuß aufgedruckten Nummern konnte ich nichts anfangen. Die Ventile kamen aber aus einer gerade angefangenen Tüte mit ca. 40 neuen Ventilen.

Grüße Kalla

 

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PS:

Auf längeren Fahrten haben wir eigentlich immer einen 155er Winterreifen auf 5J Felge dabei. Der passt in den Kofferraum unter den Zwischenboden. Seit dem hatten wir keine Reifenpanne mehr. :)

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Hallo,

Neues vom Notfaltrad:

 

Hatte das Notfaltrad seinerzeit als materielles Anschauungsobjekt mit zum 60. (Weihnachts-) Schraubertreffen nach Legden genommen. Dort waren u. a. auch die niederländischen A2 Freunde „ekkels34  und Sohn Gideon“. Diese beiden zeigten sich besonders interessiert, haben sie doch ein Beschäftigungsverhältnis beim Hersteller des Reifens, der Fa. Vredestein in Enschede. Sie boten an, das Rad zwecks Prüfung mit zu nehmen. Das war mir sehr recht.

 

Beim 60.5 (Finnland) Schraubertreffen in Legden brachten ekkels34  und Sohn das Rad mit folgendem Ergebnis wieder mit:

Nach der Prüfung im dortigen Herstellerwerk des Reifens wäre dieser immer noch vollkommen in Ordnung. Er würde die normativen Vorgaben im vollen Umfang erfüllen. Diese Vorgaben bezögen sich u. a. auf Reifenbreite, Lauffläche, Durchmesser/Umfang.

Eine Vorgabe hinsichtlich eines möglichen Versatzes zwischen Mitte Felgenmaulbreite und Mitte Lauffläche gäbe es aber überhaupt nicht!! Dies könnten durchaus 2,5 cm oder auch sogar noch mehr sein. Bei meinem Reifen sei das zwar extrem gewesen. Gleichwohl wäre das aber nach dem Ergebnis der Prüfung auch noch in Ordnung gegangen. Man habe aber gleichwohl den Reifen von der Felge genommen und ihn mit frischer Reifenmontagepaste wieder aufgezogen. Soweit die aus meiner Sicht vertrauensvollen Aussagen der beiden niederländischen A2 Freunde.

 

Ich habe das Notfaltrad zu Hause wieder aufgepumpt und auch Bilder gefertigt. Diese zeigen, dass der Reifen jetzt nicht mehr einen so großen Versatz nach außen hat.

Angesichts der Aussagen von eckels 34 und Sohn habe ich nun überhaupt keinerlei Zweifel mehr, dieses mein Notfaltrad im Pannenfall auch zu nutzen. Ich werde also den Reifen wieder hinten ins Auto packen und ihn mit vollstem Vertrauen auf ausbleibende Reifenpannen vorsorglich mitführen.

 

Etwas wäre noch zum Beitrag von McFly am 25.11.2019 bezüglich des Reifenmontageschmiermittels anzumerken: Die Reifenmontagepaste soll u. a. auch das Festkleben des Reifens an der Felge verhindern. Vielleicht war das an meinem Reifen verwendete Mittel gealtert und hatte –wie McFly schon vermutete- den Reifen in seinem gefalteten Zustand mit der Felge verklebt.

Dies scheint mir angesichts des jetzt vorliegenden Ergebnisses durchaus naheliegend zu sein. Daraus würde die Empfehlung resultieren, bei einem vorhandenen, lange Zeit nicht aufgepumpten Notfaltrad den Reifen „einfach“ mal mit neuer frischen Reifenmontagepaste zu versehen (einseitig abdrücken, einschmieren, aufpumpen, Luft ablassen, andere Seite abdrücken, aufpumpen…..).

 

Bilder anbei.

 

Grüße und nochmals Dank an ekkels34 und Sohn

Kalla

 

Notfaltrad neu montiert1.jpg

Notfaltrad neu montiert2.jpg

Notfaltrad neu montiert3.jpg

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Ich habe in unseren beiden A2 ja auch noch unbenutzte Notfalträder liegen. Meinst Du es macht Sinn, die beim Schraubertreffen mal probeweise aufzupumpen um zu schauen, wie das aussieht? Bei Deinem Notfaltrad wäre ich mit Schritttempo zum Reifenhändler gefahren, so wie das aussah. Möglicherweise hätte sich der Reifen ja während des Fahres dorthin bewegt, wo er optisch auch hingehört.

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vor 16 Stunden schrieb Nupi:

Ich habe in unseren beiden A2 ja auch noch unbenutzte Notfalträder liegen. Meinst Du es macht Sinn, die beim Schraubertreffen mal probeweise aufzupumpen um zu schauen, wie das aussieht? Bei Deinem Notfaltrad wäre ich mit Schritttempo zum Reifenhändler gefahren, so wie das aussah. Möglicherweise hätte sich der Reifen ja während des Fahres dorthin bewegt, wo er optisch auch hingehört.


Die bekommst du danach nie wieder auf die alte Größe. Ich hab bei mir noch eins rumliegen welches schonmal testweise aufgepumpt war, ich kann mal ein Vergleichsbild machen.

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Auch nicht wenn man die Luft absaugt? Unterdruck ist überraschend kräftig...

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Haben wir versucht, hilft ein wenig aber ist a) schwierig weil man das Ventil ja auch wieder rein bekommen muss ohne Luft rein zu lassen und b) faltet es sich trotzdem nicht mehr so schön wie vorher ineinander.

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vor 2 Stunden schrieb cmpbtb:

Ich hab bei mir noch eins rumliegen welches schonmal testweise aufgepumpt war, ich kann mal ein Vergleichsbild machen.

 

Ja, mach mal! :) Und zwar, bevor hier der Nächste einen Platten hat und das Fluchen beginnt, weil er das Geraffel nicht mehr im Kofferraum versenken kann.. :x

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Hallo,

 

die Luft ist bei meinem ja wieder herunter. Es liegt aber noch nicht im Auto. Ich hatte es bislang  (ohne weitere Sicherung) im  Zwischenboden im Kofferraum liegen. Falls es da wegen jetzt zu großem Durchmesser nicht mehr hinpassen sollte, werde ich versuchen, mit einem kleinen Ratschenspanngurt den Umfang weiter zu reduzieren. Ich denke, damit wird der Durchmessser dann auch weniger werden. Den Spanngurt würde ich  auch gespannt lassen.

Ergänzen kann ich noch, dass eckels 34 mich auch noch darauf hingewiesen hat, dass die Ventilkappe des Faltrades unbedingt eine "mit Schlüssel" sein soll.  Ansonsten kann man den Ventileinsatz ja zum Luft ablassen nicht herausdrehen.

 

Grüße kalla

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Hallo und Ergänzung,

 

habe das Faltrad endlich wieder im Auto. Im Zwischenboden passt es mit abgelassener Luft erneut problemlos herein; da wäre sogar noch einiges an "Luft" im Durchmesser.

 

Grüße Kalla

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